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Master & Commander

2er Disc - Special Edition

  

Getestet von Florian Kriegel

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

 
 


 

DVD-Daten:

Review Datum: 15.03.2004
Verleihfenster: 08.04.2004
Im Handel ab: 15.04.2004
   
Deutscher Titel: Master & Commander: Bis ans Ende der Welt
Originaltitel: Master and Commander: The Far Side of the World
Land / Jahr: USA 2003
Genre: Abenteuer
   
Regie:  Peter Weir
Darsteller:  Russell Crowe , Paul Bettany , James D´Arcy , Edward Woodall , Chris Larkin , Max Pirkis , Jack Randall , Max Benitz , Lee Ingleby
       
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box (mit doppeltem DVD Einleger)
Kapitel: 36
Laufzeit: 133 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Twentieth Century Fox Home Entertainment
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Yamaha RX-V2700 (Dolby Digital EX, DTS-ES, HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI, PCM 5.1)
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (via HDMI, PCM 7.1, 1080p24)
TV: Pioneer PDP-427XA (Plasma, via HDMI, 1080p24)
Beamer: Sanyo PLV-Z3 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Monitor Audio Bronze Reference Series 7.1 (2 x BR5, 1 x BRLCR, 4 x BRFX, 1 x BRW10)


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Die Zeiten des Napoleonischen Krieges. Captain Jack Aubrey (Russell Crowe) lenkt sein Schiff samt der 197 Mann Besatzung sicher durch die größten Meere dieser Welt. Bei einem Angriff wird das Schiff jedoch schwer beschädigt, wobei viele Crewmitglieder auf grausame Weise umkommen. Nun sinnt Aubrey auf Rache und setzt zu einer rasanten Verfolgungsjagd an. Sein Ziel: den ärgsten Feind für immer zu vernichten.

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Es ist zum Trend geworden auf nahezu jede DVD "Special Edition" drauf zuschreiben, doch nur wenige dieser Exemplare haben es auch wirklich verdient diesen Titel tragen zu dürfen. So auch "Master & Commander", denn hier werden einem wirklich verschiedenste und ausführliche Extras geboten, die insgesamt eine Laufzeit von über drei Stunden haben.
Alle filmrelevanten Extras befinden sich auf der zweiten Scheibe, wohingegen die erste DVD nur Trailer zu neuen Filmen und ein rund zweiminütiges Special zu Will Smith demnächst erscheinenden Film "I, Robot" bietet. Ein Audiokommentar fehlt leider, doch gleichen das die restlichen Extras wieder aus.

"Die Hundert Tage" ist nicht nur das erste Extrafeature, sondern auch gleich das überzeugendste und gelungenste von allen. Mit knapp 69 Minuten bietet diese Dokumentation einen sehr ausführlichen Blick in das gesamte Projekt von "Master & Commander", das übrigens hauptsächlich nach dem gleichnamigen Buch von Patrick O´Brian entstand. Peter Weir kommentiert die meisten Stellen dieser Doku und gibt sehr viele Informationen preis. Angefangen von der Entstehung des Projekts bis hin zu der authentischen Darstellung an Board - hier werden praktisch alle wichtigen Aspekte angesprochen und erläutert.

Auch in der ca. 19 Minuten langen Doku "Im Kielwasser von O´Brian" kommt fast nur der Regisseur direkt zu Wort. Er erzählt u.a. etwas über die Umsetzung von O´Brians Buch in den Film und was dabei alles auf der Strecke bleiben musste und über die Zeit, als er das Skript für "Master & Commander" schrieb.
Unter dem Punkt "Featurettes" findet man drei Featuretten, die ebenfalls sehr informativ und ausführlich geraten sind. "Cinematic Phasmids" beschäftigt sind in rund 30 Minuten mit den Effekten und Stilmitteln, die im Film zum Einsatz kommen. Der Bereich "Sound Design" hingegen bietet eine 17 Minuten lange Featurette über die verwendeten Toneffekte und eine interaktive Sounddemo, bei der man sich einen Kanonenschuss aus verschiedenen Hörpositionen anhören kann. Den Abschluss in diesem Bereich bildet der 25 Minuten lange "HBO First Look", der eine abgespeckte und werbelastige Variante der langen Dokumentation und Featuretten darstellt.

Außerdem hat die Special Edition noch sechs nicht verwendete Szenen zu bieten, die eine Gesamtlaufzeit von ca. 24 Minuten haben. Viele Szenen von "Master & Commander" wurden mit mehreren Kameras gedreht und genau mit dieser Thematik beschäftigt sich "Multi-Kamera". Neben zwei Szenen, die man sich aus verschiedenen oder kombinierten Perspektiven anschauen kann, bietet dieser Bereich auch eine vierminütige "Split-Screen Vignette". Diese kurze Featurette bietet Einblick auf diverse Szenen und die verwendeten Kameras.

Den Abschluss bilden eine handvoll Bildergalerien mit Skizzen und technischen Zeichnungen. Die Extras, die einem hier geboten werden sind erstklassig. Unnötige oder langweilige Features sucht man hier vergebens und so nutzt man den Platz ausschließlich für informative und interessante Beiträge. Sicher wäre noch ein Audiokommentar interessant gewesen, dafür werden in den restlichen Extras aber genügend Informationen vermittelt, die den fehlenden AK ersetzen.

   
 
Wertung:  
     (sehr gut)
     
Gestaltung:

Die Aufmachung der anamorphen "Master & Commander"-Menüs ist leider eine kleine Enttäuschung. Zwar hat man sich um diverse Animationen bemüht, diese bestehen aber lediglich aus realen Filmaufnahmen, wie z.B. des Schiffes "Surprise" oder aus Nahaufnahmen historischer Landkarten. Sind die Übergänge ebenfalls bewegt, so präsentieren sich sämtliche Untermenüs nur noch mit Standbildern. Es wäre zumindest ratsam gewesen, wenigstens die Szenenauswahl zu animieren, da dort der Nutzen bewegter Bilder nachvollziehbar ist.
Das Menü der zweiten DVD ist nahezu identisch und fügt sich in das Design der ersten DVD ein. Doch hier ist auch in den wenigen Untermenüs eine dezente Hintergrundmusik zu hören.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Beim Bild muss man leider die im Vorfeld entstandenen, hohen Erwartungen schnell wieder etwas zurückschrauben, da recht früh deutlich wird, dass "Master & Commander" zwar ein gutes, aber leider kein sehr gutes oder gar ein Referenz-Bild zu bieten hat. Man muss aber auch anmerken, dass der Film bildtechnisch sehr aufwändig ist und hohe Anforderungen an eine DVD stellt. Da wären Nebel, Rauch oder auch die vielen Details des Schiffes, welche allesamt schwierig darzustellen sind und einer besonders feinen Arbeit beim Transfer bedürfen.

Das mitunter größte Problem hat das Bild mit dem Rauschverhalten, das vor allem bei Rauch oder Nebel besonders gut zu sehen ist. So z.B. um Minute 14, wo man in der Nebelbank ein ziemlich intensives Rauschen erkennen kann. Da der Film relativ viele solche Szenen hat, macht sich dies leider etwas negativ bemerkbar.

Das zweite Sorgenkind der "Master & Commander"-DVD ist das Schärfeniveau. Zwar erscheint der Film angenehm scharf, allerdings hat man nie das Gefühl, ein wirklich plastisches und detailreiches Bild zu sehen, da es dafür einfach zu weich gewaschen wirkt. Ab und zu bessert sich die Schärfe zwar, aber leider überwiegen die eher nur durchschnittlichen Passagen mit einer höchstens befriedigenden Kantenschärfe, die aber wiederum ab und zu auch leichte Doppelkonturen erkennen lässt, was auf eine künstliche Nachschärfung hinweist. Hier hätte man sich wirklich ein besseres Ergebnis gewünscht.

Gefallen kann hingegen der Kontrast, der stets ein sehr atmosphärisches und gut ausgeleuchtetes Bild präsentiert. Dies bestätigt auch der überzeugende Schwarzwert, der einen satten Schwarzton liefert. Die Farben können ebenfalls gefallen, auch wenn "Master & Commander" eine eher eingeschränkte Farbpalette zu bieten hat. Teilweise sind die Farben, vor allem auf den Galapagos-Inseln, auch etwas verfälscht, um die jeweiligen Drehorte noch realistischer wirken zu lassen. Darauf wird auch in einer Featurette auf der zweiten DVD näher eingegangen.

Insgesamt enttäuscht der Bildtransfer ein bisschen, da man bei einem derart neuen und erfolgreichen Film ein knackscharfes und sauberes Bild erwartet hat, auch wenn das Ergebnis dennoch gut ist.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Bei den diesjährigen Oscars war "Master & Commander" gleich für zehn der begehrten Trophäen nominiert, u.a. auch in der Kategorie "Beste Tonmischung" und nun kann man auch zuhause nachvollziehen, wieso er diesen Oscar schließlich abstauben konnte. Da der Film fast ausschließlich auf der See spielt, ist es umso beeindruckender, wie authentisch sämtliche Geräusche und Töne abgemischt wurden.

Erfreulicherweise wird gleich zu Beginn des 133 Minuten langen Films eine äußert spektakuläre Szene gezeigt, die nicht nur sehr dynamisch abgemischt ist, sondern einen extrem satten und tiefen Bass zu bieten hat. Sollte man irgendwelche nicht fest stehende oder fest sitzende Gegenstände haben, so wird der schwingende Bass diese entlarven. Der äußerst ausgeprägte Bass ist allerdings noch mehrmals zu hören und zwar vor allem dann, wenn sich die beiden Schiffe gegenseitig beschießen - die Nachbarn werden es lieben.

Ebenso gut kann auch die sehr räumliche Darstellung sämtlicher Umgebungsgeräusche gefallen, die die Stimmung auf dem Schiff sehr überzeugend widerspiegelt. Ob es sich dabei um das Knarren der Taue oder des Holzes handelt, jegliche Töne klingen sehr authentisch und dynamisch. Die Wiedergabe des Meeres, dessen Wassergeräusche und das Wetter ist auch bestens gelungen. Die See peitscht über die komplette 5.1-Kulisse und trägt so erheblich zur Stimmung bei.

Insgesamt bietet der Ton eine wirklich tolle und trotz des Monotonen Schauplatzes, eine dennoch sehr spektakuläre Vorstellung. Zwar gibt es auch viele ruhige Szenen, aber diese können trotzdem durch eine räumliche Wiedergabe gefallen. Obwohl der Ton nicht-diskretes EX haben soll, war davon relativ wenig zu spüren. Zwar kommen dezente Wassergeräusche usw. aus der hinteren Box, aber wirklich unterstützend sind diese nicht. Da gibt es bessere Beispiele, wie man EX/ES beeindruckend nutzen kann. Anzumerken sei noch, dass die DTS-Spur eine Spur differenzierter und dadurch besser klingt, als das Dolby Digital-Pendant.

   
 
Wertung:
  (sehr gut)
       
Gesamtwertung:

"Master & Commander" konnte von zehn Oscars immerhin zwei für sich verbuchen, darunter "Beste Kameraführung" und "Beste Tonmischung". Da ist es umso erfreulicher, dass die DVD-Umsetzung an für sich sehr überzeugend geworden ist, auch wenn einige Mängel beim Bild offensichtlich sind. Der tolle Ton und die umfangreichen und interessanten Extras gleichen das jedoch wieder aus und machen das 2-DVD-Set zu einer klaren Empfehlung. Wäre nun noch das Menü etwas professioneller und das Bild qualitativ hochwertiger, dann hätte es durchaus eine glatte Bestnote geben können.

       
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
  

 
 
Und das meinen unsere Kollegen:


 

 

Mit „Master and Commander: Bis ans Ende der Welt“ ist Regisseur Peter Weir zwar nicht das erhoffte „Meisterwerk“ gelungen - was vor allem daran liegt, dass ihm zwischen den imposanten Seeschlachten etwas die Puste ausgeht - aber dennoch ein Filmerlebnis epischen Ausmaßes. Durch seine akribische Arbeit und Detailbesessenheit erschafft Weir den wohl authentischsten Film über das historische Leben au[...] mehr>>

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