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Gangs of New York

2 Disc Special Edition

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Menü 
Photos 
 
 


 

DVD-Daten:

Review Datum: 16.09.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 22.09.2003
   
Deutscher Titel: Gangs of New York
Originaltitel: Gangs of New York
Land / Jahr: USA 2002
Genre: Action
   
Regie:  Martin Scorsese
Darsteller:  Leonardo DiCaprio , Daniel Day-Lewis , Cameron Diaz , Jim Broadbent , John C. Reilly , Henry Thomas , Liam Neeson
       
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (DTS 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0 Surround)
Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: nein
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 24
Laufzeit: 160 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Splendid Entertainment
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

New York Mitte des 19. Jahrhunderts: Zwei Männer betreten den Paradise Square. Hinter ihnen eine wogende Menge, rhythmisches Aufstampfen von Füßen, Waffen wirbeln durch die Luft, die Atmosphäre ist hasserfüllt. Priest Vallon, Anführer der irischen Dead Rabbits, und William Cutting, Bandenchef der Natives, wollen nur das Eine, den Tod des Anderen.
16 Jahre später: Priest Vallons Sohn Amsterdam kehrt zurück in das Elendsviertel Five Points. Er hat nur noch einen Gedanken im Kopf, sich an dem Mann rächen, der seinen Vater getötet hat: William Cutting, genannt Bill the Butcher. Amsterdam weiß, dass er zunächst das Vertrauen von Bill erlangen muss. Ein gefährliches Unterfangen, dass sich zuspitzt als er der verführerischen Taschendiebin Jenny Everdeane begegnet. Amsterdams Geschichte wird zum Kampf ums Überleben, in einer Zeit, die zur Zerreißprobe der USA wurde - der härtesten, die das Land bis dahin erlebt hatte...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Splendid legt dem Film eine zweite DVD mit in das DigiPak, was klug ist, schließlich ist die erste DVD mit dem Film bereits restlos voll. Ledglich der Audikommentar von Regisseur Martin Scrosese befindet sich auf der ersten Disc, was aber prizipbedingt nicht anders realisiert werden kann. Scorsese schafft es über die drei Stunden hinweg schnellsprechend auf den Zuhörer einzudreschen, was es nicht gerade einfach macht, seinen Ausführungen zu folgen. Splendid sei Dank: es gibt eine deutsche Untertitelspur, die den Kommentar begleitet und natürlich auch einfach so zugeschaltet werden kann, um den Film mit deutschem Ton und zusätzlichen Textinfos zu schauen.

Die zweite DVD bietet eine Reihe von Dokus, ein reines Making Of ist allerdings nicht vertreten. Dafür gibt es eine vom Discovery Channel produzierte Dokumentation, die mit gut 35 Minuten auch nicht gerade knapp geraten ist. "Die Geschichte der Five Points" ist mit rund 13 Minuten nicht nur kürzer, sondern beinhaltet auch Teile der langen Dokumentation und ist somit zumindest teilweise redundant. Spannender sind die folgenden Featuretten, die alle noch konkreter auf den Film eingehen. Sowohl das Kostümdesign, als auch die Gestaltung des Sets werden beleuchtet. Wer zuvor nur ahnen konnte, was alles für einen Historienfilm beachtet werden muss, bekommt hier eine Menge Hintergrundinfos, die mehr sind, als nur leere Worthülsen der gefürchteten Werberolle. Wer es noch genauer wissen will, an den richtet sich "Erforsche das Set von Gangs Of New York". Gute 22 Minuten führen Martin Scorsese und Ausstatter Dante Ferretti den Zuschauer durch die italienischen Cinecitta Studios, in denen Teile der New Yorker Straßenzüge realitätsgetreu nachgebaut wurden. An bestimmten Stellen gibt es immer wieder 360 Grad Rundumsichten, die wirklich sehr gut gelungen sind. Zwei Trailer und das Musikvideo des U2 Titelsongs "The Hands That Built America" runden die gelungene Ausstattung ab.

   
 
Wertung:  
     (gut)
     
Gestaltung:

Die Menüs der "Gangs of New York"-DVDs sehen zwar professionell designed aus, können aber sonst nicht weiter überzeugen. Dafür hat man technisch einfach zu geringen Aufwand betrieben, denn bis auf ein kurzes Intro, ein animiertes Hauptmenü und wenige bewegte Untermenüs, bietet die DVD keinerlei Finessen.
Die passende Musik spielt im Hintergrund, doch hätte man sich für diese Veröffentlichung sicher noch etwas mehr Mühe geben können. Ein durchweg animiertes Menü mit netten Effekten hätte schon sein müssen.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

160 Minuten Laufzeit, drei Tonspuren, davon eine gleich DTS... kann das gut gehen? Zugegeben, der Film macht es der DVD nicht gerade einfach, nicht umsonst wurde der Streifen in Amerika gleich auf zwei DVDs gebannt. Die deutsche DVD bietet DTS Ton und bringt Scorseses bildgewaltige Darstellung der Geburt von New York auf nur einer Scheibe unter. Somit bleibt für das Bild eine nur magere Datenrate, die nur selten über 3 MBit klettern darf. Somit hat es die Kompression besonders schwer, das Bild plastisch und sauber abzubilden. Besonders bei dem Logo-Vorspann erkennt man auf dem grauen Hintergrund deutlich eine gewisse Unruhe. Während des eigentlichen Films ist die Kompression jeddoch überraschend gut. Kompressionsartefakte fallen nicht besonders negativ auf. Dennoch ist das Bild nicht perfekt. Die Schärfe ist bei bewegten Bildern nicht immer optimal. Ein leichter Rauschfilter sorgt für minimal vorhandene Nachzieheffekte, die aber bei größerem (und optimalem) Betrachtungsabstand vom Fernseher nicht weiter auffallen. Negativ fällt allerdings die Bildschärfe in Kombination mit Zeilenflimmern auf. Anscheinend ist der Titel nach der Rauschreduktion leicht nachgeschärft worden, was zu zitternden Konturen führt, sofern diese auf dem Fernseher zwischen den Scanlines landen. Besonders deutlich machen dies fast horizontale Linien, die aber immer noch ein wenig diagonal verlaufen.

Gut gefallen kann hingegen der Kontrast, der auch in den teilweise sehr dunklen Szenen, immer noch jedes Detail sauber erkennen lässt. Auch die undankbaren Außenaufnahmen mit weißem Himmel weisen immer noch eine ausreichende Detailzeichnung auf, ohne unangenehm zu clippen.

Splendid ist, in Anbetracht der Länge, ein wahrliche guter Transfer gelungen, wobei man sicherlich anmerken muss, dass anscheinend der gleiche Transfer wie schon bei den internationalen Auflagen verwendet wurde.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Wer in den gut drei Stunden Laufzeit nur Massenszenen mit möglichst viel Action erwartet, der wird von "Gangs of New York" sicher enttäuscht. Vielmehr erzählt der Film, entlang des Leitfandens der Blutrache, viele kleine Nebenplots, die tatsächlich die Stadt New York zum eigentlichen Hauptdarsteller machen.

Die deutsche Synchronisation liegt recht nah am Original, ist aber nicht ganz so präzise und auf den Punkt gemischt, wie das amerikanische Vorbild. Leider geht in der Synchronisation auch ein wenig das Flair verloren, das z.B. Daniel Day-Lewis durch seinen Akzent in die Rolle einbringt.

Der Film dominiert mit einer ultrarbeiten Stereofront und einer durchgängigen Soundkulisse von hinten, die das Geschehen vorne treffend unterstützt. Nur selten jedoch wird auch die Dynamik etwas weiter ausgereizt, so dass es zu wahren Höhepunkten kommt. Bedenkt man jedoch, dass dieser Film eigentlich sehr dialoglastig ist, so muss man dem Titel ein schon fast verspieltes Sounddesign unterstellen.

Der deutsche DTS-Ton ist allerdings wieder einmal, wie leider so oft, nur Blendwerk. Echte Vorteile bringt die DTS-Spur, abgesehen von einem Quäntchen mehr Bassdruck und einem Hauch mehr Transparenz, nämlich nicht. Die Vorteile sind dabei so verschwinded gering, dass es schwer ist, wirklich herauszuhören, ob man gerade Dolby Digital oder DTS lauscht.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

Für zehn Oscars wurde der Film nominiert, in keiner einzigen Kategorie jedoch wollte Fortuna den Filmemachern gnädig sein. So mussten Scorsese und sein Team ohne auch nur eine einzige Trophäe die Oscar-Verleihung verlassen. Dies ist, in Anbetracht der restlichen Gewinner, schlicht eine Frechheit. Sowohl die Leistung von Daniel Day-Lewis, das Set Design als auch die überzeugenden Bauten hätten eine Anerkennung seitens der Academy sicherlich verdient.

Doch es geht auch so. Splendid würdigt den Film mit einer der besten DVD-Umsetzungen, die man von der Kölner Truppe je in den Player legen durfte. Auch wenn uns das finale DigiPak noch nicht vorliegt - auch in diesem Punkt darf man sicherlich nur das Beste erwarten. Im Vergleich zum häßlichen Amaray aus den Staaten wirkt die Aufmachung im DigiPak wesentlich eleganter. Lediglich die uns vorliegende Fassung aus Singapur hat noch ein schickes Booklet, was allerdings kaum den Importaufwand rechtfertigen dürfte.

Wer großes Kino sucht, das eine epische Story, ein geniales Set und beeindruckende schauspielerische Leistungen bietet, der sollte sich "Gangs of New York" auf jeden Fall auf die Wunschliste schreiben (oder schreiben lassen).

       
 
Wertung:
  (gut)
  

 
 
Und das meinen unsere Kollegen:
   


 

 

Eine schöne DVD, die durch ein gutes Bild, einen guten Ton und umfangreiche Extras besticht.[...] mehr>>

Cinefacts-Wertung: 4/5 lesen>>

 
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