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Harry Potter und die Kammer des Schreckens (FSK6)

Geschnittene Fassung

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Anmerkung: Die DVD enthält nur die geschnitte Kinofassung.
Review Datum: 11.04.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 11.04.2003
   
Deutscher Titel: Harry Potter und die Kammer des Schreckens
Originaltitel: Harry Potter and the Chamber of Secrets
Land / Jahr: USA 2002
   
Regie:  Chris Columbus
Darsteller:  Daniel Radcliffe , Rupert Grint , Emma Watson , John Cleese , Richard Harris , Maggie Smith , Alan Rickman , Ian Hart
       
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1 EX), Englisch (Dolby Digital 5.1 EX)
Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch, Holländisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: nein
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 37
Laufzeit: 153 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 6 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Warner Brothers Home Video
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Harry Potter könnte sich schönere Sommerferien vorstellen: Einerseits erträgt er nur schwer den herrischen Ton im Haus von Tante Petunia und Onkel Vernon Dursley, denen seine Zauberkunst nicht geheuer ist, andererseits haben ihn seine besten Freunde Ron Weasley und Hermine Granger offenbar vergessen, denn sie beantworten keinen seiner Briefe. Plötzlich taucht der geheimnisvolle Haus-Elf Dobby in Harrys Schlafzimmer auf und warnt ihn: Falls Harry nach Hogwarts zurückkehrt, schwebt er in großer Gefahr.

Dobby will den jungen Gryffindor unbedingt davon abhalten, weiter auf die Schule für Hexerei und Zauberei zu gehen – deswegen hat er dafür gesorgt, dass Rons und Hermines Briefe nicht ankommen. Doch was der boshafte Elf auch anstellt – Harry lässt sich nicht beirren. Und dann taucht Ron mit seinen Brüdern auf: Mit einem fliegenden Auto retten sie Harry aus den Klauen der langweiligen Dursleys. Im Haus der Weasleys wird Harry dagegen mit offenen Armen empfangen.

Merkwürdige Umstände verhindern, dass Harry und Ron auf dem Bahnsteig 9 3/4 den Hogwarts-Express besteigen. Um den Schulbeginn nicht zu versäumen, müssen die beiden also zu radikalen Mitteln greifen. Als sie mit dem fliegenden Ford Anglia in der verzauberten Peitschenden Weide von Hogwarts eine Bruchlandung machen, ist Professor Snape empört – er fordert, dass sie die Schule verlassen sollen.

Mittlerweile sind Harrys Heldentaten aus dem ersten Schuljahr Tagesgespräch in Hogwarts – ganz ungewollt steht er plötzlich im Mittelpunkt einer wachsenden Fangemeinde, zu der Rons kleine Schwester Ginny sowie der Schulanfänger und Möchtegern-Fotograf Colin Creevey zählen. In sehr unangenehmer Weise mischt sich auch Gilderoy Lockhart ein; er ist der neue Professor für die Abwehr der dunklen Künste. Der eitle und eingebildete Lockhart versucht auf schleimige Art, mit Harry Freundschaft zu schließen und sich im Licht des jungen Hogwarts-Helden zu sonnen, doch Harry will davon nichts wissen. Auch Lockhart hat keine Erklärung dafür, welch unfassbarer und unheimlicher Schrecken von der Schule Besitz ergreift.

Alle Augen richten sich erwartungsvoll auf Harry, und seine so genannten Freunde zweifeln langsam an seinen Fähigkeiten. Nur Ron, Hermine und die zarte kleine Ginny halten zu ihm, wobei Ginny sich inzwischen mit ihrem geheimnisvollen neuen Tagebuch beschäftigt.
Natürlich enttäuscht Harry seine Freunde nicht – mit oder ohne die Unterstützung von Gilderoy Lockhart wird er der finsteren Macht gegenüber treten, die seine geliebte Schule bedroht.

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Die Extraausstattung ist auch beim zweiten Teil noch reichlich dürftig, zumindest hat man bei Warner aber die Kritik an der Bonus-DVD des ersten Teils ernst genommen und es hier unterlassen, wesentliche Teile des Bonusmaterials erst nach "lustigen Spielen" freizugeben.

DVD 1 hält als Zusatzausstattung neben einer Übersicht über Cast & Crew nur einen Trailer parat, der noch einmal kurz Teil eins zusammenfasst. Das eigentliche Bonusmaterial befindet sich - wie nicht anders zu erwarten war - auf DVD 2.

Zusätzliche Szenen: hier bekommt man 19 gelöschte und erweiterte Szenen geboten. Sämtliche Szenen werden in anamorphem 2,35:1 Widescreen und mit 2.0-Ton präsentiert. Einige der Szenen wurden wohl aus gutem Grund weggelassen - schon die Gesamtlaufzeit der 19 Szenen von 17 Minuten zeigt, dass man hier keine tiefschürfenden neuen Erlebnisse erwarten darf.
Lockharts Klassenzimmer: Kinder werden hieran sicher ihre Freude haben - uns reißen eine Bildergalerie, eine Übersicht über Lockharts Auszeichnungen und eine ironisch gemeinte Lobpreisung desselben jedoch nicht vom Hocker.
Besondere Auszeichnung: kurze Vorschau auf den DVD-Rom-Bereich
Hinter Hogwarts: Diese Rubrik dürfte für die meisten Käufer dieser DVD wohl die einzig interessante sein - gibt es hier doch neben den gelöschten Szenen die einzig brauchbaren Videoextras.
- Das 16-minütige Interview mit J.K. Rowling und Steve Kloves fällt recht informativ aus.
- Dumbledores Büro: in einer knapp 17-minütigen Featurette wird die Arbeit der Bühnenbildner bei der Erstellung von Albus Dumbledores Büro erklärt. Vielleicht bin ich nur zu negativ eingestellt, aber die quickende weibliche OFF-Stimme wird mit der Zeit nervend. Außerdem kann man noch eine Führung durch Dumbledores Büro unternehmen.
- Interviews mit Schülern, Professoren und anderen: Sammlung kurzer Interviews mit dem Cast, die immer wieder durch Filmausschnitte aufgelockert und angereichert werden.
- Bildergalerie mit Produktionsskizzen
Aktivitäten: Hier findet man einige eher auf Kinder ausgerichtete Spiele
- Die Kammer
- Der verbotene Wald
- Colins Dunkelkammer
- Führung durch die Winkelgasse
Zauberspruch-Wissen: auch hierbei handelt es sich um ein Spiel. Man muss Zaubersprüchen ihre Auswirkungen zuordnen.
Spiele-Vorschau: wie der Name schon besagt, kann man sich hier kurze Clips verschiedener Computer- und Konsolenspiele ansehen.

DVD-ROM: Wie bei Teil eins kann man sich durch den DVD-Rom-Bereich über Mikrofon per Sprachsteuerung navigieren. Der DVD-Rom-Bereich bietet neben einigen Games noch eine Hogwarts-Chronologie und Weblinks.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend)
     
Gestaltung:

Die Menügestaltung des zweiten Harry Potter-Teiles orientiert sich an der von Teil eins. Eine stimmige, aber recht lange, Einleitung führt uns in das animierte Hauptmenü, das dann den Zugang zu den (leider nicht mehr animierten) Untermenüs ermöglicht. Und hier liegt dann auch die Schwachstelle dieses Menüs – die Untermenüs sehen nämlich reichlich billig aus, was den Gesamteindruck über das Menü sicher nicht positiv beeinflusst.

Das Menü der Bonus-DVD ist schon aufgrund der vielen interaktiven Elemente fast durchgehend animiert, sodass sich trotzdem ein "Gut" ausgeht. Jedoch nervt einen die ständig gegenwärtige Stimme aus dem Off mit ihren "hilfreichen" Erklärungen doch sehr.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Nicht überraschend präsentiert sich "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" im gleichen Look wie der Vorgänger. Jedoch wirkt die Bildqualität alles in allem etwas besser. So ist das Bild einen Tick schärfer, wirkt jedoch immer noch ein wenig zu weich. Auch wirken Details wie Gesichter oder Wände im Hintergrund nicht strukturiert genug. So kann man die Schärfe leider nur als gut bezeichnen.
Auch der Kontrast kann besser gefallen als bei Teil eins, ist jedoch noch weit von "Sehr gut" entfernt. Hin und wieder wirken Nachtszenen etwas milchig und große, helle Flächen neigen immer noch zur leichten Überstrahlung. Nicht ganz geglückt ist - wie schon bei "Harry Potter und der Stein der Weisen" - der stellenweise doch eher ins Graue denn zu deckendem Schwarz tendierende Schwarzwert.
Wieder schön gelungen ist die kräftige Farbwiedergabe, die meistens in warmen Farbtönen gehalten ist.
Die Rauschfreiheit des Transfers führt letztendlich dazu, dass das Bild einen noch positiven Eindruck hinterlässt.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Wie schon "Harry Potter und der Stein der Weisen" offeriert auch die zweite Verfilmung von J.K. Rowlings Harry Potter-Saga einen insgesamt eher zurückhaltenden Soundtrack.
Die Surroundkanäle werden relativ wenig ausgenutzt und des Öfteren wirkt der Ton doch eher auf den Frontbereich konzentriert.
Dennoch kann der Dolby Digital 5.1 EX-Track aber mit einigen gut platzierten Surroundeffekten gefallen. Als Bespiele seien hier zum Beispiel das Harry-Ron-Auto-Abenteuer oder das Quidditch-Spiel genannt. Ansonsten dienen die hinteren Kanäle eher der Ausbreitung der Filmmusik im Raum und der Darstellung von Umgebungsgeräuschen.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

Soweit so gut - technisch kann die DVD also zufriedenstellen. Bild und Ton sind zweifellos gut gelungen und wenngleich die Extras relativ dürftig sind, so sind sie doch brauchbarer als bei der DVD des Vorgängers.

Dennoch ist der zweite Potter eine Enttäuschung für alle mündigen Fans. Harry Potter erscheint in Deutschland nur in der gegenüber der internationalen Version mehr als drei Minuten geschnittenen Fassung.

Ja, Ihr habt richtig gelesen, "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" ist gekürzt. Wie das kommt? - Warner Home Video zog einer FSK 12-Freigabe einen FSK 6-Sticker vor. Mit der Konsequenz, dass der Film - übrigens wie schon im Kino - nur in einer "zensierten" Fassung vorliegt.

Das wahrlich ärgerliche daran - unsere Schweizer Freunde bekommen den Film ungeschnitten und in deutscher Sprache. Welcher Teufel Warner da geritten hat, ist uns nicht bekannt, aber es entbehrt nicht einer gewissen Perversität, einen Film wie "Harry Potter" nur geschnitten anzubieten. Zumindest die zeitgleiche Veröffentlichung wäre Warner möglich gewesen, denn es wurde zusätzlich die FSK12 Version mit deutschem Ton für die Schweiz produziert. Allerdings nicht für Deutschland - da hat Warner scheinbar die Muskeln spielen lassen. Die deutsche Abteilung von Warner Home Video hat den Parallel-Import aus der Schweiz in letzter Minute verbieten lassen - mit dem Ergebnis, dass deutsche Filmfans nun mit der geschnittenen Fassung Vorlieb nehmen müssen. Es sei denn, sie werfen einen Blick auf Internet-Auktionshäsuer wie ebay, wo findige Schweizer bzw. Leute mit Kontakten in die Schweiz diese DVD zu Hauf anbieten. Ob dieser Schwarzmarkt im Interesse von Warner liegen dürfte, wagen wir zu bezweifeln.

Wer sich von dieser Politik, gelinde gesagt, ungerecht behandelt fühlt, der könnte Warner derzeit wohl nur durch den Nicht-Kauf dieser DVD eindeutig zeigen, dass diese Vorgehensweise missbilligt wird. Die deutschen DVD Fans werden entscheiden, ob Warner mit dieser restriktiven Politik Erfolg hat, oder ob die Scheiben zu Hauf in den Läden liegen bleiben. Dies wäre zumindest aus finanzieller Sicht ein eindeutiges Zeichen, das sicher auch in der Geschäftsetage Gehör findet.

Jedenfalls führt diese Firmenpolitik zu einer Abwertung der Gesamtnote um einen Punkt.

       
 
Wertung:
  (ausreichend - befriedigend)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Christian Bartsch
 

 

Der kleine Harald... so richtig verstanden habe ich den Hype um die Bücher der englischen Autorin nie.

Aber das muss auch nicht sein. "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" ist ein kunterbunter Film, der die Probleme der Erwachsenen mal außen vor läßt und stattdessen eine zauberhafte Scheinwelt erschafft in der nichts unmöglich scheint.

Schade nur, dass die Fassung für den deutschen Markt entschärft wurde. Schließlich wäre es technisch auch möglich gewesen, beide Fassungen auf einer DVD unterzubringen und die Einstellung der gewünschten Fassung den Eltern zu überlassen.

So gibt es nur eine Fassung für die Sprößlinge, bei der sich Mama und Papa fragen müssen, warum man ihnen einen Titel, der ab 12 Jahren freigegeben ist, eigentlich vorenthält.

 

Wertung:

(befriedigend)

 
 
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