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Olaf Schubert - Boykott

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

Cover 
Cover-Rückseite 
DVD-Menü 
Photos 
 
 


 

DVD-Daten:

Review Datum: 21.10.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 06.10.2003
   
Deutscher Titel: Olaf Schubert - Boykott
Originaltitel: Olaf Schubert - Boykott
Land / Jahr: D 2003
Genre: Komödie
   
Regie:  diverse
Darsteller:  Olaf Schubert
       
Bildformat: 4:3 Vollbild
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 2.0 stereo)
Untertitel: keine
       
Menü: interaktives Menü
Booklet: Booklet mit Songtexten und weiteren Texten
Verpackung: Super Jewel Case
Kapitel: 12
Laufzeit: 130 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 6 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: BMG Entertainment
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Olaf Schuberts aktuelle und erste (damit auch vorerst einmalige) DVD bietet das Bühnenprogramm "Boykott", verschiedene rare Live-Aufnahmen, einige Filme und Dokumentationen sowie eine Biograpfie und die Olaf Schubert Lexikothek. Olaf Schubert pur also, möchten wir meinen.

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Olaf Schuberts Boykott bietet nicht nur das gleichnamige Bühnenprogramm auf DVD, sondern auch noch eine ganze Reihe an prickelnden Extras, die die Fans sicher ganz und gar nicht boykottieren werden.

Neben der eigentlichen "Live!"-Sektion, die wir als eigentliches Programm dieser DVD auffassen, gibt es eine Reihe von Extras.

Da wären zunächst die Clips im Menü Musik, das die Titel "Erotica", "Elektrizität", "Boykott", "Stabhochsprung" und "Lauwarmer Asphalt" (in einer frühen Aufnahme von 1816) enthält. Hierbei handelt es sich zum Teil um rare Videodokumente des scheuen Künstlers, die hier erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Wer danach noch nicht genug vom bunten Treiben von "uns Olaf" bekommen kann, der findet bei den Filmen aus der Reihe Klub Komik bestimmt etwas. Hierbei handelt es sich um kleine Reportagen und Berichte, in denen Olaf etwas zur allgemeinen Lage der Nation oder auch nicht berichtet. Unter anderem besucht Olaf auch den Kölner Dom, was Rheinländer besonders freuen sollte. Olaf allerdings kann sich nicht so recht mit der Anreise entlang des Rheins anfreunden. Dazu jedoch mehr auf der DVD...

Der Menüpunkt "Biographie" enthält nicht nur eine schnöde Texttafel mit den wichtigsten Daten rund um den Meister des Boykotts, sondern auch ein radikal schonungsloses Interview, das die verletzliche Seite des Musikanten und seiner Schergen zeigt.

Abegrundet wird die DVD von der Lexikothek, die den Olaf Schubertschen Begriffskosmos abdeckt. Mehr soll hier aber nicht verraten werden.

   
 
Wertung:  
     (gut)
     
Gestaltung:

Im Hauptmenü angelangt fragt man sich zunächst ganz konsequent, ob dies denn bitteschön schon alles gewesen sein soll, so ganz ohne Intro und ohne jegliche Animation. Betritt man einen der Unterpunkte, so kommt Herr Stephan ins Menü und gibt eine passende Einleitung zu Olafs künstlerischem Schaffen zum besten. Somit bekommt das Menü gleich eine ganz andere Dimension und man fühlt sich als Betrachter gleich richtig wertgeschätzt, was ja prinzipiell nicht falsch sein kann. Hübscher als Olafs Pullover wird das Menü dadurch allerdings auch nicht.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Die Bildqualität von Olaf Schuberts Boykott wird bereits durch das Ausgangsmaterial limitiert. Abgesehen von dem eigentlichen Programm sind viele Extras anscheinend auf DV oder ähnlichen Formaten gedreht worden. Besonders der Kontrast (abgesehen von z.B. den Außenaufnahmen vor dem Kölner Dom), Rauschverhalten und Schärfe bleiben dann hinter den Erwartungen, die man an eine aktuelle DVD stellen darf, leider zurück.

Bei Olafs Bühnenprogramm fällt auf, dass das Bild recht spärlich ausgeleuchtet ist und somit die Kompression ihre liebe Müh´ hat. Die Farbwiedergabe schaut aufgrund der spärlichen Ausleuchtung auch etwas ungewöhnlich aus, gibt aber letztlich keinen Anlass zur Kritik.

Im Vergleich zu hochauflösenden Filmabtastungen ist das Bild sicherlich nicht besonders herausragend.

     
Wertung:
   (befriedigend)
   
Tontest:

Anders als auf dem Cover angegeben, kommt das Hauptprogramm mit einer 5.1 Mischung, und nicht nur stereo daher. Diese Mischung entpuppt sich allerdings bei genauem Hinhören als wenig spektakulär, wir sind noch nicht einmal sicher, ob hier nicht einfach der vorhandene Stereomix auf 5.1 Kanäle aufgepustet wurde. Aber, man soll ja auch nicht meckern, wenn man ausnahmsweise mal etwas mehr bekommt, als die Werbung verspricht. Der Raumklang ist leider nur sehr dezent, was aber bei einer Aufnahme in einem kleinen Theater o.ä. auch logisch erscheint. Schließlich bietet Olafs Bühnenprogramm (noch) keine Raumschiffe oder andere tolle Vehikel, die laut dröhnend und mit toller Akkustik durch den Raum toben könnten.

Die Qualität der anderen Clips, teilweise live, teilweise aus anderen Shows, liegt auf dem gleichen Niveau. Lediglich bei den Aufnahmen, die offensichtlich "nur so" auf DV mitgeschnitten wurden, muss man Abstriche machen.

Wer aber Olafs Lieder und seinen Boykott erwartet, der darf auch ruhig mal für ein paar Minuten HighTech-Audio boykottieren. Der Name ist halt Programm.

   
 
Wertung:
  (befriedigend)
       
Gesamtwertung:

Spätestens seit Olaf Schubert mit wachsender Regelmäßigkeit den Quatsch Comedy Club entert, gehört sein Name zum neuzeitlichen Urgestein der deutschen Kabarett-Szene. Da war es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis Oalfs erste DVD die deutschen Heimkinos erobern durfte. Nun liegt Sie also vor uns, die runde Scheibe mit dem klangvollen Namen "Boykott". Rund 130 Minuten Programm gibt es inklusive der Extras zu sehen und das ist schon eine ganze Menge, schließlich haben die meisten Spielfilme eine Laufzeit von nur 90 Minuten. Hier bekommt man also für das gleiche Geld satte 40 Minuten mehr. Gratis!

Olaf zeigt sich auf dieser DVD von seiner besten Seite und zeigt einmal mehr, dass Dresden (keine Sorge, den Kalauer mit dem Finger und dem Po ersparen wir uns an dieser Stelle) auch heute zu den Zentren der Philosophie gehört.

Wer endlich einmal 100% Olaf, geballt auf 130 Minuten Silberscheibe, haben möchte, der sollte diese DVD am besten nicht direkt boykottieren. Wenn sie dann aber in Eurem Regal steht und Freunde neidisch fragen, ob man dieses Kleinod deutscher Dichtkunst nicht einmal in den Player werfen sollte, dann ist die Zeit gekommen, das einzig wahre Wort zu sagen: "Boykott!"

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
  

 
 
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