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Lord Of War

2-Disc Special Edition

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 27.02.2006
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 17.01.2006
   
Deutscher Titel: Lord Of War - Händler des Todes
Originaltitel: Lord Of War
Land / Jahr: USA 2005
Genre: Drama/ Thriller/ Action
   
Regie:  Andrew Niccol
Darsteller:  Nicolas Cage , Jared Leto , Bridget Moynahan , Ian Holm , Ethan Hawke , Donald Sutherland , Shake Tukhmanyan , Jean-Pierre Nshanian , Jared Burke , Eric Uys , David Shumbris , Stewart Morgan , Jasper Lenz , Kobus Marx , Stephan De Abreu , Jeremy Crutchley , Tanya Finch , Lize Jooste , Yaseen Abdullah , David Harman
       
Bildformat: 1,78:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Englisch (DTS 6.1 ES (discrete)), Englisch (Dolby Digital 5.1 EX), Kommentar (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Englisch, Spanisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 28
Laufzeit: 121 Minuten
TV Norm: NTSC
FSK: keine FSK Freigabe, sondern R
Regional Code: Code 1
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Lions Gate Home Entertainment
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Yuri, ein ukrainischer Einwanderer in den USA, beschließt eines Tages, sich nicht länger mit einem Immigrantenschicksal abzufinden, sondern nach dem großen Geld zu streben. Doch was soll man machen, wenn man nichts gelernt hat und keine besonderen Fähigkeiten besitzt? Das einzige, an das Yuri denken kann, ist Waffenhandel.

Über die Jahre baut Yuri gemeinsam mit seinem Bruder einen florierenden, verbotenen Waffenhandel auf. Beliefert wird, wer zahlen kann - ob afrikanische Diktatoren, Drogenbosse oder sonstige Gangster. Doch bald muss Yuri auch die Schattenseiten eines solchen Lebens kennen lernen.

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

- Audiokommentar des Regisseurs
- Making Of: Das Making Of dauert runde 20 Minuten und gehört mit Sicherheit zur interessanteren Sorte. Cast & Crew geben dabei einen interessanten Einblick in die Dreharbeiten und berichten auch von Erfahrungen mit echten Waffenhändlern, von denen die Filmcrew diverse Waffen oder sonstige Utensilien anmieten musste.
- Making A Killing: Diese 15-minütige Kurzdoku gibt Vertretern von Organisationen wie Human Rights Watch oder Amnesty International die Möglichkeit, ihre Sicht der Dinge an den wahrscheinlich in diesen Fragen recht unbedarften DVD-Käufer zu tragen. Anhand der Schilderungen kann man auch erkennen, wieviele Elemente des Filmes an realen Begebenheiten angelehnt sind.
- Deleted Scenes: Die sieben nicht verwendeteten Szenen liegen im Format 2,40:1 Letterbox vor.
- Weapons Of The Trade: Hier werden die verschiedenen im Film verwendeten Waffen vorgestellt.
- Trailershow zum Lions Gate-Programm

- Message from Nicolas Cage: Als Hidden Feature findet man auf DVD 1 eine kurze Botschaft von Nicolas Cage, der zur Unterstützung von Amnesty International auffordert und noch einmal auf die Gefahren für die Zivilbevölkerung im Zusammenhang mit dem Waffenhandel hinweist.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend - gut)
     
Gestaltung:

Die Menüs von "Lord Of War" sind ein Zeugnis von durchdachter Menügestaltung. Das Hauptmenü, die Übergänge zwischen den Menüs und die Kapitelanwahl wurden animiert und mit Ton unterlegt. Lediglich die Sprachwahl liegt nur mit Standbildern vor. Die Animation wird dabei sehr sinnhaft eingesetzt - das Menü besteht aus einem weißen Hintergrund, auf dem eine Weltkarte in dezentem Grau zu sehen ist. Am unteren Bildrand findet man die Auswahl-Knöpfe des Menüs. Über der Weltkarte spielt sich dann die Animation ab - eine 3D-Version einer AK 47 ist zu sehen, dazu laufen Werbesprüche wie auf einer Waffenshow über den Bildschirm und Nicolas Cages Stimme preist die Vorzüge der AK 47 an.

Das Menü der Bonus-DVD besteht ebenfalls aus einer Weltkarte, wobei die verschiedenen Menüpunkte jeweils eine Stadt auf der Weltkarte darstellen. Nicht erwähnt werden muss wohl die anamorphe Abtastung.

     
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
     
Bildtest:

Während der Film im Kino weltweit - also im Moment auch in Deutschland - im Format 2,35:1 lief oder noch immer läuft, erscheint die US-DVD nur im Format 1,78:1. Ein US-DVD-Magazin hat bei Lions Gate nachgefragt und als Antwort erhalten, dass die Produktionsfirma des Filmes das Format aus freien Stücken gewählt hätte. Die genaueren Hintergründe für diese Entscheidung bleiben unbekannt. In Internet-Foren hat diese Tatsache zu teilweise heftigen Diskussionen geführt.

Auch wenn es zweifellos so scheint, als wäre 2,35:1 das Originalformat, kommen wir dennoch nicht umhin, auf die Bildkomposition hinzuweisen, die bei dieser 1,78:1-Version teilweise perfekt orchestriert wirkt. Man vermisst hier absolut nichts an den Seiten und das Bild wirkt sehr schön ausgestaltet - am Ende muss jeder selbst entscheiden, ob er mit diesem Bildformat leben kann. Wie es scheint, dürfte der Film nunmehr weltweit in 1,78:1 auf DVD herauskommen. Die einzige bislang angekündigte DVD im Format 2,35:1 ist die britische, wobei sich diese Details wie bei der asiatischen DVD wohl noch in letzter Minute ändern könnten.

Die Bildqualität selbst ist leider nicht ganz perfekt. Die Bildschärfe ist zwar stellenweise recht gut, fällt insgesamt betrachtet aber doch ein wenig zu weich aus. Scheinbar gibt es auch in den USA den Trend, in diesen Fällen digital nachzuschärfen, sodass wir die Folgen in Form von Edge Enhancement bemängeln müssen.

Die Farben wurden relativ stark gefiltert und tendieren überwiegend in grüne oder sonstige dunkle Töne. Immer wieder gibt es zwar recht natürlich wirkende Szenen, insgesamt geht der Look aber eindeutig in Richtung Grün und vielleicht sogar in Richtung duster, was ja auch dem Thema des Filmes entsprechen würde.

Der Kontrast neigt leicht zum Überstrahlen und präsentiert ein überwiegend dunkles Bild, was sich vor allem bei den Szenen in der Ukraine bemerkbar macht. Stellenweise fällt es dadurch ein wenig schwer in Nachtszenen wirklich alle Details wahrzunehmen.

Im Bild ist außerdem konstant ein gewisses Grießeln festzustellen. Dieses ist den ganzen Film über präsent, stört aber um Glück nicht wirklich.

     
Wertung:
   (befriedigend - gut)
   
Tontest:

Lions Gate Home Video mutiert erfreulicherweise zu einem der Vorreiter in Sachen EX- bzw. ES-Ton. Viele Neuheiten werden teilweise extra für die DVD-Veröffentlichung neu gemischt, um 6.1-Ton für die Käufer bereit zu stellen. Dabei wird immer sehr sorgfältig gearbeitet, sodass wir es nicht etwa mit einem aufgeblasenen 5.1-Track zu tun haben, sondern mit einer "echten" 5.1 EX bzw. DTS 6.1 Spur.

"Lord Of War" kommt ebenfalls in den Genuss dieser Behandlung und das Ergebnis hat sich gelohnt. Der Ton gehört sicher zu den besten der letzten Zeit. Der zusätzliche hintere Center-Kanal wird dabei stetig in die Klangkulisse eingebunden und verbreitert das Klangbild hörbar. Bereits in der Anfangssequenz wird von EX ausreichend Nutzen gemacht. Im weiteren Verlauf des Filmes erfreut der Ton den Zuseher mit zahlreichen Surroundeffekten und wirklich schön platzierten Hintergrundgeräuschen sowie der Musik.

Der Basskanal gibt ordentlich Druck dazu und der insgesamt sehr dynamische Ton bietet eine alles in allem sehr gute Tonkulisse. Die Abmischung kommt sehr homogen daher und bindet auch die Stimmen angenehm ein.

   
 
Wertung:
  (sehr gut)
       
Gesamtwertung:

Bis auf die weitgehend offene Frage, was mit dem Bildformat geschehen ist, liefert Lions Gate eine sehr ansprechende DVD. Ob die DVD aus Willkür von 2,35:1 auf 1,78:1 geändert worden ist oder ob gar der Regisseur diese Änderung wollte, ist nicht bekannt. Mit der Bildkomposition dieser 1,78:1-Version kann man aber auf jeden Fall leben. Und wie es aussieht, wird auch in der restlichen DVD-Welt das Format so ausgestaltet sein.

Das Bonusmaterial dürfte zwar durchaus reichhaltiger sein, das Gebotene ist jedoch äußerst interessant und geht auch auf die Hintergründe hinter dem Film und seiner Entstehung ein. Schlussendlich stimmt auch die Gesamtpräsentation des 2-DVD-Sets, denn als Verpackung wurde eine Mischform aus Digipak und Slim Case mit Pappschuber gewählt.

       
 
Wertung:
  (gut)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Stefan Paulmayer
 

 

"Lord Of War" ist auf den ersten Blick nicht leicht zu durchschauen. Über weite Strecken erweckt der Film den Eindruck eines coolen (Action-)Thrillers - wenn man jedoch genauer hinsieht, erkennt man die Botschaft, die hinter der coolen Fassade transportiert wird. Da Nicolas Cage stets den schlitzohrigen, aber sympathischen Waffenhändler gibt, könnte man fast glauben, der Film wolle sein Handeln glorifizieren. Immerhin schafft er es auf mieseste Art und Weise zu Erfolg und Wohlstand zu kommen. Dennoch zeigt der Film viele Probleme auf und teilweise in unangenehmen Bildern die Folgen, die der Handel mit (Faustfeuer-)Waffen mit sich bringt. Da gibt es Kinder mit verstümmelten Armen, Massaker an wehrlosen Frauen und Kindern, Kindersoldaten - der Film ist stellenweise wahrlich keine leichte Kost.

Die Themen, die der Film anschlägt sind mannigfaltig: der Ausverkauf des Waffenarsenals der ehemaligen UdSSR, Blutdiamanten, AIDS, afrikanische Diktatoren, Drogenhandel und -missbrauch und Korruption in den so genannten "Westmächten". Wie man im Bonusmaterial sieht, beruhen viele Aspekte auf tatsächlichen Begebenheiten.

Am Ende spinnt der Film den Spagat zwischen der Darstellung von Yuri als coolem Gangster und der gleichzeitigen Zeichnung eines zutiefst verstörten, vielleicht gar gebrochenen, Charakters recht gut. Am Ende steht Yuri nämlich ganz alleine dar - verlassen von allen, die ihm etwas bedeuteten. Was ihm bleibt, ist die einzige Sache, in der er gut ist...

Am Ende kann man wohl von einem kleinen Meisterwerk sprechen. Dazu trägt auch das Ende bei, das von schonungsloser Wahrheit nur so strotzt - ja, so läuft es in der wirklichen Welt.

 

Wertung:

(sehr gut)

 
 
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