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Die fetten Jahre sind vorbei

Doppel Deluxe Edition

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 26.09.2005
Verleihfenster: 12.07.2005
Im Handel ab: 08.08.2005
   
Deutscher Titel: Die fetten Jahre sind vorbei
Originaltitel: Die fetten Jahre sind vorbei
Land / Jahr: D 2005
Genre: Drama
   
Regie:  Hans Weingartner
Darsteller:  Daniel Brühl , Julia Jentsch , Stipe Erceg , Burghart Klaußner , Peer Martiny , Petra Zieser , Laura Schmidt , Sebastian Butz , Oliver Bröcker , Knut Berger , Hanns Zischler , Claudio Caiolo , Bernhard Bettermann , Sylvia Haider , Claudia Jakobshagen , Reiner Heise , Heinz Kreitzen , Lara Schützsack , Heinz Fitz , Albert Gürtler
       
Bildformat: 1,78:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 2.0 Surround), Kommentar (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 28
Laufzeit: 127 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Ufa Home Entertainment
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Dass die Güter dieser Welt ungerecht verteilt sind, ist allen klar. Wie das zu ändern ist, hingegen nicht so ganz. Die Freunde Jan und Peter haben ihren eigenen Weg gefunden: Nachts brechen sie in Villen ein. Nicht um zu klauen, sondern um das Mobiliar auf den Kopf zu stellen. Die Botschaft, die sie hinterlassen, lauten: "Die fetten Jahre sind vorbei" oder "Sie haben zu viel Geld" - unterzeichnet mit "Die Erziehungsberechtigten".

Doch dann wird die Freundschaft der beiden Rebellen auf eine harte Probe gestellt. Peters Freundin Jule und Jan verlieben sich ineinander. Im Überschwang der Gefühle steigen die beiden in eine Villa ein und werden dabei vom Besitzer überrascht. Prompt werden die "Erziehungsberechtigten" zu Entführern wider Willen...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

- Audiokommentar von Regisseur und Autor Hans Weingartner und Drehbuchautorin Katharina Held

- Making Of: Das Making Of läuft gute 24 Minuten und liefert vor allem Interviews mit Cast & Crew sowie Aufnahmen vom Set, die uns einen Blick hinter die Kulissen werfen lassen. Inhaltlich ein sehr gutes Making Of...
- Schneideraum: Einerseits gibt es hier acht Minuten an "Funny Scenes", die während der Dreharbeiten entstanden sind und einfach nur die Crew beim Herumblödeln zeigen. Andererseits gibt es auch 20 Deleted Scenes, die man entweder einzeln auswählen oder am Stück betrachten kann. Die Szenen liegen in anamorphem Widescreen vor.
- Premiere in Cannes: Auf siebeneinhalb Minuten bekommen wir einen Zusammenschnitt des Auftritts des Teams bei den Filmfestspielen in Cannes geboten. Von der Pressekonferenz über die Aufführung bis hin zur Party danach begleiten wir Hans Weingartner und seine Schauspieler.
- Interviews: Die fünf Interviews mit den Hauptdarstellern und dem Regisseur verbergen sich hinter dem Menüpunkt "Besetzung & Team". Die Interviews laufen allesamt nicht recht lang (nur um die zwei Minuten), sind aber dennoch interessant anzusehen.
- Teaser & Kinotrailer
- Fotogalerien
- Biografien (Cast & Crew)

   
 
Wertung:  
     (befriedigend - gut)
     
Gestaltung:

Bei der Menügestaltung hat Universum Film sich sichtbar Mühe gegeben. Sämtliche Menüs sind animiert und mit Musik unterlegt worden. Clips aus dem Film laufen im Hintergrund, dazu gibt es computeranimierte Elemente, die die Clips quasi "einrahmen". Selbstverständlich wurde auch nicht auf die anamorphe Abtastung verzichtet. Auch die Menüs der Bonus-DVD wurden in dieser Art gestaltet und ebenfalls komplett durchanimiert, sodass auch die zweite Ebene noch animiert daher kommt.

     
 
Wertung:
  (sehr gut)
     
Bildtest:

Um den Film quasi dokumentarisch erscheinen zu lassen, wurde er mit jenem typischen Videolook ausgestattet, der so oft bei kleineren Produktionen zum Einsatz kommt. Das Problem dabei ist, dass dieser Look einem nach wenigstens zwei Filmen auf die Nerven geht und diese zwei Filme schon lange veröffentlicht sind. Dennoch kann man aber nicht umhin, zu konstatieren, dass der Look nicht unpassend gewählt worden ist.

Die Qualität ist insgesamt aber recht eingeschränkt. Es beginnt schon bei der Bildschärfe. Einerseits wirkt das Bild oft überschärft und erscheint dadurch auf den ersten Blick schärfer als es in Wirklichkeit ist, andererseits stellen sich bei Bewegungen im Bild sofort Unschärfen ein. Wirklich gute Werte erzielt der Transfer nur bei Standbildern bzw. ruhigen Aufnahmen ohne Bewegungen. An der Bilddatenrate kann es übrigens nicht liegen, denn diese fällt exorbitant hoch aus.

Der Kontrast ist alles andere als wirklich gut - helle Flächen überstrahlen, der Schwarzwert ist nicht immer hoch, das Bild wirkt oft verwaschen oder leicht milchig. So sollte das wirklich nicht aussehen, andererseits sind auch das Eigenschaften, die man oft bei Filmen mit Videolook vorfindet. Dunkle Nachtszenen erscheinen oft in grässlicher Qualität. Zu dunkel geraten, haben sie mit Rauschen zu kämpfen und wirken einfach nicht gelungen.

Tagesaufnahmen erscheinen hingegen meist recht klar, sauber und rauschfrei. Die Farben sind ebenfalls ein eigenes Kapitel. Einerseits wirkt die Farbdarstellung nicht schlecht, andererseits ist ein gewisser rötlicher Einschlag nicht zu leugnen. Richtig natürlich sind die Farben dadurch nicht immer, vielmehr wirkt das Bild ab und an "zu bunt".

     
Wertung:
   (ausreichend - befriedigend)
   
Tontest:

Der Ton liegt zwar auf besserem Niveau als das Bild, wird aber trotzdem nicht den Möglichkeiten von 5.1 gerecht. Andererseits wäre es aber wohl auch verwegen, einem dokumentarisch aussehenden Film einen Blockbuster mäßigen Mehrkanalton zu verpassen - daher muss der Ton als zum Film passend bezeichnet werden.

In der Titelsequenz kommt die Musik recht aufdringlich über die Rückkanäle und auch im weiteren Verlauf des Filmes wirkt der Soundtrack vielleicht eine Spur zu "aufgesetzt". Die Nutzung der Rücklautsprecher bleibt insgesamt recht zögerlich. Wenn, dann werden vor allem dezente Umgebungsgeräusche und der Score über die hinteren Kanäle transportiert.

   
 
Wertung:
  (befriedigend)
       
Gesamtwertung:

An die Technik darf man keine zu großen Ansprüche stellen - schließlich soll der Film quasi dokumentarisch daher kommen und wurde dementsprechend gefilmt. Die Aufmachung kann aber durchaus als liebevoll bezeichnet werden und der Preis stimmt auch. Insgesamt legt Universum somit eine durchaus lohnende DVD vor, die aus unserer Sicht der ebenfalls erhältlichen Single Disc auf jeden Fall vorzuziehen ist. Ob der Film allerdings jedermanns Geschmack, mag, kann und darf bezweifelt werden.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Stefan Paulmayer
 

 

Lobend erwähnen muss man ganz klar die Schauspieler, die es schaffen, den teilweise arg unrealistischen bzw. aufgesetzt wirkenden Dialogen einigermaßen Glaubwürdigkeit zu verleihen. Wer "Dawson´s Creek" ob seiner Dialoge kritisiert, wird mit "Die fetten Jahre sind vorbei" seine hellste Kritiker-Freude haben – ok, das mag jetzt vielleicht übertrieben sein, im Kern trifft es den Punkt aus meiner Sicht aber recht gut. Der Inhalt des Filmes ist leicht erzählt: zwei junge Menschen machen sich einen Spaß daraus, in Villen einzusteigen und Möbelstücke zu verrücken. Grundsätzlich wollen sie die Villen nicht ausräumen, dennoch findet sich ab und an das eine oder andere Wertstück in den Taschen eines der jungen Menschen, wobei dies der andere, der "reinere" Linke, missbilligt. Kompliziert wird die Geschichte, als einer der jungen Menschen sich in die Freundin des anderen verliebt und diese auf eine "Villentour" mitnimmt. Im Überschwang vergisst diese dort ihr Handy, das die beiden am nächsten Tag wieder erlangen wollen und dabei vom Hausherrn - einem nunmehr reichen Altlinken - überrascht werden. Da dieser das Mädel von einem vorhergehenden Autounfall kennt (das Mädel muss bei ihm Schulden für einen teuren Benz abbezahlen, da sie keine Versicherung hatte), wird der "Bonze" rasch mitgenommen und das im Vergleich dazu harmlose Villen-Spiel artet zu einer Entführung aus, im Laufe derer sich der "Bonze" und "seine Entführer" annähern.

Soweit, so gut - witzige Geschichte, möchte man meinen. Gleichzeitig transportiert der Film aber auch Botschaften, die sich scheinbar in den Köpfen einiger junger Menschen manifestiert haben. Faulheit wird zum Kredo, immer sind die anderen schuld und die Reichen, die "Bonzen", sowieso. Eigentum hat praktisch keinen Stellenwert mehr, denn wenn man selbst zum schaffen nicht fähig oder vom Leben benachteiligt ist, soll es auch sonst keinem gut gehen dürfen. Dass die so genannten "Bonzenschweine" für ihr Geld meistens mehr als hart arbeiten (woran auch nichts ändert, dass auch arme Menschen für Geld mehr als hart arbeiten!), wird elegant ausgeklammert bzw. mit einer Handbewegung abgetan. Als Ausrede dient dabei immer die Kapitalismus- und Globalisierungskritik. Die Menschen würden von einer kleinen Menge zunehmend unterdrückt - auch wenn man dies in Ansätzen wohl sicher nachvollziehen kann, fehlt die Ausgewogenheit und ein bisschen auch die Vernunft. Und weil der Mercedes ja einem "Bonzenarschloch" gehört, darf man ihn ruhig zerkratzen. Außerdem zahlt der das ja sowieso "aus der Portokasse". Nicht jeder kann sich mit solchen Parolen anfreunden, daher ist "Die fetten Jahre sind vorbei" auch sicher kein Film für jedermann. Insgesamt schafft es der Film nicht glaubwürdig, sich von den durch ihn vertretenen, teilweise abstrusen, Parolen ausreichend zu distanzieren - bzw. will das der Film scheinbar auch gar nicht. Wobei es aber zumindest Ansätze gibt, die diese durch die Hauptfiguren vertretenen Einstellungen zu relativieren versuchen - nur wirkt diese Distanzierung insgesamt nicht. Das dürfte bzw. könnte auch der bzw. ein Grund sein, wieso der Film an den Kinokassen mehr oder weniger gescheitert ist. Gelöst hat das aber für den Regisseur gleichzeitig auch ein Problem - durch "Die fetten Jahre sind vorbei" wurde er wahrscheinlich nicht zum reichen Mann, sodass er seinen (linken - "fuck the rich") Prinzipien erst einmal nicht untreu werden muss. Bleibt im Interesse von Universum Film zu hoffen, dass die Menschen, die sich von diesem Film angesprochen fühlen, nicht so handeln wie "ihre" Figuren im Film und die DVD einfach aus dem Regal mitgehen lassen...

 

Wertung:

(mangelhaft)

 
 
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