Newsletter   RSS-Newsfeed   Wap, I-Mode & PDA   Gewinnspiel  Impressum  Werbung  Online Hilfe  95 Leser online

 
     

Finding Neverland

  

Getestet von Florian Kriegel

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

Cover 
Cover-Rückseite 
DVD-Menü 
Photos 
Review drucken
OFDb
IMDB
Link zur Review
 
 


 

DVD-Daten:

Review Datum: 22.03.2005
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 14.03.2005
   
Deutscher Titel: Wenn Träume fliegen lernen
Originaltitel: Finding Neverland
Land / Jahr: USA 2004
Genre: Fantasy
   
Regie:  Marc Forster
Darsteller:  Johnny Depp , Kate Winslet , Julie Christie , Radha Mitchell , Dustin Hoffman
       
Bildformat: 2,40:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Italienisch (Dolby Digital 5.1), Spanisch (Dolby Digital 5.1), Englisch Audiodeskription (Dolby Digital 2.0 Surround), Kommentar (Dolby Digital 2.0 stereo)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 12
Laufzeit: 97 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: keine FSK Freigabe, sondern PG
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Buena Vista Home Entertainment
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Yamaha RX-V2700 (Dolby Digital EX, DTS-ES, HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI, PCM 5.1)
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (via HDMI, PCM 7.1, 1080p24)
TV: Pioneer PDP-427XA (Plasma, via HDMI, 1080p24)
Beamer: Sanyo PLV-Z3 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Monitor Audio Bronze Reference Series 7.1 (2 x BR5, 1 x BRLCR, 4 x BRFX, 1 x BRW10)


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Der erfolgreiche schottische Autor J. M. Barrie muss miterleben, wie sein neuestes Theaterstück im London der Jahrhundertwende sowohl bei den Kritikern als auch beim Publikum durchfällt. Barrie braucht dringend Inspiration, und die findet er unerwartet eines Tages im Park, als er die Bekanntschaft der Llewelyn-Davies-Familie macht: vier vaterlose Jungen und ihre bezaubernde, seit kurzem verwitwete Mutter Sylvia.

Gegen den Willen von Sylvias strenger Mutter und die Vorbehalte seiner eigenen Frau freundet sich Barrie mit der Familie an. Die Spiele mit den Jungen, für die er die fantastische Welt Nimmerland erschafft, und ihre unermüdliche Abenteuerlust inspirieren ihn zu seinem gewagtesten Stück, das ihn weltberühmt machen wird: zu dem Meisterwerk "Peter Pan". Zunächst ist das Theater, das seine Stücke spielt, skeptisch. Während sein loyaler Produzent Charles Frohman fürchtet, dass er bei dieser "Kinder-Fantasterei" sein letztes Hemd verspielt, beginnt Barrie mit den Proben - und schockiert die Schauspieler mit nie Dagewesenem, etwa den Forderungen, über die Bühne zu fliegen, mit Feen zu sprechen, die aus Licht bestehen, und im Hunde- oder Krokodilskostüm aufzutreten. Aber der fantastische Erfolg der Premiere gibt ihm Recht. Das Publikum ist bereit für "Peter Pan", bereit, an seine Imagination zu glauben. Doch dann verlangt ein tragischer Schicksalsschlag von Barrie und denen, die er liebt, zu verstehen, was es wirklich heißt zu glauben...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Dass "Finding Neverland" ein Erfolg war steht außer Frage und die vielen Nominierungen, wie zum Beispiel Johnny Depps Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller, zeigen, dass es sich um einen überdurchschnittlich guten Film handeln muss, der obendrein auch noch gutes Geld an den Kinokassen machen konnte. Umso enttäuschender ist die Tatsache, dass die Extraausstattung alles andere als hitverdächtig ausfällt. Die Features sind nicht nur inhaltlich schwach, sondern können auch von der Laufzeit nicht wirklich überzeugen.

Den Anfang macht ein Audiokommentar mit dem Regisseur Marc Foster, dem Produzent Richard Gladstein und dem Autor David Magee. "Die Magie von Wenn Träume fliegen lernen" ist eine rund 16 Minuten lange Dokumentation über den Film selbst. Der Zuschauer erhält einen kleinen Einblick in die Auswahl der Schauspieler, deren Besonderheiten und bekommt passend dazu kleinere Ausschnitte und Interviews zu sehen. Der Mythos "Peter Pan" wird nur sehr kurz angesprochen.

Als Nächstes gibt es eine dreiminütige Featurette zu sehen, die den Titel "Die Erschaffung von Nimmerland" trägt und nur sehr kurz zeigt, welche Special Effects man unter anderem angewendet hat. "Auf dem roten Teppich" dauert rund zweieinhalb Minuten und zeigt alle wichtigen Beteiligten bei verschiedenen Premieren des Films und beinhaltet kurze Interviewausschnitte, in denen sich die Schauspieler über ihre Kollegen äußern. Des Weiteren gibt es drei zusätzliche Szenen, die auf Wunsch kommentiert werden und leider nur eine Laufzeit von zweieinhalb Minuten haben. Die insgesamt schwachen Extras werden von fünf Minuten Outtakes abgerundet.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend)
     
Gestaltung:

Leider ist die Menüpräsentation nicht sonderlich geglückt, was vor allem an fehlenden Animationen liegt. Während das Hauptmenü noch dezente bewegte Bilder und Filmausschnitte zu bieten hat, müssen sämtliche Untermenüs mit Standbildern auskommen. Auch die schöne Musik ist nur im Einstiegsmenü zu hören, sodass die gesamte Aufmachung, bis auf das Hauptmenü, eher langweilig und technisch einfach daherkommt. Gerade bei einem solchen Film hätten wir uns mehr Spielerein und Ideen gewünscht.

     
 
Wertung:
  (ausreichend - befriedigend)
     
Bildtest:

"Finding Neverland" ist ein Film, der durch seine Bildersprache deutlich an Tiefe und Atmosphäre gewinnt. Leider ist der Transfer weit davon entfernt perfekt zu sein, was der Zuschauer bereits zu Beginn erahnen kann. Dort präsentiert sich das Bild mit einem unzureichenden Schwarzwert, der die restliche Zeit über auch nicht spürbar besser wird. So bekommt man fast durchweg einen Grauton, teilweise auch einen dunklen Blauton, zu sehen, der so das Kontrastempfinden herabsenkt. Oft entsteht eine leicht milchige Optik, die vor allem in den dunkleren Szenen negativ wirkt.

Doch auch die restlichen Faktoren können nicht allesamt überzeugen, wie zum Beispiel das Schärfeniveau, das zwar meist einen angenehmen Eindruck schaffen kann, insgesamt aber unter dem Standard bleibt, den wir von aktuellen Produktionen erwarten. Und gerade wenn es um märchenvolle Fantasien geht, sollten den Zuschauer eigentlich perfekte Bilder erwarten. Dennoch ist die Detailschärfe überwiegend etwas schwach und nur gelegentlich erwarten das Publikum prächtige Bilder. Aufmerksame Zuschauer werden außerdem ein leichtes Kriseln feststellen können, das den Sehgenuss zwar nicht stark trübt, aber dennoch zu beobachten ist.

Der Film zeigt immer wieder nahtlose Übergänge zwischen der Realhandlung und den fantastischen Gedanken des Sir James Matthew Barrie, die hauptsächlich warme und frische Farben zu bieten haben. Überhaupt bekommt man fast nur warme und herzliche Töne zu sehen, die allesamt kräftig wiedergegeben werden. Ansonsten präsentiert sich der Transfer relativ unauffällig, auch wenn hin und wieder kleinere Nachzieheffekte und, ebenfalls selten, dezente Blöckchenbildung zu erkennen sind. Die präsente Bildqualität verdient gerade noch ein "befriedigend bis gut", doch der unzureichende Schwarzwert und die etwas schwache Schärfe verwehren eine bessere Benotung.

     
Wertung:
   (befriedigend - gut)
   
Tontest:

"Wenn Träume fliegen lernen", so der deutsche Titel, war für viele Oscars nominiert, konnte letztendlich aber "nur" die Trophäe für die beste Filmmusik einheimsen. Der Musikscore von Jan A.P. Kaczmarek ist natürlich wenig spektakulär, sondern sehr einfühlsam und seicht, so wie es eben zum Film passt. Leider präsentiert sich der Score relativ frontlastig, genau so wie der Rest des Tons. Zwar werden die Rears immer wieder für Umgebungsgeräusche und eben dezente Musikuntermalung genutzt, doch wirklich aktiv werden die hinteren Lautsprecher eigentlich nicht eingesetzt.

Der 5.1-Sound ist durchaus gelungen, scheitert aber wie gesagt an der etwas schwachen Räumlichkeit. Die Dialoge sind stets klar zu verstehen, dennoch klingt der gesamte Ton in den Höhen leicht gedämpft. Wir hätten uns teilweise eine etwas räumlichere Abmischung gewünscht und die Musik hätte zum Teil etwas mehr im Vordergrund stehen dürfen. Dennoch wird der Ton dem Genre gerecht.

   
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
       
Gesamtwertung:

Wieder einmal bekommen wir ein Paradebeispiel unsinniger Veröffentlichungsstrategien präsentiert, das sich vor allem für Buena Vista Home Entertainment Deutschland als Eigentor herausstellen dürfte. Während "Wenn Träume fliegen lernen" hierzulande gerade langsam aus den Kinos verschwindet, bekommt man die DVD mit deutschem Ton, also vermutlich die identische Fassung der im Juni erscheinenden deutschen Version, in England bereits auf DVD. Wer also nicht warten möchte - wieso auch? - kann den Film bereits jetzt im heimischen Kino genießen und muss nicht einmal mehr ausgeben. Neben "Collateral" ist "Finding Neverland" also in letzter Zeit das zweite Beispiel für eine ungünstige VÖ-Strategie seitens der deutschen Studios.

Leider verdient sich die DVD des wunderschönen Films nur eine durchschnittliche Bewertung, was hauptsächlich auf die schwachen Extras zurückzuführen ist. Hier hätten die Verantwortlichen sicher mehr zusammentragen können, gerade in Bezug auf "Peter Pan". Wir müssen deshalb annehmen, dass irgendwann noch eine bessere Ausgabe erscheinen wird, denn gerade in dieser Hinsicht wird der Film etwas stiefmütterlich behandelt. Zwar ist die technische Qualität auch nicht die beste, doch hier halten sich die Mängel noch einigermaßen in Grenzen. Allerdings hätten wir uns einen besseren Bildtransfer gewünscht, da uns dieser hier nicht wirklich vom Hocker haut. Wer auf diese Nachteile verzichten kann, dafür aber einen schönen, mitfühlenden, traurigen, aber auch lustigen Film sehen möchte und "Peter Pan" einmal aus einer völlig anderen Perspektive erleben will, dem raten wir zu einem Import von "Finding Neverland".

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
  

 
 
Verwandte oder ähnliche Titel:  (Wie funktioniert das?)
 

Findet Nemo

(RC 2 )
 

Finding Nemo

(RC 1 )
 
 
Filmkritiken der Leser:
 

 
Filmkritik schreiben

 


© 2015
Digital-Movie.de