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15 Minutes - Der Tod kommt live...

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
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DVD-Daten:

Review Datum: 22.10.2001
Verleihfenster: ja
Im Handel ab: Verleih: 23.10.2001/ Verkauf: 29.1.2002
   
Deutscher Titel: 15 Minuten Ruhm
Originaltitel: 15 Minutes
Land / Jahr: USA 2001
   
Regie:  John Herzfeld
Darsteller:  Robert de Niro , Edward Burns , Kelsey Grammar , Avery Brooks , Melinda Kanakaredes
       
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch, Englisch DD 5.1 Kommentar DD 2.0 Stereo
Untertitel: Deutsch, Kommentar-Untertitel
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: ja
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 21
Laufzeit: 116 Minuten Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 18 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Kinowelt Home Entertainment
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

"Jeder Mensch kann für 15 Minuten ein Star sein" – nirgends passt dieses Zitat von Andy Warhol besser als in der heutigen Mediengesellschaft. Besonders in den USA, neuerdings aber auch in Deutschland, kann man durch einen Auftritt in einer der so genannten "Talkshows" zum Star werden. Je peinlicher der Auftritt, desto größer der – kurzweilige – Starstatus.

Auch im Nachrichtenbereich wird das Geschäft immer härter. Leute laufen Amok und werden dabei von einem TV-Hubschruber gefilmt. Sogar Exekutionen würden übertragen werden, wäre das Gesetz nicht so restriktiv.


Je härter die "News", desto besser die Quoten. Nach diesem Prinzip arbeitet auch Robert Hawkings (Kelsey Grammer), Star-Anchor Man der Magazin-Sendung "Top Story". Unterstützt bei der Suche nach neuesten und aufregendsten Nachrichten wird er vom Star-Cop Eddie Flemming (Robert De Niro). Dieser weiß sich die Medien für seine Zwecke zum Nutzen zu machen und ganz nebenbei auch den einen oder anderen Dollar nebenbei einzustecken.

Doch aus diesem lockeren Spiel wird bitterer Ernst als zwei osteuropäische Kleinkriminelle merken, dass sie ohne Arbeit in Amerika nicht überleben werden und dass man als "medienbewusster" Krimineller berühmt werden kann. Ausgestattet mit einer gestohlenen Kamera machen sie sich auf, Leute zu ermorden – den Höhepunkt liefert schließlich die Ermordung Eddie Flemmings, die den beiden 1 Mio.$ von Robert Hawkings für die exklusiven Ausstrahlungsrechte einbringt...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Das Bonusmaterial ist nicht reichhaltig, dafür aber exquisit. Den Anfang macht die 15-minütige Dokumentation "15 Minutes Of TrueTabloid Stars", in der bekannte amerikanische Fernsehgrößen wie Jerry Springer analysieren, inwieweit das Geschehene in "15 Minutes" der Realität entspricht und ob es wirklich passieren könnte.

"Does Crime Pay" – in dieser 21-minütigen Diskussionsrunde beschäftigen sich hochkarätige Diskutanten (Anwälte, Journalisten, usw) mit der Frage, ob sich in einem Justiz- und Mediensystem wie dem amerikanischen Verbrechen vielleicht sogar lohnen. Dabei wird auch näher auf bekannte Fälle eingegangen, die Aufsehen erregt haben, weil "Anti-Helden" letztendlich finanziell profitiert haben (wie zum Beispiel jener Mann, der mit der Kinderprostituierten Amy Fisher geschlafen hat – und damit im Grunde ein Verbrecher ist – und sie auch noch für 500.000 $ an die Medien verkauft hat).

Weiters gibt es 6 "Deleted Scenes" samt optionalen Adiokommentar, das Musikvideo "God Lives Underwater" von Fame, den deutschen und englischen Kinotrailer sowie Filmografien der Hauptdarsteller und des Regisseurs.

Sowohl die Dokumentaionen als auch die gelöschten Szenen und die Trailer liegen im anamorphen Bildformat vor. Sämtliche Extras wurden zudem auch noch in Deutsch untertitelt. Ebenfalls untertitelt wurde auch der Audiokommentar von Regisseur John Herzeld und sogar der Kommentar zu den gelöschten Szenen kann mit Untertiteln aufwarten. Hier hat Kinowelt ganze Arbeit geleistet.


Einen Punkt des Bonusmaterials gilt es noch zu besprechen – hier wurde auf der deutschen DVD etwas weggelassen, dafür aber auch etwas hinzugefügt, das wiederum auf der Rc1 fehlt.
Im Gegensatz zur Rc1 vermisst man "Oleg´s Video". Dieses Feature bietet auf der Rc1 die Möglichkeit, sich 2 Mordsequenzen aus der Sicht von Oleg anzusehen, also man kann etwa 10 Minuten lang die Homevideoszenen, die Oleg mit seiner Kamera während der Morde an der Prostituierten und an Eddie Flemming gemacht hat, ansehen. Dafür bekommt man nun Behind-The-Scenes-Footage von den Proben zu 5 Szenen geboten. Von der Länge her sind beide Features etwa gleich lang, heben sich also praktisch auf – welches der beiden Boni einem mehr zusagt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Ebenfalls weggelassen wurden der "Fact Trivia Untertitel-Track" und der DVD-Rom Bereich, der auf der Rc1 auch ein druckbares Drehbuch beinhaltet hat. Ganz zu schweigen von der "Infinifilm"-Funktion, die in Deutschland durch den "Intellimode" von BMG einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde. Im Grunde sind diese Extras aber sowieso eher welche, die man eher nicht nutzen wird, sodass es nicht wirklich schmerzt, dass sie weggelassen wurden.

   
 
Wertung:  
     (gut)
     
Gestaltung:

Das Menü ist dem der Rc1 zum Verwechseln ähnlich. Eine kurze animierte Einleitung führt einen in das herrlich animierte Hauptmenü. Das Menü ist im Stil eines Nachrichtenkanals aufgebaut, was hervorragend zum Sujet dieses Filmes passt. Weiter geht es von dort in die Untermenüs. Bis auf das Kapitelmenü wurden diese allerdings nicht animiert.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Wie auch der Transfer der amerikanischen DVD kann man das Bild der Rc2 als fast sehr gut bezeichnen. Die Farben sind leuchtend und äußerst kräftig, die Bildschärfe sehr gut und auch der Kontrast kann vollends überzeugen. Zu den dunklen Szenen: es gibt in diesem Film einige Szene, die zu Nachtzeiten spielen und auch diese Szenen sind ausgezeichnet gelungen. Keine Details verschwimmen, das Bild bleibt weiterhin genauso scharf, wie man es von den Tagesaufnahmen gewohnt ist.

Gegenüber der Rc1 steht dem Bild der Rc2 eine höhere Bitrate für Bild und Ton zur Verfügung. Auch wenn die Rc2 2 DD 5.1 Spuren zu bedienen hat, bleiben für das Bild letztendlich mehr Mbit/ sek übrig, als bei der Regionalcode 1-DVD. Trotz der erhöhten Bitrate sind die bereits bei der Rc1 in Erscheinung getretenen Treppchenartefakte aber nicht in den Griff bekommen worden.

Im direkten Vergleich mit der Code 1 DVD ist nicht viel Unterschied festzustellen. Einzig machen sich bei der Rc2 die Nachzieheffekte negativer zu bemerken und auch Kammerflimmer ist auf der deutschen DVD ausgeprägter vorhanden. Diese Nachzieheffekte scheinen einerseits am Ausgangsmaterial zu liegen, andererseits aber auch durch den Einsatz eines Rauschfilters noch ganz leicht verschärt worden zu sein. Im Großen und Ganzen aber ein guter Transfer, wenngleich die RC1 einen Hauch besser ist.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

"15 Minutes" ist gewiss kein Actionreißer vom Format eines "True Lies". Trotzdem steht der Soundtrack dem vieler Action-DVDs in Nichts nach. Die Surroundkulisse weiß eine unheimlich packende Atmosphäre aufzubauen, die dem mitreißenden Thema des Filmes mehr als gerecht wird.

Der deutsche Ton ist dem Originalton durchaus ebenbürtig. Auch hier breitet sich die wohlgemischte 5.1 Spur sehr homogen aus und verbreitet eine angenehme Räumlichkeit. Nur der Basskanal wird hin und wieder vielleicht etwas zu "gut" bedient, was einigen vielleicht zu aufdringlich erscheinen mag.

   
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
       
Gesamtwertung:

Kinowelt hat es geschafft eine anständige Umsetzung für den deutschen Markt zu bewerkstelligen. Technisch auf gutem Niveau, können auch die Extras gefallen. Sobald es die Kauf-DVD gibt, heißt es: Zuschlagen!

       
 
Wertung:
  (gut)
  

 
 
Und das meinen unsere Kollegen:
   


 

 

Bild und Ton dieser DVD sind sehr erfreulich und auch die Extras können sich sehen lassen. Die Höchstnote wird dieser DVD aber wegen der Zwangsuntertitel zum Originalton verwehrt.[...] mehr>>

Cinefacts-Wertung: 4/5 lesen>>

 
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