Newsletter   RSS-Newsfeed   Wap, I-Mode & PDA   Gewinnspiel  Impressum  Werbung  Online Hilfe  115 Leser online

 
     

Der Pate Trilogie - The Coppola Restoration

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

Cover 
Cover-Rückseite 
Blu-ray-Menü 
Photos 
Review drucken
OFDb
IMDB
Link zur Review
 
 


 

Blu-ray-Daten:

Review Datum: 05.11.2008
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 06.10.2008
   
Deutscher Titel: Der Pate Trilogie
Originaltitel: The Godfather Trilogy
Land / Jahr: USA 1972/1974/1990
Genre: Drama
   
Regie:  Francis Ford Coppola
Darsteller:  Marlon Brando , Robert De Niro , Al Pacino , Robert Duvall , James Caan , Diane Keaton , John Cazale ,
       
Bildformat: 1,78:1 Widescreen
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 1.0 mono), Englisch (Dolby Digital TrueHD 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 1.0 mono), Kommentar (Dolby Digital 2.0 Surround)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Dänisch, Schwedisch, Norwegisch, Finnisch, Holländisch, Türkisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Elite Blu-ray-Case (blau)
Kapitel: 23
Laufzeit: 547 Minuten
TV Norm: 1080p MPEG-4 AVC
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 0
Disk Typ: Blu-ray 50 / Dual Layer (3x) und Blu-ray 25 / Single Layer
Anbieter: Paramount Pictures Home Entertainment
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Die Geschichte der Corleone-Familie und ihre Mafia-Aktivitäten in drei Teilen...

    
Blu-ray-Review:
       
Besonderheiten:

Nach etlichen Neuauflagen der alten Pate-Box mit Kartenspiel und sicherlich noch viel mehr Firlefanz, der uns durchgegangen ist, legt Paramount bei dieser Auflage wieder weiteren echten Inhalt dazu. So wurden mehrere neue Dokus produziert, die die Geschichte hinter den Filmen weiter vertiefen. Die liegen durchgängig in voller HD-Auflösung vor.

Für Fans der Reihe dürfte sicherlich die Doku "Rettung durch Filmemulsion" von speziellem Interesse sein, da hier gezeigt wird, wie das schon arg gebeutelte Ausgangsmaterial aufwändig gereinigt, kopiert, neu abgetastet und schließlich digital aufbereitet wurde. Hier wird im übrigen klar, dass Paramount sicherlich keine Restauration in HD durchführt, wenn hier nicht auch ein BD-Release geplant wäre. Dazu gleich mehr. Weitere neue Beiträge beschäftigen sich mit dem schwierigen Prozess des Pitch und der Tatsache, dass das ohnehin nicht gerade gut laufende Studio den Film seinerzeit beinahe nicht in Auftrag gegeben hätte. Kombiniert mit der Tatsache, dass Coppola, zusammen mit anderen Independent-Filmemachern wie George Lucas gerade American Zoetrope gegründet hatte und zunächst wohl nur aus Geldmangel annahm, lässt dies die frühen 70er als ein sehr spannendes Kapitel der Filmgeschichte erscheinen.

"Als die Dreharbeiten beendet waren" zeigt den schwierigen Prozess nach dem Dreh, und die Unmöglichkeit, dieses Meisterwerk auf irgend etwas konformes in Sachen Standardlaufzeit herunterzukürzen. Dazu gesellen sich "Die Welt des Paten" sowie "Der Pate auf dem Roten Teppich" und vier Kurzfilme anderer Filmemacher.

73 Minuten Dokumentation "Die Pate-Familie", über 40 bisher unveröffentlichte Szenen, "25 Jahre "Der Pate" - ein Rückblick",

Die Boni der ersten Auflage sind natürlich auch mit dabei: Interviews mit den Mitwirkenden, "Die Transformation vom Buch zum Film" - Regisseur Francis Ford Coppola vergleicht das Buch mit Filmszenen, "Die Musik: Proben am Set", Casting Screen Tests, eine Foto-Galerie, der Stammbaum der Familie Corleone, Zeitachse zur Familie Corleone, Kostüm- und Produktionsfeaturette, Behind The Scenes, Audioaufnahmen mit Schauspielern und der Crew, Bilder von der Premiere sowie Ausschnitte von den Oscar-Verleihungen.

   
 
Wertung:  
     (sehr gut)
     
Gestaltung:

Das Design der Box und der Discs an sich ist ansprechend. Im Gegensatz zum Schuber der DVD wirkt die Umvepackung der Blu-rays sehr stabil und wertig.

Das Menüdesign ist zurückhaltend, aber gelungen.

     
 
Wertung:
  (befriedigend)
     
Bildtest:

Kameramann Gordon Willis ließ den Pate-Filmen einen sehr eigenen Look angedeihen. In Zeiten ohne digitale Farbkorrektur behalf sich Willis mit abenteuerlichen Tricks, wie Unterbelichtung und einem speziellen Farbtiming, um dem Film sein bekanntes Gesicht zu geben. Genau wie schon "Star Wars" wurde auch dem Paten seine Popularität zum Verhängnis Das Negativ bzw. davon angefertigte Dub-Negative verschlissen immer mehr. Kein Wunder, dass daher die Erstauflage nur ein begrenzt gutes, in keinem Fall perfektes Bild ablieferte.

Die vorliegende Edition, die den beeindruckenden Namen "The Coppola Restoration" trägt, erweckt durch den Titel nicht nur den Eindruck, Francis Ford hätte alle Arbeit alleine gemacht, sondern erstrahlt tatsächlich in neuem Glanz. "Gerettet" wurden im übrigen nur die ersten beiden Teile, der dritte Teil war so gut erhalten, dass er nicht restauriert werden musste. Dabei sollte man nicht erwarten, dass "Der Pate" und dessen Nachfolger nun aussehen, wie neue Filme. Der düstere, dunkle und körnige Look bleibt. Verschwunden sind allerdings die vielen kleinen Verschmutzungen, Kratzer und andere Beschädigungen. Erhalten wurde das starke Kornrauschen der Vorlage, das deutlich zeigt, wie sehr Gordon Willis hier am Limit arbeitete. Das Bild bekommt dadurch einen rauhen Unterton und wirkt beileibe nicht so sauber und durchstilisiert, wie andere Filme gleichen Alters.

Die Farben sind bei der Neuauflage die größte Veränderung gegenüber der alten DVD-Fassung. Die vielen "alten" Aufnahmen wirken nun gülden und strahlen eine gewisse Erhabenheit aus. Bemerkenswert ist auch die gute Farbkontinuität von Einstellung zu Einstellung.

"Der Pate" und seine beiden Nachfolger sahen nie besser aus.

     
Wertung:
   (befriedigend)
   
Tontest:

Paramount hat es sich nicht nehmen lassen, alle drei Teile auf Dolby Digital 5.1 aufzuwerten. Das muss sein, weil ein bestimmter Teil der deutschen DVD-Käufer tumb und schwerfällig ist. Ich darf Ihnen versichern, dass nicht Sie gemeint sind, aber wenn Sie vorsichtig nach rechts und links schauen, eventuell beim nächsten Besuch in einem größeren Elektromarkt, entdecken Sie vielleicht einen Vertreter dieser Spezies. Diese Art von Kunde lässt einen Meilenstein der Filmgeschichte links liegen und greift lieber zu einem Streifen von Uwe Boll, weil es dort DTS 6.1 EX gibt.

Aus Mono 5.1 zu machen geht freilich nicht (genau so wenig, wie man prinzipiell nicht über Wasser laufen oder aus selbigem Wein machen kann, was aber wiederum ein anderes Thema ist), und so hat sich Paramount dazu entschlossen, die ersten beiden Teile neu zu synchronisieren, während der dritte von Dolby Surround entsprechend hochgemischt wurde. Tief durchtatmen! Parallel zur neuen Synchronisation bieten die ersten beiden Teile auf Wunsch auch die Originalsynchro in unverfälschtem Mono. Gratulation an den Entscheider bei Paramount, der hier offenkundig nicht nur vom Fach, sondern auch für die deutschen Fans mächtig auf Zack war.

Die neue deutsche Fassung besticht mit dem (im Vergleich) wesentlich breiteren Klang der Originalfassung, allerdings leider mit einer Riege neuer Sprecher (z.B. Lutz Mackensy als Al Pacino, was sehr gewöhnungsbedürftig ist). Einen wirklichen satten Raumklang bieten alle drei Teile aber weder im englischen Original, noch in der Synchro.

Der dritte Teil hat den realistischsten Klang zu bieten, entstand aber auch gute 15 Jahre nach dem zweiten Teil.

   
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
       
Gesamtwertung:

Die "Der Pate" Trilogie ist ein Stück Filmgeschichte. Daran gibt es nichts zu rütteln. Auch wenn der zweite Teil nicht mehr so dicht gestrickt ist, wie der erste und auch, wenn der dritte Teil dem zweiten wiederum nicht das Wasser reichen kann - sie überbieten immer noch locker einen Großteil alle Filme, die danach produziert wurden. In der IMDB wird "Der Pate" sogar als bester Film aller Zeiten gefeiert.

Die neue Auflage ist jeden Cent wert und mit rund 55,- Euro Straßenpreis sogar schon bei Veröffentlichung angenehm preiswert.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
  

 
 
Verwandte oder ähnliche Titel:  (Wie funktioniert das?)
 

Der Pate

(RC 2 )
 

Der Pate II

(RC 2 )
 

Der Pate III

(RC 2 )
 

Der Pate Trilogie - The Coppola Restoration

(RC 2 )
 
 
Filmkritiken der Leser:
 

 
Filmkritik schreiben

 


© 2015
Digital-Movie.de