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Nikita

2-DVD-Box

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 21.11.2005
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 22.11.2005
   
Deutscher Titel: Nikita
Originaltitel: La Femme Nikita
Land / Jahr: F 1990
Genre: Thriller
   
Regie:  Luc Besson
Darsteller:  Anne Parillaud , Marc Duret , Patrick Fontana , Alain Lathière , Laura Chéron , Jacques Boudet , Helene Aligier , Pierre-Alain De Garrigues , Patrick Pérez , Bruno Randon , Vincent Skimenti , Roland Blanche , Joseph Teruel , Jacques Disses , Stéphane Fey , Philippe Dehesdin , Michel Brunot , Rodolph Freytt , Pavel Slaby , Tchéky Karyo
       
Bildformat: 2,40:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (DTS 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: 12-seitig, mit Hintergrundinfos
Kapitel: 13
Laufzeit: 112 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Layerwechsel bei: 47:27
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer und DVD 5 / Single Layer
Anbieter: Kinowelt Home Entertainment
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Beim Einbruch in eine Apotheke erschießt die drogenabhängige Punkerin Nikita einen Polizisten. Sie wird geschnappt und zu lebenslanger Haft verurteilt. Der Agent Bob wird auf die wilde, junge Frau aufmerksam und eröffnet ihr eine Alternative. Nikita lässt sich zur Spezialagentin ausbilden und erhält eine neue Identität. Nach außen führt sie ein bürgerliches, unauffälliges Leben, doch jeder neue Auftrag der Regierung bedeutet Blutvergießen, denn Nikita hat die Lizenz zum Töten...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

- The Sound of Nikita: Diese Featurette dauert gute fünf Minuten und ist vor allem auf Eric Serra konzentriert. Dieser gibt dabei kurze Einblicke in seine Arbeit und andere am Film Beteiligte geben ihre Meinungen zu Eric Serra und seiner Arbeit bekannt..
- Making Of: Das Making Of dauert knappe 21 Minuten und liefert einen Zusammenschnitt aus Interviews und Filmausschnitten. Die Machart erinnert dabei sehr an die üblichen Making Ofs, die zwar ein wenig in die Tiefe gehen, im Grunde aber doch eher auf Promotion ausgerichtet sind. Dennoch ein sicher zumindest sehenswertes Making Of.
- Programming Nikita: Dieser Clip dauert nur 1:40 und ist daher nicht der Rede wert.
- Interview mit Luc Besson: Das Interview liegt in französischer Sprache und - wie der Rest der Extras - mit deutschen Untertiteln vor. Die Lauflänge beträgt 19 Minuten und das Interview ist sicher der interessanteste Teil der Extras.
- Filmografien
- Fotogalerie
- Trailer zu "Nikita" und anderen Kinowelt-Titeln

   
 
Wertung:  
     (ausreichend - befriedigend)
     
Gestaltung:

Wieder einmal wäre mehr drin gewesen als letztlich herausschaut. Das Menü der Haupt-DVD wurde ansprechend animiert und mit Ton unterlegt. Wechselt man jedoch in die Untermenüs, ist von Animation nichts mehr zu sehen und das Menü beschränkt sich auf Standbilder und Tonunterlegung. Auch das Menü der Bonus-DVD kommt leider nur mehr in Standbildern daher, die jedoch ebenfalls mit Musik unterlegt worden sind. Zumindest aber macht das Menü einen recht netten Eindruck, weswegen es am Ende doch noch einen Einschlag in Richtung "Gut" geben kann. Das Design des Menüs orientiert sich an der Verpackung, sodass eine einheitliche Linie eingehalten wird, was wir positiv notieren.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Um eines gleich vorweg zu nehmen: obwohl die Bildqualität natürlich wesentlich besser als bei den schauderhaften deutschen Erstauflagen ist, sollte man hier keine Wunder erwarten. Der Film ist nun einmal knappe 15 Jahre alt und selbst wenn einige 30 Jahre alte Filme besser aussehen mögen, ist das noch lange kein Grund, mit dem hier Gebotenen unzufrieden zu sein. Insgesamt wird man mit dem Transfer schon seine Freude haben, wenn man nicht mit der Erwartungshaltung an die DVD herangeht, dass diese Referenz zu sein habe.

Denn kleine (und auch größere) Mängel sind durchaus festzustellen. Da wäre zum Beispiel durchaus augenscheinliches Edge Enhancement, das sich durch mehr oder weniger unschöne Doppelkonturen an den Kanten bemerkbar macht. Fairerweise muss man sagen, dass wohl bisher alle weltweit erschienenen DVDs von "Nikita" mit diesem Problem zu kämpfen haben. Allerdings kann dies wiederum keine wirkliche Entschuldigung sein, da Kinowelt scheinbar ein anderes Master verwendet hat, da man hier sowohl oben und unten, als auch an den Rändern mehr Bild zu sehen bekommt als bei der RC1 und der französischen RC2. Die deutsche DVD hat somit einen anderen Bildausschnitt zu bieten. Die digitale Nachschärfung wäre im Grunde auch nicht wirklich nötig gewesen, da das Bild an sich keine schlechte Schärfe aufweist. Zwar mag das Bild in Totalen durchaus weich(er) wirken, gerade Nahaufnahmen haben aber mitunter eine wirklich gute Detailaufzeichnung zu bieten. Dennoch muss man die Bildschärfe immer im Verhältnis zum Alter des Filmes sehen.

Der Kontrast neigt recht deutlich zur Überstrahlung heller Bildanteile, was sich z.B. bei Lampenschirmen oder Lampen im Allgemeinen bemerkbar macht. Ansonsten leistet der Kontrast aber zufrieden stellende Arbeit.

Die Farben wurden stellenweise offensichtlich durch Filter beeinflusst. Einige Szenen sind in blaue Töne getaucht, andere in warme Farben. Wieder andere Szenen bieten hingegen eine fast natürliche Farbdarstellung. Hauttöne gehen stellenweise ganz leicht ins Grüne, wirken im Großen und Ganzen aber durchaus natürlich.

Bildrauschen ist so gut wie keines vorhanden. Dafür aber wirkt das Bild teilweise recht körnig. Verunreinigungen sind nur selten festzustellen aber aufgrund des Alters natürlich vereinzelt vorhanden.

     
Wertung:
   (befriedigend - gut)
   
Tontest:

Bevor wir uns den massiven Problemen des Tons zuwenden, möchten wir auch nicht die positiven Aspekte des 5.1-Tons vergessen. So wurde für die Surroundkulisse scheinbar das französische Original herangezogen. So bekommen wir im Surroundbereich des Öfteren sogar bidirektionale Effekte und eine durchaus ausdifferenzierte Tonkulisse geboten. Ob nun Surroundeffekte oder Umgebungsgeräusche abgebildet werden, die hinteren Kanäle werden durchaus sinnhaft ins Geschehen eingebunden.

Doch scheinbar hat das Verfahren, den Originalton mit einer deutschen Variante des Center-Kanals zu kombinieren, in diesem Fall nicht ganz einwandfrei funktioniert. Wir tippen darauf, dass der Center der deutschen Spuren aus dem alten Dolby Surround-Ton erstellt worden ist. Dabei wurde offenbar nicht sehr sauber gearbeitet bzw. nicht sauber genug. Das massivste Problem ist dabei eine im Bereich des Timecodes 24:40-25:10 vorkommende, gravierende Asynchronität der Stimmen - zwischen der Sprachwiedergabe und dem laufenden Bild gibt es da ganz erhebliche Diskrepanzen. So hören wir die Stimme der Darstellerin, obwohl die Darstellerin den Mund nicht bewegt. Sätze sind so verschoben worden, dass sie nicht einmal mehr ansatzweise mit den Lippenbewegungen übereinstimmen. Etwas davor gibt es noch zwei Szenen, bei denen die Lippenbewegungen nicht wirklich mit dem Text übereinstimmen, im Zweifel wollen wir hier annehmen, dass dies bereits ein in der ursprünglichen Synchronisation vorhandener Fehler ist.

Ein anderes Problem betrifft, dass durch die Zusammenstellung der Tonspur (die Front- und Surroundkanäle von der französischen Spur plus der deutsche Center-Kanal) scheinbar einige Töne auf dem Center verloren gegangen sind. Konkret fällt dies am Anfang bei der Schießerei in der Apotheke deutlich auf. So gibt es am Anfang eine Szene, in der einer der Polizisten in die Apothekentür tritt und aus seiner Maschinenpistole Schüsse in die Kamera abgibt. Bei der französischen Sprachfassung sind die Schussgeräusche laut und deutlich aus dem Center wahrzunehmen, bei der deutschen Fassung bleibt von den ursprünglich gewaltigen Schüssen nur ein dumpfer Ton übrig. So wirkt das Maschinengewehr nicht wirklich Furcht einflößend. Bei folgenden Timecodes kann man dieses Problem recht gut hören: 4:10-4:14, 4:16-4:20, 4:24-4:33, 4:43-4:48, 4:53, 5:30. Im Grunde müsste dieses Problem bei zumindest einigen der Stellen auch auffallen, wenn man nicht auf den Originalton umschaltet. Wenn man ein Maschinengewehr auf dem Bildschirm sieht, das offensichtlich feuert, aber außer den Einschlägen in den Surroundkanälen keine wesentlichen Töne vernimmt, dann kann etwas nicht stimmen.

Ein weiteres Problem stellt das Lautstärkeniveau der Stimmenwiedergabe im Allgemeinen dar. Oft sind die Dialoge in den deutschen Fassungen nur recht schwer zu verstehen, weil entweder der Center zu leise oder die restlichen Kanäle zu laut abgemischt worden sind. Dieses Problem wird dann besonders deutlich, wenn außerdem Center auch alle anderen Kanäle in Verwendung sind.

Das vierte und letzte Problem betrifft Rauschen im Ton. Dieses hört man in besonders leisen und ruhigen Szenen, wenn praktisch kein Ton zu vernehmen ist. Das Rauschen ist bei der deutschen Dolby Digital-Spur mehr zu hören als beim deutschen DTS-Track, bei dem dieses Problem nur zu hören ist, wenn man wirklich zu laut aufdreht. Hieran merkt man deutlich, dass die deutsche Ursprungstonspur wohl nicht in perfektem Zustand vorgelegen hat.

   
 
Wertung:
  (mangelhaft)
       
Gesamtwertung:

Kinowelt scheint ein echtes Problem mit der Endkontrolle zu haben. Bei "Saw" lag die deutsche Tonspur der Kinofassung nur in Mono vor (in 5.1 codiert!), bei "Scream" kommt es zu einer Wortwiederholung, bei "Terminator 2" fehlten Teile von Sätzen bei der deutschen Sprachfassung. Die Liste ließe sich bei Bedarf noch verlängern. Im Grunde müsste dies dem Label doch mittlerweile so peinlich sein, dass man meinen könnte, solche Fehler dürften eigentlich nicht mehr auftreten.

Ansonsten liefert Kinowelt aber eine sehr anständige DVD ab. Die Bildqualität ist wesentlich besser als bei den früheren deutschen Veröffentlichungen und schlägt sich auch im internationalen Vergleich gut. Die Bonusausstattung ist ebenfalls eine Spur besser als z.B. bei der RC1 und die Verpackung in Form eines Steelbooks tut ein Übriges, um die DVD an sich zur Empfehlung werden zu lassen - wären da nicht besagte Probleme mit dem Ton.

Update: Die erste Stellungnahme von Kinowelt deutet nicht darauf hin, als würde es eine Neuauflage der DVD geben. Laut Aussage von Kinowelt ist der Grund für die Asynchronität im Bereich 24:40-25:10 bei der ursprünglichen Synchronfassung zu suchen.

Update 2: Wir haben diese Darstellung nun anhand der VHS-Ausgabe von Marketing Film überprüft und müssen leider zum Ergebnis kommen, dass die Erklärung von Kinowelt so nicht stimmt. Es stimmt zwar, dass es aufgrund der Synchronisation eine Diskrepanz zwischen der deutschen Übersetzung und den Mundbewegungen der Darstellerin gibt - der Ton der VHS-Kassette ist jedoch insofern synchron, als dass gesprochener Text nur dann zu vernehmen ist, wenn die Darstellerin auch den Mund bewegt, was ja bei der Kinowelt nicht der Fall ist. Wir haben es also mit einem Mastering-Fehler zu tun.

       
 
Wertung:
  (ausreichend - befriedigend)
  

 
 
Und das meinen unsere Kollegen:


 

 

NIKITA zählt ohne Zweifel zu einem der besten Filme im Profikiller-Genre, dessen Messlatte Regisseur Luc Besson vier Jahre später mit LÉON - DER PROFI noch ein Stück höher legte. Gleich der Anfang bietet eine visuell tolle Szene, in der die Kamera langsam die Straße hochfährt und eine Gang beim Weg Richtung Apotheke verfolgt. Eiskalt zieht dabei einer der Gangster einen Toten/Verletzten hinter sic[...] mehr>>

DVD-Palace-Wertung: 06/10 lesen>>

 
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