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Man On Fire

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

 
 


 

DVD-Daten:

Review Datum: 07.03.2005
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 03.03.2005
   
Deutscher Titel: Mann unter Feuer
Originaltitel: Man On Fire
Land / Jahr: USA 2004
Genre: Action
   
Regie:  Tony Scott
Darsteller:  Denzel Washington , Dakota Fanning , Marc Anthony , Radha Mitchell , Christopher Walken , Giancarlo Giannini , Rachel Ticotin , Jesus Ochoa , Mickey Rourke , Angelina Pelaez , Gustavo Sanchez Parra , Gero Camilo , Rosa Maria Hernandez , Heriberto Del Castillo , Mario Zaragoza
       
Bildformat: 2,40:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0 Surround), Kommentar (Dolby Digital 2.0 Surround)
Untertitel: Deutsch, Englisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: Einleger mit Kapitelübersicht
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 28
Laufzeit: 140 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Paramount Pictures Home Entertainment
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Sein Leben ist praktisch zu Ende. Beruflich am Ende, privat sowieso, verliert sich der EX-CIA Agent John Creasy immer öfter im Alkohol, der sein bester Freund zu sein scheint. In Mexiko versucht ein Freund aus früheren Tagen, ihm wieder auf die Füße zu helfen und schanzt ihm einen an sich recht simplen Job zu: Creasy soll die junge Tochter eines reichen Unternehmers beschützen - Creasys erster Auftritt als Bodyguard...

Anfangs steht er dem klugen Mädchen noch reserviert gegenüber, doch mit der Zeit freundet er sich mit der kleinen Pita an. Umso mehr trifft es ihn, als die kleine Pita von einer Horde aus Ganoven und korrupten Cops entführt wird...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Ein halbes Jahr ist seit dem Verkaufstart in Amerika vergangen und dennoch bekommt man hierzulande zunächst ebenfalls die mager ausgestattete Version, bevor im Mai ein Doppel-DVD-Set nachgeschoben wird, das dann wesentlich mehr Extras enthalten soll.

Bis es soweit ist, muss man sich also mit dieser Disc zufrieden geben, sie hat zwei Audiokommentare, einen davon mit Regisseur Tony Scott, und einige entfernte Szenen, ebenfalls mit optionalem Kommentar, zu bieten.

Auch wenn dies auf Anhieb etwas wenig scheint - die Qualität der Extras ist gut, besonders Tony Scott redet recht offen zu den Zuschauern. Erfreulicherweise wurden alle Extras komplett deutsch untertitelt.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

Schön ist anders, könnte man sagen. Auch wenn die Animationen zwischen den Menüs und im Hauptmenü recht schmuck aussehen - mehr gibt es nicht zu entdecken, denn die eigentlichen Screens sind leider nur statisch ausgefallen. Immerhin, das Meenü wurde für 16:9 optimiert und auch der nicht vorhandene Anti-Piraterie Spot erfrischt, weil der zahlende Zuschauer nicht gleich als potentieller Straftäter gesehen wird. Wir finden diese Politik von Paramount hervorragend.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

"Man On Fire" kam schon als Code 1 Veröffentlichung mit einem tollen Bild daher - was sollte man angesichts dieses Omens von der deutschen Disc erwarten dürfen? Natürlich nur das Beste, wenngleich dies nicht uneingeschränkt auf den Originaltransfer und auch auf die vorliegende deutsche Disc zutrifft. Aber: Man hat sich anscheinend redlich bemüht, denn die Unterschiede sind marginal.

Vorweg muss erwähnt werden, dass Regisseur Tony Scott dem Bild eine starke Verfremdung hat angedeihen lassen. Nicht immer, aber immer wieder und das teilweise recht "brutal". Somit ist es schwer, eine gültige Aussage zu treffen, wir glauben aber, dass man dennoch von einem guten Transfer sprechen darf.

Sämtliche Einstellungen, die "nur" farblich angepasst und nicht beschädigt wurden, offerieren eine sehr gute Detailzeichnung, knackige Farben und einen sehr angenehmen Kontrast. Dieser ändert sich selten, wenn dunkle Einstellungen die Verwendung empfindlichen Filmmaterials voraussetzen. Dann ist auch eine deutliche Zunahme des Korns zu erkennen - ein "Fehler", den echte Cineasten gern in Kauf nehmen.

Mit digitalen Filtern ist Paramount offenbar sehr sparsam umgegangen, der teilweise sehr raue Look der Vorlage wurde nur sehr dezent für die digitale Kompression entschärft, so dass die Datenreduktion für den Zuschauer unsichtbar passiert. Eine Kür, die einige Studios mittlerweile nicht mehr beherrschen und das Material vorher auch noch bereinigen.

Tony Scotts Film hingegen schlägt Haken, will optisch nicht zum Einheitsbrei verkommen und mischt ruhige Sequenzen mit Bildern, die es dem Zuschauer schwer machen, zu folgen. Hier wackelt die Kamera, da frisst das Bild durch auf Anschlag gesetzten Kontrast förmlich aus, chemische und digitale Prozesse fressen sich durch das Bild und lassen es so ungastlich erscheinen, wie die rohe Welt von Protagonist Creasy.

Das Bild ist frei von jeglichen festen Texteinblendungen. Somit bekommt man passende deutsche Untertitel geboten und muss sich nicht, wie bei etlichen anderen Titeln, doppelte Untertitel (feste in Englisch, zusätzliche in Deutsch) gefallen lassen. Dafür muss man allerdings auf die typografischen Feinheiten verzichten, die das rein englische Bildmaster liefert. Hier hat Paramount einen Kompromiss gewählt.

Dennoch darf man mit dem Bild zufrieden sein, denn auch auf der großen Leinwand macht der Streifen sehr viel Spaß.

     
Wertung:
   (gut - sehr gut)
   
Tontest:

Wenn Denzel Washington zum Rächer wird, dem Wort Selbstjustiz eine ungewohnt pikante Note verleiht und den Entführern zeigt, was ein Mann alles anstellen kann, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen, dann wackeln förmlich die Wände. Leider zu selten, denn die restliche Mischung kommt nicht so recht an die Höhepunkte heran. Das ist schade, schließlich hat Harry Gregson-Williams toller Score viel zu bieten, feist wummernde Bässe inbegriffen. Wenn es sein muss, versteht sich.

Die Dialoge kommen sehr klar aus den Lautsprechern und laufen über weite Teile der Atmosphäre den Rang ab, die sich wenig Mühe gibt, nur "normal" zu klingen.

Letztlich sorgt die gelungene Mischung von Höhepunkten und leisen Passagen für einen gelungenen Mix, schafft es immer wieder zu überraschen und geht, öfter als man es ahnen kann, bis tief hinab in den Keller. Hier kommen nur gute Subwoofer mit, billige Brüllwürfel könnten hier zum Verbreien tendieren.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

Tony Scotts neuester Streifen ist keine leichte Kost, keine Komödie, sondern eher härtere Gangart, ganz im Stil von "True Romance", zumindest wenn man den Vorsatz der Brutalitäten als Maßstab nimmt. Und es verwundert, dass die deutsche FSK, ein bei Filmliebhabern aufgrund vieler "merkwürdiger" Entscheidugen nicht gerade beliebtes Gremium, hier letztlich doch ein FSK16 Siegel verliehen hat. Wie kann denn das sein, propagiert der Film doch öffentlich das Verstümmeln, Aufforderung zum Selbstmord und das anale Einführen von Sprengstoff zwecks schneller Erleichterung des Delinquenten. Doch die Motivation kommt nicht von ungefähr, der präzise gebaute Plot, der bisweilen an Tempo verliert, schafft die notwendige Tiefe, lässt die Darsteller Verluste erleben und gipfelt schließlich in Selbstjustiz, wie sie seit Herrn Bronson selten im Kino zu sehen war. Wer allerdings meint, es handele sich hier um die blinde Kopie eines dieser Streifen, der irrt.

Scott schafft es, die Figuren und ihre Handlungen glaubhaft werden zu lassen. Gewalt und letztlicht Tod sind Konsequenz der Handlungen und es ist schwer nachzuvollziehen, wenn Creasy am Point of no return immer weiter in den Sumpf der mexikanischen Korruption rund um Kidnapping watet...

Die DVD ist technisch auf hohem Niveau. Wer den Film mit seinen ungemütlichen, ehrlichen Ansichten mag, wird nicht enttäuscht. Eine noch besser ausgestattete Special Edition mit zwei DVDs wird im Mai erscheinen.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
  

 
 
Und das meinen unsere Kollegen:
   


 

 

Eine schöne DVD, die nur leichte Schwächen hier und da zeigt.[...] mehr>>

Cinefacts-Wertung: 4/5 lesen>>

 
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