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Indiana Jones - Jäger des verlorenen Schatzes

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
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DVD-Daten:

Review Datum: 31.10.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 04.11.2003
   
Deutscher Titel: Jäger des verlorenen Schatzes
Originaltitel: Raiders Of The Lost Ark
Land / Jahr: USA 1981
   
Regie:  Steven Spielberg
Darsteller:  Harrison Ford , Karen Allen , Paul Freeman , Ronald Lacey , John Rhys-Davies , Denholm Elliott
       
Bildformat: 2,40:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Englisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 2.0 Surround), Tschechisch (Dolby Digital 2.0 Surround), Ungarisch (Dolby Digital 2.0 Surround)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Holländisch, Polnisch, Tschechisch, Türkisch, Ungarisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 31
Laufzeit: 111 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Layerwechsel bei: 48:46
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Paramount Pictures Home Entertainment/ Lucasfilm
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Der abenteuerlustige Archäologe Dr. Jones wird beauftragt, die verlorene Bundeslade mit den zehn Geboten wiederzufinden - und zwar bevor die Nazis an sie herankommen. Denn wer die Bundeslade besitzt, kann damit quasi die Weltherrschaft erobern.

Zusammen mit seiner Ex-Lebensgefährtin Marion Reavenwood macht sich Dr. Jones auf die Suche nach der Lade - was sich als gar nicht so einfach herausstellt...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Sämtliches Bonusmaterial zu allen drei Filmen wurde auf eine vierte DVD ausgelagert. Auf den einzelnen Film-Discs findet sich also überhaupt kein Bonusmaterial, sieht man einmal vom sehr exponiert platzierten, letztendlich aber unnötigen, "Indiana Jones.com"-Link und dem "THX Opti Mode" ab.

- Herstellung der Trilogie: Hierbei handelt es sich um eine dreiteilige Dokumentation, die entweder einzeln oder am Stück ansehbar ist. Die Dokumentation fällt inhaltlich sehr interessant aus. Die Hauptprotagonisten der Produktion, also George Lucas und Steven Spielberg, erinnern sich in neuen Interviews an die Dreharbeiten zurück. Aber auch andere Crew-Mitglieder kommen zu Wort und dürfen von den Dreharbeiten berichten. Mit den Interviews wurden Aufnahmen vom Set und Produktionsfotos zwischengeschnitten, um die Aussagen zu unterlegen. Dem ersten Teil werden etwa 51 Minuten zugestanden, Teil zwei noch knapp 41 und die Doku zu Teil drei fällt mit 35 Minuten schon merklich kürzer aus. Wie auch immer, es werden viele Informationen und Anekdoten geboten.

Unter dem zweiten Menüpunkt, "Featurettes", findet man vier kürzere Dokus bzw. Featurettes zu einzelnen Teilaspekten der Filme. Die Featurettes scheinen aus der gleichen Serie wie die drei langen Dokumentationen zu stammen. Wieder gibt es also Interviews, diesmal mit Lucas, Spielberg und den für die Teilaspekte zuständigen Crewmitgliedern, die mit Aufnahmen vom Set und Ausschnitten aus dem Film quergeschnitten wurden. Der Informationsgehalt ist auch hier wieder recht hoch und weit entfernt vom manchmal vorherrschenden Werbe-Einerlei.
- Die Stunts (Länge: 10:56)
- Der Sound (Länge: 13:20)
- Die Musik (Länge: 12:22)
- Das Licht und die Magie (Länge: 12:20)

- Trailer: zu Teil eins und Teil drei gibt es hier Teaser- und Kinotrailer, zu Teil eins außerdem einen neuen Trailer, zu Teil zwei nur den Kinotrailer und außerdem einen Game-Trailer.

Im Endeffekt fällt die Bonusausstattung doch ein wenig enttäuschend aus. Das ist bitte nicht falsch zu verstehen - es gibt zweifelsohne eine reichhaltige Kollektion an inhaltlich interessanten Extras. Doch man sollte auch vor Augen halten, welchen Stellenwert die "Indiana Jones"-Trilogie in der Filmgeschichte einnimmt. Für einen Klassiker - nun im Grunde sind es ja sogar drei Klassiker - wie diesen hätten zumindest wir uns mehr als nur das übliche Kontingent an Extras erwartet. Inhaltlich interessante Dokumentationen sind zwar etwas schönes, aber gerade für eine Trilogie dieser Klasse hätte man sich eben etwas Besonderes erwartet, wie auch immer das letztendlich aussehen mag. Innovation ist vielleicht das beste Wort, das ausdrückt, was wir hier vermissen...

   
 
Wertung:  
     (gut)
     
Gestaltung:

Was man sich beim Cover-Design zum Glück gespart hatte, konnte man sich scheinbar bei der Menügestaltung nicht verkneifen: die Umänderung des Filmtitels in "Indiana Jones und der Jäger des verlorenen Schatzes", damit die "Corporate Identity" auf den übergroßen "Indiana Jones"-Lettern aufbauen kann. Wie auch immer, das Menü ist trotzdem recht gut gelungen. Nach der computeranimierten Einleitung gelangt man ins Hauptmenü, das lediglich im Hintergrund animiert wurde und hinter dem großen "Indiana Jones"-Logo eine Weltkarte vorbeiziehen lässt. Anfangs wirkt das Ganze recht langweilig, doch wartet man ein bisschen, kommt Leben ins Hauptmenü - im Stil der computeranimierten Einleitung laufen nun Szenen aus dem Film ab, was die Gestaltung schon ein wenig ansprechender erscheinen lässt. Auch das "Set up"-Menü (wieso eigentlich nicht der deutsche Ausdruck "Einstellungen"?), die Kapitelanwahl und die Übergänge wurden animiert.

Die Gestaltung der Menüs bildet quasi eine Einheit mit der Gestaltung der Box. Von der Konstruktion her gleicht die Box der "Pate - Trilogie", die einzelnen DVDs stecken also in dünnen Papp-Aufklappern, die wiederum in einer stabilen Papp-Box Platz finden.

     
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
     
Bildtest:

Gleich zu Anfang gebührt Lucasfilm/ Paramount Lob. Noch nicht so sehr für die Bildqualität selbst, sondern dafür, dass fast der gesamte Speicherplatz der DVD für Bild und Ton verwendetet wurden. Wo andere Firmen gerne eine Bilddatenrate von 5 Mbit/ Sek. oder auch weniger fahren - obwohl noch 2,5 GB frei wären - nutzt Lucasfilm die Möglichkeiten der DVD und fährt eine durchschnittliche Bilddatenrate von knapp 7 Mbit/ Sek., was in Regionen liegt, die sonst (fast) nur "Superbit"-DVDs erreichen. Dennoch bleiben ein paar hundert MB auf der DVD frei - beim nächsten Mal kann man die dann auch noch in die Bitrate stecken.

Ein weiteres Lob verdient sich Lucasfilm für die Restauration des Bildes, denn für einen 22 Jahre alten Film macht die Qualität eine mehr als gute Figur. Die einzigen Mängel des Bildes sind einerseits ein stellenweises leichtes Hintergrundrauschen und andererseits die "nur" gute bis "gute bis sehr gute" Bildschärfe. Sehr schön ist hingegen die Farbwiedergabe gelungen. Das Bild glänzt mit der satten Wiedergabe der trotz des teilweise leicht erdigen Farbstichs durchweg natürlichen Farben.

Die Bildschärfe ist wie erwähnt nicht auf absolutem Höchstniveau, bietet aber dennoch ein sehr scharfes und detailreiches Bild. An keiner Stelle wirkt das Bild unscharf, allerhöchstens eine gewisse Weichheit lässt sich attestieren. Für das Alter ist das Schärfeverhalten jedenfals außerordentlich gut.

Auch der Kontrast liegt auf gutem bis sehr gutem Niveau. Kritikpunkte gibt es hier (fast) keine. Allenfalls könnte man sich am ab und an auftretenden Überstrahlen heller, weißer Flächen stören und daran, dass bei dunklen Szenen z.B. Gesichter schon einmal nicht mehr in Details erkennbar sein können. Generell bildet der Kontrast das Bild jedoch sehr "knackig" ab.

Das Rauschverhalten ist wie bereits geschrieben bis auf einige Ausnahmen wirklich gut. Gelegentlich schleichen sich aber doch Szenen mit leichtem Hintergrundrauschen ein. Defekte wie Drop Outs oder Schmutzpartikel, die man bei einem so alten Film erwarten könnte, wurden bei der Restauration offenbar beseitigt - jedenfalls fallen hier keine auf.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Bereits im Vorfeld sorgte die Ankündigung der deutschen Dolby Surround-Tonspur für erhebliches Aufsehen. Mehrere Kinoton-Experten waren einhellig der Meinung, dass für die Kinoaufführung aller drei Teile deutsche 6-Kanal-Magnettonspuren angefertigt worden waren - teilweise wurde sogar behauptet, dass selbst der erste Teil damals bidirektionale Surroundeffekte geboten hatte. Unbezweifelt ist mittlerweile, dass zumindest ein 6-Kanal-Magnetton existiert hat und ab Teil zwei auf jeden Fall Stereo-Surroundkanäle offeriert worden sind.

Wieso auf DVD trotzdem nur Dolby Digital 2.0 vorliegt und nicht ein Remix der alten Magnettonspur (Achtung - es geht hier nicht um einen Upmix!!), ist nicht bekannt und wird wahrscheinlich auch nie öffentlich bekannt werden. Insgesamt könnte man damit ja leben, wenn dann wenigstens Dolby Surround guten Sound bieten würde. Und genau hier fängt das Dilemma an - denn selbst für Dolby Surround bietet die deutsche Spur nur einen eingeschränkt zufrieden stellenden Ton. Mit dem wirklich guten englischen 5.1-Track braucht man die deutsche Spur gleich gar nicht vergleichen. Dass der deutsche Ton aber selbst im Vergleich mit der tschechischen (und auch der ungarischen) Tonspur den Kürzeren zieht, ist das wahrlich ärgerliche.

Doch der Reihe nach. Dem deutschen Ton fehlt es vor allem an feinen Details im hinteren Bereich der Surroundkulisse und generell an Dynamik. Oftmals herrscht im deutschen Track Schweigen, wo aber selbst im tschechischen (und ungarischen) Ton Umgebungsgeräusche gesetzt wurden. Gute Vergleichsmöglichkeit bieten die Anfänge der Kapitel 15 und 23 (aber auch Kapitel acht) - schaltet man hier zwischen Deutsch und Tschechisch um, so wird man sofort einen Unterschied ausmachen können, der doch gewaltig ist. Die genannten Stellen sind natürlich nur als Beispiel für ein den ganzen Film über vorhandenes Problem zu verstehen. Der deutsche Ton ist oft sehr stark auf die Front konzentriert und dort speziell auf den Center. Zwar gibt es auch Szenen, die im deutschen Track Umgebungsgeräusche und Ähnliches von hinten bieten, diese Szenen sind jedoch relativ in der Minderzahl. Oft bietet der hintere Kanal über längere Zeit überhaupt keine Aktivität. Stellenweise könnte man fast meinen, man hätte es mit Mono zu tun.

Die Benotung fällt nicht leicht, am Ende gibt es bzw. kann es aber nur ein ehrliches "ausreichend" geben. Wir haben übrigens keine Tonverbesserer wie Pro Logic 2, die den Ton eventuell besser erscheinen lassen als er vom Ausgangsmaterial her ist. Zur feineren Abstufung innerhalb der Tonspuren: Englisch = Gut bis Sehr gut, Tschechisch/ Ungarisch = Befriedigend bis Gut - unsere Note bezieht sich nur auf den deutschen Ton.

   
 
Wertung:
  (ausreichend)
       
Gesamtwertung:

Das Fazit muss durchwachsen ausfallen. Einerseits wurde bei der Restauration des Bildes gute Arbeit geleistet, andererseits enttäuscht der deutsche Ton doch sehr, vor allem in Anbetracht der Überlegenheit der tschechischen (und ungarischen) Dolby Surround-Tonspur (von der englischen 5.1-Spur erst gar nicht zu reden). Die zahlreichen Hinweise, dass "Jäger des verlorenen Schatzes" bei seiner Kinoaufführung mit 6-Kanal-Magnetton gelaufen ist, helfen da wenig, den Ärger zu beschwichtigen, sondern stacheln ihn eher noch an.

Jedenfalls schließt Paramount eine weitere Lücke im DVD-Markt, was alte und erfolgreiche Klassiker betrifft. Ob der Umfang des Bonusmaterials tatsächlich dem Stellenwert der Filme gerecht wird, sei dahingestellt - unserer Meinung nach hätte es schon für jeden Film ein eigenes 2-DVD-Set sein dürfen und in Anbetracht der hohen Bitrate wäre auch durchaus noch Spielraum für einen Audiokommentar gewesen. Fox USA zeigt mit der in den USA am 6.12.2003 erscheinenden "Alien Quadrilogy"-Box wie auch diese Box hätte aussehen können.

Am Ende macht sich der Eindruck breit, als hätte man bei Lucasfilm versucht, die "Indiana Jones"-Box mit dem am wenigsten nötigen Aufwand auf den Markt zu werfen - was allerdings eher unverständlich anmutet, bedenkt man, dass Lucasfilm nun knapp fünf Jahre seit Einführung der DVD Zeit gehabt hätte, eine bombastische Box zu gestalten und zu produzieren...

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
  

 
 
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