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Hitler - The Rise of Evil

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 15.12.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 03.09.2003
   
Originaltitel: Hitler - The Rise of Evil
Land / Jahr: USA 2002
Genre: Drama
   
Regie:  Christian Duguay
Darsteller:  Robert Carlyle , Liev Schreiber , Peter O´Toole , Peter Stormare , Matthew Modine , Friedrich von Thun , Stockard Channing
       
Bildformat: 1,78:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: keine
       
Menü: interaktives Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box (transparent)
Kapitel: 42
Laufzeit: 177 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: keine FSK Freigabe, sondern M 15+
Regional Code: Code 4
Layerwechsel bei: 87:35
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer und DVD 5 / Single Layer
Anbieter: Alliance Atlantis / Magna Pacific
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Der als zweitteiliges TV-Movie produzierte Film beleuchtet den Aufstieg Adolf Hitlers vom gescheiterten Kunststudenten über den begabten Brauhaus-Demagogen bis hin zum deutschen Reichskanzler. Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Jahren 1918 bis 1933, in denen Adolf Hitler anfangs durch politisch Konservative für ihre Zwecke "missbraucht" wurde und im weiteren Verlauf der Geschichte selbst vom "Marktschreier" zum politischen Führer aufgestiegen ist.

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

- Reflections of Evil: Als einziges Bonusmaterial findet man auf DVD zwei diese knapp 52-minütige Dokumentation. Der Dokumentarfilmemacher David Cherniak hat die Filmemacher um Regisseur Christian Duguay ab der Pre-Production-Phase bis hin zum Ende der Dreharbeiten begleitet und dokumentiert so die Entstehungsgeschichte des Filmes. Von den Problemen mit CBS im Vorfeld, über die ständigen Änderungen des Drehbuches bis hin zum Drehort Prag werden alle Probleme und Problemchen der Crew behandelt. Im weiteren Verlauf der Dokumentation beschäftigt sich Cherniak auch mit der Frage, wie authentisch der Film angesichts einiger kleiner dramaturgischer Änderungen noch ist. Insgesamt eine tolle Dokumentation, die sehr viele interessante Informationen bereit hält und einen guten Einblick in die Dreharbeiten gewährt.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend - gut)
     
Gestaltung:

Das Menü ist leider primitivst ausgefallen. Außer wenig einfallsreichen Standbildern mit Musikunterlegung hat das Menü nichts zu bieten. Wenigstens wurde das Menü anamorph abgetastet, mehr Positives gibt es aber nicht zu berichten.

     
 
Wertung:
  (ausreichend)
     
Bildtest:

"Hitler - The Rise of Evil" wurde - wie soviele neue TV-Filme - für das Hochglanz-Format HDTV produziert. Auch wenn man nicht im Besitz von HDTV-Equipment ist bzw. HDTV nicht empfangen kann, hat das Format auch für uns den nicht zu unterschätzenden Vorteil, dass dieses Ausgangsmaterial natürlich ideale Vorrausetzungen für eine DVD-Umsetzung bietet. Die Bildqualität von für HDTV produziertem Material liegt oftmals im Bereich von "herkömmlichen" Kinofilmen.

Durch diverse Stilmittel hat dieser Film einen insgesamt leicht dokomentarischen Look erhalten. Dazu gehört einerseits der steile Kontrast. Starke Überstrahlung von hellen Flächen kennzeichnet dieses Stilmittel. Andererseits wurden die Farben absichtlich einem "antiquiertem Look" unterworfen - so wirklich natürlich sind sie nicht. Oft weist das Bild zum Beispiel einen Grünstich auf. Andererseits wirken die Farben aber auch nicht ausgewaschen, sodass man dem Transfer durchaus eine sättigende Farbwiedergabe attestieren kann.

Die große Stärke des Transfer liegt in seiner Schärfe. Besonders in Nahaufnahmen zeichnet sich das Bild durch eine wirklich sehr gute Detailzeichnung aus. Aber auch ansonsten erscheint der Transfer ausgesprochen scharf und klar.

Auch das Rauschverhalten ist gut gelungen - nur ab und an lässt sich im Hintergrund leichtes Rauschen ausmachen. So bleibt am Ende festzuhalten, dass die DVD gute Arbeit leistet: die aufgezählten Mängel sind auf Stilmittel zurückzuführen und können daher nicht der DVD als Fehler angelastet werden.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Wo das Bild noch Schwächen aufweist, kann der Ton dafür umso mehr überzeugen. Da in den USA immer mehr Fernsehfilme für HDTV produziert werden, kommt man immer öfter in den Genuss von waschechtem 5.1-Ton. Die Grenzen zwischen Kino und Fernsehen verschwimmen daher zusehens.

"Hitler - Rise of Evil" glänzt jedenfalls mit einem für TV-Verhältnisse absolut herausragenden Soundtrack. Sämtliche Kanäle sind fast die ganze Länge über aktiv. Zeitweise - zum Beispiel bei den Sequenzen, die Hitler auf den Schlachtfeldern des zweiten Weltkriegs - können sogar gut gesetzte Surroundeffekte richtiges Kinogefühl aufkommen lassen. Ansonsten bilden die Rücklautsprecher vor allem gut gemischte Umgebungsgeräusche ab. Ob das nun das grölende Publikum im Müncher Hofbräuhaus ist oder der Straßenlärm Wiens - ständig binden sich die Rückkänale in die Surroundkulisse ein. Auch der Basskanal ist äußerst aktiv und sorgt an den richtigen Stellen für teilweise recht heftige Bassattacken.

   
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
       
Gesamtwertung:

Wer sich nicht daran stört, den Film ohne englische Untertitel genießen zu müssen - angemerkt sei, dass der Dialog an einigen wenigen Stellen wegen akkustischer Dichte etwas schwer zu verfolgen ist -, der kann und sollte bei dieser DVD zugreifen. Zwar gibt es in England ebenfalls eine DVD, die auch englische Untertitel zu bieten hat - dort fehlt allerdings die hervorragende Dokumentation "Reflections of Evil".

Der Film selbst ist mit Sicherheit keine leichte Kost - man darf schließlich nie vergessen, dass hier einer der größten, wenn nicht gar der größte, Verbrecher des 20. Jahrhunderts portraitiert wird.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Stefan Paulmayer
 

 

Als der US-Fernsehsender CBS eine Biografie Adolf Hitlers ankündigte, brach über den Sender ein Proteststurm herein. Wie könne man einen Verbrecher wie Adolf Hitler nur zur Figur einer "Mini Series" machen? Wie könne man nur das Risiko eingehen, Hitler eventuell gar "likeable" erscheinen zu lassen?

Um sich dieser Gefahr gar nicht auszusetzen, haben die Filmemacher im Endeffekt einige Szenen dramatisiert bzw. Szenen in den Film eingefügt, für die es keine historische Quelle gibt - zum Beispiel eine Szene, in der Hitler einen Hund prügelt, obwohl ihm nie Gewalt gegen Tiere nachgesagt werden konnte - eher im Gegenteil. Dies stellt dann auch schon den einzigen Kritikpunkt am Film dar - scheinbar wollten die Filmemacher auf Nummer sicher gehen und haben solche Szenen daher eingefügt, um den Zuseher von Hitler noch ein Stück angewiderterter erscheinen zu lassen bzw. ein insgesamt düstereres Bild vom Menschen - nicht Politiker - Adolf Hitler zu zeichnen, als sich biografisch belegen lässt.

Ansonsten fällt der Film sehr authentisch aus und hinterlässt ganz klar den Eindruck, im Großen und Ganzen gut recherchiert zu sein. Speziell die Jahre 1918 bis 1933 werden in den Mittelpunkt des Filmes gerückt, eben genau jene Jahre, in denen Hitler vom gescheiterten Kunststudenten zum wahnsinnigen "Führer" aufgestiegen ist. Auch Hitlers Umfeld und dessen Einfluss auf Hitlers Karriere werden im Film näher beleuchtet.

Immer muss man sich jedoch vor Augen halten, dass dieser Film primär nicht erziehen will, wie es "Schindlers Liste" beispielsweise tut. Auch muss man bedenken, dass der Film kein singuläres Ereignis zum Thema hat, sondern eine Periode von knapp 15 Jahren näher beleuchtet. Von daher kann der Film natürlich nie die inhaltliche Tiefe einer zehnteiligen Guido Knopp-Reihe bieten, die sich mit einem einzigen geschichtlichen Ereignis beschäftigt - unter diesen Voraussetzungen und vor allem, wenn man ohne Vorurteile an ihn herangeht, wird man bzw. kann man mit dem Ergebnis sicher zufrieden sein.

Robert Carlyle, britischer Charakterdarsteller, verkörpert Adolf Hitler, was an sich ja schon keine leichte Aufgabe ist. Doch Carlyle meistert diese Aufgabe fabelhaft und portraitiert Hitler recht glaubhaft. Auch der restliche Cast leistet hervorragende Arbeit. Unter den Nebendarstellern findet man u.a. Liev Schreiber, Peter O´Toole (als Reichspräsident Hindenburg), Peter Stormare und den deutschen Mimen Friedrich von Thun.

 

Wertung:

(gut)

 
 
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