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Harry Potter und die Kammer des Schreckens

Ungeschnittene Fassung

  

Getestet von Stefan Paulmayer, Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Anmerkung: Bei dieser DVD handelt es sich um die schweizer Fassung, die nicht auf dem deutschen Markt verkauft werden darf.
Review Datum: 14.04.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 11.04.2003
   
Deutscher Titel: Harry Potter und die Kammer des Schreckens
Originaltitel: Harry Potter and the Chamber of Secrets
Land / Jahr: USA 2002
Genre: Fantasy
   
Regie:  Chris Columbus
Darsteller:  Daniel Radcliffe , Rupert Grint , Emma Watson , John Cleese , Richard Harris , Maggie Smith , Alan Rickman , Ian Hart
       
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1 EX), Englisch (Dolby Digital 5.1 EX)
Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch, Holländisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: nein
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 37
Laufzeit: 155 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Warner Brothers Home Video
     
Testequipment: unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Harry Potter könnte sich schönere Sommerferien vorstellen: Einerseits erträgt er nur schwer den herrischen Ton im Haus von Tante Petunia und Onkel Vernon Dursley, denen seine Zauberkunst nicht geheuer ist, andererseits haben ihn seine besten Freunde Ron Weasley und Hermine Granger offenbar vergessen, denn sie beantworten keinen seiner Briefe. Plötzlich taucht der geheimnisvolle Haus-Elf Dobby in Harrys Schlafzimmer auf und warnt ihn: Falls Harry nach Hogwarts zurückkehrt, schwebt er in großer Gefahr.

Dobby will den jungen Gryffindor unbedingt davon abhalten, weiter auf die Schule für Hexerei und Zauberei zu gehen – deswegen hat er dafür gesorgt, dass Rons und Hermines Briefe nicht ankommen. Doch was der boshafte Elf auch anstellt – Harry lässt sich nicht beirren. Und dann taucht Ron mit seinen Brüdern auf: Mit einem fliegenden Auto retten sie Harry aus den Klauen der langweiligen Dursleys. Im Haus der Weasleys wird Harry dagegen mit offenen Armen empfangen.

Merkwürdige Umstände verhindern, dass Harry und Ron auf dem Bahnsteig 9 3/4 den Hogwarts-Express besteigen. Um den Schulbeginn nicht zu versäumen, müssen die beiden also zu radikalen Mitteln greifen. Als sie mit dem fliegenden Ford Anglia in der verzauberten Peitschenden Weide von Hogwarts eine Bruchlandung machen, ist Professor Snape empört – er fordert, dass sie die Schule verlassen sollen.

Mittlerweile sind Harrys Heldentaten aus dem ersten Schuljahr Tagesgespräch in Hogwarts – ganz ungewollt steht er plötzlich im Mittelpunkt einer wachsenden Fangemeinde, zu der Rons kleine Schwester Ginny sowie der Schulanfänger und Möchtegern-Fotograf Colin Creevey zählen. In sehr unangenehmer Weise mischt sich auch Gilderoy Lockhart ein; er ist der neue Professor für die Abwehr der dunklen Künste. Der eitle und eingebildete Lockhart versucht auf schleimige Art, mit Harry Freundschaft zu schließen und sich im Licht des jungen Hogwarts-Helden zu sonnen, doch Harry will davon nichts wissen. Auch Lockhart hat keine Erklärung dafür, welch unfassbarer und unheimlicher Schrecken von der Schule Besitz ergreift.

Alle Augen richten sich erwartungsvoll auf Harry, und seine so genannten Freunde zweifeln langsam an seinen Fähigkeiten. Nur Ron, Hermine und die zarte kleine Ginny halten zu ihm, wobei Ginny sich inzwischen mit ihrem geheimnisvollen neuen Tagebuch beschäftigt.
Natürlich enttäuscht Harry seine Freunde nicht – mit oder ohne die Unterstützung von Gilderoy Lockhart wird er der finsteren Macht gegenüber treten, die seine geliebte Schule bedroht.

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Die Extraausstattung ist auch beim zweiten Teil noch reichlich dürftig, zumindest hat man bei Warner aber die Kritik an der Bonus-DVD des ersten Teils ernst genommen und es hier unterlassen, wesentliche Teile des Bonusmaterials erst nach "lustigen Spielen" freizugeben.

DVD 1 hält als Zusatzausstattung neben einer Übersicht über Cast & Crew nur einen Trailer parat, der noch einmal kurz Teil eins zusammenfasst. Dazu gibt es den original Kinotrailer, der auf der deutschen DVD nicht über das Menü anwählbar ist. Das eigentliche Bonusmaterial befindet sich - wie nicht anders zu erwarten war - auf DVD 2.

Zusätzliche Szenen: hier bekommt man 19 gelöschte und erweiterte Szenen geboten. Sämtliche Szenen werden in anamorphem 2,35:1 Widescreen und mit 2.0-Ton präsentiert. Einige der Szenen wurden wohl aus gutem Grund weggelassen - schon die Gesamtlaufzeit der 19 Szenen von 17 Minuten zeigt, dass man hier keine tiefschürfenden neuen Erlebnisse erwarten darf.
Lockharts Klassenzimmer: Kinder werden hieran sicher ihre Freude haben - uns reißen eine Bildergalerie, eine Übersicht über Lockharts Auszeichnungen und eine ironisch gemeinte Lobpreisung desselben jedoch nicht vom Hocker.
Besondere Auszeichnung: kurze Vorschau auf den DVD-Rom-Bereich
Hinter Hogwarts: Diese Rubrik dürfte für die meisten Käufer dieser DVD wohl die einzig interessante sein - gibt es hier doch neben den gelöschten Szenen die einzig brauchbaren Videoextras.
- Das 16-minütige Interview mit J.K. Rowling und Steve Kloves fällt recht informativ aus.
- Dumbledores Büro: in einer knapp 17-minütigen Featurette wird die Arbeit der Bühnenbildner bei der Erstellung von Albus Dumbledores Büro erklärt. Vielleicht bin ich nur zu negativ eingestellt, aber die quickende weibliche OFF-Stimme wird mit der Zeit nervend. Außerdem kann man noch eine Führung durch Dumbledores Büro unternehmen.
- Interviews mit Schülern, Professoren und anderen: Sammlung kurzer Interviews mit dem Cast, die immer wieder durch Filmausschnitte aufgelockert und angereichert werden.
- Bildergalerie mit Produktionsskizzen
Aktivitäten: Hier findet man einige eher auf Kinder ausgerichtete Spiele
- Die Kammer
- Der verbotene Wald
- Colins Dunkelkammer
- Führung durch die Winkelgasse
Zauberspruch-Wissen: auch hierbei handelt es sich um ein Spiel. Man muss Zaubersprüchen ihre Auswirkungen zuordnen.
Spiele-Vorschau: wie der Name schon besagt, kann man sich hier kurze Clips verschiedener Computer- und Konsolenspiele ansehen.

DVD-ROM: Wie bei Teil eins kann man sich durch den DVD-Rom-Bereich über Mikrofon per Sprachsteuerung navigieren. Der DVD-Rom-Bereich bietet neben einigen Games noch eine Hogwarts-Chronologie und Weblinks.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend)
     
Gestaltung:

Die Menügestaltung des zweiten Harry Potter-Teiles orientiert sich an der von Teil eins. Eine stimmige, aber recht lange, Einleitung führt uns in das animierte Hauptmenü, das dann den Zugang zu den (leider nicht mehr animierten) Untermenüs ermöglicht. Und hier liegt dann auch die Schwachstelle dieses Menüs – die Untermenüs sehen nämlich reichlich billig aus, was den Gesamteindruck über das Menü sicher nicht positiv beeinflusst.

Das Menü der Bonus-DVD ist schon aufgrund der vielen interaktiven Elemente fast durchgehend animiert, sodass sich trotzdem ein "Gut" ausgeht. Jedoch nervt einen die ständig gegenwärtige Stimme aus dem Off mit ihren "hilfreichen" Erklärungen doch sehr.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Nicht überraschend präsentiert sich "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" im gleichen Look wie der Vorgänger. Jedoch wirkt die Bildqualität alles in allem etwas besser. So ist das Bild einen Tick schärfer, wirkt jedoch immer noch ein wenig zu weich. Auch wirken Details wie Gesichter oder Wände im Hintergrund nicht strukturiert genug. So kann man die Schärfe leider nur als gut bezeichnen.
Auch der Kontrast kann besser gefallen als bei Teil eins, ist jedoch noch weit von "Sehr gut" entfernt. Hin und wieder wirken Nachtszenen etwas milchig und große, helle Flächen neigen immer noch zur leichten Überstrahlung. Nicht ganz geglückt ist - wie schon bei "Harry Potter und der Stein der Weisen" - der stellenweise doch eher ins Graue denn zu deckendem Schwarz tendierende Schwarzwert.
Wieder schön gelungen ist die kräftige Farbwiedergabe, die meistens in warmen Farbtönen gehalten ist.
Die Rauschfreiheit des Transfers führt letztendlich dazu, dass das Bild einen noch positiven Eindruck hinterlässt.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Wie schon "Harry Potter und der Stein der Weisen" offeriert auch die zweite Verfilmung von J.K. Rowlings Harry Potter-Saga einen insgesamt eher zurückhaltenden Soundtrack.
Die Surroundkanäle werden relativ wenig ausgenutzt und des Öfteren wirkt der Ton doch eher auf den Frontbereich konzentriert.
Dennoch kann der Dolby Digital 5.1 EX-Track aber mit einigen gut platzierten Surroundeffekten gefallen. Als Bespiele seien hier zum Beispiel das Harry-Ron-Auto-Abenteuer oder das Quidditch-Spiel genannt. Ansonsten dienen die hinteren Kanäle eher der Ausbreitung der Filmmusik im Raum und der Darstellung von Umgebungsgeräuschen.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

Wüsste man es nicht besser, so würde man vermuten, dass es sich bei der vorliegenden Scheibe um die deutsche Fassung handelt. Die Extras sind komplett identisch und auch bei der Verpackung lässt sich auf den ersten Blick kein Unterschied ausmachen.

Allerdings nur auf den ersten Blick. Schaut man auf die Rückseite der DVD, so stellt man fest, dass dort der sonst übliche FSK-Aufkleber fehlt. Würde dort ein FSK-Aufkleber bappen, so müsste er allerdings, anders als bei der deutschen Auflage, in grün und mit dem Aufdruck "Freigegeben ab 12 Jahren" versehen sein. Denn in dieser identischen Verpackung steckt die ungeschnittene Originalversion von "Harry Potter und die Kammer des Schreckens", die man somit schon fast "Harry Potter und die Kammer des Todes" nennen könnte. Zumindest scheint das die Auffassung in einem Gebäude in Hamburg zu sein, in dem sich die deutsche Abteilung der warnerschen Brüder niedergelassen hat. Dort wurde nämlich entschieden, dass man diese Fassung den zarten Herzchen deutscher Bürger nicht zumuten darf bzw. möchte.

Der fehlende FSK-Aufkleber (Ihr merkt schon, der hat es in sich!) führt dann auch gleich zu einer ganzen Reihe von rechtlichen Konsequenzen. Da wäre z.B. der Versandhandel, der in Deutschland schon allein deshalb nicht erlaubt ist, weil eben der Aufkleber der FSK fehlt. Damit wird aus "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" wiederum fast "Harry Potter im Gemetzelkeller des Teufels" - zumindest was geltendes deutsches Recht angeht. Nach dem Spiel ist ja bekanntlich vor dem Spiel (oder auch andersrum) und ohne FSK ist fast schon mit FSK und demnach FSK18. Denn alles, was keine FSK-Kennzeichnung auf Verpackung und Datenträger vorweisen kann, gilt automatisch als ungeprüft. Und so kommt es auch, dass wir nun "Harry Potter und die Kammer der Geheimnisse" (was die korrekte Übersetzung des Originaltitels gewesen wäre, aber nicht ganz so blutrünstig klingt, wie der vom Verlag erdachte Titel, der dann die FSK6 Fassung zumindest vom Titel her zur FSK12 aufwerten kann) als FSK18 einstufen müssen.

Klingt merkwürdig, ist aber so, denn Warner hat das FSK-Siegel sicherlich mit Absicht weggelassen. Ein legaler Versandhandel in und durch Deutschland wird dadurch nämlich unmöglich. Und so bestätigt dann auch die Packung wortwörtlich, was in den letzten Tagen im Internet für eine ganze Reihe von Diskussionen gesorgt hat. Der Rechteinhaber (damit sind mal wieder die Brüder bzw. ihre Freunde in besagtem Haus in Hamburg gemeint) hat diese DVD nur für den schweizer Markt freigegeben: "Es/Sie darf ohne die vorhergehende Genehmigung von WARNER HOME VIDEO innerhalb des europäischen Wirtschaftsraumes weder exportiert, weitergeleitet, noch durch irgendeinen Handel vertrieben bzw. verteilt werden". Legal ist damit letztlich nur der eigenhändige Kauf in der Schweiz für den privaten Gebrauch. Ob man diese Fassung dann, einfach so, mit nach Deutschland nimmt, bleibt jedem selbst überlassen. Verboten ist dies jedenfalls nicht, es sei denn, man kauft nicht eine DVD, sondern gleich mehrere und strebt damit einen Handel an - denn nur dieser ist letztendlich verboten.

Wie dem auch sei - Warner hat es auch bei Teil zwei geschafft, so einige negative PR zu generieren. War es noch beim ersten Teil der Fehler auf der Bonus-DVD (den Warner selbst salopp als "Fertigungstoleranz" bezeichnete), so ist es nun die Veröffentlichungspolitik an sich, die vielen Fans bitter aufstößt.

Natürlich ist es schön, dass eine Firma wie Warner Verantwortung zeigt und den Jugenschutz ernst nimmt. Genau so sollte Warner aber auch Verantwortung zeigen, und die erwachsenen Fans mit einem Titel beliefern, der der Intention des Regisseurs gerecht wird.

Doch anstatt einfach zwei Fassungen zu veröffentlichen, entschied man sich, zwei Fassungen zu veröffentlichen, eine davon aber exklusiv den netten Menschen aus dem Land der Kräuterbonbons und des guten Käses zugänglich zu machen. Das so ein Verhalten Neid und Unmut erzeugt, ist vorauszusehen.

Letztlich können wir nur feststellen, dass "Harry Potter und die Kammer des Schreckes" in der schweizer Ausgabe die Fassung ist, wie sie zusätzlich auch in Deutschland hätte erscheinen können und sollen. Alle wären zufrieden gewesen, so allerdings kommen sich die deutschen DVDs Fans einfach ein wenig veralbert vor. Und das zu Recht.

       
 
Wertung:
  (gut)
  
 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Christian Bartsch
 

 

Der kleine Harald... so richtig verstanden habe ich den Hype um die Bücher der englischen Autorin nie ganz.

Aber das muss auch nicht sein. "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" ist ein kunterbunter Film, der die Probleme der Erwachsenen mal außen vor läßt und stattdessen eine zauberhafte Scheinwelt erschafft in der nichts unmöglich scheint.

Diese Fasung ist die internationale Version, die keine störenden Schnitte aufweist und somit den Film so zeigt, wie ihn der Regisseur geschaffen hat.

 

Wertung:

(befriedigend - gut)

 
 
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