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Der Pianist

Deluxe Edition

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

Cover 
Cover-Rückseite 
DVD-Menü 
Photos 
 
 


 

DVD-Daten:

Review Datum: 10.06.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 04.06.2003
   
Deutscher Titel: Der Pianist
Originaltitel: The Pianist
Land / Jahr: GB/D/PL/F/N 2002
   
Regie:  Roman Polanski
Darsteller:  Adrien Brody , Thomas Kretschmann , Frank Finlay , Maureen Lipman , Emilia Fox , Ed Stoppard , Julia Rayner , Jessica Kate Meyer
       
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 24
Laufzeit: 143 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Layerwechsel bei: 69:40
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer /+ DVD 5 / Single Layer + Audio CD
Anbieter: Universum Film
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Pianist Wladyslaw Szpilman ist vor allem durch seine Chopin-Interpretationen berühmt geworden. Er arbeitet als Musiker beim Warschauer Rundfunk und lebt mit seiner Familie in wohlhabenden Verhältnissen, bis Hitler Polen 1939 den Krieg erklärt. Schon kurze Zeit später, nach der Kapitulation Polens, bekommen die Szpilmans - wie andere Mitglieder der jüdischen Bevölkerung - schmerzhaft den Judenhass der Nazis zu spüren. Demütigungen, Schläge und Exekutionen auf offener Straße sind an der Tagesordnung. Das Vermögen der Szpilmans wird konfisziert, zusammen mit den anderen polnischen Juden sperren die Deutschen sie ins Warschauer Ghetto. Wladyslaw weigert sich, eine Position als von den Nazis eingesetzter Aufseher innerhalb des Ghettos einzunehmen, lieber verdient er als Klavierspieler in einem heruntergekommenen Café etwas zum Lebensunterhalt der Familie dazu. Doch 1942 werden seine Eltern und Geschwister ins Konzentrationslager gebracht. Ihn selbst rettet ein polnischer Kollaborateur vor der Deportation. Nun beginnt sein einsamer Kampf ums Überleben: er schuftet in einem Bautrupp, schmuggelt Waffen für die Untergrundbewegung, flieht aus dem Ghetto, bevor der jüdische Aufstand von den Nazis blutig niedergeschlagen wird. Endlich findet er Unterschlupf in einer alten Villa. Doch ausgerechnet die ist von deutschen Offizieren zu einem militärischen Hauptquartier umfunktioniert worden. So wird der misshandelte und halbverhungerte Szpilman eines Tages von einem der deutschen Offiziere auf dem Dachboden entdeckt. Doch statt ihn zu foltern oder zu töten, fordert er ihn auf, Klavier zu spielen...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Obwohl "Der Pianist" als 3-Disc-Set daherkommt, findet man nur ein einziges erwähnenswertes Extra in dieser Kollektion: auf DVD 2 die knapp 40-minütige Dokumentation "A Story of Survival - Behind the Scenes of The Pianist". Dies ist eine jene Dokumentationen, die alleine schon den Kauf einer DVD rechtfertigen. Neben vielen Archivbildern - sowohl bewegten als auch unbewegten - bietet diese Doku auch einiges an Behind-the-Scenes-Footage und Interviews mit Cast & Crew. Herzstück der Doku sind wohl die extensiven Interview-Strecken mit Roman Polanski, der neben Informationen zu den Dreharbeiten auch einen Einblick in sein eigenes Leben zur damaligen Zeit liefert.
Die restlichen Extras bestehen aus Filmografien, zwei Galerien sowie dem deutschen und französischen Trailer.

Auf Disc 3 hat "Universum" Ausschnitte aus den beiden CDs zum Film abgelegt. Neben Tracks aus dem eigentlichen Film gibt es auch eine Originalaufnahme von Wladyslaw Szpilman.

"Gut" erscheint in Anbetracht der quantitativ recht dürftigen Ausstattung vielleicht ein wenig überbewertet. Uns ist das egal - die Dokumentation auf DVD 2 ist von so hervorragender inhaltlicher Qualität, dass man diese Note rechtfertigen kann. Auch die Bonus-CD tut ihr übriges, um die Note zu festigen.

   
 
Wertung:  
     (gut)
     
Gestaltung:

Bei der Menügestaltung hat sich "Universum Film" stark an der französischen DVD orientiert - was allerdings kein Nachteil ist. Bietet "Der Pianist" doch ein ausgezeichnetes Menü, das wunderbar zum Gesamterscheinungsbild des 3-Disc-Sets passt. Sowohl anamorph abgetastet, als auch mit Musik unterlegt, kann das Menü durch schön gesetzte Animation gefallen. Sämtliche Untermenüs wurden animiert, was scheinbar die neue Unternehmenspoltik bei "Universum" ist. Großartig...

Auch für die Verpackung scheut "Universum" - wie schon bei "Sprich mit ihr" - keine Mühen. Um die drei Discs standesgemäß zu beherbergen, wurde ein schmucker Digipak mit Pappschuber entworfen. Die Verarbeitungsqualität des Digipak scheint eindfrei und sehr sorgfältig vorgenommen worden zu sein.

     
 
Wertung:
  (sehr gut)
     
Bildtest:

Die positiven Aspekte des Transfers überwiegen auf jeden Fall die kleineren Mängel. So kann das Bild durch die fast vollständige Abwesenheit von Bildrauschen punkten. Da Rauschen mit zu den ärgerlichsten Dingen eines Transfer gehört, kann dieses Bild schon einmal erheblich an Sympathie gewinnen. Auch der wirklich gute Kontrast trägt zum klaren und angenehmen Eindruck maßgeblich bei. Die Farbwiedergabe präsentiert durchweg zurückhaltende, eher triste, aber dennoch natürliche Farben.

Hauptproblem des Bildes stellt - wieder einmal - das Schärfeverhalten dar. Bei Kamerafahrten treten leider Bewegungsunschärfen auf - ein Problem, dass bereits bei früheren "Universum"-Titeln aufgefallen ist. Ansonsten - also vor allem in ruhigen Szenen ohne schnelle Kamerafahrten - kann die Schärfe jedoch vollends zufriedenstellen und auch mit einer halbwegs gelungenen Detailzeichnung gefallen.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Tontechnisch enttäuscht "Der Pianist" ein wenig. Nicht, weil man nun unbedingt einen ausgeprägten 5.1-Track erwarten oder gar voraussetzen würde, sondern einfach weil der Ton hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Bis auf ganz wenige Ausnahmen macht der Soundtrack nur wenig Nutung der hinteren Tonkanäle - auch in Szenen, die sich hervorragend eignen würden, um z.B. Umgebungsgeräusche über alle Kanäle auszubreiten. Stets wirkt der Ton zu frontlastig.

Im Gegensatz zu "Sprich mit ihr" kann man bei "Der Pianist" nicht einmal nach mehrmaligen Vergleichs-Hören einen winzigen Unterschied zwischen DTS und Dolby Digital ausmachen. Diesen DTS-Track hätte man sich auf alle Fälle sparen und stattdessen lieber die Bilddatenrate erhöhen sollen - vielleicht hätte man so die Probleme mit dem Bewegungsunschärfen in den Griff bekommen.

   
 
Wertung:
  (befriedigend)
       
Gesamtwertung:

Dem Beispiel der kanadischen DVD folgend, hat "Universum" auch dem deutschen Release ein 3-Disc-Set, bestehend aus zwei DVDs und einer CD, spendiert. Allein schon diese Vorgangsweise verdient Lob, denn weder die US-DVD noch die vor kurzem veröffentliche französische DVD können mit einer solchen Präsentation aufwarten.

Technisch gehört die DVD auf jeden Fall in die obere Liga. Gutes Bild, zufriedenstellender Ton und eine feine Dokumentation machen die DVD zur absoluten Kaufempfehlung.

       
 
Wertung:
  (gut)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Stefan Paulmayer
 

 

Eigentlich wollte ich mir "Der Pianist" ja nicht ansehen - aus demselben Grund, weswegen ich bisher noch keinen einzigen Roman Polanski-Film gesehen habe: ein gewisser, allgemein bekannter, gerichtlich aktenkundiger Vorfall in den 70er Jahren.

Wie auch immer, Hauptgrund für meinen Sinneswandel war letztendlich das Grundthema des Filmes, das eben ein sehr interessantes und immer noch brisantes ist. So bekam auch "Der Pianist" seine Chance...

Um es kurz zu machen - für mich zählt "Der Pianist" zu den besten Filmen, die das Thema Nazionalsozialismus darstellen, seit "Schindlers Liste". Selten wurden auf so einerseits grausame, andererseits aber sehr zurückhaltende Weise die Greuel der nationalsozialistischen Besetzung Warschaus präsentiert.
Grausam, weil der Polanski nicht vor der Darstellung der deutschen Gewalt gegen Juden zurückschreckt - wie es auch Spielberg bei "Schindlers Liste" getan hat. Die erbarmlungslose Gewalt der Deutschen wird so schonungslos vorgeführt, dass man sich bei der einen oder anderen Szene schon mal eine Träne aus dem Augenwinkel wischen muss.
Zurückhaltend, weil die Gewalt gleichsam "nebenbei" gezeigt wird und nicht unbedingt die bestimmende Leitlinie ist. Polanski schafft es auf diese Weise ein sehr gutes Bild vom tagtäglichen Leben im Warschauer Ghetto zu zeichnen. Meiner Ansicht nach steht - trotz der vielen grausamen Szenen - die Story rund um den Komponisten Wladyslaw Szpilman und seine Familie im Mittelpunkt des Filmes. Damit grenzt sich "Der Pianist" in meinen Augen von Filmen wie "Schindlers Liste" ab, die in erster Linie, die Greuel der Nazis portraitieren wollen und dabei einzelne Charaktere als Mittel dazu benutzen. Bei "Der Pianist" scheint mir der Fall genau umgekehrt zu sein.

 

Wertung:

(sehr gut)

 
 
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Zahl der Filmkritiken: 3
 
 

 
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