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Sin Eater

Die Seele des Bösen

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Menü 
Photos 
 
 


 

DVD-Daten:

Review Datum: 25.02.2004
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 20.03.2004
   
Deutscher Titel: Sin Eater: Die Seele des Bösen
Originaltitel: The Order
Land / Jahr: USA 2003
Genre: Thriller
   
Regie:  Brian Helgeland
Darsteller:  Heath Ledger , Shannyn Sossamon , Benno Fürmann , Mark Addy , Peter Weller
       
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (DTS 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0 Surround)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box (transparent)
Kapitel: 28
Laufzeit: 98 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Twentieth Century Fox Home Entertainment
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Ein junger New Yorker Priester reist überstürzt nach Rom, um den mysteriösen Tod seines Mentors und väterlichen Freundes zu untersuchen. Zusammen mit Mara, einer jungen Künstlerin, die ihn in Konflikt mit dem Zölibat bringt, und seinem lebenslustigen Freund und Priesterkollegen Thomas gerät er auf die Spur des "Sin Eaters" William Eden, eines "Sündenessers". Dieser ist ein längst verschwunden geglaubtes Wesen, das seit Jahrhunderten außerhalb der Kirche die Sünden vergibt, die nicht zu vergeben sind. Alex gerät in einen Gewissenskonflikt... darf er lieben? Darf er an Dinge glauben, die es nicht geben darf? Alex muss sich zwischen seiner Liebe, dem Glauben und dem Angebot des düsteren William Eden entscheiden...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Für eine Special Edition, so zumindest lässt der Zusatz SE auf unserer Anpressung vermuten, ist der Beigabenumfang etwas mager ausfgefallen. Es gibt auf dieser DVD leider keine Dokumentationen oder gar ein Making Of. Dafür ist das Material, das seinen Weg auf die DVD gefunden hat qualitativ recht brauchbar ausgefallen...

Regiekommentar mit Regisseur Brian Helgeland: hier plaudert der Mann, der schon für so geniale Filme wie "L.A. Confidential" schrieb, ein wenig aus dem Nähkästchen. Der Kommentar ist recht interessant, Helgeland unterlässt es jedoch leider nicht, eine Lobsalve über jeden Beteiligten loszulassen. So bekommt man recht schnell den Eindruck, dass sich alle Leute beim Set richtig schwer lieb haben und die Stars die nettesten Menschen auf der Welt sind. Wer den Lobpreisungen auf Englisch nicht so recht folgen kann, für den hält die DVD optionale deutsche Untertitel bereit.

Interview mit Benno Fürmann: wie man schon vermuten kann, erzählt hier Benno Fürmann etwas über seine Rolle und den Film, interessanterweise auch gleich direkt auf deutsch, was für das Bonusmaterial von amerikanischen Filmen ja eher ungewöhnlich ist. Schade nur, dass man eben andere Darsteller wie Heath Ledger oder Peter Weller vergessen hat.

Deleted Scenes: sieben im Film nicht verwendete Szenen liegen hier mit optionalem Kommentar des Regisseurs vor.

Damit ist die Extras-Sektion dieser DVD auch leider schon erschöpft...

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

Das Menü ist einleitend animiert, flacht danach aber grafisch merkbar ab. Generell sind alle Auswahlen nur statisch gehalten, was die Entdeckungsfreude etwas bremst.

Die generelle Aufmachung ist eher unspektakulär, besonders die Schriften wirken zu weich und heben sich nicht gut vom Hintergrund ab. Da fast nur mit Hintergrundbildern und aufgesetztem Text gearbeitet wurde, wirken die Menüs eher unprofessionell und liegen unter dem, was man von Fox sonst gewohnt ist.

     
 
Wertung:
  (ausreichend)
     
Bildtest:

"Sin Eater" ist ein Film, der viel Zeit in dunklen Gewölben, staubigen Gemächern und alten Gruften zubringt. Somit ist die dominierende Ausleuchtung im Low-Key Stil gehalten. Daher ist der Kontrast bei dieser DVD eines der wichtigsten Kriterien, wenn man das Bild betrachtet.

Dieser darf, wenn man nicht zu kleinlich ist, als sehr gut bezeichnet werden. Bei hellen Tagaufnahmen erkennt man im Himmel immer noch feine Detailzeichnung und Wolken. In dunklen Einstellungen erkennt man darüber hinaus auch in den Schatten noch genügend Details, um das erkennen zu können, was Regisseur Brian Helgeland wirklich zeigen will.

Der Film lebt von warmen, erdigen Tönen, die aber alle sehr kräftig und stilgerecht eingesetzt werden.

Die Bildschärfe ist gut, erreicht allerdings leider nicht ganz das hohe Niveau, das der Rest des Bildes erreicht. Besonders die Details wirken etwas weichgezeichnet, offenbar greift hier ein Rauschfilter auch, recht unmerklich, ins Nutzsignal ein. Die Kompression zeigt ein sauberes und detailiertes Bild - was angesichts der satten Datenrate (die für Bild und Ton bisweilen an das Maximum herangeht) auch zu erwarten war. Leider führt minimales Edge-Enhancement zu unschönen Flickereffekten sofern man die DVD im Interlaced-Modus (also z.B. auf einem gewöhnlichen Fernseher) betrachtet.

Die DVD gibt die teils warmen und schönen, teils erschreckenden und bösen Bilder originalgetreu wieder. Einzig und allein der beschränkte Kontrastumfang von Video in Vergleich zu Film betrübt hier etwas. Aber das ist natürlich kein Manko der DVD an sich.

Eine Sache gibt es auf konzeptioneller Ebene noch zu bemängeln: für die DVD wurde der amerikanische Transfer eingesetzt, was zu fest eingebrannten Untertiteln in bestimmten Szenen führt. Die parallel dazu eingeblendeten deutschen Untertitel erscheinen dann am oberen Bildrand, was zu einem eher unschönen Bildeindruck führt.

     
Wertung:
   (gut - sehr gut)
   
Tontest:

Tonal hat Brian Helgelands Film über Gut und Böse, über Kirche und Sünde, einiges zu bieten.

Zwar gibt es auch lange Passagen, in denen nur geredet wird - doch auch hier schaffen es Sounddesign und Abmischung, eine gelungene Atmosphäre zu schaffen, die den Zuschauer in den Mittelpunkt des Geschehens rückt.

Die dichte Atmosphäre kommt immer wieder dann zum Tragen, wenn es z.B. in einem Club so klingt, als wäre man selber im verruchten Keller der Sünden unterwegs.

Die Musik von David Torn verteilt sich angenehm auf die Lautsprecher und unterstreicht die jeweiligen Szenen.

Die Dialoge sind klar verständlich und passen zeitgleich gut zur Umgebung. Benno Fürmann synchronisiert sich übrigens selbst, was man als sehr angenehm bezeichnen darf. Schließlich ist es schon eher ungewöhnlich, einen deutschen Schauspieler mit einer fremden Synchronstimme zu hören.

Beeindruckend ist auch die Dynamik des Films, denn es ist natürlich nichts verlockender, als ständig einen kräftigen Pegel "zu fahren". Doch "Sin Eater" zügelt sich, bis die Entladung in heftigen Effektgewittern folgt.

   
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
       
Gesamtwertung:

Über Brian Helgelands letzten Film, der kräftig im abgegrasten Okkult-Genre wildert und daraus einen Mystery-Thriller fabrizierte, scheiden sich die Geister. Einige Kritiker finden den Film total daneben, andere recht ansehnlich und es gibt Leute, die ihn einfach unterhaltsam finden. Dazu muss man allerdings bereit sein, aufmerksam zuzuschauen, denn die Geschichte lebt von kleinen Details, die verstanden werden wollen.

Wer sich also auf diese DVD einlässt, der sollte sich auf einen düsteren Film einstellen, der von einer technisch brillianten DVD präsentiert wird. Leider zehren Menü und Extras an den sonst guten Noten, so dass unter dem Strich nur eine augenscheinlich mittelmäßige DVD übrig bleibt.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Christian Bartsch
 

 

Ich war recht skeptisch, nachdem ich einige der vernichtenden Kritiken im Vorfeld gelesen habe. Es dauerte also eine ganze Weile, bis mich "Sin Eater" mit seinen teils sehr schönen und teils sehr bösen Bildern in seinen Bann zog. Auch wenn die Auflösung gegen Ende nicht das Finale bringt, dass man sich vielleicht wünschen würde, so zählt Brian Helgelands doch zur gehobenen Grusel-Unterhaltung und kann sich somit durchaus für einen spannenden Fernsehabend eignen.

Ich jedenfalls würde ihn glatt noch einmal anschauen (drei Mal lag er schon im Player), schon alleine deshalb, weil Benno Fürmann wieder einmal grandios aufspielt. Wer weiß - vielleicht wird dieser Titel ja das Sprungbrett für weitere Hollywood-Produktionen des deutschen Mimen.

 

Wertung:

(befriedigend - gut)

 
 
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