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Captain Future

DVD Collection 1

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

 
 


 

DVD-Daten:

Review Datum: 11.12.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 08.12.2003
   
Deutscher Titel: Captain Future
Originaltitel: Captain Future
Land / Jahr: J 1978
Genre: Zeichentrick
   
Regie:  Shigeo Hirota, Tomoharu Katsumata, Tomoji Katsumata, Kiyoshi Kawakubo, Johei Matsuura, Kôzô Morishita, Hideki Takayama, Akira Yokoi
Darsteller:  Hans-Jürgen Dittberner , Anita Kupsch , Wolfgang Völz , F. G. Beckhaus , Jochen Schröder , Lothar Blumhagen , Michael Chevalier , Helmut Krauss , Joachim Kerzel , Klaus Miedel
       
Bildformat: 4:3 Vollbild
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 2.0 mono)
Untertitel: keine
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: DigiPak
Kapitel: je 4
Laufzeit: 625 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 6 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (3x) und DVD 5 / Single Layer
Anbieter: TMC France / UFA Home Entertainment
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Die Collection enhält die ersten acht Episoden, die, bis auf eine Ausnahme, aus je drei Folgen bestehen.

Episode1 : Der Herrscher von Megara / Captain Future and the Space Emperor
1. Die Rückverwandlung
2. Jagd auf den mächtigen Schatten
3. Kampf der Planeten

Episode 2: Der Kampf um die Gravium-Mine / Captain Future´s Challenge
1. Der Plan des Wrecker
2. Die Unterwasser-Falle
3. Die Seelentransplantation

Episode 3: Die Zeitmaschine / The Lost World of Time
1. Reise in die Vergangenheit
2. Das Geheimnis des Sterns Koom
3. Fünf Milliarden Jahre zurück

Episode 4: Auf der Suche nach der Quelle der Materie / Quest beyond the Stars
1. Luft- und Wasserknappheit auf dem Planeten Laguna
2. Gefangen auf dem grünen Planeten Kol
3. Die Rettung der Quelle

Episode 5: Der Zauberer vom Mars / The Magician of Mars
1. Kuolons Herausforderung
2. Flug in die fünfte Dimension
3. Der unsichtbare Planet

Episode 6: Das Geheimnis der sieben Steine / Captain Future and the Seven Space Stones
1. Der Weltraumzirkus und die geheimnisvollen Steine
2. Unter Zirkuskünstlern
3. Ein falscher Captain stirbt
4. Das Abenteuer im Mikrokosmos

Episode 7: Der schwarze Planet / Calling Captain Future
1. Sonnensystem in Gefahr
2. Abenteuer in der Eiswüste
3. Eine Fata Morgana verschwindet

Episode 8: Mitgefangen im Weltall / Face of the Deep
1. Ein Raumschiff wird gekapert
2. Flucht aus der Milchstraße
3. Wer wagt, gewinnt

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Die erste Box enthält die ersten acht Episoden der Serie und muss leider fast gänzlich auf Extras verzichten. Lediglich die zweite Box bietet das Special "A Brilliant Race over the Solar System" im japanischen Original mit deutschen Untertiteln. Der Film "Startrail To Glory", der aus zwei weiteren Doppelfolgen besteht und z.B. in der französischen Box enthalten ist, wird den deutschen Fans leider nicht zugänglich gemacht.

Das einzige wirkliche Extra der ersten Box sind die japanische Titelsequenz und der Abspann, die zusammen eine Laufzeit von drei Minuten haben. Hier bekommt man einen kleinen Eindruck davon, wie schlecht der japanische und wie gut der deutsche Soundtrack sind. Dazu kommen noch einige Texttafeln mit Inhaltsangaben und Beschreibungen der Charaktere, die allerdings wenig umfangreich sind.

Recht interessant ist die Möglichkeit, sich zusammenhängende Folgen ohne die jeweilge Titelsequenz und Zusammenfassung anzuschauen.

   
 
Wertung:  
     (mangelhaft)
     
Gestaltung:

Das Menü ist irgendwo zwischen japanischem Kitsch und grafischer Belanglosigkeit anzusiedeln. Animiert ist lediglich die Kapitelauswahl, die leider mit nur vier Kapiteln pro Folge etwas mager ausfällt. Die eingesetzten Hintergrundgeräusche sind eher nervig als ansprechend.

     
 
Wertung:
  (ausreichend - befriedigend)
     
Bildtest:

Die Bildqualität der deutschen Version ist wenig erfreulich. Das Ausgangsmaterial zeigt etliche Defekte und Verschmutzungen, die man hätte entfernen können - sofern man gewollt hätte. Die französische Fassung ist hier wohl um einiges besser ausgefallen, allerdings konnte hier auch das anscheinend restaurierte japanische Bildmaster verwendet werden. Da die deutsche Fassung allerdings gekürzt ist (mehr dazu im Fazit), hat man anscheinend die deutsche Kopie aus dem Archiv der Taurus Film benutzt.

Das Bild wurde mit einem Rauschfilter bearbeitet, der sichtbare Rauschmuster im Bild hervorruft. Manchmal hat man auch das Gefühl, dass die schwarzen Outlines der Figuren bei schnellen Bewegungen verwischen bzw. ganz verschwinden.

Aus nicht erfindlichen Gründen zeigt das Bild eine weiße Linie am linken und unteren Bildrand, die allerdings auf Fernsehern durch den Overscan verschwindet. Zuschauer am PC dürften sich allerdings darüber ärgern.

Die Farben sind sinnvoll ausgepegelt und geben die Serie in einem stimmigen Look wieder. Der Kontrast könnte ein wenig mehr Durchsetzungskraft vertragen und wirkt teilweise etwas schwachbrüstig.

Am Ende der ersten drei Folgen friert das Bild noch vor Ende der Abspannmusik ein, der Hinweis auf die Synchronisation durch die Arena Synchron in Berlin fehlt.

Insgesamt macht das Bild einen nur unterdurchschnittlichen Eindruck, das Material wirkt nicht frischer als bei den Reruns im FreeTV.

     
Wertung:
   (ausreichend - befriedigend)
   
Tontest:

Wer geglaubt hat, schon das Bild wäre schlecht, der wird eines Besseren belehrt. In einem Satz: Die Qualität der deutschen Tonspur ist unterirdisch schlecht. Da klingen etliche VideoCDs um Längen besser. Man muss sich eindeutig fragen, wie es Universum Film rechtfertigen kann, eine solche Mängelsammlung auf die deutschen Käufer loszulassen.

Doch der Reihe nach. Der Ton klingt zunächst dumpf und recht gewöhnungsbedürftig. Die Mischung ist sehr stark komprimiert, man merkt ein deutliches Pumpen, wenn die Musik in Sprachpausen wieder hochgezogen wird. In wie weit dies allerdings zum Teil schon bei der Originalmischung von Hand beeinflusst wurde, können wir leider mangels Vergleichsmaterial nicht nachvollziehen.

Eine absolute Frechheit sind allerdings die vielen offensichtlichen Mängel. Stammleser dürften wissen, dass wir bei nachvollziehbaren Fehlern in vielen Fällen die Zeitangaben notieren, an denen bestimmte Fehler auftreten. Bei der zweiten Folge der zweiten Episode hat uns allerdings nach mehr als 20 solcher Positionen schlicht und einfach die Motivation dazu verlassen. In regelmäßigen Abständen, manchmal auch gleich mehrfach hintereinander und in sehr kurzen Abständen bricht die Tonspur komplett ein. Es ist dann nur ein deutliches Klicken zu vernehmen und der Ton ist erst nach rund einer Sekunde wieder zu hören. Unser Verdacht, dass es sich hierbei möglicherweise um ein digitales Clipping, also eine Übersteuerung bei der Überspielung auf die digitale Ebene handelt, testen wir, indem wir sowohl die hervorragenden Wandler des Marantz DV8400 probehörten, als auch das Signal digital zum, mittlerweile etwas betagten, 830er Receiver von Sony schickten und erst dort wandeln ließen. In beiden Fällen klangen die Fehler exakt gleich, so dass man davon ausgehen darf, dass der Fehler auch genau so im Datenstrom der DVD vorhanden ist. Auch am PC mit einem Softwareplayer konnten wir diesen Fehler nachvollziehen. Warum, weshalb und wieso man diesen Fehler nicht einfach repariert hat (erfahrene Tontechniker sollten die vielen Knackser binnen weniger Minuten zumindest notdürftig muten können) ist uns ein Rätsel. Leider ist nicht nur die besagte Folge von diesem Fehler betroffen, auch weitere Folgen weisen diesen Fehler, allerdings nicht in dieser Häufigkeit, auf. Um es ganz offen zu sagen: bei den vielen Unterbrechungen vergeht einem förmlich die Lust, die betroffene Episode weiter anzuschauen.

Wer glaubt, das sei schon alles, der hat sich allerdings getäuscht. Die dritte Folge der zweiten Episode weist direkt am Anfang ein sehr starkes Leiern auf, das in etwa so klingt, als würde man ein Tonband einstarten. Selbst wenn dieser Fehler bereits im Ausgangsmaterial vorhanden gewesen sein sollte: bei insgesamt 40 verschiedenen Folgen wäre es ein leichtes gewesen, das entsprechende Tonfragment einfach zu kopieren - die digitale Technik macht es schließlich kinderleicht möglich. Auch an einigen anderen Stellen konnten wir störendes Leiern ausmachen, wenngleich nicht so stark wie eben beschrieben.

Die oben genannten Fehler fallen unserer Meinung nach nicht unter die gern zitierten Produktionsschwankungen, sondern sind eindeutige Fehler, die einen nicht unerheblichen Mangel dieser Veröffentlichung darstellen.

   
 
Wertung:
  (mangelhaft)
       
Gesamtwertung:

Lange hat es gedauert, bis "Captain Future" endlich komplett auf DVD erschienen ist. Gar nicht lange hat es allerdings gedauert, die technische Seite der Veröffentlichung gründlich zu verpfuschen.

Dabei fangen die Fehler schon bei der Verpackung an. Die DVD Box enthält nämlich nicht Episoden 1 bis 25, wie fälschlicherweise auf der Verpackung angegeben, sondern natürlich nur die ersten acht Episoden, die aus insgesamt 25 Folgen bestehen. Dabei enfallen je drei Folgen auf die Episoden 1, 2, 3, 4, 5, 7 und 8 und vier Folgen auf Episode 6. Grund dafür ist die Sendepolitik des ZDF, das die Serie nur gekürzt synchronisieren und auch nur in dieser Form, noch dazu in völlig falscher Reihenfolge, ausstrahlen ließ. Eigentlich beträgt die Länge einer kompletten Episode jeweils 100 Minuten (für PAL, also 120 Minuten im NTSC Original), das ZDF machte daraus, mit Ausnahme der sechsten Episode, drei Folgen zu je nur 25 Minuten. Damit fehlen der deutschen Fassung nicht nur einige Gewaltszenen, sondern zum Teil auch komplette Handlungsstränge. Da die Serie jedoch nur gekürzt synchronisiert wurde und einige Sprecher mittlerweile verstorben sind, war es also für die DVD Fassung nicht möglich, die Szenen neu einsprechen zu lassen. Darüber hinaus existieren für die fehlenden Minuten weder Musik noch Geräusche, die ebenfalls neu gemacht werden müssten, sollte man die Serie jemals komplettieren wollen. Komplett ist allerdings die franzöische Ausgabe mit dem spaßig anmutenden Titel "Capitaine Flam" - leider fehlt dieser der geniale Soundtrack von Christian Bruhn. Zu diesem verliert die DVD Collection leider auch kein Sterbenswörtchen, und dass, obwohl Bruhn für etliche, heute Kultstatus besitzende, Musiken der 70er und 80er verantwortlich zeichnet. Wer mehr wissen möchte, findet ein umfangreiches Interview mit dem Komponisten in unserem Special zu "Captain Future". Warum allerdings das Special darüber hinaus auch mehr Hintergrundinfos bietet, als die Texttafeln der DVDs, ist unverständlich.

Wir empfehlen allen Fans, einen großen Bogen um diese Veröffentlichung zu machen, glücklich dürften mit ihr wohl nur absolute Hardcore Fans sein, die wirklich alles zu "Captain Future" ihr Eigen nennen müssen. Alle anderen dürfen auf weitere, qualitativ gleichwertige, wenn nicht sogar bessere, Ausstrahlungen im FreeTV warten.

Wer dennoch nicht widerstehen kann, sollte die Box übrigens im Laden gleich auspacken und die Discs begutachten. Da uns Universum Film kein Muster zur Verfügung stellen konnte, statteten wir dem nächsten Konsumtempel einen Besuch ab, um einen Tag später bereits wieder dort vorstellig zu werden und beide Boxen umzutauschen. Fast alle Datenträger wiesen nämlich starke Kratzer (gottlob keine Risse) an den Innenringen der DVDs auf, in zwei Fällen war allerdings auch die Oberfläche der Datenschicht betroffen. Anscheinend ist auch beim Verpacken der Box nicht alles so glatt gelaufen, wie man sich dies gewünscht hätte. Zwei weitere Boxen, die wir unter den unwirschen Blicken des Verkaufspersonals jungfräulich aus der Folie befreiten, waren ebenfalls mit verkratzen Discs bestückt, so dass wir unsere Exemplare letztlich aus drei verschiedenen Packungen selbst zusammenstellen mussten.

Auch wenn Universum Film nur der Distributor dieser Ausgabe ist und die eigentliche Schuld die französische TMC trifft, so muss sich Universum Film doch die Frage gefallen lassen, wie man dieses Machwerk in der Endkontrolle dann trotzdem zur Pressung freigeben konnte. Die technische Qualität darf man zu Recht als missglückt bezeichnen, die materielle Ausführung ist ebenfalls mangelhaft. Dass der ahnungslose Käufer dafür dann auch noch rund 100 Euro Straßenpreis berappen soll, ist eine Frechheit.

Mit der DVD Box erlebt Captain Future sein Waterloo made by TMC France und Universum Film, auch wenn er bis dahin immer als Sieger aus allen Abenteuern hervorgegangen ist.

Für die Rücksichtslosigkeit bei der Veröffentlichung ziehen wir einen Punkt von der Gesamtnote ab.

       
 
Wertung:
  (mangelhaft)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Christian Bartsch
 

 

Bei "Captain Future" werden Kindheitserinnerungen wach. Angesichts der unwürdigen DVD Umsetzung verspüre ich aber den starken Drang, jemanden dafür ganz böse verhauen zu wollen. Aber schließlich steht ja Weihnachten schon vor der Tür und Weihnachten ist ja bekanntlich das Fest der Freude...

 

Wertung:

(sehr gut)

 
 
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