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Roter Drache

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 10.06.2003
Im Handel ab: 05.06.2003
   
Deutscher Titel: Roter Drache
Originaltitel: Red Dragon
Land / Jahr: USA 2002
Genre: Horror
   
Regie:  Brett Rattner
Darsteller:  Anthony Hopkins , Edward Norton , Ralph Fiennes , Harvey Keitel , Emily Watson , Mary-Louise Parker , Philip Seymour Hofman
       
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (DTS 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0 Surround)
Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box (mit doppeltem DVD Einleger)
Kapitel: 20
Laufzeit: 119 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Universal Pictures Home Entertainment
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Als Sonderermittler Will Graham den Psychiater Dr. Hannibal Lecter als Berater für einen besonders schwierigen Fall konsultiert, wird ihm das fast zum Verhängnis. Denn als Graham dahinter kommt, dass der gebildete Feingeist höchst persönlich die spurlos Vermissten ermordet und verspeist hat, geht Dr. Lecter auch auf ihn los. Bei dem erbitterten Kampf kommt Graham nur sehr knapp mit dem Leben davon. "Hannibal, der Kannibale" landet in Sicherheitsverwahrung, während Will Graham nach langem Krankenhausaufenthalt endgültig seinen Dienst quittiert.

Jahre später versetzt ein brutaler Serienmörder den Staat Florida in Angst und Schrecken. Bei Vollmond schlägt er zu, um ganze Familien bestialisch zu ermorden. Da er bei seinen Opfern stets die gleichen Bissspuren hinterlässt, wird er in Polizeikreisen nur "die Zahnfee" genannt. Doch FBI-Chefermittler Jack Crawford kommt mit seinen Untersuchungen nicht recht voran. Ihm fehlt ein Mann mit Will Grahams Begabung, sich in die sinistren Gedankengänge psychopathischer Täter hineinversetzen zu können. In seiner Not versucht er, seinen früheren besten Mann für den Fall zu gewinnen. Aufnahmen der ermordeten Familien bewegen Graham dazu, als freier Berater in die Ermittlungen einzusteigen, schließlich hat er selbst auch Frau und Kind. Doch schon bald merkt Graham, dass er bei der Auslotung der Psyche des Mörders an seine eigenen Grenzen stößt. Er braucht die Hilfe seines ärgsten Widersachers: Dr. Hannibal Lecter. Mit der Aussicht auf eine Verbesserung seiner Haftbedingungen ködert er den gefährlichen Psychiater, nicht ahnend, dass Lecter immer noch ein Ass im Ärmel hat: "die Zahnfee"...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Extras, so weit das Auge schaut! Das zumindest darf man ohne Übertreibung sagen, wenn man sich das randvoll bepackte 2-Disc-Set anschaut. Auf der ersten Scheibe befinden sich gleich zwei Kommentare. Der erste Stammt von Regisseur Brett Ratner und Drehbuchautor Ted Tally. Ratners erster Kommentar ist sehr lebhaft, was sich manchmal aber auch in unnötigen Kommentarten wiederspiegelt. Hebt Ratner einmal zu sehr ab, holt in aber Ted Tally wieder auf den Boden zurück. Insgesamt ist dieser Kommentar recht angenehm und, was nicht-Muttersprachler freuen dürfte, auf Wunsch auch deutsch untertitelt.

Der zweite Kommentar ist eigentlich gar kein richtiger Kommentar. Hier meldet sich, nur selten, Danny Elfman zu Wort. Der Rest der Spur wird von der isolierten Filmmusik ohne störende Effekte dominiert. Auch hier gibt es auf Wunsch deutsche Untertitel.

Die zweite Scheibe platzt vor Extras fast aus allen Nähten. Das schlechteste Extra ist sicherlich das Making Of, enhält es doch wieder einmal viel Lobhudelei und wenig wirkliches Hintergrundmaterial. Nach guten 14 Minuten ist der Spaß aber auch schon wieder vorbei.

"Anthony Hopkins als Hannbial Lecter" - noch nicht einmal fünf Minuten hat Sir Anthony Hopkins Zeit, auf die Figur des Hannibal Lecter einzugehen und noch ein paar Worte zu seinem Werdegang zu berichten.

"Das Make Up" - hier bekommt man in raschen 45 Sekunden einen Einblick in das Makeup und die Tricks, mit denen z.B. den Leichen die Spiegelstückchen in die Augen modelliert wurden.

"Zusätzliche Szenen, geschnittene Szenen, alternative Versionen & erweiterte Szenen" - der Name ist Programm. Gut zwölf Minuten alternatives Material, auf Wunsch auch mit Kommentar von Brett Ratner und Mark Helfrich, hat die DVD unter diesem Menüpunkt zu bieten. Die alternativen Takes stellen aber keine wirkliche Neuerung dar.

"Der brennende Rollstuhl" - hier bekommt man gezeigt, wie die Szene für den Film realisiert wurde.

"Am Tatort des Leeds Haus" - auch Mordfälle wollen genau geplant sein, und so verrät dieser knapp vier Minuten lange Clip, mit welcher Präzision man am Set ans Werk gegangen ist, um Blutmenge und -verteilung genau festzulegen.

"Visuelle Effekte" - auch hier wird in der Kürze der Zeit leider nur an der Oberfläche gekratzt. Dabei hätte man diesem Punkt sicherlich mehr Aufmerksamkeit widmen können, denn z.B. genau die Detailarbeit der Farbkorrektur ist es, die einem Film den letzten visuellen Schluff gibt. Nach gut vier Minuten ist der Ofen leider aus.

"Screen & Film-Test" - wer einen Film macht, dreht nicht einfach nur drauflos, sondern test vorher. Was es alles zu testen gibt, und wie die Ergebnisse aussehen, zeigt dieser immerhin knapp zwölf Minuten lange Clip.

"Brett Rartners Video-Tagebuch" hat eine Laufzeit von immerhin knapp 40 Minuten und liefert auch unbedarften Zuschauern einen schönen Einblick in die Entstehung eines solchen Films. Angefangen bei der Vorproduktion, den Dreh und auch die Postproduktion, sind die wichtigsten Stationen festgehalten worden. Ein wirklich interessantes Extra, das zeigt, was in Hollywood so alles gemacht wird, um einen Serienkiller zu kreieren.

"Vom Storyboard zum Film" - der Titel ist Programm. Vier Szenen werden im Split-Screen mit den Storyboards gezeigt und man erkennt, wie genau bereits jede Einstellung im Vorfeld durch den Storyboardzeichner festgehalten wird.

"Brett Ratners erster Film" ist ein düsterer Studentenfilm, der technisch nicht besonders gut ausschaut und auch inhaltlich nichts mit dem Film zu tun hat. Trotzdem ist es interessant zu sehen, dass auch die Großen einmal klein angefangen haben.

In "Gedanken eines Serienkillers" verrät FBI Profiler John Douglas welche Techniken angewandt werden, um im Falle eines Falles, ein Profil eines Serienkillers wie der Zahnfee zu erstellen.

Abgerundet werden die Extras durch Trailer zum Film und "The Hulk". Darüber hinaus bietet die DVD auch einen ROM-Teil, der allerdings keine besonders erwähnenswerten Extras enthält.

   
 
Wertung:  
     (sehr gut)
     
Gestaltung:

Das Menü ist sehr stilvoll und schön animiert. Das Hauptemnü wurde durchgängig anmiert, leider sind die Untermenüs, auch auf der Bonus-DVD, nur statisch. Grafisch gesehen spielt die Aufmachung aber in der Oberklasse mit und wird dem Design des Films mehr als gerecht.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Um es in einem Satz zu sagen: das Bild sieht einfach prächtig aus. Was Universal hier abgeliefert hat, ist ein Transfer höchster Güte, der in allen Kategorien die Bestnoten einfahren kann.

Wie es sich für einen Film aus dem Jahre 2002 gehört, handelt es sich um einen Transfer im Originalformat von 2,35:1. Der Transfer wurde, selbstverständlich, anamorph abgelegt, was für den Filmfan mit großem 16:9 TV oder gar Beamer auch schon ein Muss ist. Der Kontrast ist vorbildlich und gibt sich auch in dunklen Szenen keine Blöße. Die Farben sind, bis auf die Eingangssequenz, meist ein wenig fad, was aber an der absichtlichen Farbkorrektur liegen dürfte. Wer diesen Film in bunt schauen mächte, sollte eventuell zum Original "Manhunter" vom gleichen Kameramann greifen.

Die Kompression ist so gut wie unsichtbar, wenngleich die Datenrate vom Ton natürlich reduziert wird. In seltenen Fällen sieht man leichtes Zeilenflimmern, was allerdings nicht von einem nachträglich eingesetzten Schärfefilter verursacht wird. Die Körnung des Filmmaterials wirkt natürlich und nicht so glattgebügelt, wie dies in letzter Zeit bei so einigen Releases der Fall ist. Ob hier ein Rauschfilter eingesetzt wurde, wissen wir nicht. Falls doch, so ist man jedoch mit größter Sorgfalt ans Werk gegangen. Alles in allem handelt es sich um einen sauberen Transfer, der nur die Höchstnote verdient.

     
Wertung:
   (sehr gut)
   
Tontest:

Was für das Bild gilt, gilt auch für den Ton: keine Referenzklasse - aber ein Top-Ton, der ganz oben mitspielen darf.

Es stimmt einfach alles: Dynamik, Klangfarbe, Surroundeinsatz. Selbst der Subwoofer kommt nicht zu kurz und darf besonders bei der großen Explosion (bei ca. 1 Stunde 46 Miniten) richtig mitmischen.

Die DTS Spur ist dem Dolby Pendant ebenbürtig, wenngleich DTS bei der Basswiedergabe die Nase ein klein wenig vorn hat. Dass DTS nicht noch stärker auftrumpfen kann, dürfte an der nur halben Datenrate von 768 KB/s liegen.

Die deutsche Synchronisation klingt angenehm. Dr. Lecter hat seine bekannte Stimme, die schon in Hannibal zu hören war. Technisch gesehen gibt es keinen nennenswerten Unterschied zwischen der Originalspur und der deutschen Synchronfassung.

   
 
Wertung:
  (sehr gut)
       
Gesamtwertung:

"Roter Drache" ist zweifelsohne eine der besten DVDs diesen Jahres. Die gelungene technische Umsetzung mit Bestwerten bei Bild und Ton wird von den eindrucksvollen Extras sinnvoll ergänzt. Selbst das Menü ist eine wahre Augenweide und passt wunderbar zum Film. Wer bereits "Das Schweigen der Lämmer" und "Hannibal" hat, wird um diese Scheibe wohl kaum herumkommen. Wer den direkten Vergleich wagen möchte, sollte sich das Original "Manhunter" besorgen, das ebenfalls auf DVD erhältlich ist.

       
 
Wertung:
  (sehr gut)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Christian Bartsch
 

 

Die Neuverfilmung kann überzeugen, wenngleich das Original die schöneren Bilder bietet und den Fokus nicht so stark auf Hannbial Lecter richtet. Auch im Buch spielt Lecter in diesem ersten Teil nur eine Nebenrolle, was in "Manhunter" auch besser zur Geltung kommt. Im Vergleich zum bluttriefenden direkten Vorgänger "Hannibal" stellt "Roter Drache" aber keine inhaltliche Entgleisung dar, so dass man zugreifen darf, sofern man "Das Schweigen der Lämmer" gemocht hat.

 

Wertung:

(gut)

 
 
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