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Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 02.05.2005
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 29.04.2005
   
Deutscher Titel: Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt
Originaltitel: Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt
Land / Jahr: D 1972
Genre: Kinderfilm
   
Regie:  Armin Maiwald
Darsteller:  Harry J. Bong , Hildegard Drescher , Karl-Heinz Drescher , Erika Fischer , Rudolf Fischer , Barbara Gallauner , Werner J. Heyking , Ingrid Höfer , Margot Leonard , Ulrike Luderer , Albrecht Roser , Detlef Stocker
       
Bildformat: 4:3 Vollbild
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 2.0 mono)
Untertitel: keine
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: Einleger mit Episodeninfos
Verpackung: Amaray Clone (transparent, mit doppeltem DVD Einleger)
Kapitel: je 2
Laufzeit: ca. 242 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: ohne Altersbeschränkung
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Studio Hamburg
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Tobbi, alias Tobias Findteiesen, geht in die dritte Volksschulklasse. Robbi, ROB 344-66/IIIa, geht in die dritte Roboterklasse. Eines Nachts taucht der kleine Roboter bei dem jungen Erfinder auf und erzählt ihm, dass seine größte Erfindung, das Fliewatüüt, bereits von ihm gebaut wurde. Als Tobbi dann noch erfährt, dass sich der wasserscheue Roboter auf ein Abenteuer begibt um die drei Rätsel seiner Prüfung zu lösen, gibt es für den Erfinder kein Halten mehr: Er begleitet Robbi auf seiner Reise zum gelb-schwarz geringelten Leuchtturm, zum Nordpol und zur dreieckigen Burg...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Die Extras zu diesem, und hier darf man das Wort wirklich guten Gewissens verwenden, Kult-Klassiker, sind sehr übersichtlich ausgefallen. Denn außer dem am 14.09.1972 gesendeten Sonder-Beitrag über die Entstehung der Serie mit einer Laufzeit von rund 20 Minuten gibt es keine Extras. Lediglich das Booklet verliert ein paar Zeilen über den Autor, doch weitere Informationen oder gar ein Interview mit Regisseur und Maus-Macher Armin Maiwald gibt es nicht. Selbst eine Foto-Galerie gibt es nicht und das, obwohl, wie das Booklet zur CD mit dem Soundtrack zeigt, durchaus noch weiteres Bildmaterial in den Archiven schlummert. Dort schlummert es nun wohl auch, vor einer drohenden Veröffentlichung beschützt, noch weiter vor sich hin.
An dieser Stelle soll noch der "Alles abspielen" Modus erwähnt werden, mit dem sich alle Episoden der jeweiligen Disc starten lassen. Hierbei überspringt die DVD dank der eingesetzten Scriptsprache bei weiteren Folgen Vor- und Abspann, inklusive der Zusammenfassung am Anfang jeder Folge, so dass man diese nicht jedes Mal schauen muss. Leider hat sich bei Studio Hamburg aber niemand die Mühe gemacht, die Folgen im Vorfeld einmal zu sichten. Sonst wäre den Herrschaften der Exekutive der Fernseh Allianz sicherlich aufgefallen, dass am Anfang einer Folge zusätzlich Teile der letzten Folge wiederholt werden, so dass man sich z.B. bei Folge elf locker fünf Minuten Wiederholung anschauen muss. Somit ist dieser "Play All"-Modus leider völlig unbrauchbar...

   
 
Wertung:  
     (mangelhaft - ausreichend)
     
Gestaltung:

Das Menü überzeugt nicht gerade durch eine professionelle Umsetzung. Nach deer Einblendung einer Texttafel mit Warnhinweisen (die im übrigen so lange steht, dass selbst jedes I-Dötzchen am Ende gelangweilt warten muss), folgt das Menü, in das die Schriften eingefahren werden. Auch hier nimmt man offenbar Rücksicht auf ein imaginäres Publikum, dessen Reaktionsgeschwindigkeit unermesslich langsam sein muss. Immerhin kann man diese beiden Teile durch Druck auf das Titelmenü überspringen.
Das eigentliche Menü ist animiert, mit Musik unterlegt und bietet neben einer rein statischen Episodenauswahl noch die Möglichkeit über "Alles abspielen" alle Episoden der jeweiligen Disc zu starten.
Übrigens: Warum auch der Schriftzug auf dem Cover an "Ali Baba" oder andere Märchen aus dem Orient erinnert, weiß wohl nur der Grafiker...

     
 
Wertung:
  (ausreichend - befriedigend)
     
Bildtest:

Als der WDR 1969 mit der Produktion von "Robbi, Tobbi und fas Fliewatüüt" begann, standen Video- und Tricktechnik noch in den Kinderschuhen. Immerhin luden die klobigen und anfälligen 2- bzw. 1-Zoll Geräte, bei denen das dicke Videoband noch ähnlich einem Tonband auf Spulen aufgelegt wurde, nicht gerade zu Experimenten ein. Dazu kam, dass es keine Schnittautomation gab, nur als Compositesignal (mit aus heutiger Sicht grauenhafter Qualität) aufgezeichnet werden konnte und auch die Bildmischer nicht gerade komfortabel zu bedienen waren. Trotzdem setzte man beim WDR auf die revolutionäre Bluescreen- bzw. Greenscreen-Technik, obwohl klar war, dass die knallharten Schaltvorgänge ausfransende Kanten verursachen und starke Probleme mit Rauch und Glas haben würden. Der Rest ist Geschichte, und die Serie heute ein Klassiker.
Doch was einst revolutionär war, ist heute definitiv veraltet - und Videobänder lassen sich nur ungern lange lagern. So waren wir sehr gespannt, ob, wie und wenn, dann wie gut, Studio Hamburg die Videoaufnahmen aus dem Jahr 1972 restauriert haben würde. Doch die Hoffnung war unbegründet und so haben Robbi, Tobbi und das fliegende, fahrende und schwimmende Vehikel ihren Weg ohne Überarbeitung auf DVD gefunden. Dabei zeigt bereits der Vorspann, welche Grenzen die damalige Technik per se hatte und es verwundert, dass sich die Macher dennoch für die alles andere als videosichere Farbe Cyan für den Titel entschieden.
Übersprechen zwischen den Farben, Farbverfälschungen und satte Drop Outs sind leider immer wieder zu sehen und zeigen ganz klar, wie sich Fernsehen im Laufe der letzten dreißig Jahre verändert hat. Doch man darf die Fehler der Technik von damals nicht einer heute veröffentlichen DVD anlasten. Es ist jedoch schade, dass man bei Studio Hamburg nicht zumindest die allergröbsten Spratzer beseitigt hat. Doch anstatt vor der Veröffentlichung noch ein paar Stunden Handretusche zu investieren (wie es im übrigen bei jeder Filmveröffentlichung Gang und Gäbe ist), hat sich Studio Hamburg lieber einen eindeutigen Warnhinweis für die Rückseite der Verpackung ausgedacht, in dem ausdrücklich "Gewährleistungsansprüche" ausgeschlossen werden.
Fans offenbart die DVD eindeutig die Limitierung durch die damalige Technik, DVD-Fehler wie eine mangelhafte Kompression o.ä. kann man der DVD definitiv nicht nachsagen.

     
Wertung:
   (mangelhaft)
   
Tontest:

Ton konnte man gegen Ende der 60er schon recht gut aufzeichnen, dennoch gibt es auch hier Einschränkungen, die man in Kauf nehmen muss. So klingt der Mix eindeutig mittenlastig, hohe Frequenzanteile fehlen und Ingfried Hoffmanns Musik klingt eindeutig belegt - ein Manko, das im Übrigen der schön überarbeitete Soundtrack von Diggler Records (inklusive eines Remixes von Frank Popp) nicht aufweist. Der Bassbereich ist ein wenig zu präsent, liegt aber noch im Rahmen.
Für die DVD wurde bei der Produktion offenbar nur, teilweise möglicherweise zu stark, entrauscht, weshalb das typische Bandrauschen fehlt, die Sprachverständlichkeit aber Federn lassen muss. Ob und in wie weit diese Entrauschung für die DVD durchgeführt wurde, oder ob gar im Zuge der weiteren Archivierung des Materials irgendwann einmal schon Höhen entfernt wurden, lässt sich an dieser Stelle schwer sagen.
Faktisch sind wir von der Tonspur nicht enttäuscht, monieren aber wohl die angesprochene teilweise schlechte Sprachverständlichkeit.
Wie üblich enthalten wir uns bei mono einer Wertung.

   
 
Wertung: -
  (keine Wertung)
       
Gesamtwertung:

Lange hat es gedauert, bis sich die Fernseh Allianz endlich dazu hat durchringen können, diese von vielen Zuschauern schon sehnsüchtig erwartete Serie auf DVD zu veröffentlichen. Nachdem lange Zeit nicht klar war, ob überhaupt eine Veröffentlichung möglich wäre, schockte der Anbieter dann vor wenigen Monaten die Fanbasis mit der Ansage, dass nun noch nicht klar sei, welche Fassung man veröffentlichen werde - die gekürzte, oder doch die ungeschnittene Fassung. Eine Frage, der Zuschauer wohl nur mit Kopfschütteln begenen können, und so sah sich Studio Hamburg dann auch mit einer Flut von Zuschriften konfrontiert. Es dauerte nicht lange, bis sich die Macher ergaben und, mit der Bitte, man möge doch nicht noch mehr Briefe schreiben, die lange Fassung ankündigten. Somit enthält das Disc-Set die lange Fassung der Serie aus elf Episoden von je ca. 22 Minuten Laufzeit und nicht die kurze Fassung, die seinerzeit auf Video veröffentlicht wurde.

Studio Hamburg hat die Serie wie von uns erwartet auf DVD umgesetzt. So entspricht die technische Seite einer unbearbeiteten Archivauswertung mit allen Fehlern, die der Zahn der Zeit dem Material hat angedeihen lassen. Bei Folge sieben fehlt sogar der letzte Teil des Abspanns. Wie schon bei vorigen Veröffentlichungen erfüllt Studio Hamburg die Pflicht, scheitert jedoch, aus der Sicht der Zuschauer, an der Kür.
Jüngere Zuschauer erhalten dennoch nun erstmals die Möglichkeit, über die vertrackten Abenteuer aus der Feder von Boy Lornsen zu staunen. Ganz so wie ihre Mütter und Väter, die am 9. September 1972 die Weltpremiere erleben durften...

       
 
Wertung:
  (mangelhaft - ausreichend)
  

 
 
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