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Rize

Uns hält nichts auf

  

Getestet von Kay Puppa

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 30.06.2006
Verleihfenster: 15.02.2006
Im Handel ab: 10.03.2006
   
Deutscher Titel: Rize - Uns hält nichts auf
Originaltitel: Rize
Land / Jahr: USA 2005
Genre: Dokumentation
   
Regie:  David LaChapelle
Darsteller:  Tommy the Clown , Lil Tommy , Dragon , Termite , Larry , Swoop , El Nino , Lil C , Tight Eyez
       
Bildformat: 4:3 Vollbild
Tonformat: Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 20
Laufzeit: 85 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 6 Jahren
Regional Code: Code 2
Layerwechsel bei: 50:27
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x)
Anbieter: Rapid Eye Movie
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Denon AVR-1803 (Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Panasonic S75
Blu-ray-Player: Panasonic DMP-BD50 (PCM 5.1, 1080p24)
TV: Panasonic TH-42PZ85E (Plasma, via HDMI, 1080p24)
Lautsprecher: Teufel System 5 THX 6.1 (3 x M 500 FCR, 3 x M 500 D, 1 x M 5100 SW)


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

David LaChapelle, der "Fellini der Photographie" (New York Magazine), berühmt durch seine zahlreichen Modeund Star-Photographien, sowie Videoclips (Moby, Gwen Stefani, Christina Aguilera), taucht in seinem Debütfilm in eine uns bisher verschlossene Subkultur ein: In furiosen Bildern rauschen die Bewegungen des derzeit unter dem Namen "Clowning" oder auch "Krumping" in den Straßen von Los Angeles pulsierenden Tanzstils auf den Zuschauer ein. Die aggressiven und atemberaubenden Choreographien markieren dabei einen Ausdruck sozialer Unterdrückung und sind mehr als nur gefälliger Modetrend: ‚Krumping´ und ‚Clowning´ sind die beherrschende Kraft im Leben der Protagonisten und ihre einzige Chance auf einen Ausweg. LaChapelle nimmt uns mit auf einen visuellen Trip, der Atem und Sprache raubt, aber uns zugleich an einem bewegenden Moment beispielloser Willens- und Körperstärke teilhaben lässt.

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Das gesamte Bonusmaterial wurde auf die zweite Disc verlagert. Außerdem werden wir auf beiden Discs nicht von Anti-Raubkopierer-Spots jeglicher Art genervt, ganz im Gegenteil, die Bonus-DVD wird von David LaChapelle, seinem Team und den Hauptpersonen der Dokumentation eingeleitet. Gleich zu Beginn muss auch gesagt werden, dass das komplette Bonusmaterial, bis auf ein paar wenige Ausnahmen, mit deutschen Untertiteln ausgestattet wurde.

Gleich der erste Menüpunkt Interview offeriert uns einige interessante Interviews mit Hintergrundinformationen. "David La Chapelle & Tommy the Clown" ist ein Interview nur mit den Beiden und kommt ohne deutsche Untertitel daher. "Einblicke in die Produktion" ist da schon interessanter. Hier spricht LaChapelle ein wenig über seine persönliche Einstellung zu dem Projekt und die eingesetzte Technik. In "New Dancers" spricht LaChapelle erneut, diesmal darüber, wie er genau zu dem Projekt kam. Abgerundet wird die Interview-Abteilung durch ein "Q & A Tribeca Filmfestival".

Auch sieben "Deleted Scenes" und sechs "Extended Dances" sind mit von der Partie. Die meisten, die von der Dokumentation fasziniert waren, dürften ein hohes Interesse an dem Menüpunkt "Dance Moves" haben, denn hier finden wir acht kurze Anleitungen zu verschiedenen Dance Moves (Tanzschritten) der Akteure, die diese selbst erklären und vortanzen. Die Fotogalerie sowie die Kino-Trailer und Teaser runden das ganze Material ab.

Schön ist, dass bei "Rize" nicht das typische Dokumentation-Problem vorherrscht, Bonusmaterial und Hauptfilm zu trennen. Insgesamt erreicht das Material durch Umfang und Qualität die Bewertung befriedigend bis gut.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend - gut)
     
Gestaltung:

Obgleich das Menü von "Rize" in 4:3 gehalten ist, vergeben wir an dieser Stelle fast die Höchstnote, denn das Menü hebt sich deutlich vom üblichen Allerlei ab und es entspricht außerdem dem Bildformat der Dokumentation. Es passt wunderbar zum Stil des Films und Hip-Hop an sich. So bestehen die Menüs jeweils aus einem stilisierten Bild und einem variablen Teil, in dem Szenen aus der Dokumentation laufen, sowie einem deftigen Hip-Hop Soundtrack. Positiv fällt hierbei auf, dass dies auf allen Menüebenen geschieht und sich in keiner Weise an irgendwelche Normen hält. Einziger Nachteil ist, dass keine Kapitelvorschau erstellt wurde, sondern in der Kapitelauswahl nach dem gleichen Verfahren vorgegangen wurde. Aus diesem Grunde und dem 4:3 Rahmen, verpasst dieses Menü die Höchstwertung leider knapp. Insgesamt wünschen wir uns allerdings mehr mutige Designer die sich trauen etwas Neues zu probieren und nicht am "Schachtel-Design" festhalten.

     
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
     
Bildtest:

Das Bild ist klar und das Master kommt ohne Defekte und Verunreinigungen daher, insgesamt bietet es einen Look, der vermuten lässt, das LaChapelle digital gefilmt hat. Dies hat den Vorteil, dass für die DVD kein Transfer in dem Sinne mehr hätte angefertigt werden müssen und man "nur noch" das Material auf ein DVD-fähiges Format konvertieren muss. Dies hat bei "Rize" scheinbar auch sehr gut geklappt. Paradebeispiel ist die Schärfe. Zwar ist sie nie durchgängig optimal, doch selbst bei den extrem schnellen Tänzen immer noch gut dabei. Allerdings existieren einige ruhige Einstellungen, in dem die Schärfe nur auf befriedigenden bis ausreichenden Niveau liegt. Generell ist die Bildqualität sehr wechselhaft, siedelt sich allerdings im guten Bereich an. Dies gilt auch für die Farbgebung. In vielen Einstellungen wird uns ein Bild mit kräftigen Farben und einem passenden Kontrast gezeigt, doch schwächelt der Kontrast immer wieder mal und es kommt zu einem leicht milchigen Bild.

Auch Bildrauschen hält sich zudem stark in Grenzen, sprich es fällt kaum auf. Auch andere digitale Probleme, die durch die Kompression entstehen könnten, sind uns nicht ins Auge gefallen. So wirkt das Bild von "Rize" nicht lupenrein, aber immer noch gut.

     
Wertung:
   (gut)
   
Tontest:

Der Ton von "Rize" liegt in den beiden Ausfertigungen Dolby Digital und DTS vor. Wie bei Dokumentationen wünschenswert ist nur die Originalfassung mit deutschen Untertiteln (ausblendbar) vorhanden. Verwundert hat uns allerdings, das Rapid Eye Movies eine DTS-Spur mit auf diese DVD gepresst hat. Denn wie bei den meisten Dokumentationen ist dies eigentlich nicht nötig, höchstens um den deftigen Soundtrack zu genießen.

Bei beiden Tonspuren können wir die Dialoge gleich gut verstehen. Einzige Abweichung zwischen den Spuren, abgesehen von der Lautstärke, findet sich tatsächlich im Soundtrack. Denn dieser klingt in der DTS-Variante deutlich wuchtiger und kräftiger, was nicht zuletzt einem ausgeprägteren Subwoofer-Einsatz zu verdanken ist. Bei beiden Versionen nimmt dieser Soundtrack alle Lautsprecher für sich ein, während die Dialoge stur aus dem Center wiedergegeben werden. Zwar schrieben wir eingangs, dass die Dialoge durchweg gut zu verstehen sind, doch ist dies nur die halbe Wahrheit. Denn obgleich die Dialoge immer gut zu verstehen sind, klingen sie manchmal dumpf und qualitativ nicht so hochwertig wie zum Beispiel der Soundtrack. Ein weiterer Nachteil des Tons ist, dass nur selten Umgebungsgeräusche und Ähnliches durchdringen, wenn wir den kräftigen Soundtrack zu hören bekommen. Insgesamt können wir allerdings trotzdem noch eine befriedigende Wertung vergeben.

   
 
Wertung:
  (befriedigend)
       
Gesamtwertung:

"Rize" zeigt uns was Kenner schon lange wissen, Gewalt ist keine Lösung und im Ghetto wissen viele Menschen das auch und wollen einen anderen Weg gehen. Auch Hip-Hop selbst entstand in Ghettos, Worte statt Gewalt war damals das Motto einer ganzen Generation, welches noch heute gelebt wird. Ein Lebensgefühl, ein neuer "Way of Living", wie es im Amerikanischen so schön heißt, entstand, wer will kann dies noch immer im Film "Wild Style" nachvollziehen. Doch 1982 bis heute ist eine lange Zeit und zu Graffiti und Raps sind nun Tänze wie Krumbing und Clowning hinzugekommen, in dem die Wut kanalisiert wird und sich eine gesamte Generation ausdrückt. "Rize" erzählt von diesen Tänzen und lässt Entstehung genauso wenig wie einige Einzelschicksalen nicht außer acht.

Die außergewöhnliche Dokumentation kann sich auf DVD allerdings nur knapp über dem Durchschnitt ansiedeln. Dies reicht aber immer noch für einen ausgewogenen und guten Sehgenuss, dem somit nichts im Wege steht.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
  

 
 
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