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Stalingrad - Special Edition

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 05.12.2003
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 06.11.2003
   
Deutscher Titel: Stalingrad
Originaltitel: Stalingrad
Land / Jahr: D 1992
Genre: Kriegsfilm
   
Regie:  Joseph Vilsmaier
Darsteller:   Dominique Horwitz , Thomas Kretschmann , Sebastian Rudolph , Jochen Nickel , Dana Vávrová , Martin Benrath , Sylvester Groth , Heinz Emigholz , Thorsten Bolloff
       
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: keine
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 15
Laufzeit: 133 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: EuroVideo
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Spätsommer 1942. Der zweite Weltkrieg geht in sein viertes Jahr. Hitlers Armeen halten fast ganz Europa und Teile Nordafrikas besetzt. In Russland läuft die zweite große Sommeroffensive.
Ihr Ziel: das Kaspische Meer und kaukasischen Ölfelder.

Die 6. Armee unter Generaloberst Paulus nähert sich in schnellem Vormarsch jener Stadt an der Wolga, in der die grausamste Schlacht des Jahrhunderts stattfinden wird: Stalingrad.

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

DVD 1
- Teaser- und Kinotrailer
- Hinter den Kulissen: Hierunter verbirgt sich eine knapp sechsminütige Featurette aus dem Erscheinungsjahr des Filmes. Insgesamt bietet die Featurette zwar den Ansatz von Hintergrundinformationen, insgesamt kann jedoch aufgrund der kurzen Lauflänge nicht wirklich tief in die Materie eingedrungen werden.
- Joseph Vilsmaier: Hierbei handelt sich um eine etwa fünfminütige Featuerette, die vor allem den Regisseur des Filmes zum Thema hat. Wie schon bei der vorangegangenen Featurette wurden auch hier Interviews mit Ausschnitten aus dem Film quergeschnitten.
- Die Besetzung: Die dritte Featurette beschäftigt sich - ebenso oberflächlich wie die beiden anderen - mit dem Cast des Filmes. Wieder gibt es Interviews und Ausschnitte aus dem Film.

DVD 2
- Guido Knopps "Stalingrad": Auf der zweiten DVD findet man die dreiteilige ZDF-Dokumentation "Stalingrad", die unter der Leitung von Dr. Guido Knopp entstanden ist. Jeder der drei Teile ("Der Angriff", "Der Kessel", "Der Untergang") dauert etwa 45 Minuten und liegt in anamorphem Widescreen vor. Inhaltlich ist die Dokumentation natürlich erstklassig, so wie man es von Guido Knopp gewohnt ist.
- Hintergrundinformationen: Hier findet der Interessierte knapp 30 Minuten an zusätzlichen Materialen, die aufgeteilt sind auf "Zeitzeugen berichten" (etwa 17 Minuten), "Interview mit Prof. Dr. Guido Knopp" (etwa 10 Minuten) und "Stalingrad heute - Ansichten der Stadt Wolgograd" (etwa drei Minuten).

Insgesamt hat EuroVideo also eine ansehnliche Anzahl an Extras zur Verfügung gestellt - was jedoch ein wenig fehlt, sind echte Hintergrundinformationen zum Film an sich. Ein ausführliches Making of oder gar ein Audiokommentar hätten jedenfalls wesentlich mehr inhaltliche Tiefe als die drei Featurettes auf der ersten DVD.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend - gut)
     
Gestaltung:

Wenn das Menü den besten Teil einer DVD darstellt, ist meist Feuer am Dach - denn immer noch ist das Menü der mit Abstand unwichtigste Teil einer DVD. So hat EuroVideo - und vor allem der Käufer dieser DVD - nicht wirklich viel davon, dass das Menü zwar recht passabel ist, da die DVD technisch eher ein Trauerspiel abliefert.

Nach der animierten Einleitung gelangt man ins ebenfalls animierte Hauptmenü, von wo aus man in die einzelnen Untermenüs wechseln kann. Erfreulicherweise wurde die Kapitelanwahl animiert, die restlichen Untermenüs liegen allerdings nur in Standbild-Form vor. Die Gestaltung ist an sich auch recht gut gelungen, wenngleich das Design aber nicht wirklich innovativ ist. Andererseits ist "Stalingrad" auch nicht der Film, für den sich ein poppig-buntes Menü anbieten würde.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Auf dem Cover wird die DVD groß mit "digitally remastered" beworben. Nun ja, in gewisser Weise stimmt das sogar, denn mit der dritten Auflage hat es EuroVideo endlich geschafft, das Bild anamorph abzutasten. Darüber freuen wird man sich jedoch nur solange bis man die DVD in den Player eingelegt und den Film gestartet hat. Denn bereits da offenbart sich das Debakel auf allen Ebenen. So gut wie überhaupt kein Aspekt am Transfer kann als gelungen bezeichnet werden.

Aber gehen wir der Reihe nach vor, mit der Bildschärfe beginnend. Insgesamt erscheint das Bild sehr weich mit wenig Detailzeichnung oder Tiefenschärfe. Gesichter wirken glatt und das Bild hinterlässt des Öfteren einen geradezu unscharfen Eindruck. Hinzu kommt, dass bei Kameraschwenks noch zusätzlich Bewegungsunschärfen auftreten. Mit ein Grund für die Weichheit des Bildes dürfte der Rauschfilter sein, den EuroVideo hier geradezu exzessiv angewendet haben dürfte.

Womit wir auch schon bei Problem Nummer zwei wären: dem Rauschverhalten. Wie erwähnt, hat EuroVideo scheinbar versucht, des Rauschens - bei einem Film von 1992 durchaus nichts Ungewöhnliches - durch den Einsatz eines Rauschfilters Herr zu werden. Wie so oft (eigentlich immer) ist das Ergebnis aber schlechter als hätte man das Rauschen so belassen, wie es gewesen ist. Einerseits wurde wie erwähnt die Bildschärfe in Mitleidenschaft gezogen, andererseits treten nun stehende Rauschmuster auf.

Ärgernis Nummer drei stellt der Kontrast samt Schwarzwert dar. Letzterer ist nämlich zu hell, sodass Schwarz nicht Schwarz, sondern eher als (dunkles) Grau dargestellt wird. Der Kontrast seinerseits überstrahlt helle Flächen und wirkt generell zu hell, man könnte fast sagen milchig oder matschig.

Aller guten Dinge sind drei, aller schlechten Dinge vier - frei abgewandelt vom altbekannten Sprichwort fällt schließlich auch noch die Farbwiedergabe wenig zufrieden stellend aus. Die Farben sind blass und unnatürlich. Außerdem weist das Bild einen wenig schönen Blau-/Grünstich auf, der vor allem in den Schnee-Szenen dazu führt, dass dieser nicht schneeweiß erscheint.

     
Wertung:
   (ausreichend)
   
Tontest:

Vorweg muss man wissen, dass mit "Stalingrad" 1993 eine technische Neuerung auch im deutschen Kino Premiere hatte - nämlich Dolby Digital-Ton mit diskreten Kanälen und echten Stereo-Surroundkanälen. Kurz gesagt: "Stalingrad" war der erste deutsche Film in "Dolby Stereo Digital", vereinfacht also der erste deutsche mit 5.1-Ton.

Leider hat man das bei EuroVideo nicht berücksichtigt und stellt hier auf DVD wieder nur einen Upmix eines Dolby Surround-Tons sowie eine Dolby Surround-Spur zur Auswahl. Neben dem wenig zufrieden stellenden Bild ist das technisch die zweite Kardinalsünde, der sich EuroVideo schuldig macht.

Die Stimmen hallen nicht nur aus dem Center - wie es sich gehören würden - sondern auch aus dem linken und rechten Frontkanal. So klingen die Stimmen natürlich immer wieder verzerrt. Auch ansonsten gibt es wenig Anlass zur Freude. Aus den Surroundkanälen kommt unserer Ansicht nach - nach mehrmaligem Probehören - das gleiche Signal, was ja nach der These des Upmixes auch so sein muss. Insgesamt wirkt der Ton schlecht ausgesteuert, wenig homogen und wenig dynamisch. Für eine Videokassette mag das Ergebnis in Ordnung sein, da es sich hier allerdings um eine DVD hanelt, hätte man wohl wesentlich mehr erwarten dürfen.

   
 
Wertung:
  (ausreichend)
       
Gesamtwertung:

Gäbe es einen Award für die liebloseste DVD des Jahres 2003 - EuroVideo würde ihn zweifellos für dieses Machwerk bekommen. Das Bild dahingeschludert, der Ton unnötigerweise nur ein Upmix, die Extras an sich zwar gut, aber haben im Endeffekt mit dem Film recht wenig zu tun - das Ganze in einem Digipak. So stellt man sich bei EuroVideo offenbar die perfekte "Special Edition" vor. Wie auch immer, für diesen Film ist die DVD-Präsentation schon fast eine Schande. Zumindest beim Bild und vor allem beim Ton hätte EuroVideo eine wesentlich bessere Leistung abliefern müssen. "Stalingrad" als erster deutscher Film mit Dolby Digital 5.1-Ton hätte sich zumindest verdient, dass dieser 5.1-Ton auch auf DVD verwendet wird anstatt eines billigen Upmixes.

Technisch gesehen haben wir es hier im Grunde mit einer besseren VHS-Kassette zu tun, denn mit einer DVD.

       
 
Wertung:
  (ausreichend - befriedigend)
  

 
 
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