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Monster´s Ball

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 25.03.2003
Verleihfenster: 11.03.2003
Im Handel ab: 24.03.2003
   
Deutscher Titel: Monster´s Ball
Originaltitel: Monster´s Ball
Land / Jahr: USA 2001
   
Regie:  Marc Forster
Darsteller:  Billy Bob Thornton , Halle Berry , Peter Boyle , Heath Ledger , Sean 'Puffy' Combs , Dante Beze , Coronji Calhoun , Taylor Simpson , Gabrielle Witcher , Amber Rules , Charles Cowan Jr. , Taylor Lagrange , Anthony Bean , Francine Segal , John McConnell , Marcus Lyle Brown , Milo Addica , Leah Loftin , Larry Lee , Troy Poret
       
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), deutsche Audio-Desription (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch, Englisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: Zettelchen mit Kapitelauswahl
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 24
Laufzeit: 109 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Universum Video
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Hank Grotowski arbeitet als Chefaufseher der Todeszellen-Wächter im Gefängnis von Angola, Louisiana. Ein harter, kompromissloser Beruf, den bereits sein Vater ausgeübt hat, und auch Hanks Sohn Sonny arbeitet als "Henker". Doch der labile Sonny ist dem psychischen Druck, den die Arbeit mit sich bringt, nicht gewachsen. Als er bei einer Hinrichtung die Nerven verliert, zeigt Hank weder Verständnis noch Mitgefühl dafür. Wenig später schießt Sonny sich vor den Augen seines Vaters eine Kugel in den Kopf. Als Konsequenz hängt Hank seinen Job an den Nagel. Kurze Zeit später wird er Zeuge, wie ein afroamerikanischer Junge überfahren wird. Nun fühlt er sich verpflichtet, Leticia, der Mutter des Kindes, bei der Suche nach den Schuldigen zu helfen. Mit der Zeit gehen der ehemalige Gefängnisaufseher und die Kellnerin immer vertrauter miteinander um, bis sie sich schließlich leidenschaftlich in einander verlieben. Leticia ahnt nicht, dass Hank der Wärter ist, der noch vor kurzem ihren wegen Polizistenmordes verurteilten Mann auf den elektrischen Stuhl gesetzt hat...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Die beiden Herzstücke der US-DVD, die zwei Audiokommentare mit Marc Forster, Roberto Schaefer, Halle Berry und Billy Bob Thornton, fehlen leider bei der deutschen DVD. Auch die Deleted Scenes wird man auf der Rc2 vergeblich suchen.
Making of: knapp zwölfminütige Featurette, das als Hauptziel die Promotion für den Film hat und somit wahrlich nicht als "Making of" bezeichnet werden kann.
Anatomie einer Szene: knapp 24 Minuten dauert diese Dokumentation, die als durchaus ausführliches und interessantes "Making of" angesehen werden kann. Interviews und Ausschnitte liefern einen guten Eindruck in die Hintergründe des Filmes.
Die Filmmusik: diese knapp achtmintüige Featurette wurde von der Rc1 übernommen und beschäftigt sich relativ informativ mit der Musik von "Monster´s Ball".
Interviews: sechs kurze Interviews verschiedener Cast-Member
Trailer, TV-Spots und Filmografien bilden den Abschluss.

Lob gebührt Universum für die Hörfilmversion für Sehbehinderte. Diese ermöglicht auch blinden Mitbürgern die genaue Handlung des Filmes nachvollziehen zu können.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

Universaum kann in dieser Kategorie mit einem durchgehend animierten und mit Musik unterlegten Menü überraschen. Die Gestaltung ist überdies noch stimmig und kann so durchaus gefallen. Lediglich die fehlende anamorphe Kodierung fällt negativ ins Gewicht.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Verglichen mit der US-DVD hat die deutsche Rc2 von Universum-Film leider nur eine eingeschränkte Bildqualität zu bieten. Das Bild der deutschen DVD ist deutlich weniger scharf - vor allem was die Detailzeichnung betrifft. Relativ gut gelungen ist hingegen der Kontrast, der sogar eine Spur besser als der der Rc1 ist. Einen direkten Vergleich mit der Rc1 gibt es unter der Rubrik "Photos".

Zahlreiche kleinere Mängel spielen dem Bild übel mit und verderben den eigentlichen guten Gesamteindruck. So stört vor allem das - teilweise starke, teilweise weniger starke - Hintergundrauschen den Filmgenuss. Doppelkonturen an Kanten deuten auf den Einsatz eines Nachschärfers hin, der dazu führt, dass Bild zwar vordergründig recht scharf erscheint, bei genauem Hinsehen jedoch des Öfteren feine Details vermissen lässt.
Mängel in der Kompression machen sich häufig durch Treppchenartefakte bemerkbar. Als gut gelungen kann man hingegen die natürlich wirkende Farbwiedergabe bezeichnet werden.
Alles in allem kann man mit dem Ergebnis zufrieden sein, vor allem wenn man bedenkt, dass "Monster´s Ball" eine eher kleine Produktion ist.

     
Wertung:
   (befriedigend)
   
Tontest:

Klarerweise sollte man sich keinen "Monster-Track" erwarten, denn für einen solchen liefert "Monster´s Ball" bestimmt keine ausreichende Basis. Der 5.1-Ton konzentriert sich vornehmlich darauf, den Score in den Raum zu tragen und eine gute Front zu liefern. Punktuelle Surroundeffekte bzw. Ausnutzung der hinteren Kanäle durch Umgebungsgeräusche sorgen letztendlich jedoch trotzdem dazu bei, dass eine angenehme und angemessene Räumlichkeit aufkommt.
Zu bemängeln gibt es wieder einmal die Auswahl einiger unpassender Synchronsprecher, zum Beispiel jenen von Seann "Puff Daddy" Combs. Da dies jedoch ein Problem der Synchronisation an sich ist, lassen wir das natürlich nicht in die Wertung mit einfließen.

   
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
       
Gesamtwertung:

Auch wenn mit den Audiokommentaren und den gelöschten Szenen wesentliche Extras der US-DVD fehlen und die Bildqualität sichtbar schlechter ist (was jedoch wohl nur im Direktvergleich auffällt), ist die deutsche Ausgabe wahrscheinlich trotzdem die bessere Wahl - kommt der deutsche Fan doch in den Genuss einer verlängerten Sex-Szene zwischen Halle Berry und Billy Bob Thornton, die uns eine knappe geballte Minute mehr nackte Halle Berry beschert (- im Gegensatz zur Rc1 beinhaltet die deutsche DVD nämlich die in Amerika nicht veröffentlichte Unrated-Fassung).

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Stefan Paulmayer
 

 

"Monster´s Ball" auf die Sex-Szene zwischen Halle Berry und Billy Bob Thornton zu reduzieren, stellt eine grobe Missachtung dieses kleinen Meisterwerkes dar. (Wenngleich man natürlich eingestehen muss, dass besagte Szene dem Film reichlich öffentliche Aufmerksamkeit sichergestellt hat.)

Vielmehr ist "Monster´s Ball" der Versuch, die beiden verkorksten Leben zweier aus dem eher ärmlichen Milieu stammenden Menschen zusammenzuführen - auf dass etwas besseres dabei herauskommt, als es die beiden alleine zustande bringen. Hier treffen sich zwei Menschen - durch das Schicksal miteinander verbunden, ohne dass sie es anfangs wissen -, deren Leben ähnlich katastrophal verlaufen ist. Sie hat ihren Mann durch den elektrischen Stuhl und ihren Sohn durch einen Autounfall verloren. Er hat seinen Sohn verloren - durch seine Unerbitterlich- und Unbarmheizigkeit, die er sich über die Jahre hinweg dabei angeeignet hat, als er genau solche Leute wie ihren Mann auf den elektrischen Stuhl zu schnallen hatte.
Hinzu kommt das Rassen-Problem - sie als Schwarze; er als Weißer, der überdies noch dem rassistischen US-Südstaaten-Milieu abstammt. Keine guten Voraussetzungen für eine funktionierende Beziehung...

Völlig verdient wurde Halle Berry vor genau einem Jahr mit dem "Best Actress"-Oscar für ihre Darstellung der Leticia ausgezeichnet - übrigens als erste schwarze Schauspielerin. Doch soll das nicht darüber hinweg täuschen, dass der gesamte Cast eine grandiose Vorstellung abliefert. Selbst Rapper Puff Daddy spielt herausragend und ist als zum Tode verurteilter Ehemann von Lucille absolut glaubwürdig.

 

Wertung:

(gut - sehr gut)

 
 
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