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Braveheart

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 24.12.2000
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 11.01.2000
   
Deutscher Titel: Braveheart
Originaltitel: Braveheart
Land / Jahr: USA 1995
   
Regie:  Mel Gibson
Darsteller:  Mel Gibson , Sophie Marceau , Catherine McCormack , Patrick McGoohan , Angus MacFadyen
       
Bildformat: Widescreen 2,35:1 (anamorph)
Tonformat: Deutsch Dolby Digital 5.1 Englisch Dolby Digital 5.1 Kommentar Dolby Digital 2.0
Untertitel: Deutsch, Englisch
       
Menü: interaktives Menü
Booklet: doppelseitiger Einleger mit Kapitelindex und Hintergrundinfos
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 22
Laufzeit: 171 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer und DVD 5 / Single Layer
Anbieter: Fox Home Entertainment
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Schottland gegen Ende des 13. Jahrhunderts. Als William Wallace nach Jahren wieder in seine Heimat zurückkehrt, ist das Land in Aufruhr. Da der schottische König keinen Thronfolger hinterlassen hat, konnte sein englischer Gegenspieler, Edward I., die Herrschaft über Schottland an sich reißen. Seine Wiedereinführung des "Rechtes auf die erste Nacht" soll den Widerstand der Schotten endgültig brechen.



Aber erst als die englischen Besatzer seine Frau Murron töten, schwört William, eigentlich ein friedfertiger Mann, blutige Rache. Er sagt der britischen Krone den Kampf an und führt eine aus Bauern und Grundbesitzern bunt zusammengewürfelte Armee in eine aussichtslos scheinende Schlacht. Nach dem überraschenden Sieg bei Stirling wird Wallace von den dankbaren schottischen Adeligen zum Ritter geschlagen...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

"2 DVDs" steht als Aufkleber auf der Verpackung. Dies ist zwar faktisch richtig, entpuppt sich aber bei näherem Hinsehen als Mogelpackung. Während die erste Scheibe den Film samt Audiokommentar und Trailer enthält, befindet sich auf der zweiten DVD ein 28-minütiges Making-Of. Es ist verständlich, dass Fox hier aufgrund der Überlänge des Films eine weitere Scheibe zugunsten der bestmöglichen Qualität des Hauptfilms produziert hat. Aber: diese zweite DVD dann auf der Verpackung vollmundig zu bewerben, ist fast schon fies. Außer des Making-Of, das zu allem Überfluss noch komplett in Englisch und mit deutschen Untertiteln vorliegt, hat die zweite DVD nichts zu bieten. Als echtes Highlight darf letztendlich der Kommentar von Mel Gibson angeführt werden, der zwar nicht viel erzählt, in seinen Kommentaren jedoch unheimlich viel über die Kunst des Filmemachens verrät. Sprich: wenn (die Betonung liegt auf wenn) Herr Gibson sich mal zu einer Aussage genötigt sieht, tut er dies mit viel Sachverstand und Umsicht. Mehr gibt´s leider nicht - also keine Bios, keine Fotos, keine weiteren Extras.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

*Schluck* Fox spendiert diesem Titel generös ein Standbild als Menü. Dieses sieht zwar hübsch aus, ist aber *hüstel* irgendwie *räusper* nicht wirklich... nunja, spannend oder was auch immer. Persönlicher Kommentar: Wer auch immer "Braveheart" dieses Menü beschert hat, gehört gevierteilt, gerädert, mit Daumenschrauben gepiesackt und mit einem Federkiel so lange an der Fußsohle gekitzelt, bis er freiwillig und auf seine Kosten eine neue Pressung anfertigt!

     
 
Wertung:
  (mangelhaft)
     
Bildtest:

Das Bild liegt mit einem anamorphen Transfer im Format 2.35:1 vor. Leider fallen schon zu Begin des Films stärkere Verschmutzungen auf, weiße und schwarze Punkte deuten darauf hin, dass sowohl Negativ als auch Kopie davon betroffen sind. Weiterer Kritikpunkt ist sicherlich die Bildschärfe, die manchmal wunderprächtig aussieht, manchmal aber auch schon etwas abrutscht und das Bild leicht milchig aussehen lässt. Hier hätten wir ehrlich gesagt, eindeutig mehr erwartet – gerade, weil es Szenen gibt, in denen man das Gefühl hat, einen qualitativ anderen Titel zu sehen. Auf der anderen Seite präsentieren sich die Farben von ihrer besten Seite, was besonders in der Szene am Ende der großen Schlacht auffällt, wo das Schwert vor blauem Himmel zu sehen ist. Kompressionstechnisch darf man bei "Braveheart" nicht meckern – nur selten fällt eine leichte Artefaktbildung auf. Ansatzweise darf man auch dezente Hinweise auf einen Rauschfilter nicht ignorieren. Wie verfährt man mit einem Kandidaten, der sich selbst nicht entscheiden kann? Auf der einen Seite weiß "Braveheart" zu gefallen, andererseits gibt es genug Szenen, die wirklichen Fans die Tränen in die Augen treiben. Diese Qualitätsschwankungen hat ein Film wie "Braveheart" eigentlich nicht verdient.

     
Wertung:
   (befriedigend - gut)
   
Tontest:

"Braveheart" bringt seinen schottischen Originalton und eine deutsche Synchronisation mit. Inhaltlich ist eigentlich nur die Originalfassung zu empfehlen, zu schön ist der Versuch von Mel Gibson und Co. sich an die Mundart der Highlander anzupassen. Aber auch die eigentliche Mischung klingt im Original besser, als in der deutschen Fälschung. So fällt u.a. in Kapitel 3 bei ca. 2 Minuten auf, daß in der deutschen Fassung das Innere der Burg eher nach geräumigem Wohnzimmer klingt. Im englischen Originalton ist hier einwandfrei der entsprechende Raum zu hören, so daß man sich fragt, was hier bei der deutschen Synchro schiefgelaufen ist. Doch beide Spuren sind nicht ohne Makel. Während die englische Tonspur im Center eher dumpf wirkt, ist die deutsche Fassung fast schon harmlos, alle Stimmen klingen aus dem Center, als stünde dort ein drei-Mark-fünfzig-Lautsprecher vom Flohmarkt. So wirken alle Dialoge reichlich spitz und hohl - schade. Aber auch die Surround-Kulisse während der Kämpfe überzeugt nicht so richtig. Lediglich einige, offensichtlich von Hand eingefahrene Effekte, verteilen sich im hinteren Raumbereich. Gerade bei Szene ohne viel Action treten hier Vogelstimmen u.ä. auf, die die Situationen schön unterstreichen. In Kampfsituationen herrscht hier unverständliche Ebbe. Gerade im Vergleich zu "Der Patriot" hat "Braveheart" hier eindeutig das Nachsehen – schade.

   
 
Wertung:
  (befriedigend)
       
Gesamtwertung:

Fox veröffentlicht mit "Braveheart" eine der, gemessen am eigenen Standard, schlechtesten DVDs der letzten Monate. Zwar ist "Braveheart" ein wirklicher Top-Titel, um aber in den Olymp der Top-DVDs einzugehen, fehlt es einfach an allen Ecken und Enden an Konsequenz. Gibsons Kommentar klingt, obwohl interessant, eher lieblos, das Bild rangiert im Mittelfeld und der Ton enttäuscht gänzlich. Das die zweite DVD dann ganze 28 Minuten Zusatzmaterial in Form eines einsamen Making-Of enthält, setzt dem ganzen dann noch die Krone auf. Auch wenn hier eine Portion persönlicher Enttäuschung mitschwingt: spätestens seit Gladiator wissen wir, wie DVDs aussehen können. "Breaveheart" bleibt dabei außen vor.

       
 
Wertung:
  (ausreichend - befriedigend)
  

 
 
Filmkritiken der Leser:
 
Durchschnittliche Leserwertung:
Zahl der Filmkritiken: 7
 
 

 
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