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The Grudge - Unrated Director´s Cut

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 01.08.2005
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 17.05.2005
   
Deutscher Titel: The Grudge
Originaltitel: The Grudge
Land / Jahr: USA 2004
Genre: Horror
   
Regie:  Takashi Shimizu
Darsteller:  Sarah Michelle Gellar , Bill Pullman , Jason Behr , Clea DuVall , William Mapother , KaDee Strickland , Rosa Blasi , Grace Zabriskie , Courtney Webb , Takako Fuji , Yuya Ozeki , Ted Raimi
       
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Englisch (Dolby Digital 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Englisch, Französisch, Spanisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 28
Laufzeit: 98 Minuten
TV Norm: NTSC
FSK: keine FSK Freigabe, sondern NR
Regional Code: Code 1
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Columbia Tristar Home Entertainment
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Die amerikanische Krankenschwester Karen und ihr Freund Doug ziehen nach Japan. Doch schon bei ihrem ersten Auftrag wird Karen in einen wilden Strudel aus unerklärlichen Ereignissen gezogen. Als sie im Haus einer alten Frau einen jungen Buben in einem Schrank entdeckt und die alte Frau gleichzeitig stirbt, weiß Karen, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Das Bonusmaterial wurde für diese Extended Fassung komplett ausgetauscht, was einerseits ärgerlich ist, da auch das Bonusmaterial der Kinofassung durchaus sehenswert ist, andererseits liefert vor allem der neue Kommentar aber ganz erhebliche inhaltliche Informationen.

- Audiokommentar mit Takashi Shimizu, Produzent Taka Ichise und Darstellerin Takako Fuji: Obwohl der Audiokommentar in japanischer Sprache ist, lohnt es sich trotzdem, ihn anzuhören. Wobei man sich das fast sparen kann, denn natürlich stehen englische Untertitel zur Verfügung, die man sich auch während der normalen Filmwiedergabe einblenden lassen kann. Jedoch fällt es so natürlich schwerer, den gesprochenen Text den einzelnen Sprechern zuzuordnen. Wie auch immer, der Kommentar gehört mit Sicherheit zu den besseren, die es gibt. Takashi Shimizu und seine Mitsprecher liefern dabei viele interessante Einblicke in die Hintergründe und die Entstehungsgeschichte des Filmes und machen sich ab und an auch über ihre amerikanischen Produzenten-Kollegen lustig, die offenbar recht strikte Vorgaben entgegen Shimizus Willen durchgesetzt haben. Andererseits gaben sie ihm fairerweise - oder aus finanziellen Überlegungen - die Möglichkeit, diesen Director´s Cut zu erstellen, der wohl seinen Vorstellungen eher entsprechen dürfte als die Kinofassung. Außerdem weist Shimizu immer wieder auf Kleinigkeiten hin, die gegenüber dem Original "Ju On - The Grudge" abgeändert oder ergänzt worden sind.
- Deleted Scenes: Hier findet man 15 zusätzliche Szenen mit optionalem Kommentar vom Regisseur. Die Szenen liegen im Letterbox-Format vor und haben eine Gesamtlänge von etwa 34 Minuten.
- Featurettes: Hier finden sich die Kurz-Dokus "The Grudge House: An Insiders Tour", "Sights and Sounds: The Storyboard Art Of Takashi Shimizu" und "The Sketches of Iwao Saito". Die erste Featurette läuft nur rund vier Minuten und führt uns - wie der Name schon sagt - durch das Set des Hauses, in dem sich der Großteil der Handlung abspielt. Die zweite Featurette läuft mit knapp drei minuten noch kürzer und präsentiert im Wesentlichen nur einige Storyboards, die mit dem Ton aus dem Film unterlegt worden sind. Noch eine runde kürzer geht es dann beim dritten Feature, das überhaupt nur mehr zweieinhalb Minuten Laufzeit aufzuweisen hat und dementsprechend wenig spektakulär ist. Hier sieht man recht deutlich, dass ein Großteil der tiefgründigen Extras bereits bei der Erstauflage "verbraten" worden ist.
- Sarah Michelle Gellar´s Video Dairy: Dieser Rundgang über ein Set von "The Grudge" wurde von Sarah Michelle Gellar per Camcorder gedreht und liefert acht recht witzige Minuten, die gleichzeitig auch ein wenig über die Art des Filmemachens in Japan verraten.
- KaDee Strickland´s Video Dairy: Dieses dreizehnminütige Filmchen wurde von Darstellerin Kadee Strickland ebenfalls per Camcorder aufgezeichnet. Im Gegensatz zum ersten Videotagebuch führt uns KaDee hier nicht über ein Set oder hinter die Kulissen des Filmes, sondern durch Tokio und die Tokioter U-Bahn.
- Kurzfilme "4444444444" und "In A Corner" von Takashi Shimizu: Die beiden Filme laufen jeweils rund drei Minuten.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend)
     
Gestaltung:

Die Menügestaltung folgt jener der Kinofassung und macht im Großen und Ganzen einen sehr guten Eindruck. Das Hauptmenü wurde animiert und mit Musik unterlegt. Die Gestaltung kommt recht "fetzig" daher und passt insgesamt sehr gut zum Film. Wechselt man in eines der Untermenüs, macht man Bekanntschaft mit den ebenfalls animierten Übergängen. Die Untermenüs selbst sind dann unterschiedlich ausgestattet. So wurde die Kapitelanwahl weder animiert noch mit Ton unterlegt, während es bei der Sprachwahl zumindest eine Tonunterlegung gibt. Das Menü des Bonusmaterials wurde wiederum wie das Hauptmenü gestaltet, also animiert und mit Ton unterlegt. Hätte Sony Pictures alle Untermenüs in dieser Art gestaltet, wäre durchaus noch eine Halbnote mehr drin gewesen.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Hat Sony Pictures etwa auf die andauernde Kritik von Review-Seiten wie der unseren reagiert oder handelt es sich bei der für Sony Pictures-Verhältnisse erstaunlich hohen Bilddate um ein "Versehen"? Nun, das wissen wir nicht - wir wissen nur, dass die DVD mit 7,45 GB fast randvoll ist - also ausnahmsweise einmal kein Platz verschwendet worden ist - und dass die reine Bilddatenrate bei etwa 4,9 Mbit/ Sekunde liegt, was zwar nicht exorbitant hoch ist, aber dennoch weit über dem üblichen Sony-Schnitt.

Andererseits ist "The Grudge" auch ein Beispiel dafür, dass die Bilddatenrate allein noch keinen perfekten Transfer ausmacht. Es scheinen nämlich Stilmittel eingesetzt worden zu sein, die die Bildqualität in gewissem Maße beeinflussen. Außerdem lässt sich leichtes Hintergrundrauschen feststellen.

Die Bildschärfe fällt zwar besser aus als bei vielen anderen Columbia-DVDs, eine gewisse Weichheit in einigen Szenen ist aber dennoch anzutreffen. Gerade bei Totalen fehlt es ab und an an wirklich feiner Detailzeichnung. Insgesamt erscheint das Bild aber durchaus scharf - wobei dies vielleicht ein wenig von der digitalen Nachschärfung herrührt. Diese lässt sich anhand von Doppelkonturen an den Rändern nachweisen. Hinzu kommen leider auch ab und an leichte Bewegungsunschärfen, wobei die bei der Director´s Cut-Fassung - eventuell wegen der höheren Bilddatenrate - eher weniger aufgefallen sind.

Kontrastmäßig bietet "The Grudge" ein durchaus zufrieden stellendes Ergebnis. Stellenweise wirkt der Kontrast aber ein wenig zu dunkel bzw. zu steil. Zwar überstrahlen helle Bildanteile nicht wirklich, etwas grell erscheinen sie stellenweise dennoch. Bei einigen Szenen scheint es auch so, als wäre der Schwarzwert etwas heruntergedreht worden. Dies betrifft aber eher Innenraum-Aufnahmen, denn Nachtsequenzen im Freien werden stets recht knackig abgebildet.

Die Farben wirken durchgängig ein wenig gedrückt, haben aber oft natürliche Töne, wenngleich auch viele Szenen in Richtung Blau tendieren. Außerdem wurden die Farben dahin gehend verändert, dass sie konsequent eher blässlich wirken. Nur stellenweise bietet der Transfer wirklich kräftige Töne.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Als erstes ein Tipp: "The Grudge" kommt besonders gut herüber, wenn man den Film in einem komplett abgedunkelten Raum anschaut. Wer einen Beamer sein Eigen nennt, sollte diesen unbedingt für diesen Film anwerfen, dann dürfte das Erlebnis bzw. der Filmspaß nur umso höher ausfallen. Außerdem empfiehlt es sich, die EX-Schaltung - sofern vorhanden - manuell zu aktivieren. Der Film ist zwar weder geflaggt, noch wird er unter Dolby.com als EX-Film aufgeführt, bietet jedoch dennoch einen Soundtrack, bei dem es schwer fällt, zu glauben, dass dieser nicht in EX abgemischt worden sei. Ein Hinweis darauf, dass die Tonspur tatsächlich in EX gemischt worden sein könnte, ist die ebenfalls bereits erschienene DVD aus Hongkong, die als Dolby Digital EX (und sogar DTS ES) ausgewiesen und auch geflaggt worden ist.

Wie dem auch sei, "The Grudge" bietet sicherlich einen der besten Dolby-Tracks der letzten Zeit. Dabei geht es weniger um ständige Explosionen oder Action auf dem Bildschirm - all das bietet der Film schlichtweg nicht. Dennoch verbreitet der Soundtrack eine Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Bietet der Film einmal keine besonders aufregenden Szenen, beschränkt sich der Ton auf die - eher beschauliche - Wiedergabe von Umgebungsgeräuschen, die aber Dank EX trotzdem eine recht wahrnehmbare Surroundkulisse erzeugen. Sobald sich dann aber etwas bei der Handlung tut, dreht der Ton so richtig auf und feuert aus allen Kalibern. Hier wimmelt es dann nur so von Surroundeffekten, die auch den hinteren Center oftmals gezielt ansprechen. Der Ton schafft es sogar, ein richtiges Gänsehaut-Feeling entstehen zu lassen, was Tonspuren sonst nur relativ selten schaffen. Hier kommt dann der oben erwähnte abgedunkelte Raum ins Spiel, der diesen Effekt noch erhöht. Teilweise macht es den Eindruck, als würden die Macher mit den Kanälen geradezu spielen. Auch der Score spielt bei der Entwicklung der Story natürlich eine wesentliche Rolle. So ist dieser Film trotz der ursprünglichen PG-13-Freigabe gruseliger als so manch anderer Unrated-Film.

   
 
Wertung:
  (sehr gut)
       
Gesamtwertung:

"The Grudge" ist mehr oder weniger als 1:1-Remake des japanischen Hits "Ju-on - The Grudge" zu verstehen. Ziel des Filmes ist es - laut Machern im Making Of der Erstauflage - dem amerikanischen Publikum einen japanischen Film in reiner Form näher zu bringen. Daher wurde auch der Regisseur des japanischen Vorbilds engagiert, der das Remake für den US-Markt inszenieren und dabei so originalgetreu wie möglich vorgehen sollte. Daher findet sich auch ein Teil des originalen Casts im Remake wieder, nur die Hauptfiguren wurden "amerikanisiert". Dass das "Experiment" geklappt hat, zeigt das Einspielergebnis. Bei einem Budget von knapp 10 Mio. Dollar, spielte "The Grudge" allein in den USA 110 Mio. Dollar ein. Ein Remake von "Ju-on - The Grudge 2" ist daher bereits in Auftrag gegeben worden. Diese DVD präsentiert den Film nun im "Director´s Cut", der knappe sieben Minuten länger als die Kinofassung läuft und es Regisseur Takashi Shimizu ermöglicht, gewisse ihm von Sony auferlegte Regeln bzw. Auflagen wieder rückgängig zu machen und den Film nun in einer ihm gefälligeren Version zu zeigen. Daher ist "The Grudge" einer der wenigen Fälle der letzten Zeit, bei dem die Extended Fassung durchweg zu begrüßen ist. Hier wird der Film tatsächlich verbessert und nicht nur durch mehr oder weniger sinnlose Deleted Scenes ergänzt. Neben zusätzlicher Handlung gibt es auch einige Szenen zu sehen, die ursprünglich für das PG13-Rating herausgeschnitten werden mussten. Erfreulicher wäre noch gewesen, wenn Sony Pictures bereits zur Erstveröffentlichung die geplante längere Fassung zumindest ansatzweise angekündigt hätte. So werden wohl viele Leute doppelt kaufen müssen. Highlight Video geht in Deutschland einen anderen Weg und wird auf DVD 2 der "Premium Edition", die am 1. September 2005 erscheinen wird, den Director´s Cut gleich mitliefern - allerdings nur in englischer Sprache.

Ausnahmsweise gibt es auch an einer Sony Pictures-DVD wenig Anlass zur Kritik. Die Technik liegt durchweg auf gutem Niveau und auch das Bonusmaterial fällt recht interessant aus, wenngleich wir das ebenfalls interessante Bonusmaterial der Erstauflage vermissen.

       
 
Wertung:
  (gut)
  

 
 
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