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Steamboy

Director´s Cut

  

Getestet von Fabian Neve

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

 
 


 

DVD-Daten:

Anmerkung: Gleichzeitig ist eine Limited Edition verfügbar, welche ein Postkartenset, ein Skizzenbuch und einen Manga-Nachdruck beinhaltet. Die DVDs sind jedoch identisch.
Review Datum: 12.07.2005
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 07.06.2005
   
Deutscher Titel: Steamboy - Director´s Cut
Originaltitel: Steamboy
Land / Jahr: JP 2004
Genre: Anime
   
Regie:  Katsuhiro Otomo
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (letterboxed)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Japanisch (Dolby Digital 5.1), Polnisch "Voice-Over" (Dolby Digital 2.0 Surround)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Polnisch, Türkisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 28
Laufzeit: 121 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer und DVD 5 / Single Layer
Anbieter: Sony Pictures Home Entertainment
     
Testequipment: unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

"Steamboy" erzählt die Geschichte eines außergewöhnlich begabten jungen Erfinders namens Ray Steam, der eine geheimnisvolle Metallkugel bekommt, die eine neue Energieform gespeichert hat, die für eine ganze Nation ausreicht. Der Junge muss diese Kugel einsetzen, um das Böse zu bekämpfen, den Namen seiner Familie reinzuwaschen und London vor der drohenden Zerstörung zu bewahren.

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Das Bonusmaterial wurde bis auf einige Trailer zu anderen Animés auf eine zweite DVD ausgelagert.

- Making Of Steamboy (34 Min.)
- Interview mit Katsuhiro Otomo (5 Min.)
- Multi Screen Landschafts-Studie (19 Min.)
- Das Abenteuer geht weiter – Originaler Abspann ohne Credits (3 Min.)
- Produktionszeichnungen (5 Min.)
- Animations-Entwicklung (4 Min.)
- Kinotrailer (1:30)

Die meisten Informationen zur Produktion verbergen sich hinter dem halbstündigen Making Of und dem kurzen Interview mit Regisseur Katsuhiro Otomo. Der Abspann ohne Credits ist auch ganz nett, befindet sich allerdings bereits im Hauptfilm, dort halt mit den Credits.

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

Das Hauptmenü auf der ersten DVD wird wundervoll in 3D und musikuntermalt eingeleitet. Nach einem kurzen Intro stehen die vier Hauptmenü-Punkte zur Auswahl: Trailers, Sprachauswahl, Kapitelübersicht und Filmstart. Leider wurden keine der Untermenüs animiert, nicht einmal die Kapitelauswahl bietet animierte Vorschaubilder. Menüübergänge fehlen gänzlich.

Das Menü auf der zweiten DVD unterscheidet sich komplett von dem der Disc 1. Das Hauptmenü ist zweidimensional, wobei sich hier der Überblick über das ganze Bonusmaterial befindet. Der Übergang zu den Filmdokumentationen findet auch hier abrupt statt, worauf sich dann wieder ein statisches Untermenü zeigt.

Somit passt die Aufmachung der Menüs nicht ganz zum Hauptfilm. Trotz allem bleibt die Übersicht und intuitive Navigation gewährleistet.

     
 
Wertung:
  (ausreichend)
     
Bildtest:

Die wundervoll detaillierten Animationen wurden im anamorphen Format 1.85:1 auf die DVD gepresst. Die Bilddatenrate wurde – wie für Sony Pictures typisch – mit 4,5 Mbit/s wieder relativ tief gehalten. Dies wirkt sich in diesem Fall in erster Linie auf die Bildschärfe aus, welche etwas höher hätte sein können. In einigen Szenen treten im Hintergrund ganz leichte, stehende Rauschmuster auf, als ob die Kompression bei der Darstellung von feinen Farbabstufungen an ihre Grenzen stoßen würde. Auf TV-Geräten der kleinen und mittleren Größe fällt dies jedoch kaum ins Gewicht. Andere Kompressionsprobleme wie Nachzieheffekte sind sonst nicht auszumachen.

Kontrast und Helligkeit gehen ebenfalls in Ordnung. Oft schrauben die Charaktere in dunklen Maschinenräumen an irgendwelchen Anlagen herum, wobei die Details trotz der dunklen Umgebung immer noch gut sichtbar wiedergegeben werden.

Die ganze Farbgebung und visuelle Atmosphäre wurde bewusst auf die Zeit, in welcher der Film spielt, abgestimmt. Brauntöne dominieren, auf die Darstellung von knalligen Farben wurde weitestgehend verzichtet.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Der Ton liegt in drei Sprachversionen vor, in Deutsch, Polnisch und im japanischen Original. Die polnische Tonspur ist etwas speziell, da der Film nicht nachsynchronisiert, sondern von einem Sprecher simpel übersetzt und in Dolby Surround auf DVD abgespeichert wurde. Dies wird auch auf der Coverrückseite als "Voice Over" deklariert.

Interessanter wird es bei der deutschen Sprachfassung, da diese sowohl in Dolby Digital als auch in DTS vorliegt. Im direkten Vergleich hört sich die DTS Spur wuchtiger an, was vielleicht auch nur am erhöhten Lautstärkepegel liegt. Vergleicht man die deutsche DTS Spur mit dem japanischen Original in Dolby Digital, mag man seinen Ohren kaum trauen: Der japanische Dolby Digital Mehrkanalton bietet auffallend mehr Dynamik und Tiefbass als die deutsche DTS Abmischung! Man vergleiche zum Beispiel die Verfolgungsszene auf dem Zug bei Minute 25:54, wo das Metallgerüst zerstört wird. Hier hören sich die deutschen Synchronfassungen flach und undynamisch an, während einem in der Originalfassung der ganze Schutt mit voller Wucht um die Ohren gehauen wird.

Was die Surroundeffekte betrifft, da hören sich alle Abmischungen (bis auf die polnische Übersetzung) etwa gleich an. Die Rear-Lautsprecher werden zuhauf beansprucht, vor allem die Actionszenen machen intensiv Gebrauch von allen fünf Lautsprechern. Die Sprachverständlichkeit bleibt dabei erhalten – sofern man der japanischen Sprache mächtig ist.

Das optimale Klangerlebnis erzielt man also mit der japanischen Dolby Digital-Tonspur und eingeschalteten deutschen Untertiteln. Leider wurde statt des überflüssigen DTS-Tracks nicht noch die englische Sprachfassung auf die DVD gepackt, in welcher Hollywood-Größen wie Alfred Molina (Doc Ock in "Spiderman 2") und Patrick Stewart (Professor Charles Xavier in "X-Men") einige Parts übernommen haben. Für die deutsche Fassung konnte immerhin Comedian und Schauspieler Christian Tramitz für die Rolle von Eddie Steam verpflichtet werden.

In unserer Bewertung legen wir den Schwerpunkt jeweils auf die deutsche Sprachfassung. Die japanische Tonspur verdient hierbei einen Punkt mehr.

   
 
Wertung:
  (befriedigend)
       
Gesamtwertung:

Nach zehnjähriger Entwicklungszeit und mit einem Budget von 22 Millionen Dollar entstand Katsuhiro Otomos ("Akira") neues Animé-Spektakel "Steamboy". Die Kombination von Computergrafiken und Zeichentrick wurde bereits in "Titan A.E." angewandt, harmoniert aber in "Steamboy" wesentlich besser. Nicht nur visuell eine Augenweide, bietet der zweistündige Trip ins England des 19. Jahrhunderts massig Action und eine epische Story, wie sie sich nur Japaner ausdenken können.

Was die technische Umsetzung auf DVD betrifft, müssen einige Abstriche gemacht werden. Das Bild überzeugt, doch sind Heimcineasten praktisch gezwungen, für das optimale Sounderlebnis den japanischen Originalton einzuschalten. Nichtmal der mitgelieferte DTS-Track kommt an das Klangniveau des Originals heran. Und das Bonusmaterial fällt ebenfalls spärlich aus.

Trotz allem wird dieser Film in keiner Animé-Sammlung fehlen. Und wenn es der Geldbeutel zulässt, werden Fans gleich zur Limited Edition greifen, welche neben der Bonus-DVD noch ein Postkartenset, ein Skizzenbuch und einen Manga-Nachdruck beinhaltet.

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
  

 
 
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