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Walk The Line

2-Disc Collector´s Edition

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

 
 

 

DVD-Daten:

Review Datum: 02.03.2006
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 28.02.2006
   
Deutscher Titel: Walk The Line
Originaltitel: Walk The Line
Land / Jahr: USA 2005
Genre: Drama
   
Regie:  James Mangold
Darsteller:  Joaquin Phoenix , Reese Witherspoon , Ginnifer Goodwin , Robert Patrick , Dallas Roberts , Dan John Miller , Larry Bagby , Shelby Lynne , Tyler Hilton , Waylon Payne , Shooter Jennings , Sandra Ellis Lafferty , Dan Beene , Clay Steakley , Johnathan Rice
       
Bildformat: 2,40:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Englisch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Spanisch (Dolby Digital 2.0 Surround), Französisch (Dolby Digital 2.0 Surround), Kommentar (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Englisch, Spanisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: Einleger mit Kapitelübersicht
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 36
Laufzeit: 135 Minuten
TV Norm: NTSC
FSK: keine FSK Freigabe, sondern PG
Regional Code: Code 1
Layerwechsel bei: 67:26
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Twentieth Century Fox Home Entertainment
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Seit frühester Jugend himmelt Johnny Cash die damals schon bekannte (Kinder-)Sängerin June Carter an. Gegen den Willen seines Vaters schlägt er selbst eine Musikerlaufbahn ein und kann schließlich mit von Herz kommender Countrymusik große Erfolge erzielen - ja, Johnny Cash tourt sogar mit seinem einstigen "Schwarm" gemeinsam durch die Lande.

Doch auch die Schattenseiten des Erfolges bleiben Johnny Cash nicht erspart - Drogen, Alkohol, Einsamkeit. Nur eine kann ihn aus dieser Misere retten...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

- Audikommentar von James Mangold
- Deleted Scenes: Nach langer Zeit wurden die nicht verwendeten Szenen wieder einmal für die DVD nachbearbeitet und liegen somit anamorph abgetastet, in guter Qualität und sogar mit 5.1-Ton vor. Optional kommentiert James Mangold die etwa 25 Minuten an Deleted Scenes und erklärt auch, wieso bestimmte sicher sehenswerte Szenen es nicht in den Film geschafft haben.
- Trailer

- Extended Music Sequences: Hier gibt es drei verlängerte Musikszenen ("Rock And Roll Ruby", "Jackson", "Cocaine Blues") mit einer Lauflänge von zusammen sechs Minuten, die wahlweise in 5.1 oder 2.0 hörbar sind und anamorph abgetastet wurden.
- Folsom, Cash & The Comeback: Wie auch die dritte Dokumentationen ("Ring Of Fire") liegt auch diese Kurzdoku von 12 Minuten Laufzeit anamorph abgetastet vor. Ehemalige Freunde und Weggefährten wie Kris Kristofferson und Willie Nelson gehen in dieser Featurette auf Johnny Cash und seine besondere Bezíehung zu Gefängnisinsassen und die Hintergründe hinter seinem Comeback-Konzert im Folsom Prison ein. Angereichert wurden die Interview-Schnipsel mit kurzen Ausschnitten aus dem Film.
- Celebarting The Man in Black - The Making Of: Mit 22 Minuten Lauflänge fällt das Making Of noch eine Runde ausführlicher aus. Leider konzentriert sich das Making Of ein wenig zu sehr auf eine Inhaltsbeschreibung des Filmes, denn wirklich tiefgründig auf die Entstehung einzugehen. Jedoch kommen wieder einige Weggefährten zu Wort und kommentieren die ins Making Of hinein geschnittenen Filmausschnitte in Hinblick auf die realen Vorkommnisse. Da das Making Of ganz offensichtlich aber für das TV produziert wurde, kann es nicht ganz mit den rein für die DVD-Auswertung produzierten Making Ofs mithalten, die meist mehr in die Tiefe gehen und sich weniger auf Inhaltsangaben beschränken. Aufgrund der auch verwendeten Archivaufnahmen und eben der Interviews ist das Making Of aber jedenfalls sehenswert.
- Ring Of Fire - The Passion of Johnny & Cash: Diese 12-minütige Featurette beschäftigt sich mit Beziehung zwischen Johnny & June Carter Cash. Anhand der Bilder aus dem Film erzählen wiederum Freunde und Weggefährten ihre Eindrücke. Leider erfährt man dabei nicht wesentlich mehr als sowieso schon im Film gezeigt wird. Dennoch fällt auch diese Featurette noch unter die Kategorie sehenswert.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend - gut)
     
Gestaltung:

Mittlerweile gibt es den aus Deutschland bekannten Raubkopiererspot ("Raubkopierer sind Verbrecher und werden mit dem Tod bestraft") auch in anderssprachigen Versionen und sogar anamorph abgetastet. Anamorph abgetastet ist anschließend auch das Menü, was dem Gesamteindruck natürlich nicht abträglich ist. Die Gestaltung fällt dabei ruhig und dezent aus. Clips aus dem Film wurden mit Countryklängen gemischt.

Leider wurde jedoch nur das Hauptmenü animiert, die restlichen Menüs fallen ein wenig langweilig aus. Die insgesamt sehr edel wirkende Gestaltung verhindert aber eine schlechtere Note. Auch das Hauptmenü der Bonus-DVD besteht nur aus mit Ton unterlegten Standbildern.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Die Endnote zeigt schon, wie zufrieden wir mit dem Bild dieser DVD gewesen sind. Ein "Gut bis Sehr gut" gab es schon lange nicht mehr, hatten doch die meisten DVDs in letzter Zeit mit einer oder gar mehreren Schwächen zu kämpfen, vorwiegend angesiedelt im Bereich der Bildschärfe. Nicht so "Walk The Line". Trotz der Überlange und trotz der Vielzahl an Tonspuren bietet die DVD eine fast perfekte Bildqualität.

So fällt zum Beispiel durchgehend wirklich gut bis sehr gut aus. Das Schöne ist, dass keinerlei Doppelkonturen festzustellen sind, dass hier also ein von digitaler Nachschärfung verschonter Transfer präsentiert wird, der dennoch eine ausgesprochen hohe Kantenschärfe zu bieten hat. Auch die Detailzeichnung fällt sehr schön aus, doch müsste diese noch eine Prise höher sein, um ein wirkliches "Sehr gut" zu rechtfertigen. Mit ein Grund für die Tatsache, dass die DVD letztlich keinen Award bekommt, ist auch, dass ab und an leichte Bewegungsunschärfen festzustellen sind. Insgesamt aber dennoch ein starkes Ergebnis, das man so in letzter Zeit nicht oft gesehen hat.

Ohne Einschränkung sehr gut fällt hingegen der Kontrast aus. Dieser ist schlicht und einfach perfekt. Nachtszenen wirken knackscharf und bei Tagesaufnahmen überstrahlt der Transfer in keinster Weise. Die Abart eines überstrahlenden Kontrasts gehört in letzter Zeit ja zu einem häufig verwendeteten und sehr nervigen Stilmittel.

Als Ausgangsmaterial muss ein sehr sauberes High Definition-Master gedient haben, denn das Bild ist frei von jeder Art von Rauschen. Und das ohne dass der Transfer dabei weich wirkt, was bei Rauschfiltern ja oft der Fall ist. So muss das bei einem neuen Film auch sein.

Zu guter Letzt seien noch die Farben erwähnt. Hier variiert die Darstellung etwas. Der Film startet in den 1960er Jahren und präsentiert sich am Anfang mit recht kalten Farben wie Blau, die die Szenerie beherrschen. Dann folgen Rückblicke auf die Kindheit Johnny Cashs, die eine sehr warme Farbdarstellung aufweisen. Diese Darstellung bleibt dann weitgehend auch im restlichen Film erhalten, allerdings nähert sie sich fast einer recht natürlichen Darstellung an.

     
Wertung:
   (gut - sehr gut)
   
Tontest:

Gleich in der ersten Minute zeigt der Soundtrack, in welche Richtung die Fahrt geht. Deutlich wahrnehmbar deutet der Basskanal an, was mit den Bildern erzählt wird. Laut stampfend (ergo basskanalwummernd) nimmt man die Gefangenen des Folsom Prison schon lange wahr bevor man sie letztlich sieht. Schaltet man hier zwischen DTS und Dolby Digital um, präsentiert sich der Dolby-Track sogar noch eine Spur bassstärker und kräftiger.

Wer daraus schließt, dass Dolby Digital hier die bessere Wahl wäre, wird jedoch bei der im Musik vorkommenden Musik eines Besseren belehrt. Die Musik klingt in der DTS-Fassung transparenter und ausbalancierter. Der Unterschied zu Dolby Digital ist hier deutlicher wahrnehmbar als bei vielen DTS-Spuren der letzten Zeit.

Ansonsten bieten beide Tracks annähernd gleiche Eigenschaften. Der sehr dynamische Ton macht recht guten Gebrauch von sämtlichen Lautsprechern und erzeugt so eine sehr schöne Surroundkulisse. Auftrumpfen kann der Ton vor allem in den Musikszenen, die fantastisch herüber kommen. Ansonsten muss sich der Ton zwangsläufig mit den Umgebungsgeräuschen begnügen, denn Platz für Surroundeffekte oder besondere "Spielereien" ist einfach nicht. Und hier verliert der Ton am Ende auch den halben Punkt zur Höchstnote. Stellenweise wirken diese Umgebungsgeräusche nämlich nicht gut genug gesetzt. Manchmal wurden sie zu verhalten auf den hinteren Kanälen platziert. Andererseits betrifft dies wiederum nur einige Sequenzen, für die Höchstnote braucht es aber eben durchgehende Glanzwerte. Dennoch kann man mit dem Gebotenen hoch zufrieden sein.

   
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
       
Gesamtwertung:

Oft gibt es so gelungene DVDs wie "Walk The Line" nicht. Ein hübsches Digipak mit Prägedruck, ein toller Film, fast einwandfreie Technik und ein zumindest teilweise sehr interessantes Bonusmaterial - so sollte das sein. Gerade in Bezug auf die Technik gehört diese DVD aus den USA sicher zu den besten der letzten Zeit. Vor allem hat man lange Zeit keine so gelungene Bildqualität mehr gesehen. Gerade über einen Beamer wirkt das Bild äußerst hochwertig.

Man wird abwarten müssen, wie sich eine europäische bzw. deutsche Ausgabe im Vergleich schlagen wird. Da der Film in Deutschland erst Anfang Februar im Kino angelaufen ist, müssen deutsche Käufer noch einige Zeit auf die DVD warten. Da der Film wahrscheinlich aber sowieso im Englischen besser wirkt, könnte sich der Import aus den USA durchaus lohnen.

       
 
Wertung:
  (gut)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Stefan Paulmayer
 

 

Ist "Walk The Line" einer der besten Filme der letzten Zeit? - Wahrscheinlich nicht. Allzu große erzählerische Finesse kann eine Biografie wahrscheinlich gar nicht bieten. Nein, der Film erzählt relativ geradlinig - verdeckt durch den Aufbau in Form eines langen Flashbacks - einen Teil des Lebens von Johnny und June Carter Cash ohne dabei wirklich tief in die Hintergründe vordringen zu können. Die Jugend von Johnny Cash wird dabei nur relativ oberflächlich gestreift und auch die Zeit vom Heranwachsenden bis zum erfolgreichen Sänger und die damit verbundenen Geschichten können nur rudimentär gezeigt werden.

Vielmehr konzentriert sich der Film auf die Werdung der Liebesbeziehung zwischen Johnny Cash und June Carter. Seit seiner Kindheit hörte Johnny Cash die aus einer Sängerfamilie stammende June Carter über den kleinen Radioempfänger Country-Lieder singen und während seiner Zeit in der Army (stationiert in Deutschland) blättert er gerne in Magazinen, die Homestories oder Ähnliches über den Country Star bringen. Danach springt der Film in der Zeit voran, beschäftigt sich kurz mit der Frage, wie Johnny Cash zu seinem ersten Plattenvertrag gekommen ist und konzentriert sich anschließend ausschließlich darauf, wie Johnny Cash June Carter für sich gewinnen konnte.

Wenn es also nicht die Story oder die Erzählweise ist - was macht den Film dann so großartig? Die einzige Antwort kann nur lauten: der Cast. Die beiden zurecht für den Oscar nominierten Hauptdarsteller werden von einem gut besetzten und hervorragend spielenden Nebencast begleitet, angeführt von Robert Patrick, der zeigt, wie sehr er sich seit seiner Rolle als T1000 zum ernst zu nehmenden Darsteller gewandelt hat. Reese Witherspoon und Joaquin Phoenix spielen in "Walk The Line" die Rollen ihres Lebens. Dass die beiden noch dazu sämtliche Songs im Film selbst gesungen haben und dabei unglaublich authentisch herüber kommen, macht ihre Leistung nur noch beeindruckender. Die beiden tragen den Film und können letztlich auch darüber hinweg täuschen, dass "Walk The Line" zwar ein hervorragend fotografierter, aber letztlich doch recht belangloser Film ist. Nicht zu Unrecht erhielt vor allem Reese Witherspoon für ihre Darstellung der June Carter die meisten Nominierungen und Gewinne diverser Awards für eine Rolle in ihrer bisherigen Karriere. Die Diversität der Figur/ des Menschen Johnny Cash kann der Film aufgrund der Beschränkungen, denen ein Film zwangsläufig unterliegt, wahrscheinlich nicht vollständig erfassen - Joaquin Phoenix schafft es aber vorzüglich, der Figur einen Teil der durch den Film nicht zur Geltung kommenden Diversität dennoch zu verleihen...

 

Wertung:

(gut - sehr gut)

 
 
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