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Alles wegen Paul

  

Getestet von Guido Wagner

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 27.07.2005
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 04.07.2005
   
Deutscher Titel: Alles wegen Paul
Originaltitel: Alles wegen Paul
Land / Jahr: D 2001
Genre: Komödie
   
Regie:  Angelo Colagrossi
Darsteller:  Jeanette Rauch , Max von Thun , Tina Choudhary , Uwe Rhode , Karina Schieck , Jenny Jürgens
       
Bildformat: 16:9 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 2.0 stereo)
Untertitel: keine
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: Einleger mit Werbung
Verpackung: Amaray Clone (transparent)
Kapitel: 16
Laufzeit: 74 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 6 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Turbine Medien GmbH
     
Testequipment: unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Für die Börsenmaklerin Marie-Eve beginnt der Tag schon während des Zähneputzens mit Kauf und Verkauf von Aktien. Hektisch rast sie durchs Leben bzw. am Leben vorbei. Zwischen all den Anrufen erreicht sie ein Gespräch aus Indien. Ihr Bruder Paul wird dort vermisst! Trotz Flugangst macht sie sich sofort auf den Weg.
In Neu-Delhi angekommen reiht sich eine Katastrophe an die andere: Der geplante Treff mit der Informantin platzt, auf dem Weg ins Hotel überfährt der Taxifahrer fast eine Passantin, die Unterkunft entspricht nicht Marie-Eves gewohntem Standard und überhaupt - wie soll sie in diesem Chaos ihren Bruder finden? Schließlich begibt sie sich auf eine spannende Reise quer durch Indien...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Turbine Medien macht wieder einmal vor, was man alles machen kann - vorausgesetzt, man will eben.

Auch wenn "Alles wegen Paul" nun wirklich kein Kassenschlager war und die Bezeichnung "Low Budget" sicher mehr als treffend ist, so gibt es rund zwei Stunden Zusatzmaterial.

Erwähnenswert, weil neu, innovativ und in dieser Form nicht oft dagewesen, ist der Videokommentar zum Film. Ja, zugegeben, das gab es schon bei "Anatomie 2" und "Men in Black", aber da wurde doch nicht gespeist, oder? Um die original indische Atmosphäre stilecht umzusetzen, essen Regisseur Angelo Colagrossi und Produzent Hape Kerkeling über die gesamte Dauer des Films hinweg indische Köstlichkeiten, während sie, ab und an, auch mal über den Film sprechen. Doch auch dazu bleibt nur wenig Zeit, denn die beiden Macher telefonieren zu allem Überfluss auch noch mit diversen Darstellern und Crewmitgliedern - quasi live und in Farbe und so fährt Max von Thun mit seinem Handy auf einer Rolltreppe auch erst einmal prompt ins Funkloch. Den Videokommentar bekommt man als Bildkomposition mit dem Hauptfilm unten rechts in der Ecke gezeigt, alternativ lässt sich das Bild aber auch wegschalten, so dass man den Film bildschirmfüllend mit Audiokommentar genießen kann.

Das Making Of ist ebenfalls sehenswert, gibt es doch auch hier zwei Modi, die der Zuschauer wählen darf. Entweder man startet den Beitrag als B-Roll und lässt 30 Minuten Impressionen über sich ergehen, oder man schaut sich den Beitrag, wieder einmal, mit Angelo und Hape an, die aus einem kleinen Zusatzfenster heraus das Geschehen kommentieren. Der Informationsgehalt ist relativ hoch, vor allen Dingen, weil der Blick hinter die Kulissen ungeschminkt ist und teilweise sogar Material des Castings zeigt.

Dazu kommen ein paar verpatzte Szenen, eine Fotogalerie und Biografien sowie die obligatorischen Trailer.

   
 
Wertung:  
     (gut)
     
Gestaltung:

Das Menü zum Film ist zweckdienlich, offenbart aber, dass bei dieser Produktion letztlich doch gespart werden musste. So navigiert sich das Menü zwar annehmbar, wirkt aber eher altbacken und lässt, trotz grafischer Bemühungen, richtig indisches Flair vermissen. Immerhin gibt es ein animiertes Hauptmenü sowie eine animierte Kapitelauswahl. Das Cover ist ebenfalls nur mittelmäßig ausgefallen - und den Elefanten vorne drauf haben wir erst beim zweiten Hinschauen erkannt.

     
 
Wertung:
  (befriedigend)
     
Bildtest:

Angelo Colagrossis Titel bildtechnisch zu bewerten ist recht schwierig, da es sich nicht im Film im herkömmlichen Sinne handelt. Ein Großteil des Films wurde auf DigiBeta gedreht, kleinere Teile stammen, immer wieder eingestreut, aus Angelos Hi8 Kamera. Somit ist das Bild an den Stellen, an denen die DigiBeta zum Einsatz kommt knackscharf und zeigt nur in Extremsiatuationen, in denen ein starker Kontrast herrscht, dass hier überhaupt auf Video gedreht wurde. Speziell die Aufnahmen aus dem Auto heraus offenbaren durch einen ausfressenden Himmel die Verwendung von Video anstelle von Film.

Die Hi8 Aufnahmen fallen merklich ab, werden aber so selten und so dezent eingesetzt, dass man den Einsatz kaum merkt. Lediglich auf großen Bilddiagonalen erkennt man sofort die deutlich reduzierte Auflösung.

Da für den Videokommentar mit Multiangle gearbeitet wurde, ist die Datenrate für das Bild nicht optimal, so dass die Kompression leider nicht unsichtbar arbeitet. Während dies besonders auf dem Fernseher noch funktioniert, so werden speziell Beamerfreunde enttäuscht. Der eingesetzte Rauschfilter fällt durch statische Hintergründe auf, die so starr wirken, dass das Bild einen eher künstlichen Look erhält.

Bedenkt man letztlich, dass es sich bei dieser Produktion um eine Fernsehproduktion handelt, die fast nur zufällig den Sprung ins Kino schaffte, ist die gebotene Qualität, gerade unter Berücksichtigung des Budgets, wirklich angemessen.

     
Wertung:
   (befriedigend)
   
Tontest:

"Alles wegen Paul" ist eine Komödie, die mit viel Charme daherkommt, aber leider eben sehr unspektakulär ist, was die Technik angeht. Und während das Bild wirklich gefallen kann, muss man beim Ton Abstriche machen. Besonders der 5.1 Mix kann nicht überzeugen, da er anscheinend nur als Upmix erstellt wurde und wenig Räumlichkeit versprüht. Echter, weil direkter, klingt die Stereoversion, die einen recht homogenen Frequenzgang hat. An sich hat die Mischung gesunde TV-Niveau Verhältnisse, so dass man leider nur eine eingeschränkte Dynamik geboten bekommt.

Untertitel für Hörgeschädigte gibt es leider keine.

   
 
Wertung:
  (befriedigend)
       
Gesamtwertung:

Mit "Alles wegen Paul" wagt sich Turbine nach den Erfolgen mit Kalkofe und Hallervorden auch an kleinere Titel heran. Wer von diesem Titel einfach nur eine Komödie erwartet, wird wahrscheinlich nicht perfekt bedient, denn Angelo Colagrossis Streifen ist nicht nur auf schräge Momente aus, sondern will auch schrecklich viel Indien zum Anfassen mitbringen. Der Film ist somit sicherlich kein Produkt für die breite Masse, sondern ein Nischenprodukt, bei dem Fans sicherlich auf ihre Kosten kommen. Für die Produktion zeichnet Entertainer Hape Kerkeling verantwortlich, dem es sichtlich Freude machte, auch beim Bonusmaterial dabei zu sein und der DVD den letzten Schliff zu geben. Eine Chance, die Studio Hamburg verstreichen ließ, als man Hape Kerkeling die Mitarbeit an der Produktion der kürzlich erschienenen Hape Kerkeling Box versagte.

Fans des Recklinghäuser Komikers, der bereits Königshäuser an der Nase herumführte, kommen sicher auf ihre Kosten. Denn selbst wenn man den Film nicht mag, kann man herzlich über den Videokommentar lachen, der runde 75 Minuten alternatives Programm enthält.

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
  

 
 
Und das meinen unsere Kollegen:


 

 

Kerkeling und Colagrossi, die zusammen bereits an Filmen wie KEIN PARDON und SAMBA IN METTMAN gearbeitet haben, gelang mit der nur 150.000 DM teuren Low Budget-Produktion ALLES WEGEN PAUL eine kleine Perle unter den vielen Einheitsbrei geschaffen. Sympathische Darsteller, eine interessante Story und die schöne Location machen den Film zu einem Geheimtipp. Kleinere „Schwierigkeiten“ bei einer solch[...] mehr>>

DVD-Palace-Wertung: 06/10 lesen>>

 
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