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Nicht auflegen!

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 02.10.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 01.11.2003
   
Deutscher Titel: Nicht auflegen!
Originaltitel: Phone Booth
Land / Jahr: USA 2002
Genre: Thriller
   
Regie:  Joel Schumacher
Darsteller:  Colin Farrell , Kiefer Sutherland , Forest Whitaker , Radha Mitchell , Katie Holmes , Paula Jai Parker , Arian Waring Ash , Tia Texada , John Enos III , Keith Nobbs , Richard T. Jones , Dell Yount , James MacDonald , Josh Pais , Yorgo Constantine , Colin Patrick Lynch , Troy Gilbert , Richard Paradise , Seth William Meier , Svetlana Efremova
       
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box (transparent)
Kapitel: 28
Laufzeit: 77 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Twentieth Century Fox Home Entertainment
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Sein Leben ist bestimmt von Lug und Trug - seinen Assistenten beutet er aus, seine Frau betrügt er, seine Geliebte belügt er und auch ansonsten führt Stu Sheppard ein durch und durch oberflächliches und heuchlerisches Leben.

Jeden Tag telefoniert Stu mit seiner Geliebten aus einer Telefonzelle, damit seine Frau sein Interesse an anderen Frauen nicht mitbekommt.

Sein Pech - ein Wahnsinniger hat sich gerade diese Telefonzelle ausgesucht, um ein Opfer zu finden. Ein Opfer für ein perverses "Spiel": legt Stu auf, wird Stu umgelegt...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Die Extras der deutschen DVD sind identisch mit denen der englischen Ausgabe. Anders als die amerikanischen DVD Fans kommt also auch der deutsche Konsument in den Genuss des Making Ofs, das auf dem RC1-Pendant fehlt.

Die deutsche DVD bietet einen ausführlichen Kommentar von Regisseur Joel Schumacher. Der Regisseur gibt ausführliche Informationen zu den Dreharbeiten preis. Insgesamt ein sehr interessanter Kommentar, der auf jeden Fall zu den besseren gehört. Der Kommentar wurde erfreulicherweise mit deutschen Untertiteln versehen. Da Joel Schumacher sehr ruhig und klar redet, sind diese Untertitel zwar nicht unbedingt wirklich nötig - doch Fans, die nicht so der englischen Sprache mächtig sind, werden sicher dankbar sein.

Die knapp 29-minütige Dokumentation befasst sich sehr ausführlich mit den (kurzen) Dreharbeiten zu "Phone Booth". Man bekommt hier einen informativen Mix aus Interviews mit Cast & Crew und eine Menge Aufnahmen vom Set. In der eintönigen DVD-Welt der kurzen und billigen Werbe-Featurettes stellt eine solche Doku eine angenehme Überraschung dar.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

Anders als bei den beiden erhältlichen englischen Fassungen aus Amerika und England muss der deutsche Anwender leider mit einem fast gänzlich statischem Menü vorlieb nehmen. Lediglich die kurze einleitende Animation ist vorhanden, Kiefer Sutherlands wirklich gelungene Stimme bei den Übergängen im Menü fehlt. Daran ändert auch leider die Tatsache nichts, dass der DVD Player auf Menüsprache "Englisch" eingestellt ist - auch die englische Fassung wurde abgespeckt. Somit verliert das Menü eine ganze Menge an Reiz, was schade ist, schließlich wären die Sprachtakes für die Vertonung sogar auch in der deutschen Fassung des Films vorhanden.

     
 
Wertung:
  (befriedigend)
     
Bildtest:

Die Bildqualität macht einen insgesamt phantastischen Eindruck. Zwar arbeitet Regisseur Joel Schumacher mit Farbfiltern, insgesamt wirkt das Bild aber bei weitem nicht so verfremdet wie z.b. bei Steven Spielbergs letzten Filmen oder auch Schumachers eigenem Film "Tigerland". Die Szenen mit Colin Farrell im Bild sind in Blau getaucht und haben so keine natürliche Farbgebung mehr. Die Bild-in-Bild-Einblendungen während seiner Telefonate wiederum zeigen ein von den Farben her recht natürliches Bild. Die Sättigung der Farben ist in beiden Fällen jedoch sehr kräftig und gut.

Ebenfalls Stilmittel dürfte der leicht steile Kontrast sein, der helle Flächen überstrahlen lässt. Auch hier hält sich Schumacher zum Glück zurück, was insgesamt nicht dazu führt, dass der Kontrast komplett von der Rolle wirkt, wie z.B. bei "Catch Me If You Can". Da bei diesem Titel, endlich einmal, nicht der Bleach-Bypass-Prozess eingesetzt wurde, hat das Bild auch nicht die schon unnatürliche Körnung, die man u.a. bei "Minority Report" begutachten durfte.

Als ausgezeichnet kann hingegen das Schärfeverhalten bezeichnet werden. Der Transfer gibt sich knackscharf mit feiner Detailzeichnung. Auch in diesem Punkt sieht man, wie man trotz Stilmittel zur Verfremdung des Bildes ein insgesamt trotzdem sehr ansprechendes Bild erhalten kann.

Aufgrund der sehr kurzen Lauflänge von nur 77 Minuten stellt die Kompression natürlich kein großes Problem dar. Defekte wie Drop Outs leistet sich der Transfer natürlich auch keine. Darüber hinaus ist Bildrauschen praktisch nicht auszumachen.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Es ist ein wenig schade, dass der Soundtrack hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Zwar gibt es durchaus eine ausgezeichnete Nutzung der fünf diskreten Kanäle, in einigen Szenen hätten die Rückkanäle jedoch durchaus eine Spur mehr an Umgebungsgeräuschen vertragen. Besonders die Front wurde perfekt abgemischt und nutzt die beiden Front-Lautsprecher, um z.B. die Bild-in-Bild-Einblendungen entweder aus dem linken oder rechten Lautsprecher kommen zu lassen. Unterstützt wird die ausgeprägte Front von den Rear-Kanälen, die - wie gesagt - ein wenig zu zurückhaltend abgemischt wurden. Im Vergleich zur Originalmischung fällt auf, dass die mysteriöse Telefonstimme in der deutschen Fassung stark nach vorne gemischt wurde. Im Original kommt die Stimme mit starker Betonung von hinten, was die perfekt gespielte Stimme von Charakterdarsteller Kiefer Sutherland noch bedrohlicher wirken lässt. In der deutschen Fassung stimmt die Balance leider nicht so gut, so dass, auch wenn die deutsche Synchronisation an sich wirklich sehr nah an das Original herankommt, die Telefonstimme etwas von ihrer Dominanz verliert.

Der tolle Score von Harry Gregson-Williams unterstützt die Darbietung des Ensembles perfekt und bringt den Film direkt am Anfang auch gleich so richtig in Fahrt.

   
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
       
Gesamtwertung:

Endlich bringt Fox diesen Ausnahme-Titel auch in die deutschen Wohnzimmer. Im Kino konnte der Film bei uns leider nicht so richtig punkten, was aber auch dem eher zurückhaltenden Marketing und dem etwas flachen Titel "Nicht auflegen!" liegen dürfte. Der Originaltitel "Phone Booth" ist zwar nicht so reißerisch, trifft aber den Handlungsort des Plots viel eher und steht für die beklemmende Enge, die den ganzen Film über anhält. Auch ist die kurze Laufzeit nicht als Manko anzusehen. Der Film kommt exakt auf den Punkt - wer da noch mit dem Taschenrechner am Kaufpreis rumrätselt, und die "fehlenden" 13 Minuten (Film-"Mindestlaufzeit" von 90 Minuten) herausdiviert, der hat die Aussage sicher nicht richtig verstanden.

Technisch gesehen gibt es nichts zu bemängeln - und das, obwohl es sich eigentlich um einen ganz kleinen Film handelt, der in nur 12 Tagen komplett abgedreht wurde. Etwas schade ist lediglich das lieblose Menü, das Fox gegenüber den anderen Fassungen ausgedünnt hat.

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Stefan Paulmayer
 

 

Sicherlich - "Phone Booth" mag im Grunde keine Story haben, außer dass jemand von einem Killer in einer Telefonzelle als Geisel gehalten wird.

Sicherlich - "Phone Booth" schwimmt auf Kiefer Sutherlands Erfolg mit der TV-Serie "24" mit. Selbst die Split-Screens hat man von "24" übernommen, genauso wie das Echtzeitformat.

Aber - was Joel Schumacher hier in nur zehn Drehtagen fabriziert hat, liegt deutlich über dem Schnitt der durchschnittlichen Hollywood-Kost von 2003. Der Film wird quasi nur von einem Schauspieler sowie der charismatischen Stimmme eines anderen Schauspielers getragen. Kiefer Sutherland, seine Aura, sein aggressives Auftreten (nächste Ähnlichkeit zu "24") - all das wird hier nur durch seine Stimme transportiert. Bis auf einen kleinen Auftritt am Schluss ist die "Person" Kiefer Sutherland nicht präsent.

Zu den beiden gesellt sich dann noch Forest Whitaker, ebenfalls ein fabelhafter Schauspieler. Er führt zusammen mit Katie Holmes den fabelhaft besetzten Back-Cast an.

Das herrlich Erfrischende an "Phone Booth" ist, dass er komplett ohne Special Effects auskommt und sich damit so deutlich von den üblichen Filmen der heutigen Zeit unterscheidet.

 

Wertung:

(gut - sehr gut)

 

Christian Bartsch
 

 

Joel Schumacher hat eine wirklich feine Besetzung zusammengetrommelt. Forest Whitaker und Colin Farrell spielen hervorragend, Kiefer Sutherland spricht einen Dialog, dass man Angst bekommen kann (unbedingt in die Originalfassung hereinhören!) und auch die kleinen Nebenrollen sind hervorragend besetzt. "Phone Booth - Nicht auflegen!" ist für mich eines der Highlights dieses Winters!

 

Wertung:

(sehr gut)

 
 
Filmkritiken der Leser:
 
Durchschnittliche Leserwertung:
Zahl der Filmkritiken: 3
 
 

 
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