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Wie ein wilder Stier

Special Edition

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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OFDb
IMDB
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DVD-Daten:

Review Datum: 10.08.2001
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 02.08.2001
   
Deutscher Titel: Wie ein wilder Stier
Originaltitel: Raging Bull
Land / Jahr: USA 1980
   
Regie:  Martin Scorsese
Darsteller:  Robert De Niro , Joe Pesci , Cathy Moriarty , Frank Vincent
       
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (letterboxed)
Tonformat: Englisch DD 2.0 Surround Deutsch, Spanisch, Französisch DD 2.0 Mono Italienisch DD 2.0 Stereo
Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Schwedisch, Dänisch, Norwegisch, Finnisch, Niederländisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box (mit doppeltem DVD Einleger)
Kapitel: 30
Laufzeit: 120 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer und DVD 5 / Single Layer
Anbieter: MGM Home Entertainment
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Robert De Niro ist Jake La Motta – so kann man wohl am besten ausdrücken, welch schauspielerische Leistung De Niro hier abliefert. De Niro verkörpert La Motta in 3 Stadien: als aufstrebender junger Boxer, Jake La Motta in seinen Jahren als (erfolgloser) Nachtclubbesitzer und Jake La Motta als fetten, vom Leben enttäuschten alten Mann, finanziell am Ende, als Geschäftsmann gescheitert.

Der Film beleuchtet Jake La Mottas Aufstieg vom Hinerhof-Boxer zum Weltmeister. Ähnlich wie bei der Rocky-Trilogie wird der Aufstieg und Fall eines Talents gezeigt, nur dass "Wie ein wilder Stier" authentisch ist und auf der wahren Lebensgeschichte des realen Athleten Jake La Motta beruht.
Martin Scorcese liefert ein weiteres Mal eine brillante Regieleistung ab, die gepaart mit De Niros perfektem "Method Acting" verdientermaßen 8 Mal für den Oscar nominiert war.

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Endlich wird dieser geniale Film als "Special Edition" veröffentlicht – sogar mit Audiokommentar. So verkündet es jedenfalls ein auf der Vorderseite angebrachter, durchaus Aufsehen erregender, Sticker. Doch wird man beim Einlegen der DVD eines Besseren belehrt. Der angekündigte Audiokommentar ist nämlich schlicht und einfach nicht vorhanden. Kann er ja auch gar nicht, hat doch MGM einfach die alte DVD der Erstveröffentlichung hergenommen, ein neues Artwork angebracht und als "Special Edition" verkauft.

Neu gemastered wurde lediglich die Bonus-DVD. Auf dieser findet man dann auch eine sehr interessante Dokumentation, genannt "The Bronx Bull". In etwa 27 Minuten wird man hinter die Kulissen dieses Meisterwerks geführt. Auch der echte Jake LaMotta hat ausreichend Gelegenheit seine Eindrücke zu schildern. Alles in allem eine wirklich außergewöhnlich interessante Dokumentation, die übrigens im 1,85:1 Letterbox Format vorliegt. Schade ist hierbei lediglich, dass Robert De Niro nicht zu Wort kommt.
Außerdem sind noch ein Kinotrailer sowie die Featurette "Jakes Jokes" vorhanden. In diesem 5-minütigen Zusammenschnitt präsentiert uns der echte Jake LaMotta seine besten Anekdoten.
Für die ganz Schlauen hat MGM dann auch noch 2 Hidden Features inkludiert. Diese zu finden, überlasse ich Ihrer Fantasie, bei nur einem Menü auf DVD 2 dürfte es allerdings nicht allzu schwer werden (einen Hinweis gibt es bei den Menübildern). Die Hidden Features sind übrigens eine Bildergalerie sowie ein 1-minütiger Wochenschau-Beitrag über einen Jake La Motta Kampf.

Objektiv betrachtet ist das Gebotene höchstens Durchschnitt, für eine "Special Edition" jedoch deutlich zu wenig. Besonders negativ muss die Tatsache gewertet werden, dass DVD 1 nicht neu gemacht, sondern einfach von der Erstauflage übernommen worden ist. Besonders schmerzt, dass der versprochene Audiokommentar nicht vorhanden ist, über den Mark Rance (früher verantwortlich für die berühmten Criterion Collection LaserDiscs) Folgendes sagt: "But I kind of miss the days when a really great commentary was the single biggest selling point - like Martin Scorsese on Raging Bull. That´s an amazing commentary - an amazing extra - and that´s all the film school in a box I need. I don´t want any more. So no more commentaries where they just turn the movie on, and they make the filmmaker say, ´That´s a refrigerator, and I know who owns that refrigerator right now...´ If I hear one more of those, I´m gonna get a gun and shoot the guy who did it."
Der Grund des Fehlens des Audiokommentars dürfte so auch leicht erklärt sein: Criterion ist dafür bekannt, selbst gegen hohe Summe die Rechte an eigens produzierten Extras nicht an andere Firmen abzugeben. Trotzdem schade....

Noch etwas zum Thema "2 DVD-Set": bei Neumastering der ersten DVD wäre es gar nicht nötig gewesen, ein 2 DVD-Set zu machen, da sich DVD 1 und DVD 2 wunderbar auf einer einzigen DVD 9 ausgegangen wären. Die Vermutung liegt also nahe, dass MGM bewusst die alte DVD verwendet hat, um sich das Wort "2 DVD-Set" auf die Fahnen heften zu können.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

Primitivstes ist MGM für diese Special Edition gerade gut genug.
Erinnert Ihr Euch noch an die ersten MGM-DVDs aus dem Jahre 1998? Ja - dann wisst Ihr auch, wie die Menügestaltung dieser DVD aussieht! Dieses Menü schafft es nämlich mühelos, jedes Warner-Standard-Menü als künstlerisch wertvoll dastehen zu lassen.
Solcherlei Menügestaltung mag vielleicht für eine Bootleg DVD aus Asien angebracht sein, MGM sollte sich allerdings genieren, dies im Rahmen einer "Special Edition" an den Mann beziehungsweise an die Frau bringen zu wollen.

     
 
Wertung:
  (ausreichend)
     
Bildtest:

Zum Glück hatte "Wie ein wilder Stier" bereits in der Erstauflage ein durchaus gutes Bild. Dies liegt zwar nicht anamorph vor, kann es aber auch mit anamoprhen Bildern (von Filmen der gleichen Generation) spielend aufnehmen.
Durchgehend in schwarzweiß aufgezeichnet, erfreut vor allem die wirklich gut gelungene Bildschärfe. Komplett rauschfrei ist das Bild zwar nicht, jedoch hat man bereits wesentlich verrauschtere Filme gesehen, die zudem noch wesentlich jünger sind als "Raging Bull". Das Rauschen ist zudem sehr feinkörnig; es stört also den Filmgenuss so gut wie gar nicht, wenngleich es auch ständig immanent ist.
Der Kontrast ist ebenfalls recht schön gelungen, schwarz ist auch schwarz und nicht etwa matschig-grau.
Negativ fallen lediglich gelegentlich vorhandene Treppchenmuster und Bildflimmern auf, das vor allem bei schwarzweißen Filmen recht häufig zu beobachten ist – und natürlich die fehlende anamorphe Codierung des Bildes.

     
Wertung:
   (befriedigend - gut)
   
Tontest:

Der deutsche Ton liegt nur Mono vor. Das ist ärgerlich, vor allem in Anbetracht, dass ein deutscher Dolby Surround Track existiert und MGM bei der Neuauflage die Möglichkeit gehabt hätte, diesen zu inkludieren. Wenn man natürlich eine 3 Jahre alte DVD bloß neu verpackt, kann sich am Inhalt der DVD nicht viel ändern...
Wie auch immer, die Sprachverständlichkeit ist gegeben und damit müssen wir uns in diesem Fall auch begnügen.
Der englische Ton liegt wenigstens in Dolby Surround vor, viel Räumlichkeit kann sich jedoch auch hier nicht aufbauen, lediglich bei den Kampfsequenzen kommen die Rückkanäle ansatzweise zur Verwendung.
Wie bei deutschem Monoton üblich, wird der Ton keiner Bewertung unterzogen.

   
 
Wertung: -
  (keine Wertung)
       
Gesamtwertung:

Das Urteil "Befriedigend" fällt leicht – besser ist diese DVD beim besten Willen nicht. Und da der Film an sich nicht in die Benotung eingezogen wird, kann diese filmische Meisterwerk die Gesamtnote auch nicht mehr verbessern.
Eigentlich sehr schade, hat doch gerade MGM mit "Das Schweigen der Lämmer" und Arnold Schwarzeneggers Roborterfilm bewiesen, was eine richtige "Special Edition" ist.

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
  

 
 
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