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Die Verurteilten

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 04.02.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 16.01.2003
   
Deutscher Titel: Die Verurteilten
Originaltitel: The Shawshank Redemption
Land / Jahr: USA 1994
   
Regie:  Frank Darabont
Darsteller:  Tim Robbins , Morgan Freeman , William Sadler , Bob Gunton , Clancy Brown
       
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch Dolby Digital 5.1 EX, Deutsch und Englisch Dolby Digital 2.0 Surround
Untertitel: keine
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box (transparent)
Kapitel: ganze 8 für 136 Minuten Film!
Laufzeit: 137 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: EuroVideo
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

"Zweimal Lebenslänglich“ lautet das Urteil für den Bankmanager Andy Dufresne, der, entgegen seiner Beteuerungen, seine Ehefrau und ihren Liebhaber ermordet haben soll. Er wird in das berüchtigte Gefängnis von Shawshank im Bundesstaat Maine eingeliefert. Das Leben hinter den Gefängnismauern wird für ihn zur Hölle als er von Mitgefangenen vergewaltigt wird und der sadistische Direktor Norton eindringlich zeigt, was er unter Disziplin versteht.

Nur die Freundschaft zu Red gibt ihm die Kraft durchzuhalten. Doch als ein junger Mitsträfling ermordet wird, eskaliert die Situation.(Covertext)

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Die Extras lassen sich kurz und schmerzlos (Bild und Ton werden gleich noch unangenehm genug) abhandeln.

Es gibt den Kurzfilm "Countdown" (warum und weshalb wird nicht erklärt), eine Testmöglichkeit für Dolby Digital (um z.B. zu prüfen, ob alle Lautsprecher korrekt aufgestellt und angeschlossen sind), eine Übersicht über die Goofs dieses Films mit direkter Sprungmöglichkeit in den Film. Dazu kommen noch ein paar Trailer sowie Texttafeln mit Informationen zu Cast und Crew.

Insgesamt eine unterdurchschnittliche Aufmachung, nicht mehr, nicht weniger.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend)
     
Gestaltung:

Das Menü ist eine Überarbeitung der 3. Version des Films aus dem Hause Laser Paradise. Hier ist zwar viel animiert, leider wirkt die Aufmachung insgesamt ein wenig ungeschickt, um hier zu überzeugen.

An sich kann man sich hier aber nicht beschweren.

     
 
Wertung:
  (befriedigend)
     
Bildtest:

Selten bringen DVDs einen hartgesottenen Redakteur auf die Palme. Man hat ja auch schon den ein oder anderen bildtechnischen Fehdehandschuh ins Gesicht geschlagen bekommen. Da macht auch "Die Verurteilten", diesmal aus dem Hause Eurovideo, keine Ausnahme.

Kurzum: was Eurovideo hier abliefert ist eine bodenlose Frechheit. Es handelt sich nach unseren Schätzungen um das Originalmaster, das schon die Firma Laser Paradise zu einer eher stümperhaften DVD-Umsetzung verleitet hat.

Es gibt gleich mehere Dinge, die hier zum bildtechnischen K.O. führen. Vorneweg wäre der total mißlungene Kontrast zu nennen. Dieser ist anscheinend nicht für Video korrigiert worden, so dass das Bild nun aussieht, wie es eben auch schon auf den Auflagen des Independent Anbieters Laser Paradies ausgesehen hat: unmöglich. Um einen sinnvollen Vergleich zu ziehen könnte man am ehesten in einem Bildbearbeitungsprogramm den Kontrast eines beliebigen Fotos hochdrehen. Schwarze Flächen saufen ab, helle Flächen überstrahlen gnadenlos.

Und welcher Mitarbeiter in geistiger Umnachtung vergessen hat, Teile des VITCs (Videotimecode, der eigentlich in den ersten, nicht sichtbaren Videozeilen untergebracht wird) aus dem Bild zu entfernen, dem gehört eigentlich die Lizenz als Filmfreund entzogen. Wer einen 16:9 Fernseher hat, dürfte dieses Überbleibsel wegen des Overscan des Fernsehers nicht bemerken, wer jedoch die Einstellung 4:3 Letterbox in seinem Player eingestellt hat, darf sich eine ganze Weile mit fünf lustigen weißen Strichen am oberen Bildrand vergnügen.

Die Farben sind für Video viel zu matt und auch wenn Frank Darabont hier sicherlich keine Bonbontöne gewollt haben kann - das was hier übrig bleibt, kann eigentlich nicht so gewollt sein. Das belegen auch die uns zur Verfügung stehenden Pressebilder.

Die restlichen Bildparameter sind nicht weiter nennenswert. Natürlich wurde gerauschfiltert und natürlich sieht man die Artefakte dieses Störenfrieds im Bild.

     
Wertung:
   (mangelhaft)
   
Tontest:

Der Upmix des Ton auf 5.1 EX ist genauso schwachsinnig wie die unnötige DTS Spur auf der letzten Vorgängerfassung der Firma Laser Paradise.

Insgesamt sind die beiden Stereofassungen zu empfehlen, der deutsche Upmix auf 5.1 EX (oh man...) enthält sogar einige inhaltliche Fehler, wenn nämlich der Offsprecher plötzlich beim Locationwechsel ebenfalls Hall auf der Stimme hat.

Die Stereospuren klingen etwas dumpf, der 5.1 Mix klingt insgesamt unglaubwürdig und weist eben Mischungsfehler auf. Beim Stereoton hätte man sicher von noch befriedigend sprechen können, zusammen mit den Fehlern gibt es aber für die 5.1 Fassung daher nur...

   
 
Wertung:
  (ausreichend)
       
Gesamtwertung:

Frank Darabonts (The Green Mile, The Majestic) Gefängnisdrama zählt unumstritten zu den besten Gefängnisfilmen. "The Shawshank Redemption", so der Originaltitel, ist ein Film, der, wie schon "The Green Mile", von Horror-Experte Stephen King geschrieben wurde.

Bevor sich Eurovideo an einer DVD Fassung versuchte, gab es bereits vier Auflagen des Independent Labels Laser Paradise, bei denen jeweils nur Kleinigkeiten geändert wurden. Die Eurovideo-Fassung basiert auf der dritten Auflage aus dem Hause Laser Paradise, wobei lediglich die Trailershow des Labels weggelassen wurde. Dass es sich aber eben tatsächlich um die gleiche Fassung handelt, kann man gut unter dem Extras beim Dolby Digital Test erkennen. Hier steht ganz deutlich der Schriftzug "Laser Paradise".

Damit hat Eurovideo die Chance vertan, endlich einmal eine technisch ansprechende Variante dieses Titels auf DVD zu veröffentlichen. Genug Potentital zum Abverkauf hätte der Titel sicherlich mitgebracht.

Ja, und wäre da neben dem unterdurchschnittlichen Ton und dem grausigen Bild nicht auch noch die Tatsache, dass es Eurovideo, wohl ganz aus Versehen, geschafft hat, den Film um gute zwei Minuten zu kürzen. Nicht wegen Gewalt, sondern einfach so, weil man anscheinend nichts besseres zu tun hatte. Ab Mitte Kapitel vier gibt es plötzlich einen Sprung - und zwei Minuten Handlung sind einfach weg. Das pikante an dieser Tatsache ist, dass Eurovideo zugesagt hat, eine überarbeitete Fassung zu veröffentlichen, da dieser Schnitt wohl keine Absicht war. Wir fragen uns: wenn das keine Absicht war, was dann? Ist da jemand, frei gesprochen, mit der virtuellen Schere ausgerutscht?

A: "Huch, jetzt hab ich doch glatt aus Versehen zwei Minuten Film gelöscht..."
B: "Ach komm, lass mal. Das merkt bestimmt keiner. Die Szene war sowieso zu lang und zu uninteressant!"

Nein wirklich, wie um alles in der Welt verliert man so nebenbei zwei Minuten Film? Da ist es kein Wunder, dass sich Eurovideo auch in diversen Foren die Frage gefallen lassen muss, was denn bloß bei der Endkontrolle passiert ist. Wir ahnen es - Herr Endkontrolle hatte Urlaub und seine Frau die Grippe!

Bei einer so vergrützten Auflage kann man nicht mehr machen, als den Kopf zu schütteln und sich schnell eine andere Fassung aus dem Ausland zuzulegen - dann leider ohne deutschen Ton.

Und bei aller Liebe - bitte nicht auf den Amazon-Link klicken, auch wenn wir dabei jedes Mal fünf Prozent an Provision verlieren. An solch finsteren Geschäften wollen wir einfach nicht beteiligt sein...

       
 
Wertung:
  (ausreichend)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Christian Bartsch
 

 

"Die Verurteilten" ist ein wirklich toller Film, der besonders vom Talent von Tim Robbins und Morgan Freeman lebt.

Frank Darabont schafft es ein weiteres Mal, nicht nur stupide Klischees zu bedienen, sondern seine Charaktere langsam weiter zu entwickeln und zu einem Höhepunkt zu führen.

Schade nur, dass es in Deutschland keine akzeptable DVD dieses Titels gibt...

 

Wertung:

(gut - sehr gut)

 

David Hain
 

 

Es ist schon ironisch das die beste Steven King-Verfilmung kein Horrostreifen ist: Die Verurteilten ist anrührend, leise, spannend bis zum Schluss und gibt zu denken auf.
Die Schauspieler sind erste Sahne und das Ende ist ein echter Kracher (Stichwort: Raquel Welch)

 

Wertung:

(sehr gut)

 
 
Filmkritiken der Leser:
 
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Zahl der Filmkritiken: 2
 
 

 
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