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The Departed

  

Getestet von Florian Kriegel

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

 
 


 

HD-DVD-Daten:

Review Datum: 26.02.2007
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 13.02.2007
   
Deutscher Titel: Departed - Unter Feinden
Originaltitel: The Departed
Land / Jahr: USA 2006
Genre: Krimi
   
Regie:  Martin Scorsese
Darsteller:  Leonardo DiCaprio , Jack Nicholson , Matt Damon , Mark Wahlberg , Martin Sheen
       
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Englisch (Dolby Digital TrueHD 5.1), Englisch (Dolby Digital Plus 5.1), Französisch (Dolby Digital Plus 5.1), Spanisch (Dolby Digital Plus 5.1)
Untertitel: Englisch, Französisch, Spanisch
       
Menü: interaktives iHD-Menü
Booklet: keins
Verpackung: Elite HD-DVD-Case (rot)
Kapitel: 37
Laufzeit: 151 Minuten
TV Norm: 1080p VC-1
FSK: keine FSK Freigabe, sondern R
Regional Code: Code 0
Disk Typ: HD-DVD 30 + DVD 9 (Combo)
Anbieter: Warner Brothers Home Video
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Yamaha RX-V2700 (Dolby Digital EX, DTS-ES, HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI, PCM 5.1)
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (via HDMI, PCM 7.1, 1080p24)
TV: Pioneer PDP-427XA (Plasma, via HDMI, 1080p24)
Beamer: Sanyo PLV-Z3 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Monitor Audio Bronze Reference Series 7.1 (2 x BR5, 1 x BRLCR, 4 x BRFX, 1 x BRW10)


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

"Departed" spielt in South Boston, wo die Polizei dem organisierten Verbrechen den Krieg erklärt. Der junge Undercover-Cop Billy Costigan ist in diesem Viertel aufgewachsen. Er bekommt den Auftrag, sich in das Syndikat des Unterweltbosses Costello einzuschleusen. Während Billy schnell Costellos Vertrauen gewinnt, hat sich der hartgesottene junge Kriminelle Colin Sullivan, der ebenfalls aus South Boston stammt, seinerseits bei der Polizei eingeschleust, um für Costello zu spionieren. Er erarbeitet sich in der Ermittlungsspezialeinheit eine Machtposition und gehört zu der Hand voll Elite-Cops, die Costello dingfest machen sollen. Natürlich wissen Colins Vorgesetzte nicht, dass er für Costello arbeitet – der Unterweltboss ist der Polizei immer einen Schritt voraus. Beiden Männern steigt dieses Doppelleben zu Kopf: Sie sammeln Informationen über die Pläne und strategischen Reaktionen der Systeme, in die sie eingedrungen sind. Doch sowohl die Gangster als auch die Cops merken, dass in ihren Reihen ein Maulwurf tätig ist, und plötzlich laufen Billy und Colin Gefahr, entdeckt und gefasst zu werden – hektisch versuchen beide, den anderen zu enttarnen, um selbst unerkannt zu bleiben.

    
HD-DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Die Extras sind für einen derart erfolgreichen und "großen" Film eine Enttäuschung. Nicht nur, dass es keinerlei Features, abgesehen vom Trailer, in HD-Auflösung gibt oder solche, die die neuen Möglichkeiten des Mediums nutzen würden, auch die Standard-Extras sind keine Offenbarung. So gibt es zum Beispiel keinerlei Audiokommentare, nur eine kurze Einführung des Regisseurs gibt es zu begutachten.

Eigentlich gibt es nur drei nennenswerte Features. Zum einen gibt es eine rund 21 minütige Dokumentation über den echten Gangster, der eine große Inspiration für Nicholsons Charakter war, wenn man es denn so nennen möchte. Whitey Bulger war lange Zeit einer der Topgangster in Boston und Interviewpartner wie Polizisten und Journalisten, aber auch die Darsteller, kommen zu Wort. Eine nette Doku, die sicher aber kaum direkt mit dem Film selbst beschäftigt.

Die zweite Doku handelt von Scorseses Werken und zieht Parallelen vergangener Gangsterfilme des Regisseurs und seiner aktuellen Produktion "The Departed". In rund 24 Minuten erfährt man, was seine Filme auszeichnet und wie Scorseses Werke beeinflusst wurden.

Außerdem gibt es neun entfernte Szenen, die einer Laufzeit von rund 15 Minuten. Leider war es das dann auch schon. Wir vermissen hier schmerzlich ein Making Of des Films. Für einen Film dieses Kalibers sind die Extras einfach nicht tiefgründig genug, es fehlen filmrelevante Features, die wir von einer solchen Veröffentlichung eigentlich erwartet hätten.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend)
     
Gestaltung:

Auch das "The Departed"-Menü kommt mit dem gleichen Schema daher, die wir bereits bei allen vorigen Warner HD-DVDs sehen durften. Hauptbestandteil ist wieder das Hauptmenü am unteren Wand des Bildschirms, das direkten Zugriff auf Tonoption, Szenenauswahl und Extras ermöglicht. Somit ist eine schnelle und unkomplizierte Bedienung und Auswahl gewährleistet. Animationen im klassischen Sinne gibt es nicht. Zwar "fahren" einzelne Menüs bei Aktionen ein oder aus, wirklich "animierte" Bestandteile haben wir bei HD-DVDs bislang aber eher selten angetroffen.

Optisch hat Warner das "Standarddesign" natürlich an den neuesten Scorsese-Gangsterfilm angepasst, was auch ganz nett aussieht. Wir würden uns aber dennoch wünschen, dass langsam etwas aufwendigere Menüs, vor allem in optischer Hinsicht, erstellt werden. Auch die Standard-Sounds wirken inzwischen etwas nervig.

     
 
Wertung:
  (befriedigend)
     
Bildtest:

An "The Departed" haben wir vorab große Erwartungen gesetzt, denn nicht nur, dass es sich um einen nagelneuen und hoch gehandelten Film handelt, er dürfte gleichzeitig auch eine der bedeutendsten Neuerscheinungen auf HD-DVD in diesem Quartal, wenn nicht gar des gesamten Jahres sein. Auch bei diesem Titel hat Warner erneut zu VC-1 gegriffen und einen auf den ersten Blick sehr hochwertigen 1080p-Transfer erstellt.

Kommen wir zunächst zu den positiven Eindrücken, die vor allem durch das meist ideale Schärfeniveau geprägt werden. Der Film zeigt sich wahrlich knackscharf mit sehr vielen Details und fein gezeichneten Strukturen. Ob Haare, weit entferne Hauserfronten oder Hautfalten, das Gebotene ist erstklassig und nur selten sinkt der Schärfeeindruck minimal.
Der Kontrastumfang ist ebenfalls grandios. Ob Tag- oder Nachtszenen, der Zuschauer kann stets alles im Blick behalten, da trotz des nahezu perfekten Schwarzwerts keine Details verschluckt werden. Tagsüber begeistern die Bilder durch kräftige Kontraste und sattes Weiß, dass aber nicht zum deutlichen Überstrahlen neigt. Hier hat man tatsächlich alles richtig gemacht.

Farbtechnisch wird man von diesem Transfer ebenfalls nicht enttäuscht. Die Farbgebung ist durchweg sehr natürlich und realistisch und brilliert durch satte Töne.

Auch die Kompression erlaubt sich wie erwartet keine Ausrutscher, hier zeigt VC-1 wieder seine Vorzüge. Was gefällt also weniger? Eigentlich nur zwei Dinge. Zum einen lässt sich nahezu durchweg, teils mehr, teils weniger, leichtes Rauschen erkennen, das aber nicht besonders penetrant in Erscheinung tritt, sondern ein eher dezentes Auftreten hat. Außerdem fallen, wirklich nur ganz selten, kleinste weiße Bildschäden auf, die aber tatsächlich nur schnelle Augen erhaschen dürften.

Ansonsten kommt "Departed" nahezu optimal daher, vor allem die Schärfe, der Kontrast und die Farben wissen zu begeistern. Auf den ersten Blick würden wir diese HD-DVD bildtechnisch aber noch nicht auf eine Stufe mit "King Kong" stellen.

     
Wertung:
   (gut - sehr gut)
   
Tontest:

"The Departed" kommt auf HD-DVD sowohl mit Dolby Digital Plus Tonspuren, als auch mit einer Dolby TrueHD-Version daher, die durch unkomprimierten Ton entsprechend besser klingen soll. Was in der Theorie sehr eindrucksvoll klingt, stellt sich in diesem Praxisfalls als Farce dar, nun ja, zumindest teilweise.

Scorseses neuestes Werk hat tontechnisch nämlich extrem Wenig zu bieten. Was im Kino noch recht nett klang, hat sich bei der hochauflösenden Heimvariante plötzlich in ein nahezu "Still ruht der See"-Erlebnis gewandelt. Keine Frage, es gibt vereinzelte Szenen und wirklich nur "vereinzelte", die zufrieden stellen. Bis auf diese recht kurzen Momente, vor allem eine Schlüsselszene zum Ende hin, nutzt der 5.1-Mix nämlich fast ausschließlich die Front, oft sogar nur den Center. Denn "Departed" ist dialoglastig und so sind es schließlich auch die Dialoge, die in dieser Produktion bestechen. Diesbezüglich gibt es aber zu sagen, dass die Dialogwiedergabe erstklassig ist, vor allem der TrueHD-Mix hat sehr prägnante und vulominöse Stimmen zu bieten.

Doch ansonsten ist der Ton wahrlich enttäuschend. Der Soundtrack und die Songs sind extrem frontlastig abgemischt und auch Umgebungsgeräusche werden nur sehr spärlich genutzt. Es gibt eigentlich keine Szene, in der man die Effekt-Lautsprecher schmerzlich vermissen würde und das spricht Bände. Leider erreichen die Schußwechsel auch nicht die klangliche Dominanz, die man zum Beispiel von Michael Manns Produktionen wie "Heat" oder "Collateral" gewohnt ist.

Sicherlich klingt diese Kritik hart, sie ist es auch, wenngleich der Ton immer noch befriedigt. Dennoch haben wir uns deutlich mehr von Scorseses neuestem Mafiastreifen erhofft, da kann auch die Dolby TrueHD-Spur nichts dran ändern. Wieso der überwiegende Teil der US-Kollegen hier zum Teil Bestnoten zücken, ist uns unbegreiflich.

   
 
Wertung:
  (befriedigend)
       
Gesamtwertung:

"The Departed", den manche Kritiker als Remake von "Infernal Affairs" ansehen, schließlich basiert das Drehbuch auch auf dem japanischen Vorbild, ist ein gelungener und vor allem zeitlich moderner Mafiathriller, der einen starken Cast zu bieten hat. Filmtechnisch gibt es an dieser Produktion sicherlich nichts auszusetzen, wobei die hier getestete HD-DVD aus Nordamerika nicht besonders überzeugt.

Keine Frage, das Bild gehört kann nahezu vollends überzeugen, doch beim Ton haben wir bedeutend mehr erwartet. Nun ist nicht anzuzweifeln, dass der Filmton selbst nicht der effektvollste ist, doch das Ergebnis für das heimische Kino ist wahrlich eine Schlafpille. Auch wenn es einige Szenen gibt, die sich hervorheben, so ist das Gesamtbild trotz des potentiell guten TrueHD-Tons ernüchternd. Ebenso will der Funke bei den Extras nicht überspringen, das Gezeigte ist für eine solche Produktion einfach nicht genug. Wer noch einige Wochen warten kann, sollte ggf. auf die deutsche Veröffentlichung Mitte April warten, ansonsten hat diese Combo-VÖ auf der Rückseite noch die normale DVD zu bieten – wer´s braucht...

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
  

 
 
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