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Eminem, sein wahres Gesicht

  

Getestet von Stefan Scheller

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 29.08.2005
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 25.08.2005
   
Deutscher Titel: Eminem, sein wahres Gesicht
Originaltitel: Eminem, sein wahres Gesicht
Land / Jahr: USA 2005
Genre: Musikvideo
   
Darsteller:  Marshall Bruce Mathers III , Debbie Mathers , Betty Kresin , Todd Nelson , Byron Williams , Mark Kempf u.a.
       
Bildformat: 4:3 Vollbild
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Französisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Clone
Kapitel: 8
Laufzeit: 75 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 12 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Paramount Pictures Home Entertainment
     
Testequipment: unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Marshall Bruce Mathers III, besser bekannt als Eminem. Kaum ein Rapper polarisiert so wie er. Er ist weiß, er ist respektlos, er ist erfolgreich. Doch bis zum Erfolg war es ein steiniger Weg. Angefangen bei seiner schweren Kindheit in einer gewalttätigen und - bis heute - zerrütteten Familie, über seine jungen Jahre ohne echte Wurzeln bis zu seinen ersten Versuchen, als Musiker Fuß zu fassen. Die Doku ´Eminem, sein wahres Gesicht´ versucht den Menschen Marshall Mathers zu zeigen und wie er zu einer der größten Rap Ikonen unserer Zeit wurde.

In einem Mix aus Comic Collagen und Interviews entsteht so das facettenreiche Bild eines Rappers, dessen Musik nicht nur Unterhaltung für eine breite Masse ist, sondern für ihn selber quasi Ventil und Therapie, ohne die er möglicherweise seinem Leben vorzeitig ein Ende gesetzt hätte, wie in der Doku anklingt.

Zu Wort kommen Familienmitglieder und Wegbegleiter, so unter anderem seine Mutter Debbie, seine Großmutter Betty, sein Onkel und Ersatzvater Todd, Ex-Bodyguard und Freund Byron Williams oder sein ehemaliger Manager Mark Kempf. Interessanterweise enthält die DVD keine Interviews mit Eminem selbst sondern lässt lediglich Dritte über ihn berichten.

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Die DVD bietet diverse Features von unterschiedlichem Nutzwert, der Umfang ist mit insgesamt ca. 50 Minuten für eine Dokumentation recht ordentlich. Alle Extras liegen in Englisch vor und wurden erfreulicherweise deutsch untertitelt.

Im Einzelnen kann man folgende Beiträge einzeln oder gesamt auswählen:
Fotogalerie: ca. 20 Fotos als selbst laufende Diashow mit Musik unterlegt. (2:30 min)
Mr. Cartoon – Eminems Tätowierer: Mr. Cartoon macht mehr oder weniger dezent Werbung für sein Tattoo-Studio, indem er erzählt, wie Eminem zu seinen zahlreichen Tätowierungen kam. Dieser Beitrag ist, wie auch einige andere Features, sehr leise aufgenommen, was vor allem beim zurückschalten ins überlaut ausgesteuerte Menü auffällt. (6:00 min)
Onkel Todd singt: der Titel ist Programm, Eminems Onkel Todd versucht sich, leider recht erfolglos, als Sänger. Der Nutzwert dieses Features geht eher gegen Null, kann aber zumindest für etwas Erheiterung sorgen. (2:41)
Kim: dramatische junge Mutter: hier berichtet Eminems Ex-Bodyguard Byron Williams über Kim Scotts Einfluss auf Eminems Leben. (6:15)
Juice: Bester Rapper: geht kurz ein auf das Verhältnis von Eminem zu seinem ehemaligen ´Erzrivalen´ Juice. (1:09)
Bedeutung von Eminems Tätowierungen: ein selbsterklärender Titel. (3:55)
Eminems Schreibtechnik: wer näheres dazu erfahren möchte, wie Eminem seine Songs entwickelt, wird hier fündig. (2:28)
Animationsgalerie: Eminems Leben in Comicbildern, mit Musik unterlegt. (5:35)
Freestyle von Treach im Studio Freestyle Rap backstage. (2:40)
Ronnie zu Ehren: hier bekommt man den Song ´Gates are open´ für Eminems 1991 durch Selbstmord verstorbenen Onkel und engem Freund, Ronnie Polkingharn geboten. (2:50)

Die verbleibenden Extras gehören in die Kategorie Werbung und umfassen im Einzelnen eine so genannte Treach Audiosingle, sprich Auszüge aus dem neuen Album O.G.ology von Treach (7:25), das Label Lyrical Bestial (Werbung für CDs anderer Künstler), ein Musikvideo der "Bad Guys" (4:10), einen Weblink sowie Trailer weiterer Musik-DVDs des Labels.

In Anbetracht der Tatsache, dass es sich beim Hauptprogramm lediglich um eine Doku handelt, kann man mit dem gebotenen Zusatzmaterial wahrlich zufrieden sein.

   
 
Wertung:  
     (gut)
     
Gestaltung:

Nach der (überflüssigen) Sprachauswahl und dem Logo des Anbieters gelangt man über eine Intro-Animation ins dezent animierte Hauptmenü. Erfreulicherweise muss man keinen Raubkopiererspot über sich ergehen lassen, der in letzter Zeit immer häufiger den Ärger rechtmäßiger Käufer auf sich zieht. Neben dem Direktstart finden sich noch die Unterpunkte zur animierten Kapitelanwahl, den Toneinstellungen, den Trailern und den eigentlichen Extras. Alle Untermenüs sind mit dezenten Animationen versehen worden und mit Musik unterlegt, die Übergänge wurden animiert.

Die Navigation geht leicht von der Hand, der Gesamteindruck der Menügestaltung ist durchweg gut. Einzig die im Vergleich zu den Features etwas überlaute Tonabmischung stört ein wenig.

     
 
Wertung:
  (gut)
     
Bildtest:

Vom Bild her ´erstrahlt ´ die Doku in lediglich unterdurchschnittlicher 4:3 TV Qualität. Die Interviews haben teilweise schon ein paar Jährchen auf dem Buckel und wurden auch nicht mit High-End Kameras aufgenommen, was letztendlich nicht mehr zu einem wirklich befriedigenden Bild führt.

Die Farben bleiben relativ blass, außer in den Comic Sequenzen, die insgesamt deutlich besser aussehen. Der Schwarzwert tendiert mehr in Richtung grau. Der Kontrast der Interviewpassagen ist nur durchschnittlich, die Schärfe reißt auch keine Bäume aus. Alles wirkt wie unter einem leichten Schleier, wirklich scharfe Szenen finden sich nicht. Auch die Detailzeichnung ist recht schwach.

Das Bonusmaterial reiht sich vom Bild her in die gleiche Kategorie ein, wobei auch hier gilt: sobald von Interviews zu den Comic Sequenzen gewechselt wird, sieht das Bild gleich zwei Nummern besser aus. Die Farben erscheinen kräftiger, der Kontrast kann gefallen, die Schärfe erreicht gutes Niveau und auch der Schwarzwert liefert eine wesentlich stärkere Vorstellung ab. Da allerdings das Hauptaugenmerk insgesamt sowohl in der Doku als auch beim Bonusmaterial auf den Interviews liegt, bleibt als Gesamtwertung lediglich ein

     
Wertung:
   (ausreichend - befriedigend)
   
Tontest:

Tonal geht die Dokumentation in Ordnung. Zwar wird keim Raumklang geboten, auch Effekte fehlen, jedoch handelt es sich ja auch nicht um einen Hollywood Actionfilm. Die Sprecher sind klar und deutlich zu verstehen, was in dem Fall die Hauptsache ist. Wenn Musik zugespielt wird, ordnet sie sich den gesprochenen Passagen unter, so dass die Verständlichkeit der Interviews nicht darunter leidet.

Anders bei den einzelnen Beiträgen des Bonusmaterials. Hier wechselt der Ton zwischen extrem leise und überlaut, gerade beim Zurückschalten in die Menüs dürften empfindliche Ohren sich auf ein paar Schocks einstellen. Was auch immer der Grund für die Lautstärkeschwankungen sein mag, so etwas sollte heutzutage nicht mehr passieren.

   
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
       
Gesamtwertung:

Über Eminems Musik lässt sich trefflich streiten, bei der vorliegenden DVD allerdings liegt der Schwerpunkt eher auf dem Menschen hinter dem Kunstprodukt ´Eminem´. Man soll verstehen, was hinter seiner Musik steckt, warum er so wurde wie er ist und was seine Musik für ihn bedeutet.

Der DVD gelingt es, interessanterweise auch ohne Eminem selber zu Wort kommen zu lassen, interessante Einblicke in sein Leben zu geben. Leider stören diverse Mängel das an sich positive Bild.

Zum einen ist der Ton gewöhnungsbedürftig. Mal flüsterleise, dass man selbst bei voll aufgedrehter Anlage nicht viel versteht, dann wieder so laut, dass einem fast die Boxen um die Ohren fliegen. Hier hat der Verantwortliche Toningenieur wohl einen schlechten Tag gehabt. Zum Glück ist wenigstens die Dokumentation an sich tonal gut gelungen. Ein zweiter Kritikpunkt sind die Comiceinlagen. Auch wenn sie von der technischen Qualität her gut gelungen sind passen sie irgendwie nicht so recht ins Gesamtbild. Hier wird jeder Einzelne für sich selbst entscheiden müssen, wie ihm dieses Gimmick gefällt.

Und auch wenn die DVD selbst ohne Eminems eigene Kommentare interessant ist wäre es doch schön gewesen, ein paar Interviews mit ihm selbst zu hören. Für Eminem Fans eine empfehlenswerte Scheibe, für alle anderen wohl eher nicht so interessant.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
  

 
 
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