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Didi - Der Doppelgänger

  

Getestet von Guido Wagner

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 28.08.2004
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 13.09.2004
   
Deutscher Titel: Didi - Der Doppelgänger
Originaltitel: Didi - Der Doppelgänger
Land / Jahr: D 1984
Genre: Komödie
   
Regie:  Reinhard Schwabenitzky
Darsteller:  Dieter Hallervorden , Ruth-Maria Kubitschek , Tilo Prückner , Friedrich G. Beckhaus , Gert Burkard , Elfi Eschke , Winfried Glatzeder , Hans-Joachim Grubel , Arnold Jürging , Götz Kauffmann , Manfred Lehmann
       
Bildformat: 1,66:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 2.0 mono), Englisch (Dolby Digital 2.0 mono), Französisch (Dolby Digital 2.0 mono), Kommentar (Dolby Digital 2.0 mono)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: 12-seitiges Booklet mit Hintergrundinfos
Verpackung: Amaray Clone
Kapitel: 24
Laufzeit: 93 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 6 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer + Audio CD
Anbieter: Turbine Medien GmbH
     
Testequipment: unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Berliner Gauner wollen Hans Immer, einen reichen Industriellen und Chef von Immer International, entführen.

Nach zwei missglückten Versuchen wendet sich Immer an die Polizei und fordert Personenschutz. Doch diese zeigt sich wenig kooperativ - der amerikanische Präsident stattet der Stadt einen Besuch ab.

Da kommt Immer sein soeben aufgetauchter Doppelgänger in Form des Kneipiers Bruno Koob genau recht: Er sollt so lange in der Firma die Stellung halten, bis die Polizei sich um Immers Anliegen kümmern kann.

Doch Immer hat die Rechnung ohne sein Double gemacht...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Wer schon einmal eine deutsche Komödie auf DVD erworben hat, die ein Produktionsdatum vor 1998 aufweist, der kennt den Umstand: keine Extras, magere Menüs und eine technisch durchweg eher bescheidene Umsetzung. Die wenigen Ausnahmen stechen ohne großen Aufwand aus der Masse hervor - wie auch die vorliegende DVD.

Anstatt den Film einfach "nur so" auf die DVD zu klatschen, hat man bei Turbine ordentlich rotiert und sämtliches Material zusammengetragen, das zu diesem Titel noch existiert. Leider wurde in den 90ern ein großer Teil des Zusatzmaterials zur Einsparung von Archivkosten vernichtet - so auch die alternativen Enden, die allerdings in etwas anderer Form ihren Weg dennoch auf die DVD gefunden haben. Was nicht vorhanden war, wurde daher, falls möglich, neu produziert.

Nach dem Einlegen der DVD werden die Zuschauer von Dieter Hallervordern selbst begrüßt - eine nette Geste, die sonst recht selten ist. Etwas überraschend ist der Audiokommentar dieser DVD, denn hier gibt es eine wahre Kommentar-Party zu bestaunen. Nicht nur Dieter Hallervorden ist mit dabei, sondern auch Produzent Wolf Bauer, Jung-Regisseur Peter Thorwarth ("Bang Boom Bang") und Drehbuchautor Hartmann Schmige plaudern fröhlich aus dem Nähkästchen. Doch damit nicht genug, denn der Kommentar wird, wie schon bei "Bang Boom Bang" am Anfang des Films sogar als Bild eingeblendet und man darf die illustre Runde zunächst bestaunen, während dann zum Hauptfilm umgeschaltet wird. Auch das Ende des Kommentars wurde auf diese Art und Weise realisiert.

Wer sich den Film nicht komplett mit Kommentar anschauen möchte, für den ist das Feature "Hinter den Kulissen des Audiokommentars" gedacht. In rund 25 Minuten bekommt man hier, auch visuell, die Highlights des Kommentars geboten. Auch wenn das Bild zu Beginn des Beitrags sehr spärlich ausgeleuchtet ist - hier handelt es sich um Material, das ohne Vorbereitung einfach mitgeschnitten wurde und somit die Macher bei Gesprächen zeigt, die man sonst nie zu hören bekommt.

Auch wenn es leider kein Making Of gibt, so konnte man bei Turbine zumindest noch einige Rohaufnahmen vor dem Reißwolf retten. Unter "Den gibt´s nur zweimal: Special Effects" befindet sich bisher unveröffentlichtes Bildmaterial, der Ton wurde leider bereits vernichtet. Es handelt sich dabei um seltene Rohmaterialien der Split-Screen Aufnahmen, bei denen Darsteller Dieter Hallervorden die Szenen jeweils mit Regisseur Reinhard Schwabenitzky als Gegenüber spielt. Als kleiner Gag wurden sogar die original Klappen mit eingeschnitten, so dass man hier wirklich auch die allerletzten Schnipsel des erhaltenen Materials sehen darf.

"Alternative Filmenden: ein Blick ins Drehbuch" lässt dann die verlorenen alternativen Enden wieder auferstehen, und zwar nicht in Form von schnöden Texttafeln, sondern als Vortrag von Drehbuchautor Hartmann Schmige höchstpersönlich. Somit kommt man, zwanzig Jahre später, zumindest in den Genuss zu wissen, was man vor gut zehn Jahren möglicherweise noch hätte sehen können.

Die "Fotogalerie" ist mehr als umfangreich und präsentiert Dutzende von Fotos, darunter auch rare Production Stills oder Portrait-Aufnahmen der beiden Hauptdarsteller. Dabei hat man die Fotos nicht nur müde auf die DVD geklatscht, sondern gar für jedes Foto einen passenden Hintergrund angelegt.

Unter "Internationales Artwork" finden sich reihenweise Cover des Films aus anderen Ländern. Hier bekommt man daher nicht nur das eigentliche Artwork, sondern auch die verschiedenen internationalen Filmtitel zu sehen.

Neben der instrumentalen Fassung des Titelthemas gibt es auch eine Fassung mit Gesang von Dieter Hallervorden, die am 18. Februar 1984 von diesem sogar live bei "Wetten, dass..." - damals noch mit Frank Elstner als Moderator - vorgetragen wurde.

Das Interview mit Regisseur Reinhard Schwabenitzky und Elfi "Kranich/Habicht" Eschke liegt lediglich in Textform vor und ist mit runden fünf Bildschirmseiten auch nicht gerade umfangreich ausgefallen. Die Trailer-Abteilung dieser DVD bietet nicht nur den Trailer zum Hauptfilm, sondern auch zu weiteren Titeln wie z.B. "Didi und die Rache der Enterbten" oder "Der Experte". Abgerundet werden die umfangreichen Extras mit der ersten Folge von "Zelleriesalat & Gitterspeise", die eine Laufzeit von einer knappen halben Stunde hat. Weitere Folgen dieser mehr in Richtung Slapstick gehenden Serie werden mit den kommenden Didi-Filmen veröffentlicht.

Wer sich in den ROM Teil der DVD verirrt, der findet eine kleine Fun-Applikation für den Windows Desktop namens "Immers Sorgenpause" vor. Auf Knopfdruck darf man hier im Büroalltag mit Hans Immers Sprüchen glänzen und Kollegen erheitern.

Als besonderer Leckerbissen liegt den ersten 9.999 Exemplaren der limitierten Auflage noch der Soundtrack zum Film von Harold Faltermeyer bei.

   
 
Wertung:  
     (sehr gut)
     
Gestaltung:

Es ist in letzter Zeit schwer geworden, eine DVD zu finden, die bereits nach dem Einlegen Freude macht und beeindrucken kann. Aufgrund der rigorosen Sparmaßnahmen seitens der Studios gibt es nur noch sehr selten wirklich schicke oder gar animierte Menüs zu bestaunen. Oftmals sind es die kleinen Anbieter, die mit Liebe zum Detail zu Werke gehen - wie in diesem Fall. Schaut man sich die Menüs an, so hat man das Gefühl, eine aktuelle Produktion mit riesigem Budget zu bestaunen, denn die Menüs wurden nicht nur aufwändig animiert, sondern auch auf 16:9 optimiert und mit Musik und Geräuschen unterlegt. Verantwortlich zeichnen dafür wieder einmal Eric "Rick" Thöner und Sorin Anca von Allez!, die schon früher mit vielen Menüs bei BMG DVDs auffallen durften und leider irgendwann wegrationalisiert wurden. Zwischen den Menüs gibt es immer wieder sehr schön gemachte Übergänge in Form von Kamerafahrten durch Immers Büro. Auch wenn nicht alle Untermenüs animiert wurden (so sind z.B. die Auswahlen für die Bonusmaterialien nur statisch), so kann vor allen Dingen die übersichtliche und vollanimierte Kapitelauswahl gefallen.

     
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
     
Bildtest:

Anstatt eines der in der Tat "abgenudelten" 4:3 TV-Master für diese DVD zu verwenden, hat man bei Turbine darauf bestanden, vom original Negativ abtasten zu dürfen, was nach einigem Hin und Her tatsächlich geklappt hat. Somit ist der Film auf der DVD erstmals seit der Uraufführung im Kino wieder im korrekten Format von 1,66:1 zu sehen. Da dieses Format etwas höher ist, als 1,78:1 (was effektiv 16:9 entspricht), hat die hier vorgenommene anamorphe Abtastung schmale schwarze Balken am rechten und linken Bildrand - von denen allerdings auf einem normalen Fernseher dank des Overscans nichts zu sehen ist. Somit bekommt man ein hochauflösendes Bild schon von der Konzeption her geboten, was natürlich nicht bedeutet, dass die restlichen Bildparameter auch optimal sein müssen. Doch wer sich die Mühe macht, vom Negativ abzutasten, der möchte natürlich auch das optimale Bild haben und so wurde bei der Produktion auf sämtliche Filter verzichtet. Das Ergebnis ist ein recht scharfes Bild, das natürlich im Vergleich zu neuen Filmen (immerhin hat auch die Filmtechnik in den letzten 20 Jahren Fortschritte gemacht) schon etwas betagt wirkt, aber den Vergleich dennoch nicht scheuen muss.

Etwas auffälliger ist das Filmkorn, besonders bei den Effektaufnahmen, also z.B. immer dann, wenn Hans Immer und Bruno Koob parallel auftreten. Nicht ganz so sauber sind ebenfalls Vor- und Abspann, die anscheinend von einer anderen Quelle stammen. Der Kontrast ist meist gut, fällt in seltenen Fällen allerdings ein wenig kräftig aus, was man dem Bild allerdings verzeihen kann. Sehr schön ist die Sauberkeit des Bildes - nur sehr selten bekommt man Verschmutzungen zu sehen. Im direkten Vergleich zu "Theo gegen den Rest der Welt" besticht der vorliegende Transfer durch das knackige und scharfe Bild, das zu keiner Zeit den Verdacht aufkommen lässt, dass digitale Filter an der Schärfe nagen. Die Farben sind den Vorgaben des Regisseurs entsprechend gedeckter ausgefallen, technisch gesehen gibt es hier ebenfalls nichts zu bemängeln.

Somit gehört der Transfer "Didi - Der Doppelgänger" ohne Zweifel zu den besten, die der Redaktion bisher zu einem deutschen Film vorgelegt wurden.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Sowohl die deutsche Originalfassung, als auch die französische und englische Synchronfassung liegen mono in 2.0 vor. Somit kommt die Wiedergabe aus den beiden, in der Regel großzügig dimensionierten, Frontlautsprechern, was zu einer natürlichen Wiedergabe führt. Der Klang der deutschen Originalfassung ist brauchbar, entspricht aber natürlich nur dem Stand von 1984, weshalb man keine druckvolle Mischung oder Dynamik erwarten darf. Dennoch klingt Harold Faltermeyers Score angenehm frisch und bringt ein brauchbares Bassfundament mit. Grundrauschen lässt sich über die gesamte Mischung hinweg zwar ausmachen, sollte hier allerdings ein Lichttonmaster benutzt worden sein, so hat man die Störungen wirklich hervorragend aus dem Material entfernt. Die Stimmen sind gut verständlich, klingen allerdings, charakteritisch für einen Film aus dieser Zeit, ein wenig mittenbetont.

Bei der englischen und französischen Spur hat der internationale Vetrieb Atlas offenbar angesichts des Engagements der Macher der Turbine Medien Fracksausen bekommen und Zwangs-Untertitel vorgeschrieben. Offenbar hatte man, zu Recht, Angst, Turbine könne hier eine definitive Version des Films auf DVD veröffentlichen, und wollte den Parallelimport nach Frankreich oder England unterbinden. Dadurch arbeitet die DVD leider auch mit den bei Fans verhassten User Operation Prohibitions, so dass die Tonspuren nur über das Menü gewechselt werden können.

Wie üblich werten wir Mono-Ton nicht, wenngleich diese DVD sogar von einer solchen Wertung profitiert hätte.

   
 
Wertung: -
  (keine Wertung)
       
Gesamtwertung:

Mit "Didi - Der Doppelgänger" erscheint die zweite DVD des noch jungen Labels Turbine Medien und darf sich gleich damit rühmen, eine der besten DVDs zu einem deutschen Film zu sein. Selbst wenn das Bild nicht in der Oberliga mitspielt (und von der Vorlage her mitspielen kann), so merkt man der DVD vor allen Dingen an, dass hier viele Leute mit sehr viel Engagement versucht haben, eine tolle DVD zu machen. Auch wenn DVD Produzent Phil Friederichs sich bei dem Vergleich bescheiden gibt, so ist es doch unverkennbar, dass Turbine sich an der Qualität der amerikanischen Criterion-DVDs orientiert hat und konsequent das gleiche Ziel verfolgt: Filme in bestmöglicher Qualität mit maximalem Bonusmaterial zu präsentieren.

Dass "Didi - Der Doppelgänger" auch heute noch funktioniert, zeigte die Vorführung des Films als Teil eines Doublefeatures im Zuge der Fünfjahresfeier in der UCI Kinowelt in Bochum. Im fast vollen Saal grölte das hörbar durch "Bang Boom Bang" angeheizte Publikum sämtliche Parolen von Hans Immer, angefangen bei "Ihr Problem" bis hin zu "Ich brauche mehr Details!", ausgelassen mit. Wir sind sicher, dass die DVD keine Wünsche mehr offen lässt...

       
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
  

 
 
Und das meinen unsere Kollegen:


 

 

Dieter Hallervorden ist einer der besten deutschen Comedians, welcher sich seinen Namen durch die Darstellung seiner Figur "Didi" nicht nur in Deutschland gemacht hat. In "Didi - der Doppelgänger" werden komische Elemente mit dem typischen Gaunerfilm vereint. Diese Mixtour mit Unterstützung der typischen Trotteligkeit des komischen Hauptdarstellers (in diesem Falle Bruno Koob) sorgt für jede Menge[...] mehr>>

DVD-Palace-Wertung: 08/10 lesen>>

 
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