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Hostage - Entführt

2-Disc Edition

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 09.09.2005
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 09.09.2005
   
Deutscher Titel: Hostage - Entführt
Originaltitel: Hostage
Land / Jahr: USA 2005
Genre: Thriller
   
Regie:  Florent Emilio Siri
Darsteller:  Bruce Willis , Kevin Pollak , Jimmy Bennett , Michelle Horn , Ben Foster , Jonathan Tucker , Marshall Allman , Serena Scott Thomas , Rumer Willis , Kim Coates , Robert Knepper , Tina Lifford , Ransford Doherty , Marjean Holden , Michael D. Roberts , Art LaFleur , Randy McPherson , Hector Luis Bustamante , Kathryn Joosten , Johnny Messner
       
Bildformat: 2,40:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (DTS 6.1 ES (discrete)), Deutsch (Dolby Digital 5.1 EX), Englisch (Dolby Digital 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch, Englisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Clone (mit doppeltem DVD Einleger)
Kapitel: 12
Laufzeit: 108 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Layerwechsel bei: 56:41
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: VCL Communications
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Jeff Talley war bisher im Los Angeles Police Department zuständig für Verhandlungen mit Geiselnehmern. Doch als eine Geiselnahme in einer Katastrophe endet, bei der eine junge Mutter und ihr Kind umkommen, ist Talley am Boden zerstört. Er verlässt Los Angeles und nimmt den weniger aufreibenden Job als Polizeichef der Stadt Bristo Camino in Ventura County an, wo die Kriminalitätsrate vergleichsweise niedrig ist.

Drei jugendliche Kriminelle verfolgen eine Familie auf dem Heimweg, weil sie deren Wagen stehlen wollen – sie landen allerdings unversehens am falschen Tag im falschen Haus: Plötzlich sitzen sie am Stadtrand in einer millionenschweren Villa fest, die dem korrupten Buchhalter Walter Smith gehört: Die drei geraten in Panik und nehmen Smith und seine beiden Kinder als Geiseln – was Talley in genau die Situation bringt, die er für den Rest seines Lebens vermeiden wollte.

Bald darauf übergibt Talley den Geiselfall dem Sheriff von Ventura County – er will selbst nichts damit zu tun haben. Auf dem Anwesen befinden sich allerdings elektronisch abgespeicherte Informationen, die einen geheimnisvollen Verbrecherring und seine Machenschaften bloßstellen könnten.

Die Ganoven schrecken vor nichts zurück, um unerkannt zu bleiben – und dazu gehört auch, dass sie Talleys Frau und Tochter als Geiseln nehmen, um ihn zu zwingen, die gerade abgetretene Leitung in der Verhandlung mit den Geiselnehmern in der Villa wieder zu übernehmen. Weil derart viel auf dem Spiel steht, wird die Situation für Talley immer brisanter – und gefährlicher, als er sich in seinen schlimmsten Albträumen vorstellen konnte.

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Auch wenn das Bonusmaterial eher übersichtlich ausfällt, war die Auslagerung auf die separate DVD goldrichtig - lässt sie doch zu, dass der Platz auf der Haupt-DVD dem Film voll gewidmet werden kann.

VCL hat es sich offenbar zum Ziel gemacht, die US-DVD von Sony Pictures in allen Belangen zu überbieten. Beim Ton hat man das spielend geschafft (siehe unten), das Menü scheint auch eine deutliche Spur besser zu sein und bei den Extras bietet die deutsche DVD ebenfalls etwas mehr als das US-Pendant.

- Audiokommentar mit dem Regisseur (in Deutsch untertitelt)
- Making Of: Unter diesem Menüpunkt finden wir drei Special Features. Das als "Behind the Scenes" bezeichnete Making Of dauert gute zwölf Minuten und dürfte dem Making Of der US-DVD entsprechen. Trotz der eher kurzen Lauflänge bietet es einige interessante Informationen zum Film. Das zweite Feature besteht aus mehreren Clips, die mittels Multi Angle-Funktion Aufnahmen vom Set den Szenen aus dem fertigen Film gegenüber stellen. Dies ermöglicht unter anderem einen guten Vergleich zwischen den originalen Farben und den durch Farbfilter veränderten Farben im fertigen Film. Das Kapitel Making Of wird durch knappe 11 Minuten an B-roll-Footage abgerundet.
- Deleted und Extended Scenes mit optionalem Audiokommentar: Hier finden wir sechs gelöschte und zwei verlängerte Szenen samt Kommentar durch den Regisseur vor. Die Szenen wurden in ihrer Rohfassung abgelegt, sodass der Ton teilweise von recht eingeschränkter Qualität ist. Zumindest eine der Szenen wurde aus Gewalt-Gründen geschnitten - hört man den Audiokommentar, klingt es jedoch so, als hätten die Macher diesen Schnitt aus freien Stücken entschieden.
- Interviews: Die insgesamt neun Interviews mit Cast & Crew dauern zusammen gute 19 Minuten und finden sich nicht auf der US-DVD. Auch wenn die einzelnen Interviews teilweise recht kurz sind, sind sie trotzdem durchaus sehenswert, wenngleich kurze Interviews dieser Art immer mit Vorsicht zu genießen sind - mehr in die Tiefe kann man natürlich nur gehen, wenn man genügend Zeit zur Verfügung stehen hat.
- Kinotrailer (in Deutsch und Englisch)
- Filmografien (Texttafeln mit Musikunterlegung)
- Fotogalerie
- DVD-Rom Bereich: Besitzer eines Computers mit DVD-Laufwerk können sich das dort das Drehbuch des Filmes durchlesen.

Wer genau sucht, findet im Bonusmaterial-Menü auch noch zwei Hidden Features.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend)
     
Gestaltung:

Beim Menü kann man sehr gut erkennen, dass Warner Home Video nur als Vertrieb, nicht aber als Produzent der DVD fungiert. Durchgehende Animation gibt es nämlich bei Warner normalerweise keine, deutsche Klein-Label wie VCL geben sich hier öfter mehr Mühe. So auch bei "Hostage". Das Menü der Haupt-DVD besteht aus Computeranimationen im Stil des Vorspanns des Filmes. Dadurch ergibt sich praktisch ein Produkt aus einem Guss. Auch die Kapitelanwahl und sogar die Sprachanwahl sind animiert und wie das Hauptmenü mit Tönen unterlegt worden. Sogar die Übergänge finden wir in animierter Form vor.

Das Menü der Bonus-DVD wird im gleichen Stil präsentiert - mit dem Unterschied, dass der Schwerpunkt der Animation bei der zweiten DVD auf den Übergängen liegt. Die einzelnen Menüs liegen hier nur in Standbild-Form vor, was im Ergebnis aber nicht viel ausmacht, da durch die animierten Übergänge dennoch ein sehr schöner Eindruck verbleibt. Auch hier hat man die Übergänge mit dazu passenden Tönen unterlegt. Sämtliche Menüs wurden natürlich auch anamorph abgetastet.

     
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
     
Bildtest:

Für ein professionelles Label recht ungewöhnlich, wurde "Hostage" mit einer mehr oder weniger konstanten Datenrate von etwa 8,78 mbps ausgestattet. Normalerweise wird mit einer variablen Bitrate gearbeitet, die je nach Szenen teilweise stark unterschiedliche Datenraten einsetzt. Im Grunde kann es uns egal sein, denn selbst nach Abzug der Tonspuren (DTS macht hier einen mächtigen Brocken aus), bleibt für das Bild eine relativ hohe Bilddatenrate von jenseits der 6 mbps übrig. Gleichzeitig ist "Hostage" aber auch ein weiteres Beispiel für die Aussage, dass eine hohe Bilddatenrate noch keinen perfekten Transfer ausmacht.

Das größte Problem der DVD ist die Bildschärfe. Der Film wirkt konstant zu weich gezeichnet, Details erscheinen zu glatt und auch die Kantenschärfe ist nicht sonderlich ausgeprägt. Für einen neuen Film ist die Schärfe daher leider allenfalls befriedigend, stellenweise liegt das Niveau der Schärfe auch knapp darunter. Wirklich gut im Sinne des Wortes ist das Schärfeverhalten leider selten.

Wie Kollege Hambruch in seinem Review der US-DVD schon angemerkt hat, fällt die Farbdarstellung des Transfers recht eigenwillig aus. Wie die RC1 weist auch die deutsche DVD eine starke Tendenz in erdige Töne auf. Durchgehend ist das Bild in braune und gelbliche Grundtöne getunkt. Irgendwie erinnert die Farbgestaltung an "Der Herr der Ringe".

Der Kontrast fällt generell recht gut aus, wirkt aber stellenweise leicht steil. Am Anfang erscheint der Kontrast auch kurze Zeit recht matschig. Im weiteren Verlauf erscheint das Bild aber glücklicherweise recht klar. Unter Umständen mag man einige der Nachtsequenzen als zu dunkel empfinden - dies kann aber auch der subjektive Geschmack des Testers sein.

Bildrauschen wurde offenbar durch massiven Einsatz eines Rauschfilters fast beseitigt. Nicht einmal mehr die Körnung des Filmmaterials ist noch vorhanden.

     
Wertung:
   (befriedigend - gut)
   
Tontest:

Nach langer Pause mit "Premium"-Filmen fängt VCL praktisch wieder von neuem an. Dabei knüpfen die Macher an frühere VCL-Tugenden und präsentieren "Hostage" mit DTS ES Discrete- bzw. Dolby Digital EX-Spuren, wenn auch diesmal nur auf Deutsch und nicht wie früher auch auf Englisch. Durch zahlreiche nicht so gute DTS-Tracks auf DVDs anderer Label ist man versucht, gleich a priori nach der Sinnhaftigkeit des DTS-Tracks zu fragen. Zum Glück liefert VCL aber wieder einmal einen jener DTS-Tracks, der es wirklich lohnt, gehört zu werden. Dass dies nicht unbedingt an den technischen Möglichkeiten von DTS, sondern wahrscheinlich eher an einer differierenden Abmischung liegt, wollen wir aber fairerweise schon zugeben. Wobei wir dies auch nicht mit Sicherheit sagen können, da VCL grandioserweise DTS in der "gehobenen" Fassung mit einer Datenrate von 1536 kbps ausgestattet hat - lange gab es so einen Track nicht mehr. Unter Umständen könnte die klangliche Dominanz also doch ihren Ursprung in den technischen Möglichkeiten von DTS haben.

Schaltet man zwischen den Tonspuren umh, ergibt sich folgendes Bild: die deutsche DTS-Spur liegt über dem deutschen Dolby-Track, der wiederum besser als das englische Original ist. Aber der Reihe nach. Der DTS ES-Ton klingt insgesamt druckvoller, gleichzeitig aber auch transparenter als die anderen beiden Spuren. Der Bass wird bei DTS am besten angesprochen und der Soundtrack erscheint offen und sehr schön akzentuiert. Da kann auch der deutsche EX-Track von Dolby nicht mithalten. Er klingt deutlich weniger druckvoll und weniger transparent, was sicher nicht an der grundsätzlich zwischen DTS und Dolby unterschiedlichen Grundlautstärke liegt. Ganz am Ende liegt das Original, das im Vergleich mit den anderen Spuren deutlich beschränkter klingt. Doch mittels manueller EX-Schaltung lassen sich sogar beim englischen Ton Elemente für den hinteren Centerkanal abzweigen. Dennoch merkt man deutlich, dass vor allem die deutsche DTS-Spur in Bezug auf die ES- bzw. EX-Effekte deutlich besser klingt.

Die folgende Beschreibung bezieht sich aus nahe liegenden Gründen vor allem auf den deutschen DTS-Track. "Hostage" gehört zu jenen Filmen, die eine sehr schöne Basis für guten Mehrkanalton bieten. Zahlreiche Actionszenen und auch zahlreiche Möglichkeiten für gut gesetzte Umgebungsgeräusche sorgen dafür, dass der Ton "sich austoben" kann. So bekommen wir entweder - die eben erwähnten - Umgebungsgeräusche oder auch Surroundeffekte und den Score auf den hinteren Kanälen geboten. Dabei baut sich eine schöne und druckvolle Surroundkulisse auf, die richtig Spaß macht. Auch der Center wird oft und gerne explizit angesprochen und zur Verbreiterung der Surroundkulisse genutzt.

Aber wir wollen auf dem Boden bleiben. Hier verweise ich wieder auf das Review der US-DVD von Lasse Hambruch, der schon bei der RC1 festgestellt hat, dass der Ton in einigen ruhigeren Szenen ein wenig an Potenzial verschenkt. Obwohl der deutsche ES/ EX-Ton generell besser als das Original zu sein scheint und auch eine bessere Ausnutzung der Surroundkanäle bietet, so lässt sich diese Beobachtung zumindest eingeschränkt auch auf die deutschen Spuren übertragen, wenngleich es in diesen Szenen zumeist mindestens dezente Musik über die drei (oder vier) Rücklautsprecher gibt.

Dennoch können wir für DTS ES – knapp - noch die Note "Sehr gut" rechtfertigen. Die deutsche Dolby-Spur verdient wohl ein "Gut bis Sehr gut" und der englische Track muss auch bei der deutschen DVD, wie bei der RC1, mit "Gut" beurteilt werden. Generell ist "Hostage" aber ein sehr effekt-fixierter Film, Freunde des subtilen Mehrkanaltons kommen vielleicht nicht so ganz auf ihre Rechnung. Auch klingt die Stimmwiedergabe ab und an nicht ganz stimmig - wobei dies nur einige Szenen betrifft.

   
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
       
Gesamtwertung:

Lange hatte VCL keine Top-Titel mehr im Programm - dementsprechend wenig beachtet wurden die letzten VCL-DVDs. Zwar mag "Hostage" - gemessen am Einspielergebnis - auch kein Blockbuster sein, immerhin handelt es sich aber um einen Film mit Bruce Willis und Kevin Pollak in den Hauptrollen - ganz am unteren Ende der Skala ist "Hostage" somit sicher nicht anzusiedeln. Am Ende hat man auch den Eindruck, als wäre der Film im Grunde völlig zu Unrecht an den Kinokassen abgesoffen. Natürlich, einen zweiten "Stirb langsam" bekommen wir nicht zu sehen - "Hostage" zählt aber sicher zu den besseren Actionfilmen und erinnert sehr schön an die "Actioners" der 1980er Jahre. Wer auf ehrliche, harte Action "steht", der wird hier bestens bedient.

VCL gebührt für diese DVD durchaus Lob. Ton, Menü und Extras fallen sogar besser aus als bei der US-DVD vom großen Sony Pictures-Label. Das Bild scheint, wenn man die Reviews zur US-Ausgabe liest, auf etwa dem gleichen Niveau zu liegen. Unter Umständen könnte die deutsche DVD weniger scharf, dafür aber rauschärmer daherkommen. Wie auch immer, VCL meldet sich mit dieser DVD eindrucksvoll am Markt zurück und beweist, dass auch kleine Label mit dem richtigen Material und dem richtigen Willen einiges zu leisten in der Lage sind.

       
 
Wertung:
  (gut)
  

 
 
Und das meinen unsere Kollegen:


 

 

Die vorliegende 2-Disk-Edition ist dem Werk selbst absolut würdig. Man bekommt sehr informative Specials, welche auf einer zweiten Disk ausgelagert sind und somit die Film-DVD entlasten, um bild- als auch soundtechnisch eine sehr gute Qualität zu präsentieren. Wenn man Glück hat, bekommt man das Doppel-Amaray (auf jeder Seite im Case ist eine DVD untergebracht) in einem Pappschuber. Ein Einleger,[...] mehr>>

DVD-Palace-Wertung: 08/10 lesen>>

 
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