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Die Passion Christi

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
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DVD-Daten:

Review Datum: 14.04.2006
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 02.09.2004
   
Deutscher Titel: Die Passion Christi
Originaltitel: The Passion Of The Christ
Land / Jahr: USA 2004
Genre: Drama
   
Regie:  Mel Gibson
Darsteller:  James Caviezel , Maia Morgenstern , Monica Bellucci , Francesco Cabras , Rosalinda Celentano , Angelo Di Loreta , Francesco Gabriele , Claudia Gerini , Romuald Andrzej Klos , Ivano Marescotti , Matt Patresi , Sergio Rubini , Ted Rusoff
       
Bildformat: 2,40:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Hebräisch/ Latein/ Aramäisch (DTS 5.1), Hebräisch/ Latein/ Aramäisch(Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: 4-seitig, mit Produktionsnotizen
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 15
Laufzeit: 121 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Layerwechsel bei: 51:11
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Highlight Video
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Nach dem Abendmahl begibt sich Jesus in den Garten Gethsemane, um dort zu beten. Tief in sich gekehrt, erscheint ihm Satan und Jesus erfährt eine Vision dessen, was ihm in den kommenden Stunden widerfahren wird. Doch er widersteht der Versuchung des Bösen.

Verraten von seinem Jünger Judas Ischariot wird Jesus kurze Zeit später festgenommen. Die Anführer der Pharisäer bezichtigen ihn der Gotteslästerung und verlangen seinen Tod. Jesus wird dem römischen Statthalter in Palästina, Pontius Pilatus, vorgeführt. Dieser hört sich die vorgebrachten Anschuldigungen an und erkennt schnell, dass es sich hier um einen politischen Konflikt handelt.

Um einer Entscheidung aus dem Weg zu gehen, übergibt Pilatus die Angelegenheit an König Herodes. Auch dieser scheut ein Urteil und lässt Jesus zum Statthalter zurückbringen. Pontius Pilatus überlässt es nun der aufgebrachten Menge Jerusalems, offen zwischen dem Angeklagten Jesus von Nazareth und dem Verbrecher Barrabas zu entscheiden, welcher der beiden begnadigt werden soll.

Das Volk entscheidet sich für Barrabas. Jesus wird den römischen Soldaten übergeben und von ihnen gefoltert. Schwer verwundet wird er wieder zu Pilatus gebracht, der ihn erneut der Menge vorführt als wolle er sagen: "Ist dies nicht genug?" Und abermals entzieht er sich dieser Verantwortung: Er befiehlt schließlich seinen Männern, dem Verlangen der Massen nachzugeben, die weiterhin den Tod Jesu fordern.

Der weitere Leidensweg ist besiegelt: Jesus muss selbst das Kreuz durch die Straßen von Jerusalem bis nach Golgatha tragen. Dort wird er schließlich an das Kreuz geschlagen. Im Angesicht des Todes stellt sich Jesus seiner letzten Versuchung: der Angst, von seinem Vater aufgegeben worden zu sein.

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Da ja zu Ostern 2005 eine Special Edition erscheinen wird, findet der geneigte Käufer hier überhaupt kein Bonusmaterial vor. Noch nicht einmal einen Kinotrailer gibt es. Fairerweise muss man aber sagen, dass Highlight Video in diesem Fall wenig dafür kann, da diese Veröffentlichungsstrategie aus den USA vorgegeben worden ist.

   
 
Wertung:  
     (ungenügend)
     
Gestaltung:

Erstaunlicherweise fällt die Menügestaltung recht edel aus. Das gesamte Menü wurde mit Klängen aus dem Film unterlegt, sodass bereits nach dem Einlegen die richtige Stimmung aufkommt. Das Hauptmenü wurde darüber hinaus noch fein und ansprechend animiert. Auch den Übergängen zwischen dem Hauptmenü und den Untermenüs (für Tonspuren, Untertitel und Kapitelanwahl) wurde Animation zuteil.

Die Gestaltung passt sehr gut zum Film und zum Coverdesign. Rechts im Hauptmenü befindet sich der Jesus-Kopf, links daneben laufen animierte Clips aus dem Film ab. Das Design macht einen hochwertigen Eindruck, was das Menü letztlich trotz der fehlenden Animation in den Untermenüs vor einer schlechteren Note bewahrt. Fast nicht erwähnenswert ist, dass das Menü auch anamorph abgetastet worden ist.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Wie die Geschichte der Christenheit hat auch dieser Transfer seine Licht- und Schattenseiten. Gerne würden wir uns den zahlreichen Kollegen englischer Seiten anschließen, die reihenweise die volle Punktzahl für die Bildqualität (der englischen DVD) vergeben haben, aber bei objektiver Betrachtung ist dies schlicht nicht gerechtfertigt. Nun könnte man natürlich argumentieren, dass Highlight hier etwas verbockt hat, aber dies ist nicht anzunehmen, da wohl Zugriff auf ein einheitliches internationales DVD-Master bestanden hat. Jedenfalls gibt es sogar den Einleitungstext optional in englischer Sprache und zwar mittels Multi Angle-Technik, die auch schon bei "Star Wars" und den Anfangscredits zum Einsatz gekommen ist.

Heftige Kritik gibt es jedoch für die Speicherplatz-Ver(sch)wendung der DVD, die jedoch sicher nicht alle Kritikpunkte am Transfer verursacht haben kann. Mehr als zwei GB freier Speicher stünden noch zur Verfügung, trotzdem fährt die DVD nur eine Bilddatenrate von knapp 4,6 MBit/Sekunde. Zwar ist damit noch lange kein "Columbia-Niveau" erreicht, aber gerade in Anbetracht der Tatsache, dass die DTS-Spur mit 1.536 kbps aufspielt, hätte eigentlich dazu führen müssen, die Gesamtdatenrate höher ausfallen zu lassen - vor allem, wenn genügend Platz bereit steht.

Wie dem auch sei, kommen wir zum eigentlichen Thema, nämlich der Bildqualität von "Die Passion Christi". Schärfemäßig geistert das Ergebnis zwischen "zu weich" und "gerade richtig" hin und her. Zahlreiche Szenen erscheinen leicht unscharf und detailarm, andererseits sieht man bei Jesus´ Geißelung jeden Striemen auf seinem Rücken. Eine wirklich perfekte Bildschärfe lässt sich jedoch zu keinem Zeitpunkt feststellen.

Die Farben erscheinen stets kräftig, wenngleich der Farbton oft in Richtung rot tendiert. Vor allem bei Gesichtern lässt sich dies beobachten. Des Öfteren wirkt die Haut nämlich eher rosa denn fleischfarben. Von der Farbgestaltung her ähneln die Farben jenen von älteren Monumentalepen, was wohl Absicht sein dürfte. Besonders auffällig ist dies bei Jesus´ Marsch mit dem Kreuz gegen Ende des Filmes.

Weitgehend ohne Fehl und Tadel präsentiert sich der Kontrast. Zwar könnte der Schwarzwert in der Anfangssequenz am Ölberg durchaus deckender sein, insgesamt gibt es jedoch wenig Anlass zur Kritik. Lediglich am Ende, als sich die Kreuzigung gen Ende neigt, überstrahlt der Himmel im Hintergrund etwas. Aber das lässt sich verschmerzen.

Einen großen Pluspunkt des Bildes stellt das fast völlige Fehlen von Bildrauschen dar. Verschmutzungen oder Drop Outs lassen sich - natürlich - nicht feststellen. Insgesamt kann man somit mit dem Ergebnis relativ zufrieden sein, wenngleich ein so neuer Film durchaus eine Spur besser aussehen dürfte.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Bei der Soundabmischung waren offenbar Profis am Werk, denn das Ergebnis ist schlichtweg überwältigend. Obwohl "Die Passion Christi" alles andere als ein laut tönender Actionfilm ist, bietet der Soundtrack stellenweise schon fast Referenzqualität. Geschickt haben die Soundingenieure jede Möglichkeit genutzt, um die Rückkanäle in das Geschehen einzubinden. Bei Filmen wie diesem geschieht dies oftmals nur über den Score. Natürlich ist dies auch hier der Fall. Die monumentale Musik breitet sich druckvoll im Raum aus. Aber damit nicht genug. Toll platzierte Umgebungsgeräusche sorgen dafür, dass praktisch zu keinem Zeitpunkt des Filmes auch nur irgendein Kanal keine Aktivität aufzuweisen hat. Ob die Grillen am Ölberg, Ziegengeblöke in der Stadt, der Pöbel bei Pontius Pilatus oder die Menschenmassen, als Christus das Kreuz schleppen muss - die Surroundkanäle sind ständig mit der Abbildung irgendwelcher Geräusche beschäftigt. Aber keine Sorge, die Effekte wirken dabei keineswegs aufgesetzt oder nur als Mittel zum Zweck. Erwähnenswert erscheint auch noch der Basskanal, der bestimmte, dramatische Szenen heftig zu unterstützen weiß.

Wie bei allen anderen DVDs von "Die Passion Christi" weltweit, besteht auch bei der deutschen Ausgabe die Wahlmöglichkeit zwischen Dolby Digital und DTS. Die Besonderheit dabei ist, dass DTS nicht die sonst übliche Datenrate von 768 kbps fährt, sondern die in der Anfangszeit der DVD gebräuchliche und dann aus der Mode gekommene, erhöhte Rate von 1.536 kbps nutzt. Ob dies wirklich etwas bringt, wagen wir nicht zu beurteilen - die Unterschiede zwischen Dolby und DTS fallen jedoch eher gering aus. Allenfalls klingt der DTS-Track eine Spur klarer, aber das kann genauso gut subjektive Einbildung sein. Jedenfalls überzeugt die Dolby Digital-Spur ebenso wie der DTS-Ton.

   
 
Wertung:
  (sehr gut)
       
Gesamtwertung:

Durch die fehlende Bonusausstattung wird das Gesamtergebnis sichtbar herunter gezogen. Technisch gibt es allenfalls im Bereich der Bildqualität partiellen Ansatz zur Kritik. Auch zwei Jahre nach der ursprünglichen VÖ ist noch keine Special Edition in Sicht.

Noch ein Schlusswort zur DVD. Auf unserem Pioneer DV-668 fror die DVD bei Minute 28:26 mehrmals ein und die DVD konnte nur durch Betätigung der "Fast Forward"-Taste wieder zum Laufen gebracht werden. Auch stellten wir in den ersten 30 Minuten des Filmes ab und an Tonsprünge - sowohl bei Dolby als auch bei DTS - fest, die sich jedoch jeweils - im Gegensatz zum Einfrieren bei 28:26 - nicht reproduzieren ließen. Eventuell ist also der Datenstream der DVD nicht ganz "sauber". Sollten bei euch ähnliche Probleme auftreten, bitten wir euch, uns zu kontaktieren.

Zum Film gibt es - wie so oft - viele unterschiedliche Meinungen zu lesen. Technisch ist der Film sicherlich brillant gefilmt. Es gibt eindrucksvolle Aufnahmen, Kameraeinstellungen und Stilmittel wie Zeitlupenaufnahmen. Auch kann man dem Film wohl nicht unterstellen, dass er unterschwellig antisemitisch sei. US-Filmen über den Holocaust kann man schließlich auch schwerlich vorwerfen, dass sie "deutschenfeindlich" seien, weil sie das Treiben der Nazis realistisch und in aller Härte darstellen. Wie auch immer, der Film und damit Mel Gibson müssen sich wohl gefallen lassen, dass die zahlreichen Folterszenen im Grunde nur dazu dienen, ein größtmögliches Maß an Aufmerksamkeit zu generieren. Denn gäbe es diese Aufnahmen nicht, wäre "Die Passion Christi" nur ein weiterer, unspektakulärer Film in der Reihe jener Filme, die die letzten Stunden Jesu Christi dokumentieren (wollen)...

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Christian Bartsch
 

 

Belangloser Streifen, der sich an der exzessiven Folterung eines Menschen ergötzt und diese Perversität offen zeigt. Die andere Seite des Films, das Protrait der Person Jesus von Nazareth kommt leider viel zu kurz.

Was sich Mel Gibson bei diesem Streifen gedacht hat, weiß ich nicht. Aber eventuell war Mel Gibson die Darstellung der Gewalt in "Braveheart" wirklich ein wenig zu lasch und er wollte seinen Helden endlich mal richtig leiden lassen.

Schockierend, aber wenig religiös inspirierend. Langweilig und unangenehm obendrein.

 

Wertung:

(mangelhaft - ausreichend)

 
 
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(RC 2 )
 
 
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