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Der Musterschüler

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
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DVD-Daten:

Review Datum: 28.02.2002
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 7.12.1999
   
Deutscher Titel: Der Musterschüler
Originaltitel: Apt Pupil
Land / Jahr: USA 1998
   
Regie:  Bryan Singer
Darsteller:  Brad Renfro , Ian McKellen , David Schwimmer , Joshua Jackson , Bruce Davison , Elias Koteas
       
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch, Englisch Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Englisch, Polnisch, Tschechisch, Ungarisch, Isländisch, Hindu, Hebräisch, Türkisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch, Griechisch, Norwegisch, Holländisch
       
Menü: interaktives Menü
Booklet: ja, Produktionsnotizen und Kapitelauswahl
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 28
Laufzeit: 107 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Columbia Tristar Home Entertainment
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Als in der High School gerade der Nationalsozialismus und die Verbrechen der Nationalsozialisten durchgenommen wird, beginnt der 16-jährige Todd Bowden – von diesem Thema fasziniert – Nachforschungen über einen alten Mann in der Nachbarschaft anzustellen, den er glaubt, als Nazi-Kriegsverbrecher Kurt Dussander erkannt zu haben. Fein säuberlich sammelt Todd Beweise gegen den alten Mann und als er glaubt, genug davon beisammen zu haben, konfrontiert er Kurt Dussander mit seinen Erkenntnissen. Doch Todd will Dussander nicht etwa verraten und ihn seiner gerechten Strafe überführen, sondern er beginnt, ihn zu erpressen.
Er will alles wissen, sämtliche Details – wie die Juden vergast wurden, wie sie röchelnd am Boden lagen und starben. Je mehr Dussander von seinen Gräueltaten berichtet, desto will Todd davon hören. Immer mehr verstricken sich die beiden in ihre ungewöhnliche Beziehung und werden gegenseitig abhängig von einander.
An seine Vergangenheit erinnert, als er noch "jemand war", beginnt der Alte wieder gefallen an alten nationalsozialistischen Gedanken zu fassen und seine alte Gewaltbereitschaft tritt wieder zu Tage.
Doch auch Dussander ist nicht blöd und so dauert es nicht lange bis er den Spieß umdreht und Todd in der Hand hat – schließlich ist Erpressung auch kein Kavaliersdelikt. Gegenseitig haben sie sich nun in der Hand – es gibt kein Zurück mehr. Und so spitzt sich die Lage zu als Dussander einen lästigen Penner ermorden will und Todd seine Untat vollenden muss...

Nach einer Vorlage von Stephen King, entstand dieser Film unter der Regie von Bryan Singer, der schon "Die üblichen Verdächtigen" auf die Leinwand brachte. Das Thema ist heikel, das Abdriften ins Plakative ist beim Thema "Nationalsozialismus" leicht möglich. Doch der Film ist anders als andere Filme, die sich die unsägliche Zeit zwischen 1933 und 1945 zumindest indirekt zum Thema machen - zumindest bis zum Finale. Der Film will nicht anklagen, er will die Vergangenheit nicht aufarbeiten wie es zum Beispiel Filme wie "Schindlers Liste" wollen, sondern er will eine intelligente Geschichte erzählen, die eben in das Umfeld des Nationalsozialismus und seine Verbrechen eingebettet ist. Enttäuschend ist jedoch das Ende – wie nicht anders zu erwarten war, erkennt ein ehemaliger KZ-Insasse seinen Peiniger. Dies ist abgedroschen und einfach zu typisch. So bleibt der schale Beigeschmack, dass ein durchweg guter Film sich am Ende doch wieder einreiht in die lange Reihe jener Filme, die sich mit üblichen Mustern anschicken, die Geschichte eines Nazi-Kriegsverbrechers in der heutigen Zeit darzustellen, der schlussendlich enttarnt durch ein ehemaliges Opfer seiner selbst enttarnt wird.

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Außer einer etwa 6-minütigen Featurette und dem Kinotrailer haben sich keine Extras auf die DVD "verirrt". Das ist schade, da gerade bei diesem Film ein ausführliches Making of und ein Audiokommentar mehr als wünschenswert gewesen wären.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend)
     
Gestaltung:

"Der Musterschüler" stammt noch aus einer Zeit als bei Columbia Schmalhans Küchenmeister war. So ist vom Menü her nichts zu verlangen. Nicht einmal anamorph abgetastet, präsentiert sich ein typisches Standardmenü aus Standbildern, das jegliche Animation vermissen lässt.

     
 
Wertung:
  (ausreichend - befriedigend)
     
Bildtest:

Columbia-typisch präsentiert sich ein außerordentlich klares und gutes Bild. Das Rauschverhalten ist perfekt, nur Pedanten werden sich an dezentem Hintergrundrauschen stören können.
Auch der Kontrast wartet mit guten Werten auf und zeigt keine Schwächen.
Außerdem kann der Film mit sehr natürlichen, teils aber vielleicht zu dezenten Farben gefallen.
Die jetzt gut zweieinhalb Jahre alte DVD braucht sich nicht hinter neueren DVD-Produktionen verstecken – auch von der Bildschärfe her, die zwar nicht sehr gut, aber immer noch im grünen Bereich ist.
Zur Topnote reicht es somit nicht, aber ein "Gut bis Sehr gut" geht sich noch aus.

     
Wertung:
   (gut - sehr gut)
   
Tontest:

Vom 5.1-Ton kann und darf man sich nicht allzu viel erwarten – "Der Musterschüler" ist sicherlich kein Film, der die Basis für einen ausgeprägten digitalen Mehrkanalton.
So hat der Film zwar eine ausgeprägte Stereokulisse zu bieten, von den Rearspeakern wird man jedoch nicht viel mitbekommen. Sie sind praktisch stumm, nur Musik findet ab und zu den Weg in den hinteren Bereich der Abmischung.
Zwischen der englischen Originalversion und der deutschen Synchronisation besteht nicht viel Unterschied, beide Tracks haben die gleichen Eigenschaften.

   
 
Wertung:
  (befriedigend)
       
Gesamtwertung:

Für Fans von geschichtlich angehauchten Filmen ist die DVD sowieso ein Muss.
Technisch absolut auf der Höhe der Zeit, enttäuscht lediglich die Bonusausstattung - ganz einfach weil sie eigentlich nicht vorhanden ist. Nichtsdestotrotz ist die DVD den kauf Wert - vor allem wenn man sie England bestellt, wo sie günstig als Budget-Titel erhältlich ist.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
  

 
 
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Zahl der Filmkritiken: 1
 
 

 
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