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Irreversibel

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 12.08.2004
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 05.07.2004
   
Deutscher Titel: Irreversibel
Originaltitel: Irréversible
Land / Jahr: F 2002
Genre: Thriller
   
Regie:  Gaspar Noé
Darsteller:  Monica Bellucci , Vincent Cassel , Albert Dupontel , Jo Prestia , Philippe Nahon , Stéphane Drouot , Jean-Louis Costes , Mourad Khima , Stéphane Derdérian , Christophe Lemaire , Eric Moreau , Gaspar Noé
       
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (DTS 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: 24 Seiten, zweisprachig
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 15
Laufzeit: 93 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: keine Jugendfreigabe
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Ufa Home Entertainment/ Legend Home Entertainment
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Im Stile von "Memento" - der Film beginnt vor einer Bar, zwei Männer werden in Krankenwagen abtransportiert, ein dritter von der Polizei verhaftet. Was ist geschehen? - Unbekannt...

Erst im Verlauf des Filmes wird nach und nach klar, was sich ereignet hat. Denn "Irreversibel" läuft wie "Memento" rückwärts ab... erst nach etwa 80 Minuten hat sich die Story endgültig in allen Details herauskristallisiert...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

- Kurzfilm "Intoxication": Ein Kurzfilm im eigentlichen Sinn ist dieser knapp fünfminütige Beitrag nicht. Vielmehr sieht man einen nicht näher bezeichneten Menschen (wahrscheinlich Noé) in einer schäbigen Küche sitzen und über das Leben, Probleme und seine Arbeit sprechen und philosophieren.
- Nicht verwendete Szene
- Einblick in die Special FX: Auch wenn man es dem Film nicht auf den ersten Blick ansieht, so ist er trotzdem von hunderten digitalen Special Effects gespickt. Diese gut sieben Minuten dauernde Featurette erläutert einige der Effects näher. Inhaltlich gibt die Featurette sehr viel her, wenngleich sie durchaus hätte länger ausfallen dürfen.
- Clip "Stress" und Clip "Outrage": Hektische Kamerafahrten wurden hier aus dem Film entnommen und mit Musik unterlegt. So entstanden zwei etwa vierminütige Clips, die man jedoch aufgrund der nervtötenden Musik nicht lange aushält.
- Kinotrailer
- Teaser-Trailer
- TV Spots

   
 
Wertung:  
     (ausreichend)
     
Gestaltung:

Für eine kleine Firma wie Legend fällt die Menügestaltung sehr erfreulich aus. Sämtliche Untermenüs wurden - wie auch das Hauptmenü - animiert, was ja nicht allzu oft vorkommt. Überdies wurde das Menü auch noch anamorph abgetastet. Allerdings bekommt man eine Gänsehaut, wenn man sich einmal länger im Menü aufhält - denn die Menüs wurden mit Tönen und Scores aus dem Film unterlegt, die so richtig unter die Haut gehen.

Insgesamt wird hier ein sehr schönes und passendes Menü präsentiert.

     
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
     
Bildtest:

Offenbar hatte Legend Home Entertainment Zugriff auf ein gutes Master, denn die Qualität ähnelt sehr der französischen oder der Schweizer DVD aus dem Hause Warner. Die Qualität selbst ist jedoch alles andere als berauschend - was an Regisseur Noé liegt, der hier exzessiv mit verschiedenen Stilmitteln spielt. So soll der Film über weite Strecken einen sehr düsteren, dunklen, ja fast schmutzigen Look haben. Im letzten Viertel des Filmes ändert sich dann auch die Bildqualität von "grauslich" auf erträglich.

Als erstes fällt das Rauschen ins Auge. Stellenweise geht dieses Bildrauschen auch in etwas weniger auffällige Körnigkeit über. Zusammen mit den hektischen Kameraschwenks und dem Einsatz von Handkameras könnte dies die Entstehung eines pseudo-dokumentarischen Looks zum Ziel haben. Genaueres wissen wir nicht, da ja fast kein brauchbares Bonusmaterial vorhanden ist.

Die Bildschärfe kann als nicht besonders ausgeprägt bezeichnet werden. Das Bild erscheint oft weich und detailarm. Nachtaufnahmen dominieren und besonders in den dunklen Szenen neigt das Bild dazu, Details zu verschlucken. Dazu trägt auch der harte Kontrast bei, der einen besonders ausgeprägten Schwarzwert zu bieten hat.

Von den Farben her dominieren die meiste Zeit über warme Töne wie Rot und Braun. Natürlichkeit lässt sich zumeist keine feststellen. Erst gegen Ende des Filmes wirken Hauttöne dann wieder so wie man es erwartet und sogar das satte Grün der Wiese wird perfekt abgebildet. In den ersten zwei Dritteln des Filmes wird durch die Farbwiedergabe aber erheblich zum "dreckigen" Aussehen des Transfers beigetragen.

     
Wertung:
   (ausreichend - befriedigend)
   
Tontest:

Sowohl Deutsch als auch Französisch liegen in Dolby Digital 5.1, der deutsche Ton darüber hinaus noch in DTS vor. Oftmals mag dies durchaus sinnvoll sein, da DTS besser klingen kann. In diesem Fall jedoch bevorzugen wir die Dolby-Spur. Eventuell ist es nur subjektive Einbildung, aber der Dolby-Track erscheint etwas dynamischer und druckvoller. Beiden deutschen Spuren ist jedoch gemeinsam, dass sie schlechter klingen als das französische Original.

Der Soundtrack fällt die meiste Zeit über eher frontlastig aus, wobei die Surroundkanäle jedoch durchaus unterstützend in Erscheinung treten. Zumeist werden über sie der Score oder Umgebungsgeräusche abgebildet. Wäre Regisseur Noé auf eine "Hochglanz-Produktion aus gewesen, hätte der Ton sicherlich eine Spur besser abgemischt werden müssen. Da Noé dies jedoch eben nicht will, geht das Ergebnis so durchaus in Ordnung.

Der Score verdient bei "Irreversibel" spezielle Erwähnung. Zum Teil lebt der Film nämlich von der irritierenden und beängstigenden Atmosphäre, an der der Score großen Anteil trägt. Es fällt schwer, das richtige Wort für die Musik zu finden, am ehesten würde sich wahrscheinlich "psychedelisch" als Beschreibung eignen.

   
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
       
Gesamtwertung:

"Irreversibel" ist sicher kein Film für einfühlsame Gemüter. Was hier gezeigt wird, ist an Deutlichkeit und Härte fast nicht zu überbieten. Die Gewaltszenen hinterlassen den Zuseher aufgrund ihres sehr realistischen Eindrucks oftmals verstört oder zumindest irritiert. Und damit ist jetzt nicht primär die wohl berüchtigtste Szene des Filmes, die Vergewaltigung von Monica Bellucci, gemeint. Wo andere Filme abblenden, hält "Irreversibel" voll drauf. Wie "Memento" läuft "Irreversibel" zudem rückwärts ab, die Szenenabfolge wurde also vertauscht. Am Ende kann man sich aber nicht des Eindrucks verwehren, dass der Regisseur die ausgefallene Erzählweise und die ausufernde Gewalt nur einsetzt, um "viel Rauch um viel Nichts" entstehen zu lassen. Die Gewalt erscheint eher als Mittel zum Zweck - wobei der Zweck wohl ist, einem Film mit im Grunde trivialer Story zu genügend Aufmerksamkeit zu verhelfen.

Mit der DVD liefert das kleine Studio Legend Home Entertainment aber relativ gute Arbeit ab. Zwar mag die Technik aufgrund verschiedener Stilmittel nicht besonders auftrumpfen, die DVD vermag es trotzdem, den Film gut zu präsentieren. Die Bonusausstattung fällt - wie auch bei den anderen DVD-Versionen - eher mager aus, was sicher schade ist. Dass es viel zu erzählen gegeben hätte, sieht man an der – viel zu kurz ausgefallenen – Featurette über die Special Effects.

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
  

 
 
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