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Reservoir Dogs - Special Edition

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 13.10.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 13.10.2003
   
Deutscher Titel: Reservoir Dogs
Originaltitel: Reservoir Dogs
Land / Jahr: USA 1992
   
Regie:  Quentin Tarantino
Darsteller:  Harvey Keitel , Tim Roth , Michael Madsen , Chris Penn , Steve Buscemi , Lawrence Tierney , Randy Brooks , Kirk Baltz , Edward Bunker , Quentin Tarantino , Rich Turner , David Steen , Tony Cosmo , Stevo Polyi , Michael Sottile , Robert Ruth , Lawrence Bender , Linda Kaye , Suzanne Celeste , Steven Wright
       
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0), Kommentar (Dolby Digital 2.0), Kommentar (Dolby Digital 2.0), Kommentar (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch, Englisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 24
Laufzeit: 94 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: keine Jugendfreigabe
Regional Code: Code 2
Layerwechsel bei: 61:08
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Universum Film
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Sie nennen sich Mr. White, Mr. Orange, Mr. Pink, Mr. Blonde, Mr. Blue und Mr. Brown: Sechs Gangster, die sich nur unter ihren Code-Namen kennen, treffen sich zum ganz großen Coup in L.A. Gemeinsam sollen sie einen prallgefüllten Juwelierladen ausnehmen.

Aber der scheinbar perfekte Plan läuft schief. Mitten im Überfall tauchen urplötzlich die Cops auf und eröffnen sofort das Feuer auf die Juwelendiebe. Einer der Gangster stirbt an Ort und Stelle, ein weiterer - Mr. Orange - wird schwer verwundet.

Nach heftigem Gefecht schaffen die Überlebenden es, sich in eine verlassene Lagerhalle, dem nach dem Überfall vereinbarten Treffpunkt, zu flüchten. Hier wird den Jungs blitzschnell klar, dass einer von ihnen ein Spitzel sein muss, der ihren Plan an die Polizei verraten hat. Aber wer von ihnen ist der Verräter? Es beginnt ein nervenzerfetzendes Psychoduell auf Leben und Tod...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

DVD 1
- Audiokommentar mit Regisseur Quentin Tarantino, Produzent Lawrence Bender und anderen Crew-Mitgliedern. Der Kommentar wurde nicht als Kommentar per se aufgenommen, sondern aus einer Vielzahl von Statements zusammengeschnitten. Nichtsdestoweniger bietet der Kommentar interessante Informationen und ist insgesamt auch spritziger als so manch anderer Kommentar - auch kein Wunder, da man bei einem zusammengeschnittenen Kommentar Längen natürlich leichter vermeiden kann. Durch einen Mastering-Fehler liegt dieser Kommentar jedoch gleich viermal vor - wohlgemerkt: immer mit genau der gleichen Spur.
- Szenenspezifischer Audiokommentar mit den Filmkritikern Amy Taubin, Peter Travers und Emanuel Levy. Die drei Kritiker kommentieren jeweils einen Teil des Filmes. Die Kommentare sind nicht in den Film integriert, sondern liegen als separate Videos vor. Die Laufzeiten betragen zwischen 20 und 30 Minuten. Wie auch schon beim eigentlichen Audiokommentar zum Film gibt es deutsche Untertitel. Und wie der filmspezifische Audiokommentar sind auch diese Kommentare inhaltlich sehr interessant und hörenswert.
- Einleitung von Quentin Tarantino: Quentin Tarantino erzählt uns auf etwa neun Minuten Laufzeit einiges über die Entstehungsgeschichte von "Reservoir Dogs". Man erfährt u.a. auch wie stark Harvey Keitel zu Quentins Karriere und vor allem zum Zustandekommen dieses Filmes beigetragen hat.
- Geschnittene Szenen: Die fünf gelöschten Szenen haben eine Gesamtlänge von etwa zwölf Minuten. Neben drei neuen Szenen gibt es auch zwei alternative Versionen der berühmt-berüchtigten "Ohr-Szene", die noch erheblich heftiger ausfallen als die Szene im fertigen Film.
- Probeaufnahmen von Steve Buscemi (knapp 12 Minuten).
- K-Billy Radio Show: Hier gibt es die im Film vorkommende K-Billy Radio Show noch einmal zum Anhören.
- Trailer zu "Reservoir Dogs", "Pulp Fiction", "Jackie Brown" und "Kill Bill".

DVD 2
- 10 Jahre später: Dieses Feature besteht aus Interviews mit Quentin Tarantino, Lawrence Bender, Michael Madsen, Tim Roth, Chris Penn und Kirk Baltz. Man kann die Interviews entweder einzeln oder am Stück ansehen, die Gesamtlaufzeit der Interviews beträgt knapp 55 Minuten. Sämtliche Interviews bieten äußerst interessante Informationen über den Film und seinen Hintergrund.
- Die Klasse von ´92: Das bekannte Sundance Film Festival steht im Mittelpunkt dieser knapp achtminütigen Featurette. Weiter gibt es unter diesem Menüpunkt Interviews mit Alex Rockwell, Chris Münch, Katt Shae, Tom Kalin und Quentin Tarantino, allesamt Regisseure von Filmen, die auf dem 1992 Sundance Festival präsentiert worden sind.
- Netz des Film Noir: Diese Rubrik beschäftigt sich mit dem Genre "Film Noir", behandelt also nicht den Film an sich. Neben einer knapp zehnminütigen Featurette findet man hier fünf Interviews mit verschiedenen Filmemachern und Autoren mit einer Gesamtlänge von etwa acht Minuten.
- Einflüsse und Anerkennung: Hier findet man persönliche Widmungen von Quentin Tarantino (10:43), einen Nachruf auf Lawrence Tierney (14:46), eine Stadtrundfahrt mit Eddie Bunker (8:04), sowie Tribute an und von Monte Hellman, Jack Hill, Pam Grier und Roger Corman.
- Featurettes: Vier Featurettes zu den Themen "Der richtige Drehort", "Der Reservoir Dogs-Style", "Reservoir Dolls" und "Small Dogs" findet man unter diesem Punkt. Die Lauflängen betragen zwischen 21 Sekunden und knapp viereinhalb Minuten. Besonders witzig ist "Reservoir Dolls", wo mittels der "Reservoir Dogs"-Actionfiguren die "Ohr-Szene" nachgestellt wird.
- Cast & Crew Filmo- und Biografien.

Das Bonusmaterial ist nicht nur sehr reichhaltig, sondern auch inhaltlich allererster Güte. Universum hat lobenswerterweise alle Extras der RC1 übernommen und bietet damit die volle Palette der verfügbaren Extras.

   
 
Wertung:  
     (sehr gut)
     
Gestaltung:

Das Menü wurde nicht von der US-DVD übernommen, sondern komplett selbst konzipiert. Und was die "kleinen Deutschen" da zustande gebracht haben, dürfte so manchen amerikanischen DVD-Produzenten vor Neid erblassen lassen. Man verzeihe den etwas legeren Ausdruck, aber das Menü ist einfach - geil! Das Menü wurde durchgehend animiert, also selbst den Untermenüs wurde Animation zuteil, und im Einklang mit dem Cover gestaltet. Ständig zischen animierte Elemente durchs Bild oder bewegt sich etwas im Hintergrund - es ist eine reine Freude. Natürlich darf auch die Tonunterlegung nicht fehlen. Was dann ein wenig enttäuscht, ist die fehlende anamorphe Codierung - ein 16:9-Menü hätte noch um einiges edler gewirkt.

Die Höchstnote für die Gestaltung ist der DVD trotzdem sicher - denn die Verpackung ist schlichtweg sehr, sehr edel. Die beiden DVDs stecken in einem stabilen und sehr ansprechend gestaltetem Digipak mit Präge-Aufdruck. Von der Verpackung her schafft es die deutsche DVD also mühelos als die weltbeste Version dieses Filmes durchzugehen. Als Zugabe gibt es außerdem noch vier schwarz/weiß Postkarten mit Motiven aus dem Film.

     
 
Wertung:
  (sehr gut)
     
Bildtest:

Als Artisan in den USA vor einiger Zeit die Special Edition von "Reservoir Dogs" herauskbrachte, ging ein Aufschrei durchs Internet: der Schwarzwert sei ja katastrophal. Nun ja, es stimmt schon, dass der Schwarzwert der RC1 nicht perfekt ist, dennoch bot die DVD insgesamt ein wirklich gutes Bild. Universum war daher gut beraten, sich von Artisan das entsprechende PAL-Master zur besorgen, anstatt selbst zu versuchen, z.B. eine alte Kinokopie aufzumöbeln. Da ja nun schon der Fehler mit dem Schwarzwert bekannt war, konnte die deutsche DVD in dieser Hinsicht gleich von Anfang an korrigiert werden.

Die gute Nachricht: der Kontrast der deutschen DVD ist unserer Meinung nach der beste von allen uns bekannten "Reservoir Dogs"-DVDs (RC1, RC4 und RC2 aus England). Die britische DVD bietet im Vergleich einen helleren Kontrast, der mehr Details erkennen lässt. Hier spielt dann der persönliche Geschmack die entscheidende Rolle - ein dunkler Kontrast passt wahrscheinlich besser zu einem düsteren Gangster-Film wie "Reservoir Dogs". Andererseits kann man natürlich auch argumentieren, dass der Kontrast der deutschen DVD durch die Anpassung desselben im Grunde zu dunkel geraten ist (siehe Bild drei in unserem Vergleich). Wie dem auch sei, steil ist der Kontrast jedenfalls nicht.

Die schlechte Nachricht: beim Normwandlungsprozess in den USA ist ein wenig von der hervorragenden Bildschärfe des Masters verloren gegangen. Keine Sorge - die deutsche DVD bietet immer noch ein scharfes Bild, das auch eine recht gute Detailzeichnung besitzt, aber die RC1 bot eben ein noch schärferes Bild. In unserem Bildvergleich kann sich jeder selbst ein Bild davon machen. Auf dem Fernseher wird man - überhaupt ohne direkte Vergleichsmöglichkeit mit der RC1 - die Schärfe aber sicher als sehr angenehm und wirklich gut empfinden.

Von der Farbwiedergabe her bietet die deutsche Ausgabe die gleiche angenehme und durchaus natürliche Farbwiedergabe wie die US-DVD, wengleich die Szenen in der Lagerhalle recht grünstichig aussehen. Dennoch kommen z.B. die Hauttöne immer sehr natürlich herüber.

Der kleine Lapsus beim Audiokommentar (gleiche Tonspur liegt viermal vor) hat der Kompression scheinbar nicht geschadet. Kompressionsartefakte treten auch keine auf, und die Bilddatenrate ist insgesamt noch relativ hoch.

Für einen mehr als zwölf Jahre alten Film ist auch das Bildrauschen auf herausragendem Niveau. Nicht einmal Hintergrundrauschen lässt sich hier ausmachen.

     
Wertung:
   (gut)
   
  Zu diesem Titel gibt es einen Bildvergleich!
   
   
Tontest:

Der deutsche Ton liegt nunmehr auch in Dolby Digital 5.1 vor. Nach mehrmaligem Vergleichen mit der englischen Spur kommen wir zum Schluss, dass aus dem alten deutschen Track die Stimmen herausgeholt worden sind. Dann wurde scheinbar die englische Sprachspur durch diese neue deutsche Dialogspur ausgetauscht. Wie wir darauf kommen? - Die deutsche Tonspur hat so ziemlich die gleichen Klangeigenschaften wie die englische. Außerdem klingen die Dialoge im Deutschen teilweise leicht zischend (ähnliches Problem wie bei "T2", wo die gleiche Technik angewandt wurde) und stellenweise etwas dumpf. Wirklich gravierend ist das jedoch nicht, vor allem wenn man das Alter des Filmes berücksichtigt. Sollten wir uns irren und die deutsche Tonspur tatsächlich auf der alten 2.0-Spur beruhen, so wird uns das Phil Friederichs (Produzent dieser DVD) mit Sicherheit bald mitteilen.

In diesem, meist eher stillen Film, kommt es vorwiegend auf die Diaologe an. Die Rear Speaker kommen hauptsächlich dann zum Einsatz, wenn Musik ins Spiel kommt, doch auch dezente Umgebungsgeräusche sind immer wieder aus den Speakern zu vernehmen. Diese Geräusche unterstreichen dann noch zusätzlich diese einzigartige Atmosphäre des Films. Bei musikalischem Einsatz fällt einem dann auch noch die Bass-Spur positiv auf, die vereinzelt immer wieder wuchtig aufspielt.

   
 
Wertung:
  (befriedigend)
       
Gesamtwertung:

Lange, lange hat es gedauert. Immer wieder gab es Gerüchte (über den Zeitraum von fast zwei Jahren) - jetzt endlich wurde sie von UFA / Universum herausgebracht: die Neuauflage von Quentin Tarantinos Erstlingswerk. Rechtzeitig zum Kinostart von Tarantinos viertem großen Film, "Kill Bill", wird die DVD in zwei Versionen in den Handel gebracht. Einerseits als Single-DVD, andererseits als perfekt ausgestattete Special Edition. Die Single-DVD dürfte aber wohl sowieso nur für notorische Geizhälse interessant sein, Filmliebhaber müssen einfach zur Special Edition im Digipak greifen.

Technisch liegen zwischen dieser Ausgabe und der Erstausgabe von VCL Welten. Es ist wohl nicht vermessen zu sagen, dass man die alte Ausgabe getrost wegwerfen kann, denn allzu viel Dumme wird man sicher nicht finden, denen man die alte DVD noch andrehen kann.

Gratulation an Phil Friederichs und seine DVDFabrik, die ein weiteres Mal für eine tolle DVD verantwortlich zeichnen. Dass sie das Bild das der RC1 nicht toppen kann, ist wahrlich zu verschmerzen, wobei UFA / Universum dafür wahrscheinlich auch nicht die Schuld trifft, da das PAL-Master direkt von Artisan in den USA geordert wurde...

       
 
Wertung:
  (gut)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Lasse Hambruch
 

 

Hätte sich Tarantino das Patent an dieser Story gesichert, wäre er heute ein reicher Mann, denn mittlerweile existieren hunderte billige Kopien dieses Stoffs. Doch auch hier gilt nichts ist so gut wie das Original! Tarantino schafft es auf einzigartige Weise jedem Charakter eine unglaubliche Tiefe einzuhauchen. Die tollen Darsteller und das geniale Skript brennen hier ein wahrhaftiges Feuerwerk ab und lassen den Zuschauer keine Sekunde aus ihrem Bann entfliehen. Genial!


 

Wertung:

(sehr gut)

 
 
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