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Goldene Zeiten

3-Disc Deluxe Edition

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 09.11.2006
Verleihfenster: 10.08.2006
Im Handel ab: 26.10.2006
   
Deutscher Titel: Goldene Zeiten
Originaltitel: Goldene Zeiten
Land / Jahr: D 2006
Genre: Actionkomödie
   
Regie:  Peter Thorwarth
Darsteller:  Wotan Wilke Möhring , Christian Kahrmann , Alexandra Neldel , Ralf Richter , Dirk Benedict , Wolf Roth , Ludger Pistor , Hans-Martin Stier , Chris Friebe , Gedeon Burkhard , Loretta Stern , Birgit Stein , Björn Hebeler , Ingrid Steeger , Ingo Beyersdorf
       
Bildformat: 2,35:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Kommentar (Dolby Digital 2.0 Surround)
Untertitel: Englisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: umfangreiches Booklet mit Grußwort von Peter Thorwarth
Verpackung: DigiPak
Kapitel: 24
Laufzeit: 129 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer (2x) + Audio CD
Anbieter: e-m-s new media AG
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Der erfolglose Eventmanager Ingo organisiert im tiefsten Ruhrpott ein Charity-Golfturnier mit Hollywoodstar Douglas Burnett. Dieser fegt wie ein Orkan über die ehemals beschauliche Ruhrpott-Kleinstadt und alle lassen sich bereitwillig zu Orgien, Drogen-, Alkohol- und anderen Exzessen mitreißen. Es dauert nicht lange, da bröckelt die Fassade nicht nur, sie stürzt in sich zusammen. Und die Nerven aller Beteiligten liegen blank...

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Wer nur den Film möchte, für den hält e-m-s die Single-Disc Fassung bereit, die noch dazu den Regiekommentar und das Musikvideo bietet. Wir haben uns die Deluxe Edition angesehen, die neben einer Bonus-DVD auch noch einen "Inspired by" Soundtrack bietet.

Wer zu dieser Ausgabe greift, bekommt neben dem Kommentar mit Peter Thorwarth, Produzent Christian Becker, Kamermann Jan Fehse und Cutterin Anja Pohl noch eine ganze Menge mehr zu sehen.

Das Making Of hat eine Laufzeit von rund 80 Minuten und zeigt viele Details hinter den Kulissen, speziell auch zur Technik. Unkommentierte Infos gibt es im Behind the Scenes Beitrag, der allerdings eine Laufzeit von weniger als zehn Minuten hat.

Worüber sich Fans besonders freuen dürften, sind die geschnittenen bzw. erweiterten Szenen. Hier liegt so mancher Schatz begraben und leider auch so mancher Gast-Auftritt, wie z.B. der von Markus Knüfken. Alle geschnittenen bzw. erweiterten Szenen liegen mit optionalem Kommentar von Peter Thorwarth vor. So erfährt der Zuschauer nicht nur was, sondern auch warum geschnitten wurde.

Künstlerisch wertvoll sind unbedingt auch die Outtakes, sowie das Best Of O-Ton, das Dirk Benedict mit Originalton zeigt, bevor Till C. Hagen, die deutsche Stimme von Kevin Spacey, die Parts neu synchronisierte. Bemerkenswert ist, dass sich Benedict so viel Mühe gab, dass es zwar nicht fürs Kino, allerdings zum guten Verständnis ausreicht.

Ebenfalls vertreten sind sämtliche TV-Einspieler, die im Film zu sehen sind, eine verloren geglaubte Szene aus "Bang Boom Bang", sowie die Handy-Aus-Spots fürs Kino.

Abgerundet werden die Extras von Musikvideo, Teaser, Trailer, Bildergalerien, einem kurzen Beitrag zur Premiere und einem wirklich informativen ROM-Part, der umfangreiche PDFs, z.B. Drehplan, Drehtagebuch oder aber auch das Drehbuch enthält.

Die Soundtrack-CD ist leider nur von begrenztem Nutzen, da es sich um "Inspired by" Tracks handelt, die unseres Wissens nach nicht im direkten Zusammenhang zum Film stehen. Daher fehlt auch leider die schmissige Titelmelodie, was schade ist. Doch selbst wenn man die CD außen vor lässt - besser kann man einen Film nicht ausstatten.

   
 
Wertung:  
     (sehr gut)
     
Gestaltung:

Das Menü ist mindestens so stilvoll wie die Verpackung, die als 3er Digipak wirklich keine Wünsche offen lässt.

Dabei steht dem Menü der Glamour gut zu Gesicht, wenngleich leider lediglich Übergangsanimationen zu sehen sind, dafür gibt es allerdings eine Optimierung für 16:9 und unterlegte Musik.

Richtig edel wirken die Scheiben selbst: "Goldene Zeiten" kommt auf fast goldenen, effektiv aber eher gelben DVDs daher, die noch dazu von oben recht transparent aussehen. In wie weit dies die Abspielbarkeit in Player beeinflusst, können wir allerdings nicht sagen - bei uns taten die Discs in jedem Player wacker ihren Dienst.

Kleiner Schönheitsfehler: die DVD bietet optionale englische Untertitel, allerdings keine deutschen. Sowas gab es bereits bei "Das Wunder von Bern" und dürfte den Hörgeschädigten in Deutschland zu Recht sauer aufstoßen. Hier sollte e-m-s nachbessern und, wie Universal bei Wortmanns Fußball-Film, eine überarbeitete Version nachschieben, wenn sich das Lager leert.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Mit "Goldene Zeiten" hat die Dortmunder e-m-s mal wieder ein richtig heißes Eisen im Feuer. Der brandneue Transfer des von Jan Fehse gedrehten Films wirkt wie gerade frisch aus dem Kopierwerk. Kratzer, Schrammen und Staub lassen sich nicht ausmachen und es drängt sich der Verdacht auf, als wäre zwar auf Film gedreht worden, um dann alles in den Rechner abzutasten und somit ein komplett digitales Intermediate zu erzeugen. Vielleicht war es so, hierzu liegen uns allerdings keine Informationen vor.

Fakt ist jedoch, dass das Bild unverschämt gut - sprich trist - aussieht, also genau so, wie wir es im Januar auch bei der Premiere im UCI in Bochum bewundern durften. Die eigenwillige Farbstimmung und der bisweilen knackige Kontrast, der aber immer im Rahmen des Film-Gammas bleibt sind absolut über jeden Zweifel erhaben. Einziger Kritikpunkt des Bildes ist eine gewisse Weichheit, die allerdings das Ausgangsmedium Film wiederum unterstreicht. Eventuell ist es das Fehlen jeglichen sichtbaren Korns, dass uns hier ein flaues Gefühl in der Magengegend beschert. Letztlich hätten wir uns ein wenig mehr "Unruhe" gewünscht, doch so wirkt das Bild einen Tick zu weich, um die Höchstnote zu bekommen. Allerdings darf man bei der Laufzeit von 129 Minuten auch skeptisch sein, da die deutsche Tonspur in DTS ebenfalls noch Platz finden will.

Die Kompression ist ansonsten ohne Makel und speziell Macroblocking überhaupt kein Thema!

     
Wertung:
   (gut - sehr gut)
   
Tontest:

Speziell die knackige Musik röhrt druckvoll aus der Front, ansonsten gibt es neben Peter Thorwarths und Alexander M. Rümelins Dialogen nur wenig Momenten, in denen sich Action abzeichnet. Daher wäre auch DTS nicht unbedingt nötig gewesen, hört man doch hier, wie leider so oft, keinen nennenswerten Unterschied. Dennoch - auch das soll nicht unerwähnt bleiben - hat der Film eine recht gute Atmo zu bieten, die allerdings nicht über guten Durchschnitt hinauskommt. Eine gute Umsetzung des Ausgangsmaterials.

   
 
Wertung:
  (gut)
       
Gesamtwertung:

Der dritte Teil von Peter Thorwarths Unna-Trilogie stieß so manchen Fan vor den Kopf - nicht zuletzt, weil Thorwarth nach zwei Komödien nun Richtung bitterböser Satire schwenkte, die durchaus ihre Berechtigung hat, aber eben nicht die Erwartungen erfüllte. "Goldene Zeiten" ist düster, böse und kein Party-Film, was der gekonnten Inszenierung leider nicht den gleichen Erfolg brachte, wie den Vorgängern. Betrachtet man den Titel an sich, so bleiben lediglich einige Längen, die allerdings nicht jeden Zuschauer stören dürften. Interessant und spannend zugleich ist die Entwicklung der Figuren und im speziellen die Integration in das Thorwarthsche Universum, das diesmal auch farblich ganz anders inszeniert wurde. Speziell Wolf Roth in der Rolle des Clubchefs spielt so überzeugend, dass man fast glauben mag, es handle sich hier um den Prototyp, nach dem die echten Ausgaben gebaut werden. Schaurig, was man unter so manchem bundesdeutschen Golfgrün vermuten könnte...

Die DVD-Umsetzung in den Händen der Dortmunder e-m-s zu sehen, war zunächst für viele Fans eine nicht ganz so gute Nachricht, da auch einige der schaurigsten deutschen Scheiben auf das Konto der Dortmunder gehen. Doch das scheint lang vorbei, denn mit dieser amtlichen Deluxe-Ausgabe macht das Team von Werner Wirsing klar, wer die Hosen an hat. Betrachtet man dagegen "Bang Boom Bang" oder "Was nicht passt, wird passend gemacht", so muss man sagen, dass beide Titel sowohl technisch, als auch was die Ausstattung angeht, nicht gegen dieses Pracht-Exemplar ankommen. Speziell Thorwarths zweiter Titel, der aufgrund des Senator-Deals durch Universal umgesetzt wurde, hat ein nur sehr mittelmäßiges Bild zu bieten.

Die beste Nachricht zum Schluss: während andere Anbieter momentan für die Special Edition meist fast 30,- Euro verlangen, so setzt e-m-s die Latte unten an. Mehr als 17,- Euro muss eigentlich kein Fan ausgeben, und das ist wirklich sehr sehr fair! Kaufempfehlung!

       
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
  

 
 
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