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Die letzte Verführung

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 12.12.2005
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 21.11.2005
   
Deutscher Titel: Die letzte Verführung
Originaltitel: The Last Seduction
Land / Jahr: USA 1994
Genre: Drama
   
Regie:  John Dahl
Darsteller:  Linda Fiorentino , Bill Pullman , Peter Berg
       
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 2.0 Surround)
Untertitel: Deutsch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: Einleger mit Werbung
Verpackung: Amaray Clone
Kapitel: 16
Laufzeit: 106 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Capelight Pictures
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Clay hat es geschafft: Mit der millionenschweren Beute eines Drogendeals kommt er nach Hause und plant schon seine luxuriöse Zukunft. Seine Ehegattin Bridget brennt jedoch mit dem Geld durch, nachdem Clay ausrastete und die schlug. Von der City New Yorks verschlägt es sie mit der Beute in das Kaff Beston, wo sie als sexbesessene Femme Fatale, die kein Blatt vor den Mund nimmt, sofort sämtliche Aufmerksamkeit auf sich zieht. So versucht auch der naive Versicherungsvertreter Mike bei ihr zu landen. Eine nicht ganz ausgewogene Affäre beginnt, denn Bridget hat ganz andere Pläne...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Für Capelight öffnete Regisseur John Dahl nicht nur das Archiv, sondern brach auch sein Schweigen - weshalb die deutsche Auflage mehr bietet, als alle anderen international erhältlichen DVDs.

John Dahls Audiokommentar liegt - löblich, löblich - komplett deutsch untertitel vor. Eigentlich wären wir jetzt total aus dem Häuschen, würde Dahl dazu nicht auch noch so schrecklich gelangweilt klingen, dass man fast den Eindruck bekommt, er müsse sich mit Mühe bei seinem eigenen Film wach halten.

Deutlich interessanter sind die geschnittenen Szenen sowie das alternative Ende. Beide Boni stammen offenbar aus einer VHS-Ansichtskopie des Regisseurs, so dass man nicht nur mit dem eingeblendeten Timecode, sondern auch nur recht mäßiger Qualität geben muss. Aber: warum meckern, denn oftmals verschwindet solches Material relativ schnell in den Schreddern der Entsorgungsindustrie.

Die Option, die geschnittenen Szenen in den Film einzufügen, ist nett, aber nur wenig sinnvoll. Leider reißt die schlechte Qualität den Zuschauer jeweils aus dem Film heraus. Löblich ist hingegen, dass es sowohl für die entfernten Szenen (fast 60 Minuten), als auch für das alternative Ende, einen optionalen Kommentar von John Dahl gibt.

Abgerundet werden die Extras von John Dahls Kurzfilm "Tomorrow I Die", der im O-Ton oder mit deutscher Synchro vorliegt. Der Trailer ist ebenfalls mit dabei.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend - gut)
     
Gestaltung:

Kleines Label, großes Engagement. Während die großen Studios in den letzten Jahren vermehrt den bequemen Weg einschlugen, kristallisierte sich bei einigen Independents die Freude am Prosukt heraus. Neben Kinowelt und der UFA fallen vor allen Dingen die richtig kleinen Labels auf, die alles daran setzen, ihre Lieblingsfilme zu präsentieren. Neben der Turbine wird auch der Name Capelight immer bekannter - denn auch hier legt man auf die Präsentation und das Gesamtbild, inklusive Verpackung, viel Wert.

Das Menü präsentiert sich in anamorphem 16:9, ist mit Musik unterlegt worden und in weiten Teilen animiert - natürlich auch in der Kapitelauswahl.

Auch wenn hier durchaus noch mehr "geht", fällt eigentlich nur die filigrane Umsetzung auf nicht progressiven Displays etwas störend auf.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Eine Verführung ist das Bild leider nicht. Obgleich Linda Fiorentino sicherlich mehr als einen Blick wert ist, wirkt das Bild nicht sonderlich frisch.

Die Schärfe ist nur durchschnittlich ausgefallen, was sicherlich aber nicht nur dieser DVD angelastet werden darf, sondern auch den Film an sich trifft, der ja nicht als große Studioproduktion realisiert wurde. Dennoch ändert dies wiederum nichts daran, dass der Film auf der großen Leinwand nur bedingt Spaß macht, da das Bild teilweise recht detailarm wirkt. Daran ist der offensichtlich eingesetzte Rauschfilter nicht ganz unschuldig. Besonders in der Eröffnungssequenz wird die weiße Schrift "angefressen", Hintergründe werden sehr unscharf, sobald geschwenkt wird. Fast könnte man meinen, dass hier ein verrauschtes, nicht anamorphes Master, hochgerechnet wurde.

Der Kontrast ist ebenfalls nicht sonderlich passend, wie man besonders an der ausfressenden Darstellung des Himmels am Anfang des Films erkennen kann. Es ist offensichtlich, dass hier ein wenig zu viel auf Video transferiert wurde. Dunkle Bildteile hingegen werden noch recht brauchbar wiedergegeben.

Die Farben sind eher gedeckt, orientieren sich aber offenbar an dem, was Regisseur John Dahl gewollt haben dürfte.

     
Wertung:
   (ausreichend - befriedigend)
   
Tontest:

Der deutsche 5.1 Ton ist offenbar nur ein Upmix, denn das englische Original kommt nur in 2.0 Surround daher - wie auch schon auf bisher allen internationalen Veröffentlichungen.

Die deutsche Fassung klingt "trockener", eben typischer wie eine Synchronfassung, während das Original etwas mehr Raum bietet, dafür aber fast nur die Front benutzt. Die deutsche Version hingegen nutzt eine angenehm breite Stereofront, ohne aber die Rears sinnvoll auszureizen. Dies wäre bei diesem Titel, der sich als Drama präsentiert, vielleicht ein wenig zu viel verlangt.

   
 
Wertung:
  (befriedigend)
       
Gesamtwertung:

"The Last Seduction" ist kein einfacher Stoff und es ist schön, diesen bisher insgesamt eher stiefmütterlich behandelten Titel auf der weltweit besten DVD schauen zu dürfen. Wer nun aber Referenz erwartet, irrt sich, denn die internationalen Versionen sind einfach noch "schlechter".
Das Bonusmaterial ist überraschend umfangreich und es fällt besonders positiv auf, dass es ausgerechnet einem deutschen Label gelingt, bisher ungesehenes Material ans Tageslicht zu befördern.
Der Film an sich ist nicht unbedingt massenkompatibel, wohl aber ein durchaus intelligent gestrickter Thriller mit einer guten Portion Erotik, der eine besonders verruchte Linda Fiorentino präsentiert. Genrefans dürfen blind zuschlagen.

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
  

 
 
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