Newsletter   RSS-Newsfeed   Wap, I-Mode & PDA   Gewinnspiel  Impressum  Werbung  Online Hilfe  113 Leser online

 
     

Elephants Dream

  

Getestet von Florian Kriegel

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

 
 


 

HD-DVD-Daten:

Review Datum: 07.12.2006
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 08.09.2006
   
Deutscher Titel: Elephants Dream
Originaltitel: Elephants Dream
Land / Jahr: NL 2006
Genre: Animation
   
Bildformat: 1,78:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Englisch (Dolby Digital 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0 stereo), Kommentar (Dolby Digital 2.0 stereo), Kommentar (Dolby Digital 2.0 stereo), Kommentar (Dolby Digital 2.0 stereo)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Japanisch
       
Menü: interaktives iHD-Menü
Booklet: keins
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 8
Laufzeit: 11 Minuten
TV Norm: 1080p VC-1
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 0
Disk Typ: HD-DVD 30 / Dual Layer
Anbieter: IMAGION AG
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Yamaha RX-V2700 (Dolby Digital EX, DTS-ES, HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI, PCM 5.1)
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (via HDMI, PCM 7.1, 1080p24)
TV: Pioneer PDP-427XA (Plasma, via HDMI, 1080p24)
Beamer: Sanyo PLV-Z3 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Monitor Audio Bronze Reference Series 7.1 (2 x BR5, 1 x BRLCR, 4 x BRFX, 1 x BRW10)


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

    
HD-DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Die Extras der "Elephants Dream"-HD-DVD zeigen in erster Linie, welch neue Interaktivitäten mit dem neuen Medium möglich sind, Funktionen, die man bei Blu-ray aufgrund immer noch nicht reifer BD-J-Programmierung vergebens sucht. Folgende Extras werden dem Käufer geboten:

HD-DVD Making Of: Dieses Making Of dauert elf Minuten und kann entweder in Fullscreen oder direkt im Hauptfilm eingeblendet werden. Es zeit diverse Arbeitsschritte bei der Erstellung der HD-DVD, was sehr interessant ist, aber auch gerne hätte deutlich umfangreicher sein können. Solche Technik relevanten Extras sehen wir sehr gerne, zumal man Infos vermittelt bekommt, die einem sonst meist verborgen bleiben.

Making of Elephants Dream: Im Gegensatz zum vorigen Feature beschäftigt sich dieses 28 Minuten lange Making Of mit dem Film selbst und zeigt, wie dieser entstanden ist. Dieses Feature ist in Standard Definition vorhanden.

Script to Scene: Aktiviert man dieses Feature, werden während des Films Texte eingeblendet, wie die Dialoge und einige anderweitige Informationen. Leider lässt sich dieses Feature nicht "on the fly" aktivieren und sorgt jedes Mal für einen Neustart des Films. Außerdem ist nur eine englische Version enthalten.

Kommentare: Hier gibt es insgesamt vier Audiokommentare zur Auswahl. Anstatt der nichtssagenden Namen hätte man hier lieber den Aufgabenbereich derjenigen betiteln sollen.

HD/SD-Vergleich: Dieses Feature erlaubt es, eine ausgewählte Szene in NTSC-Auflösung (480p) und High-Def direkt gegenüberzustellen. Je nach Wunsch kann das Bild, während das Extra läuft, komplett in SD- oder HD-Auflösung umgeschaltet werden oder vertikal und horizontal gesplittet werden. Um diese ganzen Variationen einzustellen, dienen die Knöpfe A-D der Fernbedienung. Im Menü kann man sogar noch einstellen, in welchem Verfahren das herunterskalierte SD-Bild berechnet werden soll. Entweder entscheidet man sich für eine Pixelverdoppelung oder für eine bikubische Variante, die das Bild natürlicher erscheinen lässt. Da die SD-Variante offensichtlich in Echtzeit berechnet wird, ist ein 100%iger Vergleich nicht gegeben, ansatzweise kann man diese Möglichkeit aber nutzen, um die Unterschiede ungefähr darzustellen.

Alternatives Videoencoding: Der Film ist im aktuellen VC-1 Codec encodiert. Um die Unterschiede zum alten, auch auf DVDs genutzten MPEG-2 zu verdeutlichen, spendiert IMAGION noch eine MPEG-2-Version, die man als Vergleich nutzen kann.

Online-Features: Dieser Bereich ist bei der aktuellen Version der HD-DVD noch nicht aktiviert und soll in einer "zukünftigen" Version kommen. Dann soll es weiteres Material wie andere Sprachfassungen zur Auswahl geben. Ob und wann dieses Feature kommt, steht noch nicht fest,

Inhaltlich sind die Features wie gesagt gut, angesichts des Inhalts sogar gelungen. Die Umsetzung ist für DVD-Verhältnisse einzigartig und auch in Sachen HD-DVD gibt es bislang kaum Konkurrenz. Ein ähnliches Maß an Interaktivität bieten bislang nur wenige HD-DVDs. Leider gibt es für die in Englisch gehaltenen Extras keine deutschen Untertitel.

   
 
Wertung:  
     (gut)
     
Gestaltung:

Schon bei den Menüs zeigt IMAGION, dass sie bei der ersten europäischen HD-DVD gleich zeigen wollen, was die neue Technik zu bieten hat. Das über den neuen iHD-Standard realisierte Menüs ist optisch hochwertig und lässt sich, wie aktuell fast alle HD-DVD-Menüs, "on the fly" über dem eigentlichen Filminhalt einblenden. Leider ruckelt das Menü dabei deutlich, wobei und Michael Becker von IMAGION versichert hat, dass dies nur bei der Xbox 360-Kombi so stark auftritt. An PC-Lösungen und den US-Toshiba-Playern soll das Menü weiche Bewegungen zeigen. Wir hoffen auf Nachbesserung seitens Microsoft.

Die Menüs lassen sich jedenfalls mit einem Druck auf den Menü-Button ein- und wieder ausblenden, was nicht nur durchdacht ist, sondern auch sehr schick aussieht. Klassisch animierte Menüs wie bei DVDs wird man wohl nicht mehr allzu oft sehen, da nur noch dezent bewegte Stilelemente Sinn machen, da Menüs auch deutlich kleiner ausfallen, eben weil sie nun direkt über dem eigentlichen Inhalt eingeblendet werden können. Animationen werden in Zukunft vermutlich auch überwiegend in der Anwendung (Menü) selbst integriert sein, denn theoretisch sind klassische DVD-Menüs nur Videosequenzen mit Buttons, wobei HD-DVD-Menüs programmierte Anwendungen sind und entsprechend mehr Möglichkeiten bieten. Die Menüs kann man sich übrigens in Englisch oder auch in Deutsch anzeigen lassen.

     
 
Wertung:
  (sehr gut)
     
Bildtest:

"Elephants Dream" wurde komplett über OpenSource-Software realisiert. Generell sieht das Ergebnis gut aus, wenngleich Differenzen bei Animationen und Bewegungsabläufen zu sehen sind. Dennoch bietet der 3D-Kurzfilm allerhand für´s Auge, ein ideales Projekt um es auf HD-DVD zu veröffentlichen.

Das Encoding können wir ohne weiteres als perfekt bezeichnen. Der in VC1 gemasterte Film zeigt keinerlei Probleme bei der Kompression und bietet darüber hinaus ein sehr sehr ruhiges, plastisches und plastisches Bild. Im Intro kann man übrigens das typische Ruckeln, das durch den 3:2-Pulldown (siehe News) entsteht erkennen, denn dies wird vor allem bei langsamen und gleichmäßigen Bewegungen sichtbar.

Ansonsten sorgt höchstens der Film selbst für Grenzen beim Transfer. Mittels einer gewissen Unschärfe sollte der Shortfilm wohl etwas natürlicher wirken, doch bestimmte Details bleiben dennoch knackscharf.

Auch die Farben können durch ihre sehr satte und bunte Erscheinung gefallen, ebenso wie der perfekte Kontrast, der keine Mängel erkennen lässt. Hier zeigen sich die Vorzüge eines rein digitalen Transfers, der logischerweise keinerlei Rauschen erkennen lässt. Bis auf die erwähnte Unschärfe, die wie eine Art Dunst wirkt, kommt der Transfer also nahezu perfekt daher. Die ebenfalls vorhandene MPEG-2-Version dürfte vor allem den Adleraugen und Kennern gewisse Unterschiede in der Kompression offenbaren.

     
Wertung:
   (sehr gut)
   
Tontest:

Für ein Projekt dieser Größenordnung kann der vorliegende englische 5.1-Ton überzeugen. In den knapp elf Minuten werden die Möglichkeiten der Kulisse gut genutzt, wenngleich das Effektfeuerwerk eher im kleinen Maße passiert.

Keine Klagen gibt es über die Dynamik, was bei der bei uns verwendeten Xbox 360-Kombi dafür spricht, dass tatsächlich klassisches Dolby Digital 5.1 genutzt wird, da wir ansonsten mit einer deutlich geminderten Dynamik konfrontiert gewesen wären, solange bis Microsoft das Problem behoben hat.

Die Synchronsprecher wirken etwas steif und so merkt man dem Film seine "kleine" Herkunft gerade in dieser Disziplin deutlich an. Was die Effekte angeht hat der Sounddesigner aber ein ordentliches Ergebnis auf die Beine gestellt. Denn der Ton klingt dynamisch und räumlich, so wie man es gar nicht von diesem Film erwartet hätte und auch basstechnisch ist das Gebotene hochwertig.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

Bei "Elephants Dream" handelt es sich um ein Filmprojekt, das ausschließlich mit OpenSource-Software realisiert wurde. Während ein ansehnlicher 3D-Kurzfilm entstanden ist, eignet sich diese HD-DVD vorzüglich als Demomaterial, um verschiedene Features des neuen Mediums darzustellen. Hier spielen vor allem die Extras eine tragende Rolle, die inhaltlich nicht unbedingt das Maß der Dinge darstellen, dessen Zusammenstellung und Realisierung aber wirklich gelungen sind. Angesichts dieses Low-Budget-Projekts sind die Beigaben sogar erstklassig, ebenso wie die Gestaltung der HD-DVD selbst. Hier wird deutlich, dass IMAGION nicht nur die erste europäische HD-DVD veröffentlichen wollte, um Erster zu sein, sondern um auch gleich die neuen Möglichkeiten, die noch bei weitem nicht ausgeschöpft werden, zu demonstrieren.

Abgesehen von dem fast tadellosen Bild, das eigentlich nur durch genutzte Stilelemente optisch verfremdet ist, bekommt man auch einen ansprechenden Ton präsentiert, der leider nicht in einem der neuen Tonformate gemastert wurde. Technikbegeisterte, die sich mit dem neuen Medium HD-DVD beschäftigen wollen, sollten sich diese Veröffentlichung näher anschauen.

Hinweis: Den Kurzfilm selbst gibt es übrigens kostenlos im Internet in HD herunterzuladen, ebenso wie das Making Of der HD-DVD.

       
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
  

 
 
Und das meinen unsere Kollegen:


 

 

ELEPHANTS DREAM ist ein Kurzfilm aus den Niederlanden, welcher von dem nicht einmal zehn Personen umfassenden Kernteam des „Project Orange“ unter Koordination und mit Hilfe der kompletten Blender Foundation-Community entstanden ist. In Anbetracht der Tatsache, dass die verwendete Software fast komplett Open Source, also kostenfrei war, ist das Ergebnis umso erstaunlicher. Zwar sind die[...] mehr>>

DVD-Palace-Wertung: 09/10 lesen>>

 
Verwandte oder ähnliche Titel:  (Wie funktioniert das?)
 

America´s Dream

(RC 2 )
 

Dream Theater - Live At Budokan

(RC 2 )
 

Magnum - Livin´ The Dream

(RC 2 )
 

Pipe Dream

(RC 2 )
 

Requiem for a Dream

(RC 2 )
 
 
Filmkritiken der Leser:
 

 
Filmkritik schreiben

 


© 2015
Digital-Movie.de