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Good Bye Lenin!

Exquisit-Ausgabe

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 17.02.2004
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 27.02.2004
   
Deutscher Titel: Good Bye Lenin!
Originaltitel: Good Bye Lenin!
Land / Jahr: D 2003
Genre: Drama
   
Regie:  Wolfgang Becker
Darsteller:  Daniel Brühl , Katrin Saß , Maria Simon , Chulpan Khamatova , Florian Lukas , Alexander Beyer , Burghart Klaußner
       
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 2.0 Surround), Deutsche Audiodeskription für Blinde (Dolby Digital 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0 Surround), Kommentar (Dolby Digital 2.0 Surround)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: ja, Kapitelindex
Verpackung: Amaray Box
Kapitel: 30
Laufzeit: 117 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 6 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Warner Brothers Home Video / X Verleih
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Kurz vor dem Fall der Mauer fällt Alex´ Mutter, eine selbstbewusste Bürgerin der DDR, nach einem Herzinfarkt ins Koma - und verschläft den Siegeszug des Kapitalismus. Als sie wie durch ein Wunder nach acht Monaten die Augen wieder aufschlägt, erwacht sie in einem neuen Land. Sie hat nicht miterlebt, wie West-Autos und Fast-Food-Ketten den Osten überrollen, wie Coca Cola Jahrzehnte des Sozialismus einfach wegspült, wie man hastig zusammen wachsen lässt, was zusammen gehört. Erfahren darf sie von alledem nichts: Zu angeschlagen ist ihr schwaches Herz, als dass sie die Aufregung überstehen könnte. Alex ist keine Atempause gegönnt. Um seine Mutter zu retten, muss er nun auf 79 Quadratmetern Plattenbau die DDR wieder auferstehen lassen. Schnell stellt er fest, dass sich dieser Plan schwieriger umsetzen lässt als erwartet...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Was X Verleih hier abliefert, kann sich wirklich sehen lassen. Man könnte auch einfach sagen, der Umfang sei feist, denn bei drei DVDs haben X Verleih und Regisseur Wolfgang Becker nichts unversucht gelassen, die amtliche DVD-Umsetzung dieses Titels auf den Markt zu bringen. Auf dem Medium DVD wird man diesen Film also wohl nicht noch einmal veröffentlicht sehen, denn was hier fehlt, gibt es schlicht und einfach gar nicht.

Auf der ersten Disc befinden sich neben dem Hauptfilm noch zwei Audio-Kommentare und ein Mini-Making Of. Mit nicht einmal zwei Minuten kann dieses Feature beim besten Willen nicht gefallen. Die Audio-Kommentare werden von Regisseur Wolfgang Becker sowie den Darstellern Daniel Brühl, Katrin Saß und Florian Lukas gesprochen.

Biografien und eine Zeittafel der Ereignisse runden die direkt anwählbaren Extras auf der Film-Disc ab.

Es befindet sich aber noch eine Inter/Kosmodus-Option auf der DVD, mit der man sich während des Films Textinfos, Making Of-Dokumentationen, Outtakes, gekürzte Szenen und "Überraschendes" einblenden lassen kann. Gegenüber der ersten Veröffentlichung wurde diese Extra auf gut 50 Minuten Bonusmaterial erweitert. Man bekommt nun insgesamt mehr als 80 Film- und Textbeiträge geboten. Es ist bedauerlich, dass man diese Features nicht separat begutachten kann.

Lobenswert ist die Audiodeskription für Blinde, die leider viel zu selten auf DVDs enthalten ist. Dadurch bekommen auch Blinde und Sehbehinderte die Chance, dem Film detailiert zu folgen.

Alle diese Extras waren bereits auf der Einzel-DVD enthalten, lediglich der Inter / Kosmodus wurde etwas erweitert.

Doch es gibt ja noch Discs 2 & 3, die weitere Boni beinhalten:

Hinter dem Titel Genau so war´s versteckt sich ein sehr umfangreiches Making Of über die Recherche zu "Good Bye Lenin!", das nicht als einfaches Making Of verstanden werden will. Hier geht es vor allen Dingen um die historischen Hintergründe und die korrekte Aufbereitung für den Film.

J´adore le cinema dürfte als Ausspruch von Yann Tiersen interpretiert werden, der die zum Film passende Musik lieferte. Dieses Making Of befasst sich mit dem Komponisten, seiner Arbeit und wie schwierig es war, den begabten Franzosen für die Produktion zu gewinnen.

Lenin lernt fliegen - wie der Name schon sagt, wird hier gezeigt, wie Lenin das Fliegen lernte. Gemeint ist die Szene im Film, in der eine Lenin-Statue aus Bronze per Hubschrauber durch Berlin geflogen wird. Diese und so einige andere Einstellungen konnten nur digital realisiert werden, da der Film um 1990 spielt und das Berlin der damaligen Zeit heute in dieser Form nicht mehr existiert. Auch Laien bekommen hier einen gelungenen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten der digitalen Bildretusche.

Unter Aktuelle Kamera - uncut befinden sich die genialen Takes von Alex´ Freund Denis, der hier die Redewendungen des DDR Fernsehens exakt auf den Punkt bringt. Besonders der Beitrag über Coca Cola ist definitiv einige Lacher wert...

Der Schmerz geht, der Film bleibt - hier bleibt keine Frage unbeantwortet. Dieses Making Of hat eine Laufzeit von über einer Stunde und ist im Stil eines Produktionstagesbuchs aufgemacht. Zwar erfährt man nicht etwas zu jedem Drehtag, dennoch gibt es eine ganze Reihe von Infos, die hier auf den Zuschauer warten.

Deleted Scenes - hier gibt es Schnittmaterial aus "Good Bye Lenin!" zu sehen. Die zehn Szenen können entweder solo betrachtet werden, oder mit Anmerkungen von Regisseur Wolfgang Becker und Tom Tykwer.

Unter dem Titel Herbsgeschichte hält die DVD eines der spannendsten Extras - eine über 60 Minuten lange Spiegel-TV Reportage über die Ereignisse im Herbst 1989 bereit.

Ebenfalls mit dabei sind über 60 Polaroid-Fotos, die dem Produktionsteam als Anschlusshilfe dienten. Im ROM Part gibt es letztlich noch eine umfangreiche Zeitleiste 89/90, Bildschirmhintergründe und einen "Good Bye Lenin!" Bildschirmschoner.

   
 
Wertung:  
     (sehr gut)
     
Gestaltung:

Für das Menü von "Good Bye Lenin!" hat sich Warner zwar nicht vollends ins Zeug gelegt, allerdings ist das Gebotene von guter Qualität. So wurde nahezu das komplette Menü mit bewegten Bildern ausgestattet und mit passenden Sounds und Musik unterlegt. Farblich passt die Gestaltung zum DDR-Style, wodurch die gesamte Struktur zwar etwas zu eintönig wirkt, aber dennoch gefallen kann. Natürlich hat Warner auch daran gedacht, das Menü anamorph zu codieren. Sicherlich ist das Menü keine Referenzleistung, aber sehr passend und konsequent gestaltet.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

"Good Bye Lenin!" unterscheidet sich in der Exquisit-Ausgabe leider bildtechnisch nicht von der ersten Auflage mit nur einer Disc. Das Bild ist hier 1:1 identisch und weist somit die gleichen Mängel auf.

Zuvor muss man sagen, dass größere Teile des Films aus zum Teil restauriertem Videomaterial bestehen, die zwar gut angepasst wurden, aber ihre Herkunft nicht ganz verbergen können. Diese Einstellungen wirken meist verstärkt gröber und vom Kontrast her steiler. Auch ist das Rauschverhalten anders, als beim Rest des Films.

Das eigentliche Material sieht dann leider auch nicht so gut aus, wie es aussehen könnte. Dies liegt zum Teil an einem eingesetzen Rauschfilter, der den Hintergrund arg flach wirken lässt. Die Schärfe ist an sich leider nur bedfriedigend, feine Details lassen sich so gut wie nicht ausmachen. Bei Bewegungen sind immer wieder Nachzieheffekte sichtbar. Die Kantenschärfe ist hingegen eigentlich recht gut.

Die Farben sind recht kräftig, die Töne allerdings der Zeit des Films entsprechend eher gedeckt. Flau wirkt das Bild jedoch keinesfalls.

Schade, dass man am Bild nicht noch ein wenig optimiert hat, denn so bietet auch dieser deutsche Film einen leider nur eher mittelmäßigen Transfer.

     
Wertung:
   (befriedigend)
   
Tontest:

In dieser Kategorie schlägt sich der deutsche Kassenhit sehr wacker, auch wenn "Good Bye Lenin!" an sich wenig Möglichkeiten bietet, eine Dolby Digital 5.1-Abmischung voll auszukosten.
Meist überwiegt die Front, die durch einen weiten und sauberen Klang gefallen kann. Immer wieder werden aber auch die hinteren Lautsprecher sinnvoll eingesetzt, wie z.B. bei Panzergrollen, diversen Umgebungsgeräuschen und natürlich auch der Filmmusik.

Sowohl die vielen Dialoge, als auch die Monologe des Charakters Alexander, gespielt von Daniel Brühl, sind stets klar und deutlich zu verstehen. In dem eher unspektakulären Genre kann sich der Ton von "Good Bye Lenin!" behaupten. Besonders Yann Tiersens Musik und auch etliche Massenszenen verteilen sich angenehm auf die Lautsprecher und lassen den Zuschauer an der tollen Atmosphäre teilhaben.

Hervorzuheben ist auch die Tatsache, dass Warner eine Tonspur für Sehbehinderte und Blinde angefertigt hat, wodurch diese durch detaillierte Beschreibungen der Handlung und des Geschehens auf dem Bildschirm den Film genauestens verfolgen können.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

Wolfgang Beckers Film darf unbestritten zu den deutschen Kinohighlights des Jahres 2003 gezählt werden. Um so schöner ist es, dass X Verleih den Film endlich mit der DVD Ausgabe würdigt, die er eigentlich verdient hat.

Während die technischen Werte gegenüber der ersten Auflage gleich geblieben sind und nicht so ganz überzeugen können, lassen die Extras wirklich keine Wünsche offen. Besonders die Dokumenationen sind sehr informativ und machen es möglich, sich von der Wende noch einmal ein objektives Bild zu verschaffen. Hier kann besonders die Spiegel-TV Reportage punkten.

X Verleih ist ein wirklich grandioses DVD Set gelungen, das endlich beweist, dass man auch zu deutschen Filmen richtig viel und gutes Zusatzmaterial herstellen kann. Wir können dieses DVD-Set allen Fans nur wärmstens empfehlen.

       
 
Wertung:
  (gut)
  

 
 
Und das meinen unsere Kollegen:


 

 

Was soll man zur technischen Umsetzung dieser DVD bloß sagen. Auf der einen Seite gibt es eine wirklich gut gelungene Vertonung und ein hervorragendes Bonusmaterial, aber auf der anderen Seite auch die Mängel bei der Bildqualität. Hätte Warner beim Bild bloß noch etwas nachgebessert, dann hätten wir eine durch und durch referenzverdächtige Scheibe gehabt. So kommt halt nur das Bonusmaterial in den[...] mehr>>

DVD-Palace-Wertung: 08/10 lesen>>

   


 

 

Das Bild hat deutliche Schwächen. Die Extras hingegen stellen einen erheblichen Mehrwert da und schaffen einen gewissen Ausgleich dafür.[...] mehr>>

Cinefacts-Wertung: 3/5 lesen>>

 
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