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Der Pate Trilogie - The Coppola Restoration

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 10.07.2008
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 04.06.2008
   
Deutscher Titel: Der Pate Trilogie
Originaltitel: The Godfather Trilogy
Land / Jahr: USA 1972/1974/1990
Genre: Drama
   
Regie:  Francis Ford Coppola
Darsteller:  Marlon Brando , Robert De Niro , Al Pacino , Robert Duvall , James Caan , Diane Keaton , John Cazale ,
       
Bildformat: 1,78:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 1.0 mono), Kommentar (Dolby Digital 2.0 Surround)
Untertitel: Deutsch, Englisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: war möglicherweise zu teuer und muss daher leider entfallen
Verpackung: Slimcase
Kapitel: 23
Laufzeit: 526 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (4x) und DVD 5 / Single Layer (1x)
Anbieter: Paramount Pictures Home Entertainment
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Die Geschichte der Corleone-Familie und ihre Mafia-Aktivitäten in drei Teilen...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Nach etlichen Neuauflagen der alten Pate-Box mit Kartenspiel und sicherlich noch viel mehr Firlefanz, der uns durchgegangen ist, legt Paramount bei dieser Auflage wieder weiteren echten Inhalt dazu. So wurden mehrere neue Dokus produziert, die die Geschichte hinter den Filmen weiter vertiefen.

Für Fans der Reihe dürfte sicherlich die Doku "Rettung durch Filmemulsion" von speziellem Interesse sein, da hier gezeigt wird, wie das schon arg gebeutelte Ausgangsmaterial aufwändig gereinigt, kopiert, neu abgetastet und schließlich digital aufbereitet wurde. Hier wird im übrigen klar, dass Paramount sicherlich keine Restauration in HD durchführt, wenn hier nicht auch ein BD-Release geplant wäre. Dazu gleich mehr. Weitere neue Beiträge beschäftigen sich mit dem schwierigen Prozess des Pitch und der Tatsache, dass das ohnehin nicht gerade gut laufende Studio den Film seinerzeit beinahe nicht in Auftrag gegeben hätte. Kombiniert mit der Tatsache, dass Coppola, zusammen mit anderen Independent-Filmemachern wie George Lucas gerade American Zoetrope gegründet hatte und zunächst wohl nur aus Geldmangel annahm, lässt dies die frühen 70er als ein sehr spannendes Kapitel der Filmgeschichte erscheinen.

"Als die Dreharbeiten beendet waren" zeigt den schwierigen Prozess nach dem Dreh, und die Unmöglichkeit, dieses Meisterwerk auf irgend etwas konformes in Sachen Standardlaufzeit herunterzukürzen. Dazu gesellen sich "Die Welt des Paten" sowie "Der Pate auf dem Roten Teppich" und vier Kurzfilme anderer Filmemacher.

73 Minuten Dokumentation "Die Pate-Familie", über 40 bisher unveröffentlichte Szenen, "25 Jahre "Der Pate" - ein Rückblick",

Die Boni der ersten Auflage sind natürlich auch mit dabei: Interviews mit den Mitwirkenden, "Die Transformation vom Buch zum Film" - Regisseur Francis Ford Coppola vergleicht das Buch mit Filmszenen, "Die Musik: Proben am Set", Casting Screen Tests, eine Foto-Galerie, der Stammbaum der Familie Corleone, Zeitachse zur Familie Corleone, Kostüm- und Produktionsfeaturette, Behind The Scenes, Audioaufnahmen mit Schauspielern und der Crew, Bilder von der Premiere sowie Ausschnitte von den Oscar-Verleihungen.

   
 
Wertung:  
     (sehr gut)
     
Gestaltung:

Das Design der Box und der DVDs an sich ist ansprechend. Allerdings fällt die Wahl zwischen Steelbook und Pappschuber bei gleichem Straßenpreis nicht schwer. Der Schuber macht eine für diese Preisklasse eher schwachbrüstige Figur.

Das Menüdesign ist zurückhaltend, aber gelungen. Die mit Musik unterlegten Bilder (z.B. einer Gartenlandschaft) sind stilsicher und passen zum Understatement der Film. Leider ist die Kapitelauswahl nicht animiert.

     
 
Wertung:
  (befriedigend)
     
Bildtest:

Kameramann Gordon Willis ließ den Pate-Filmen einen sehr eigenen Look angedeihen. In Zeiten ohne digitale Farbkorrektur behalf sich Willis mit abenteuerlichen Tricks, wie Unterbelichtung und einem speziellen Farbtiming, um dem Film sein bekanntes Gesicht zu geben. Genau wie schon "Star Wars" wurde auch dem Paten seine Popularität zum Verhängnis Das Negativ bzw. davon angefertigte Dub-Negative verschlissen immer mehr. Kein Wunder, dass daher die Erstauflage nur ein begrenzt gutes, in keinem Fall perfektes Bild ablieferte.

Die vorliegende Edition, die den beeindruckenden Namen "The Coppola Restoration" trägt, erweckt durch den Titel nicht nur den Eindruck, Francis Ford hätte alle Arbeit alleine gemacht, sondern erstrahlt tatsächlich in neuem Glanz. "Gerettet" wurden im übrigen nur die ersten beiden Teile, der dritte Teil war so gut erhalten, dass er nicht restauriert werden musste. Dabei sollte man nicht erwarten, dass "Der Pate" und dessen Nachfolger nun aussehen, wie neue Filme. Der düstere, dunkle und körnige Look bleibt. Verschwunden sind allerdings die vielen kleinen Verschmutzungen, Kratzer und andere Beschädigungen. Geblieben ist ein Rauschfiltereinsatz, zumindest was die vorliegenden DVD betrifft, wohl um dem ausufernden Rauschen und der dadurch eventuell gestörten Kompression Herr zu werden. Neu hinzugekommen ist ein sehr solider Bildstand, der durch die ausgelatschte Perforation der alten Materialen bisweilen schon deutlich wackelig war.

Die Farben sind bei der Neuauflage die größte Veränderung gegenüber der alten Fassung. Die vielen "alten" Aufnahmen wirken nun gülden und strahlen eine gewisse Erhabenheit aus. Bemerkenswert ist auch die gute Farbkontinuität von Einstellung zu Einstellung.

"Der Pate" und seine beiden Nachfolger sahen nie besser aus.

     
Wertung:
   (befriedigend - gut)
   
Tontest:

Paramount hat es sich nicht nehmen lassen, alle drei Teile auf Dolby Digital 5.1 aufzuwerten. Das muss sein, weil ein bestimmter Teil der deutschen DVD-Käufer tumb und schwerfällig ist. Ich darf Ihnen versichern, dass nicht Sie gemeint sind, aber wenn Sie vorsichtig nach rechts und links schauen, eventuell beim nächsten Besuch in einem größeren Elektromarkt, entdecken Sie vielleicht einen Vertreter dieser Spezies. Diese Art von Kunde lässt einen Meilenstein der Filmgeschichte links liegen und greift lieber zu einem Streifen von Uwe Boll, weil es dort DTS 6.1 EX gibt.

Aus Mono 5.1 zu machen geht freilich nicht (genau so wenig, wie man prinzipiell nicht über Wasser laufen oder aus selbigem Wein machen kann, was aber wiederum ein anderes Thema ist), und so hat sich Paramount dazu entschlossen, die ersten beiden Teile neu zu synchronisieren, während der dritte von Dolby Surround entsprechend hochgemischt wurde. Tief durchtatmen! Parallel zur neuen Synchronisation bieten die ersten beiden Teile auf Wunsch auch die Originalsynchro in unverfälschtem Mono. Gratulation an den Entscheider bei Paramount, der hier offenkundig nicht nur vom Fach, sondern auch für die deutschen Fans mächtig auf Zack war.

Die neue deutsche Fassung besticht mit dem (im Vergleich) wesentlich breiteren Klang der Originalfassung, allerdings leider mit einer Riege neuer Sprecher (z.B. Lutz Mackensy als Al Pacino, was sehr gewöhnungsbedürftig ist). Einen wirklichen satten Raumklang bieten alle drei Teile aber weder im englischen Original, noch in der Synchro.


Der dritte Teil hat den realistischsten Klang zu bieten, entstand aber auch gute 15 Jahre nach dem zweiten Teil.

   
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
       
Gesamtwertung:

Die "Der Pate" Trilogie ist ein Stück Filmgeschichte. Daran gibt es nichts zu rütteln. Auch wenn der zweite Teil nicht mehr so dicht gestrickt ist, wie der erste und auch, wenn der dritte Teil dem zweiten wiederum nicht das Wasser reichen kann - sie überbieten immer noch locker einen Großteil alle Filme, die danach produziert wurden. In der IMDB wird "Der Pate" sogar als bester Film aller Zeiten gefeiert.

Die neue DVD-Auflage ist jeden Cent wert und mit 35,- Euro Straßenpreis sogar schon bei Veröffentlichung im mittleren Preissegment zu Hause. Wer schnell zugreift, bekommt für den gleichen Preis das Steelbook, und muss nicht Pappschuber-Variante kaufen.

Wer bereits in HD schaut und sich noch ein bißchen gedulden kann, wird im Herbst zur Blu-ray greifen können. In den USA ist es am 23.09. so weit, in Deutschland hoffentlich dann Anfang Oktober.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
  

 
 
Und das meinen unsere Kollegen:


 

 

Francis Ford Coppolas DER PATE (1971) ist laut der IMDb der beste Film aller Zeiten. Doch auch Part II der weltberühmten Familien-Saga folgt dem Vorgänger auf Schritt und Tritt und muss sich gerade mal zwei Plätze weiter hinten in dieser Liste einreihen. Kaum eine Produktion hatte einen solchen Einfluss auf den Lauf der Filmgeschichte wie DER PATE. Nicht nur machte das Werk Al Pacino[...] mehr>>

DVD-Palace-Wertung: 07/10 lesen>>

   


 

 

Zwar sind die Extras wirklich über jeden Zweifel erhaben und dank der neu hinzugekommenden zweiten Bonus-Disc ist das Gezeigte umso bombastischer. Auch die Audiokommentare von Coppola sind wirklich unglaublich und sogar deutsch untertitelt. Bildtechnisch stellt die "Restored" Edition zwar eine Verbesserung dar, doch im Zeitalter von Hochauflösenden Medien, Großbildschirmen und Upscaling machen ...[...] mehr>>

Cinefacts-Wertung: 4/5 lesen>>

 
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