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Der Untergang

  

Getestet von Florian Kriegel

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

 
 


 

DVD-Daten:

Review Datum: 29.03.2005
Verleihfenster: 10.03.2005
Im Handel ab: 17.03.2005
   
Deutscher Titel: Der Untergang
Originaltitel: Der Untergang
Land / Jahr: D 2004
Genre: Kriegsfilm
   
Regie:  Oliver Hirschbiegel
Darsteller:  Bruno Ganz , Alexandra Maria Lara , Corinna Harfouch , Ulrich Matthes , Juliane Köhler , Heino Ferch
       
Bildformat: 1,78:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: aufklappbar mit Darstellerinfos
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 35
Laufzeit: 150 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Highlight Video / Constantin Film
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Yamaha RX-V2700 (Dolby Digital EX, DTS-ES, HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI, PCM 5.1)
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (via HDMI, PCM 7.1, 1080p24)
TV: Pioneer PDP-427XA (Plasma, via HDMI, 1080p24)
Beamer: Sanyo PLV-Z3 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Monitor Audio Bronze Reference Series 7.1 (2 x BR5, 1 x BRLCR, 4 x BRFX, 1 x BRW10)


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Berlin, April 1945. Ein Volk wartet auf seinen Untergang. In den Straßen der Hauptstadt tobt der Häuserkampf. Hitler hat sich mit einigen Generälen und engsten Vertrauten im Führerbunker der Reichskanzlei verschanzt. Zu ihnen gehört auch Traudl Junge, seine Privatsekretärin, die ihn nicht im Stich lassen will. Während draußen die Lage immer mehr eskaliert, die Rote Armee weiter vorrückt und sich in den von Explosionen erschütterten Vierteln verzweifelte Szenen abspielen, erlebt Hitler den Untergang des Dritten Reiches hinter Bunkermauern. Obwohl Berlin nicht mehr zu halten ist, weigert sich der Führer, die Stadt zu verlassen. Er will, wie Architekt Speer es ausdrückt, "auf der Bühne stehen, wenn der Vorhang fällt". Doch Hitler steht nicht auf der Bühne. Während sich die Wucht des verloren gegangenen Krieges mit aller Härte über seinem Volk entlädt, inszeniert der Führer im Bunker seinen Abgang. Noch Stunden vor dem gemeinsamen Selbstmord heiratet er Eva Braun.

Statt des Endsiegs kommt das Ende, aber auch das ist vorbereitet bis ins letzte Detail. Nachdem er und Eva Braun sich das Leben genommen haben, werden ihre Leichen im Hof der Reichskanzlei verbrannt, damit sie nicht dem Feind in die Hände fallen. Viele seiner Getreuen wählen ebenfalls den Freitod. Goebbels und die verbleibenden Generäle weigern sich auch weiterhin, die von den Russen geforderte bedingungslose Kapitulation anzunehmen. Als die Lage immer aussichtsloser wird, tötet Magda Goebbels ihre sechs Kinder im Bunker mit Gift, bevor auch das Ehepaar Goebbels Selbstmord begeht. Kurz darauf gelingt Traudl Junge und einigen anderen in allerletzter Sekunde die Flucht durch den russischen Besatzungsring...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Highlight Video verfolgt zwar schon länger eine Zwei-Versionen-Strategie, doch die Vermarktung einer so genannten "Premium Edition", die stets mit zwei DVDs daherkommt, ist erst recht neu und erlebte mit "Resident Evil 2" ihre Einführung. "Der Untergang" ist also auch als Single-Disc und eben als "PE" erschienen. Leider hat uns Highlight Video nur die spärlich bestückte "Billig-Version" zur Verfügung gestellt, sodass wir keinen näheren Blick auf die umfassenden Extras der zweiten DVD werfen können.

Die Features der uns vorliegenden Standard-Ausgabe sind entsprechend schwach. Neben einem zehnminütigen Blick hinter die Kulissen, der unkommentiert ist und nur wenige Aufnahmen vom Dreh zeigt, hat der Käufer noch die Möglichkeit, sich insgesamt sechs Interviewausschnitte anzuschauen, die eine Gesamtlaufzeit von rund fünf Minuten haben. Wer also nicht auf Extras verzichten möchte, was vielleicht gerade bei diesem Film der Fall sein könnte, sollte auf jeden Fall zur "Premium Edition" greifen, die unter anderem eine 60-minütige Dokumentation beinhaltet und im aufwändigen DigiPak daherkommt.

   
 
Wertung:  
     (mangelhaft - ausreichend)
     
Gestaltung:

Nach dem allseits gehassten Anti-Raubkopier-Spot bekommt der Zuschauer zunächst ein Intro zu sehen, das direkt ins Hauptmenü führt. Sämtliche Menüs präsentieren sich mit animierten Bildern und passender Hintergrundmusik, die bereits auf den Film einstimmt. Die Animationen bestehen zwar überwiegend aus veränderten Filmszenen, wirken aber dennoch gelungen und die Farbcharakteristik ist ebenfalls treffend. Wirklich Außergewöhnliches suchen wir zwar vergebens, dennoch können wir die Präsentation als leicht überdurchschnittlich bezeichnen.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Auch wenn der Film an und für sich mit großen Hollywood-Produktionen locker mithalten kann, so fällt die Bildqualität leider enttäuschend aus, was aber hauptsächlich auf die Aufnahmen an sich und nicht den Transfer selbst zurückzuführen ist. Dass das Ergebnis durchwachsen ist, bekommt der Zuschauer bereits in den ersten Minuten demonstriert. Nach der ersten kurzen Amateuraufnahme, in der Traudl Junge zu sehen und hören ist, folgt bereits eine erste Nachtszene, die fast alle Mängel der DVD offen legt.

Dazu gehört nämlich das stets wiederkehrende Rauschen, das ein ausgesprochen hohes Niveau zu bieten hat und in fast allen etwas dunkleren Momentan zu sehen ist. Dass man dieses Rauschen nicht künstlich vermeiden wollte erklärt die Tatsache, dass man diese Aufnahmen so realistisch wie möglich darstellen wollte und so auf den Einsatz unnatürlicher Lichtmittel verzichtet hat. Dennoch sind hin und wieder leichte Nachzieheffekte zu erkennen, die auf einen Rauschfilter hinweisen, der aber recht sparsam eingesetzt wurde.

Ein weiterer Negativpunkt ist der Kontrast, der nur in den relativ wenigen Außenaufnahmen gefallen kann. In den vielen dunklen Szenen sackt das Niveau zum Teil deutlich ab, was der zumeist unzureichende Schwarzwert massiv unterstützt. So bekommt der Zuschauer fast immer ein Grau präsentiert, was das Bild oft sehr milchig wirken lässt.

Das Schärfeverhalten ist zwar durchwachsen, aber durchaus zufrieden stellend. Während die Kantenschärfe überzeugen kann, schwächelt die Detaildarstellung etwas vor sich hin. "Der Untergang" bietet eine eingeschränkte Farbpalette, die überwiegend aus kalten und trostlosen Farben besteht. Insgesamt ist auch ein leichter Grünstich zu erkennen, sodass insgesamt eine sehr bedrückende Stimmung entsteht, die der Thematik natürlich genau zugeschnitten ist.

Insgesamt verdient sich der Transfer gerade noch eine befriedigende Note, doch wir hätten uns insgesamt eine sauberere Vorstellung gewünscht. Gerade das teils heftige Rauschen trübt den Sehgenuss etwas, auch wenn dieser technisch "gewollte" Look durchaus die Filmstimmung unterstreicht.

     
Wertung:
   (befriedigend)
   
Tontest:

Glücklicherweise bekommt man beim Ton das genaue Gegenteil vom Bild präsentiert, das zwar nicht wirklich schlecht ist, aber eben weit hinter den Erwartungen zurückbleibt. Der Klang bietet aber hingegen eine Qualität, die man nur selten auf DVDs vorfindet und sich in keiner Weise vor deutlich teureren Hollywood-Produktionen zu verstecken braucht. Was die Toningenieure hier geleistet haben ist wirklich grandios und setzt die bedrückende Atmosphäre hervorragend um.

Wenn die ersten Kanonenschüsse in den Boden einschlagen, bekommt der Zuschauer eine ungefähre Demonstration dessen geboten, wie bedroht sich die Bevölkerung damals gefühlt haben muss. Das Zusammenspiel aller Lautsprecher ist dermaßen gut, dass man förmlich zusammenzuckt, wenn die Kugeln an einem vorbeirasen und dann mit einem tiefen Beben vor einem einschlagen. Gerade bei den ersten beiden Schüssen ist dieser Effekt groß, da wir solch einen Realismus kaum erwartet hätten. Die Munition zischt von hinten rechts nach vorne links und schlägt dann mit einer enormen Wucht ein.

Der Zuschauer wird immer wieder mit diesen nahen Attacken konfrontiert, doch erst die weit einschlagenden Bomben und Schießereien tragen maßgeblich zur bedrückenden Atmosphäre bei und lassen erahnen, dass der "Untergang" stetig näher rückt. Die gesamte 5.1-Kulisse wird die meiste Zeit genutzt, um die komplette Umgebung realistisch wiederzugeben. Zwar gibt es auch Momente, in denen nur Dialoge zu hören sind, doch meistens kann man im Fernen immer wieder Bomben oder andere Dinge hören.

Spätestens bei diesem Film bekommen wir erneut eindrucksvoll demonstriert, wieso ein guter Subwoofer wichtig ist. Bei jedem Einschlag, bei jeder noch so bedrückenden Szene muss der Bass Höchstarbeit verrichten und das Geschehen mit sehr tiefen Frequenzen unterstützen. Ohne Bass würde dieser Film vermutlich nicht halb so realistisch und beängstigend wirken.

Die Dialogwiedergabe ist frei von Mängeln und so kann man stets den fanatischen Äußerungen des Adolf Hitler folgen, die Bruno Ganz erschreckend echt darstellt.

   
 
Wertung:
  (sehr gut)
       
Gesamtwertung:

"Der Untergang" gehört zweifellos zu den besten deutschen Filmen, die je produziert wurden und schaffte es immerhin, für einen Oscar nominiert zu werden. Dass er diese Trophäe nicht einheimsen konnte liegt vermutlich an dem Schwerpunkt des Films, den die Juroren vielleicht gerne woanders gesehen hätten. Dennoch haben Bernd Eichinger und Oliver Hirschbiegel einen enorm realistischen Film geschaffen, der nicht nur inhaltlich gelungen ist, sondern auch technisch ein sehr hohes Niveau erreicht. Dass Bruno Ganz seine Rolle außergewöhnlich realistisch spielt, dürfte bereits den meisten bekannt sein, doch auch alle anderen Schauspieler, wie zum Beispiel Alexandra Maria Lara, meistern ihre Rolle souverän.

Im Endeffekt erreicht die Single-DVD von "Der Untergang" leider nur eine durchschnittliche Note, was in diesem Fall natürlich auf die spärliche Extraausstattung zurückzuführen ist. Die zweite Bremse ist eindeutig die Bildqualität, die aufgrund des starken Rauschens und anderer Mängel hinter den Erwartungen zurückbleibt. Vom Ton sind wir hingegen begeistert, da er kaum Wünsche offen lässt und den Film extrem gut in seiner Wirkung und Bildersprache unterstützt. Wer nur Wert auf den Film und nicht auf Extras legt, sollte mit dieser Edition zufrieden sein, ansonsten raten wir zum Kauf der "Premium Edition" mit zwei DVDs.

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
  

 
 
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