Newsletter   RSS-Newsfeed   Wap, I-Mode & PDA   Gewinnspiel  Impressum  Werbung  Online Hilfe  93 Leser online

 
     

Dogville

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

Cover 
Cover-Rückseite 
DVD-Menü 
Photos 
Review drucken
OFDb
IMDB
Link zur Review
 
 


 

DVD-Daten:

Review Datum: 12.07.2004
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 01.07.2004
   
Deutscher Titel: Dogville
Originaltitel: Dogville
Land / Jahr: Dänemark/Schweden/Frankreich/Norwegen 2003
Genre: Drama
   
Regie:  Lars von Trier
Darsteller:  Nicole Kidman , Harriet Andresson , Lauren Bacall , Jean-Marc Barr , Paul Bettany , Blair Brown , James Caan , Patricia Clarkson , Jeremy Davies , Ben Gazzara , Philip Baker Hall , Thom Hoffman , Siobhan Fallon , John Hurt , Zeljko Ivanek
       
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.0), Deutsch (Dolby Digital 2.0 Surround), Englisch (Dolby Digital 5.0), Kommentar (Dolby Digital 2.0 Surround)
Untertitel: Deutsch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: Einleger mit Vorwort von Lars von Trier und Kapitelindex
Verpackung: Amaray Box (transparent)
Kapitel: 11
Laufzeit: 170 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Concorde Home Entertainment
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Zwei Schüsse zerreißen die Stille der Nacht. Der Hund Moses ist der erste, der die fremde Schönheit, die nur wenig später an diesem Abend im Jahr 1930 in der abgelegenen Gemeinde Dogville auftaucht, bemerkt. Als nächstes wird Tom Edison jr., der sich selbst als Schriftsteller bezeichnet und gerne über das Leben im Allgemeinen und die Moral im Besonderen philosophiert, auf die mondän gekleidete Frau, die ganz offensichtlich auf der Flucht ist, aufmerksam. Tom hatte wie jeden Abend seinen Kindheitsfreund Bill besucht, um ihm eine weitere vernichtende Niederlage beim Mühle-Spiel zuzufügen und vielleicht auch, um dessen Schwester Liz zu sehen, wie manch einer in Dogville behauptet. Auf dem Heimweg hatte er sich kurz auf der Bank niedergelassen und hing seinen Gedanken nach, als er die beiden Schüsse hörte. Tom versteckt Grace vor ihren Häschern und behauptet den Gangstern gegenüber, er habe nichts Außergewöhnliches gesehen oder gehört.

Das Dorf beschließt, Grace aufzunehmen - doch der Preis dafür ist hoch...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Die Extras verdienen den Namen nicht, denn es gibt kaum etwas zu entdecken auf dieser DVD. Neben vier Trailern (einer davon sogar zum Hauptfilm...), einigen Texttafeln und einem mini Making Of von rund zwei Minuten gibt es einen deutsch untertitelten Audiokommentar von Lars von Trier und Kameramann Anthony Dod Mantle. Dieser ist jedoch an Langeweile fast nicht zu überbieten, teilweise sind die Gesprächspausen fast 15 Minuten lang. Und wenn Herr von Trier und sein Kollege schon mal zur Abwechslung den Mund aufmachen, merkt man ihnen zu allem Überfluss die mangelnde Motivation zu diesem Kommentar auch noch an. Wer tiefgründige Informationen erwartet, ist hier leider falsch. Wesentlich mehr kompaktere Information halten hingegen die Texttafeln bereit. Es ist schade, dass Lars von Trier nicht mehr zu seinem Werk zu sagen hat, besonders Film-Neulinge hätte sich über die eine oder andere Anmerkung sicherlich gefreut.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend)
     
Gestaltung:

Concorde hat "Dogville" ein wirklich schönes Menü spendiert, das nicht nur für 16:9 optmiert, sondern auch passend mit Musik unterlegt wurde. Wie schon bei früheren Titeln setzt man bei Concorde auf ein eingängiges, zum Film passendes Design, das in diesem Fall in gedeckten, erdfarbenen Tönen realisiert wurde.

Gelungen ist die Einbindung von Animation, denn fast jedes Menü ist irgendwie bewegt, was der Disc einen sehr organischen Look verleiht. Für die bessere Übersicht wurde die Kapitelauswahl mit bewegtenn Piktogrammen versehen.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Es ist erstaunlich, wie und warum Lars von Trier es immer wieder schafft, an allen möglichen Kanten anzuecken. Obwohl "Dogville" auf den gleichen HD-Kameras wie "Star Wars: Episode 2" oder auch "Vidoqc" gedreht wurde, sieht das Bild leider nicht perfekt aus. Die Antwort liefert Lars von Trier, der schon mit dem stilsicheren "Breaking The Waves" auffiel, im Audiokommentar selbst - man wollte es bewusst so. Denn obgleich die Technik knackscharfe Bilder liefern könnte, lassen von Trier und sein Kameramann Anthony Dod Mantle den Zuschauer visuell gesehen auf B-Movie-Niveau zurück. Damit soll die Fantasie des Zuschauers angespornt werden, sich den Rest zu denken - was sich auch im Bühnenbau wiederspiegelt. Die Farben sind sehr gedeckt gehalten und nutzen nicht die volle Bandbreite aus, was aber auch hier filmbedingt sein dürfte. Der Kontrast ist zufriedenstellend.

Die Kompression letztlich ist noch gut, hat allerdings mit den 170 Minuten Material ein wenig Probleme. Gröbere Klötzchen fallen nicht auf, hin und wieder zeigt das Bild eine reduzierte Detailauflösung, die unter anderem durch die Kompression entstanden sein dürfte.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

"Dogville" ist wie Theater inszeniert und so soll sich, wie vom Regisseur gewünscht, der Zuschauer selbst die Mühe machen und seine Fantasie spielen lassen. Daher lässt auch die Tonspur aus der Sicht eines Heimkinofans zu wünschen übrig, denn außer Dialogen und Musik gibt es wenig, das die Leere auffüllen will. Somit verschenkt der Film mit Absicht fast alle Möglichkeiten, die 5.0 Kanäle bieten. Nur selten bietet sich die Möglichkeit für Surround. Interessanterweise bietet der 2.0 Mix mehr Umgebungsgeräusche, als der 5.0 Mix. Deutlich hörbar, z.B. bei Regen, klingt die zweikanalige Mischung deutlich dichter. Wir vermuten allerdings, dass es sich hier um eine anders komprimierte Fassung handelt, bei der die Dynamik zugunsten der besseren Verständlichkeit auf Stereogeräten eingeschränkt wurde.

   
 
Wertung:
  (befriedigend)
       
Gesamtwertung:

Regisseur Lars von Trier macht im wahrsten Sinne des Wortes Theater. "Dogville", der erste Teil der "U, S and A"-Trilogie, ist ein knapp dreistündiges Drama, das auf einer spartanisch eingerichteten Bühne stattfindet und das den Zuschauer zu mehr Eigenleistung verleiten soll. Inhaltlich findet sich der Film irgendwo zwischen Theater und Kino wieder, was es dem Film schwer macht, sich als reinrassiges Bühnenstück oder als eigentständigen Film klassifizieren zu lassen. Das passt auch prinzipiell, denn klassifizieren lassen will sich der Film einfach nicht. "Dogville" ist vielmehr eine packende Geschichte, eigentümlich erzählt und mit renommierten Schauspielern besetzt, die sich auch auf einer Bühne richtig wohlfühlen. Nicole Kidman begeisterte rund um den Globus die Zuschauer und beweist ganz klar, dass sie mehr kann, als "nur" in Hollywood zu spielen.

Die DVD ist technisch brauchbar bis gut, weil es der Film ablehnt, über sich ein noch besseres Urteil ergehen zu lassen. Die Extras hingegen sind schwach und besonders die Eigenleistung des Regisseurs beim Kommentar enttäuscht. Das Menü ist, wie eigentlich immer bei Concorde, sehr hübsch ausgefallen. Wir fragen uns allerdings, ob es Lars von Trier nicht sogar eine Spur zu schick wäre.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
  

 
 
Und das meinen unsere Kollegen:
   


 

 

Das Bild leidet unter dem übermässigen Einsatz von Rauschfiltern. Hätte man sich damit etwas zurückgehalten, wären wohl vier Punkte erreichbar gewesen.[...] mehr>>

Cinefacts-Wertung: 3/5 lesen>>

 
Filmkritiken der Leser:
 
Durchschnittliche Leserwertung:
Zahl der Filmkritiken: 4
 
 

 
Filmkritik schreiben

 


© 2015
Digital-Movie.de