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The Royal Tenenbaums

The Criterion Collection

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 08.07.2002
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 09.07.2002
   
Deutscher Titel: The Royal Tenenbaums
Originaltitel: The Royal Tenenbaums
Land / Jahr: USA 2001
   
Regie:  Wes Anderson
Darsteller:  Gene Hackman , Ben Stiller , Owen Wilson , Luke Wilson , Danny Glover , Gwyneth Paltrow , Bill Murray , Anjeilca Huston
       
Bildformat: 2,40:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Englisch DTS 5.1
Englisch Dolby Digital 5.1
Englisch, Audiokommentar Dolby Digital 2.0 Surround
Untertitel: Englisch
       
Menü: interaktives Menü
Booklet: zwei
Verpackung: Dual Alpha Case
Kapitel: 12
Laufzeit: 109 Minuten
TV Norm: NTSC
FSK: keine FSK Freigabe, sondern PG-14
Regional Code: Code 1
Layerwechsel bei: 54:35
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer und DVD 5 / Single Layer
Anbieter: The Criterion Collection/ Buena Vista Home Entertainment
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Als Kinder waren sie Genies: Chas, Richie und Margot Tenenbaum, die Kinder des Lebemanns Royal Tenenbaum.
Doch 22 Jahre später ist vom Glanz der kleinen Tenenbaums (Chas war Finanzgenie, Margot eine Theaterautorin und Richie ein Tennisprofi) wenig übrig - Intrigen, Hass und Missgunst haben die Familie Tenenbaum heruntergewirtschaftet und auseinandergelebt.
Eine weitere Intrige von Royal Tenenbaum soll die Familie für wenige Tage wieder vereinen - doch der große Knall lässt nicht lange auf sich warten...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

DVD 1 bietet als Extra den exklusiv für die The Criterion Collection aufgenommenen Audiokommentar mit Regisseur Wes Anderson. Bereits ein kurzes Hineinhören in diesem Kommentar zeigt – hier haben wir es mit einem der (vielen) besseren Audiokommentare zu tun, der wirklich interessant und informationsreich ist – Wes Anderson gibt hier spezifische Informationen über die Charaktere, die Technik und die Story.

Die restlichen Bonusmaterialen finden sich auf DVD 2.

SCRAPBOOK
In dieser Menü-Rubrik findet man Outtakes, Storyboards, ein Hidden Feature und eine Menge Bildergalerien. Als kein großer Freund von Bildergalerien, wurde diese Rubrik von mir nur überflogen. Die Outtakes und das Hidden Features sind recht witzig; die Bildergalerien zeigen diverse Bilder aus dem Film in vergrößerter Form. Auch wenn ich mich gerade als Banause geoutet haben sollte, möchte ich dennoch nicht unerwähnt lassen, dass die Bildergalerien sicher zu den umfangreichsten gehören, die es auf DVD zu sehen gibt.

The Peter Bradley-Show
In dieser 15-minütigen TV-Show dürfen fünf Nebendarsteller verschiedener Wes Anderson-Filme über ihre Erfahrungen mit dem Regisseur, über ihre Rollen und über sich selbst sprechen. Bei dieser Show scheint es sich jedoch um einen Witz handeln, der extra für die DVD produziert worden ist. Das liegt zum einen daran, dass "The Peter Bradley-Show" im Film selbst vorkommt und ein Kunstprodukt ist, zum anderen an der Machart der Show selbst. Man kann das nur schwer in Worte fassen, aber Leute in eine TV-Show einzuladen, die in "Rushmore" einen Baum fällen durften und sie dann über die Zusammenarbeit mit dem Regisseur und ihre Rolle zu befragen, hat schon etwas bizarres an sich.

With the Filmmaker
Diese knapp 27-minütige Dokumentation besteht größtenteils aus Behind-the-Scenes-Footage, entspricht also eher einem unkommentiertem Blick hinter die Kulissen als einem echten Making of. Angereichert wird das ganze dann mit mit Handkameras aufgenommen Interviews. Wie auch immer, "With the Filmmaker" gehört sicherlich zu den sehr guten Filmdokumentationen, die richtig interessant und sehenswert sind, da sie frei von der heutzutage leider typischen Werbeattitüde ist, die die meisten Dokumentation und Making ofs kennzeichnet.

Cut Scenes
Was nach viel klingt, entpuppt sich als sehr wenig: lediglich zwei Deleted Scenes mit zusammen nicht einmal zwei Minuten Lauflänge findet man hier. Wenigstens kann die technische Qualität gefallen – die entfernten Szenen liegen nämlich im anamorphem Kinoformat vor.

Interviews
Mit einer Gesamtlaufzeit von etwa 26 Minuten gerade richtig in der Länge, dürfen Gene Hackman, Anjelica Huston, Ben Stiller, Gwyneth Paltrow, Luke Wilson, Owen Wilson, Bill Murray und Danny Glover noch ihre Eindrücke und Ansichten über den Film kundtun. Auch diese Sektion kann inhaltlich gut gefallen und ist auch für diejenigen sehenswert, die um Interviews sonst eher einen großen Bogen machen.

Natürlich dürfen auch verschiedene Trailer (Lauflänge: ca. vier Minuten) nicht fehlen. Im Hauptmenü der Bonus-DVD hat sich übrigens ein weiteres Hidden Ferature versteckt.

Fazit:
Von der reinen Lauflänge her mag das Gebotene für ein 2-DVD-Set vielleicht ein wenig mager wirken. Doch alleine die interessanten Interviews, der Audiokommentar und die "With the Filmmaker"-Dokumentation können inhaltlich so gut gefallen, dass die Note geradewegs in Richtung "Gut" wandert. Hinzu kommen die Bildergalerien, die beiden Deleted Scenes, die Outtakes und die Hidden Features. Insgesamt rechtfertigt das die gute Ausstattungsnote allemal.

Erwähnenswert sind noch die beiden Booklets, die mit 14 bzw. 12 Seiten ausgesprochen umfangreich daherkommen. Das erste, umfangreichere, bietet neben der Kapitelübersicht, den DVD-Credits und der Cast-Übersicht auch einen siebenseitigen Artikel über Wes Anderson und seine Filme - verfasst von Kent Jones, einem professionellen Kinokritiker und bekannten Filmjournalisten. Das andere Booklet präsentiert Zeichnungen von Wes Andersons Bruder Eric, der für die zahlreichen Illustrationen von "The Royal Tenenbaums" verantwortlich zeichnet.

   
 
Wertung:  
     (gut)
     
Gestaltung:

Wenn es einen Schwachpunkt bei dieser DVD gibt, dann ist es zweifellos das Menü. Im typischen Criterion-Stil gehalten, "glänzt" es mit Minimalismus und Schlichtheit. Natürlich könnte man argumentieren, dass gerade diese simple Menügestaltung hervorragend zu diesem Film passt – irgendwie wirkt sie dennoch langweilig.

Besser schaut da schon das Menü der Bonus-DVD aus – hier wirkt das Menü durchaus witzig durchdacht und nett gestaltet, wenngleich auch hier der Minimalismus des Menüs von DVD 1 weiter vorherrschend ist.

     
 
Wertung:
  (befriedigend)
     
Bildtest:

Eigentlich gibt es an dem Bild nichts auszusetzen. Nun stellt sich jedoch die Frage, warum es dann nicht die Höchstnote bekommt – das liegt an den Nachzieheffekten, die man bei Kameraschwenks und schnelleren Bewegungen im Bild ausmachen kann. An der Datenrate dürfte es eigentlich nicht liegen, da nach Abzug aller Tonspuren immer noch über 6,5 Mbit/ sek. alleine für das Bild zur Verfügung stehen. Wie auch immer, die Nachzieheffekte halten sich zum Glück in Grenzen und fallen wahrscheinlich auch nur pedantischen DVD-Reviewern auf...

Alle anderen, einzelnen Bildbewertungen (Schärfe, Kontrast, Rauschverhalten, usw.) fallen jedoch sehr gut aus. Die Bildschärfe mag zwar etwas weich wirken, im Großen und Ganzen fällt dies jedoch – zumindest hier – nicht wirklich negativ ins Gewicht. Insgesamt kann man dem Bild durchaus gute bis sehr gute Schärfe attestieren.
Ohne Tadel, so stellt sich das Rauschverhalten dieses Bildes dar – hier haben Buena Vista und The Criterion Collection ganze Arbeit geleistet. Kein Hintergrundrauschen, kein Flächenrauschen stören den Filmgenuss.
Ebenfalls in perfekten Zustand – der Kontrast. Egal, ob gerade eine Nacht- oder Tagszene über den Bildschirm flimmert: der Kontrast findet immer den perfekten, um das Bild detailgetreu in Szene zu setzen. Wenn man wirklich auf Gedeih und Verderb einen Makel finden will, könnte man sich vielleicht daran stoßen, dass sehr helle, weiße Flächen im Ansatz zum Überstrahlen neigen.
Bleibt noch die Farbwiedergabe übrig, die ebenfalls besprochen werden will. Über sie gibt es aber im Grunde nicht viel zu sagen – denn auch die Farben leisten sich keinen negativen Ausreißer. Erwähnenswert ist vielleicht, dass der Film in warme, angenehme Farbtöne getaucht ist – kalte, dunkle Farben wird man fast nicht finden.

Kurz gesagt: dieser Transfer gehört zu den schönsten und besten, die mir in letzter Zeit untergekommen sind.

     
Wertung:
   (gut - sehr gut)
   
Tontest:

An "The Royal Tenenbaums" sieht man leider, dass The Criteron Collection leider auf dem besten Weg ist, eine Dirne der modernen Marketing-Industrie zu werden. Wieso man bei einem Film wie diesem einen DTS-Track inkludieren muss, kann wohl nur damit beantwortet werden, dass sich so ein DTS-Logo recht gut am DVD-Cover macht. Brauchen tut man ihn – hier, in diesem speziellen Fall – wohl eher weniger. Unterschiede zwischen den beiden Digitalton-Formaten sind praktisch nicht feststellbar. Beide klingen identisch und bieten einen dem Film angemessenen Ton.

"The Royal Tenenbaums" ist vom Film her ja überhaupt nicht prädestiniert für wirklich ausgeprägten 5.1-Ton. So wundert es nicht, dass sowohl der Dolby- als auch der DTS-Mix eher centerlastig abgemischt sind und sich der Einsatz der Rückkanäle auf Musikwiedergabe und gelegentliche Umgebungsgeräusche beschränkt. Mehr sollte man auch nicht erwarten, dann kann man mit dem gebotenen Soundtrack auch durchaus zufrieden sein.
Insgesamt passt der Ton sehr gut zum Film und darauf kommt es schließlich an.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

Wie der Film, so auch die DVD. Wie von dieser ersten echten Zusammenarbeit zwischen Buena Vista und The Criterion Collection nicht anders zu erwarten war, kann diese DVD von der technischen Seite her mehr als nur gefallen – gehören doch sowohl Buena Vista als auch The Criterion Collection zu den besten DVD-Produzenten, die es in den USA gibt.
Bild und Ton bieten nur wenig Anlass zur Kritik und auch die Extras sind von exquisiter Qualität. Sie mögen zwar quantitativ um Längen hinter Bonus-Referenzen wie "Terminator 2 – Ultimate Edition", "Disneys Atlantis" oder "Gladiator" liegen, qualitativ gehören sie aber zu den besten.
Noch zu erwähnen ist der sehr günstige Preis für dieses 2-DVD-Set: wer schlau importiert, kann diese DVD bereits für 17 € inkl. Versand besitzen. Angesichts der derzeitigen Hochpreise geradezu ein Schnäppchen. Für diesen Preis bekommt man in Deutschland oft nur einen billigen Actionfilm mit Steven Seagal aus den frühen 90ern als Nice Price-Angebot.

       
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Stefan Paulmayer
 

 

"The Royal Tenenbaums" ist einer der wundervollsten und schönsten Filme der letzten Zeit. Die Familiengeschichte der Tenenbaums wird von Regisseur Wes Anderson amüsant, teilweise aber auch berührend in Szene gesetzt.
Sämtliche Haupt- und Nebenrollen wurden hervorragend besetzt – mit den besten Schauspielern, die Hollywood zur Zeit zu bieten hat. Dass der Film etwas ganz besonderes sein muss, sieht man schon an dieser Schauspieler-Liste – in welchem anderen Film findet man schon so hochkarätige Stars wie Gene Hackman, Bill Murray, Danny Glover, Anjelica Huston, Ben Stiller, Owen Wilson und Gwyneth Paltrow? Um einen solchen Cast zusammen zu bekommen, muss man schon eine außergewöhnliche Geschichte zu bieten haben und man muss vor allem selbst eine Persönlichkeit sein – wie Regisseur Wes Anderson eine ist – der diese Stars für sich vereinnahmen kann – andernfalls würden sie wohl kaum auf einen Großteil ihrer üblichen Gage verzichten, damit dieser Film überhaupt realisiert werden kann.
Über den Film selbst und seine Handlung will ich nur wenig sagen – zu groß ist die Gefahr mit unbedachten Worten einen kräftigen "SPOILER" zu verursachen, der einen Handlungsfaden vorwegnimmt.

 

Wertung:

(gut - sehr gut)

 
 
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