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Müllers Büro

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 29.04.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 01.04.2003
   
Deutscher Titel: Müllers Büro
Originaltitel: Müllers Büro
Land / Jahr: Ö 1986
   
Regie:  Niki List
Darsteller:  Christian Schmidt , Andreas Vitásek , Barbara Rudnik , Sue Tauber , Maxi Sukopp , Gaby Hift , Jochen Brockmann , I. Stangl , Ferdinand Stahl , Bonnie Esau , Geli Brechelmacher , Niki List , Johnny Belinda , Andreas Stoek , Ernie Seuberth , Bernhard Grabmayr , Martin Forster , Rudi Platzer , Hillmood , Peter Krychl
       
Bildformat: ca. 1,55:1 Widescreen (letterboxed)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 2.0 stereo)
Untertitel: keine
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box (transparent)
Kapitel: 24
Laufzeit: 100 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: ungeprüft, ohne FSK Freigabe
Regional Code: Code 2
Layerwechsel bei: 18:22
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Hoanzl
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Eine junge Dame, die sich mit Namen Bettina Kant vorstellt, beauftragt den Privatdetektiven Max Müller, ihren verschwundenen Freund wiederzufinden. Misstrauisch wird Müller jedoch, als in der Morgenzeitung desselben Tages über den Tod eben dieser Dame berichtet wird. Zusammen mit seinem Assistenten Larry versucht Müller nun, Licht ins Dunkel zu bringen - natürlich geraten die beiden dabei tief in Ärger und haben es am Ende mit drei Unterweltkönigen zu tun...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Die Bonusausstattung von "Müllers Büro" fällt für Geco/ Hoanzl-Verhältnisse sehr reichhaltig aus. Den Anfang machen drei Interviews mit Niki List, Christian Schmidt und Andreas Vitasek. Die zwischen eineinhalb und knapp fünf Minuten langen Interviews stammen wahrscheinlich aus der Pressemappe für den Film, sind jedenfalls aber bereits im Umfeld um den Kinostart entstanden und fallen, was den Informationsgehalt betrifft, etwas dürftig aus.
Als nächstes stehen drei Beiträge aus ORF-TV-Sendungen zur Auswahl. Der erste stammt aus dem Jugendmagazin "Ohne Maulkorb" von und mit Karin und Peter Resetarits. Im Erzählstil von "Müllers Büro" werden hier die Hintergründe zum Film erläutert. Der zweite Ausschnitt entstammt der Sendung "Okay" und liefert im Wesentlichen Interviews mit Cast & Crew sowie Filmausschnitte. Der dritte und letzte Clip wurden im Rahmen der Kultur in der "Zeit im Bild" gesendet und fällt dementsprechend kurz aus.
Abgerundet wird die Zusatzausstattung mit einen Trailer und Ausschnitten aus den Niki List-Filmen "Malaria" und "Helden in Tirol".

   
 
Wertung:  
     (befriedigend)
     
Gestaltung:

Die Menügestaltung ist - so wie meist bei Geco-DVDs - relativ schlicht und simpel gehalten. Animation gibt es nur dezent und das Menü wirkt alles in allem etwas amateurhaft designed. Von einem aufwändigen Menü, an dem sich ein Gestalter so richtig austoben konnte, kann mir hier leider nicht sprechen.

     
 
Wertung:
  (ausreichend - befriedigend)
     
Bildtest:

Bevor man an die Bewertung der Bildqualität geht, sollte man sich die Vorzeichen vor Augen halten. "Müllers Büro" ist ein österreichischer Film aus dem Jahr 1986. Was also kann man von der Bildqualität eines knapp 17 Jahre alten Filmes aus Österreich erwarten? - Nicht viel... möchte man meinen.
Doch die Realtität belehrt uns eines Besseren.

Die Bildqualität von "Müller´s Büro" ist fabelhaft. Bildrauschen ist fast keines auszumachen, was angesichts des Alters des Filmes eine sehr bemerkenswerte Tatsache ist. Nicht selten ärgern wir uns ja bei viel jüngeren Filmen über massives Rauschen und grobe Körnigkeit. Auch die Bildschärfe ist ausgezeichnet geglückt. Auf den ersten Blick würde man dem Schärfeverhalten sogar ein sehr gut geben. Erst bei genauerem Hinsehen lassen sich Defizite in der Detailzeichnung feststellen, die jedoch nicht gravierend sind. Auch vom Kontrast her gibt es keinen Grund zur Kritik. Ebenso kann die sehr natürliche Farbwiedergabe zufriedenstellen.

Zoomt man das annähernd im Format 4:3 vorliegende Bild (es dürfte wohl in etwa der Aspect Ratio von 1,55:1 entsprechen) auf einem 16:9 Fernseher auf die volle Breite, so offebaren sich kleinere Mängel im Bild ein wenig deutlicher. So weist das Bild neben der nicht ganz perfekten Detailzeichnung auch Doppelkonturen an Kanten, z.B. den Gesichtern, auf. Alles in allem und unter Berücksichtigung des Alters trotzdem...

     
Wertung:
   (gut - sehr gut)
   
Tontest:

Beim Ton merkt man die Herkunft des Filmes schon eher als beim Bild. Er liegt nämlich nur in Stereo vor und lässt so natürlich keine Räumlichkeit aufkommen. Hinzu kommt des Öfteren hörbares Rauschen, was nicht positiv vermerkt wird.
Ansonsten bietet der Soundtrack aber eine angemessene Stereospur mit einer relativ gut abgestimmten Frontkulisse und ansprechender Ausnutzung der beiden vorhandenen Kanäle.
Da sich Stereospuren bei uns mit anderen Stereospuren messen müssen - und nicht etwa mit 5.1 - ergibt sich folgende Note...

   
 
Wertung:
  (befriedigend)
       
Gesamtwertung:

Keine Frage - diese DVD muss gekauft werden, auch wenn man Deutscher ist. Technisch wird DER Klassiker des neuen österreichischen Kinos in ausgezeichneter Qualität präsentiert. Auch die Bonusausstattung fällt zufriedenstellend aus, womit es keinen Grund gibt, der gegen diese DVD spricht.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Stefan Paulmayer
 

 

"Wien darf nicht Chicago werden" - so lautete ein markiger Spruch der Wiener FPÖ in früheren Wahlkämpfen. Zumindest was diesen Film betrifft, haben die freiheitlichen Kämpfer um die Bundeshauptstadt kläglich versagt - denn das von Niki List gezeichnete Bild der Stadt lässt sich am besten mit dem vom Chicago der 1920er Jahre vergleichen. Unterwelt-Banden liefern sich blutige Straßenschlachten, die Stadt ist zerfressen von Korruption und Hurerei.

Inmitten dieser "Idylle" lebt der Privatdetektiv Max Müller. Auch diese Figur entspricht wohl dem Klischee des typischen Chicagoer "Privatschnüfflers" - Parallelen zu Mike Hammer & Co sind ohne Frage gewünscht. Genauso wie das geschulte Film-Auge einige Zitate aus Filmklassikern entdecken wird. Laut Niki List ist "Müllers Büro" ja ein "Film für Cineasten"...

Dabei sollte man jedoch keineswegs die Intention des Regisseurs und Drehbuchautors außer Acht lassen - "Müllers Büro" will kein Detektivfilm sein, sondern eine Parodie auf die im Film zitierten anderen Filme, die sehr wohl ernst genommen werden wollten. Deutlich wird das spätestens dann, wenn aus "Müllers Büro - der Detektivfilm" "Müllers Büro - das Musical" wird. Da wird gesungen wie in alten Peter Alexander-Filmen - und irgendwie sitzt man als Zuseher für einen Moment nur mit offenem Mund da und denkt, man sei im falschen Film gelandet.

Wie auch immer - "Müllers Büro" ist längst ein über die österreichischen Grenzen bekannter Filmklassiker, der einmal mehr vor Augen führt, dass das österreichische Kino vielleicht klein, aber sicherlich genauso fein ist...

 

Wertung:

(sehr gut)

 
 
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