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Sin City

  

Getestet von Christian Bartsch

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

 
 

 

DVD-Daten:

Review Datum: 05.09.2005
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 16.08.2005
   
Deutscher Titel: Sin City
Originaltitel: Sin City
Land / Jahr: USA 2005
Genre: Action
   
Regie:  Robert Rodriguez, Frank Miller, Quentin Tarantino
Darsteller:  Jessica Alba , Bruce Willis , Clive Owen , Josh Hartnett , Michael Madsen , Rosario Dawson , Benicio Del Toro , Michael Clarke Duncan , Rutger Hauer , Brittany Murphy , Mickey Rourke , Elijah Wood
       
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Englisch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Englisch für Hörgeschädigte, Französisch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: Einleger mit Kapitelindex
Verpackung: Amaray Clone
Kapitel: 28
Laufzeit: 124 Minuten
TV Norm: NTSC
FSK: keine FSK Freigabe, sondern R
Regional Code: Code 1
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Alliance Atlantis
     
Testequipment: Für den Test genutztes Equipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Willkommen in Sin City. Diese Stadt begrüßt die Harten, die Korrupten, die mit den gebrochenen Herzen. Manche nennen sie düster. Hartgesotten. Dann gibt es andere, die sie ihr Zuhause nennen. Korrupte Cops. Sexy Huren. Verzweifelte Wachleute. Einige suchen Rache. Andere dürstet es nach Erlösung. Und dann gibt es noch solche, die ein bisschen was von beidem haben wollen. Ein Universum voller unwahrscheinlicher und zögerlicher Helden, die immer noch das Richtige tun wollen, obwohl es der Stadt längst völlig egal ist.

Ihre Geschichten – schockierend, spannend und siedend heiß – stehen im Mittelpunkt eines neuen Films der beiden Coregisseure Frank Miller und Robert Rodriguez, die sich ein bißchen von Quentin Tarantino helfen ließen.

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Die Extras lassen sich recht knapp abhandeln, denn außer einer rund acht Minuten langen Featurette gibt es nichts zu entdecken. Aktuellen Aussagen von Robert Rodrguez zufolge ist allerdings eine umfangreiche Special Edition in der Mache. Wer jetzt zugreift, sollte sich also darauf gefasst machen, eventuell später eine weitere DVD erwerben zu müssen.

   
 
Wertung:  
     (mangelhaft - ausreichend)
     
Gestaltung:

Das Menü von "Sin City" ist recht ansehnlich geworden, bedenkt man, dass es sich "nur" um eine normale Auflage und nicht um eine Special Edition handelt. Allerdings ist nur das Hauptmenü mit comic-like darübergelegten Textboxen animiert worden, alle anderen Menüs sind reine Standbilder ohne Geräusche oder Musik.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Robert Rodriguez hat, genau wie bereits George Lucas, der alten Filmtechnik den Rücken gekehrt, und so wurde "Sin City" bereits komplett digital in High Definition, kurz HD, gedreht. Erst durch diese Produktionstechnik war es überhaupt erst möglich, einen so eigenwilligen Stil, der wirklich zu 100% die düstere s/w-Optik des Comic-Originals übernimmt, umzusetzen.

"Sin City" lebt von dem gandenlosen Kontrast von Frank Millers Tuschezeichnungen, die oftmals nur schwarze und weiße Flächen kennen, graue Schattierungen gibt es nicht. Nur selten verirren sich Farbklekse in die brutale Welt aus schwar und weiß. Dem trug Experte Rodriguez durch dem Dreh von Greenscreen Rechnung. Farbige Flächen oder spritzendes Blut wurden beim Dreh mit anderen Farben erzeugt und erst in der digitalen Nachbarbeitung zu Frank Millers Vision. So erscheint rotes Blut im Film dann auch nicht schwarz, sondern sticht ganz deutlich aus dem Hintergrund hervor.

Der Einsatz von Farben ist symbolhaft, sorgt für Polarisierung des Zuschauers und reduziert die Handlung auf die konsequente Umsetzung des Stils. Die Essenz ist ein plakativer, provokanter Film in Episodenform, den man so noch nicht gesehen hat.

Die Kompression darf man als perfekt bezeichnen, die Kantenschärfe ist enorm und macht auch auf einem Beamer eine sehr gute Figur. Blockbildung sieht man selten und eigentlich nur dann, wenn z.B. aufgrund von Regen das ganze Bild in Bewegung gerät und die Kompression an die technischen Grenzen gefahren wird. Angenehm ist das fehlen unbeliebter Halos, wie sie aufgrund digitaler Nachschärfung entstehen.

     
Wertung:
   (sehr gut)
   
Tontest:

Robert Rodriguez´ Comic-Adaption kommt auch tonal sehr erfrischend daher. Wer einfach einen Haudrauf-Mix mit Getöse erwartet, der verkennt die vielen leisen Passagen des Films. Ja, es gibt sogar etliche Stellen des Streifens, die ausschließlich von Dialogen getragen werden. Und es herrscht Gänsehautgefahr, wenn z.B. Protagonist Marv, gespielt von Mickey Rourke, mit schnarrender Stimme teilweise auch gehaltvoll aus dem Subwoofer knarzt.

Im Gegensatz zur RC3 Auflage ist der DTS-Ton dieser Auflage "nur" als 5.1 gekennzeichnet, bei Wiedergabe auf 7.1 lassen sich aber eindeutig Signale erkennen, die gewollt von hinten kommen. Wer hingegen sicher gehen möchte, dem empfehlen wir den kommenden Test von Kollege Lasse Hambruch, der bereits die asiatische Auflage intensivst unter die Lupe nimmt...

   
 
Wertung:
  (sehr gut)
       
Gesamtwertung:

"Sin City" sorgte bereits vor dem deutschen Kinostart für viel Aufsehen, als sich der Verleih Buena Vista und u.a. die Kinokette Cinemaxx nicht über die Modalitäten einig werden konnten. Als Tüpfelchem auf dem I erschien dann Mitte August auch noch die amerikanische DVD, beim Kauf im benachbarten Kanada wie üblich sogar ein wenig billiger, so dass wieder einmal die Veröffentlichungspolitik der Studios in Frage gestellt werden darf. Denn wer einfach keine Lust hatte, sich über den Boykott der Kinobetreiber (was keine Schuldzuweisung sein soll) noch weiter zu ärgern, der durfte bereits zum Import greifen.

Und dieser ist, da dürfte es den Betreibern kalt den Rücken hinunter laufen, technisch auch noch großartig ausgefallen, und zwar gleich so prächtig, dass einige Kinos Probleme haben dürften, bei dieser Präsentation mitzuhalten. Schließlich wird immer noch sehr selten rein digital vorgeführt, so dass die Qualität einer bereits dutzendfach abgespielten Kinokopie in keinem Verhältnis zum ohne Frage perfekten DVD-Bild stehen dürfte - und das auch bereits ohne HDTV. Im Zuge der uns immer wieder zugetragenen und auch selbst erlebten Unzulänglichkeiten in so manchem Kino dürfte dies dazu noch der bequemste und auch preiswerteste Weg sein, den Film zu erleben. Gute Englischkenntnisse sollte man allerdings mitbringen, wenngleich die Mundart nicht ganz so hammerhart ausfällt, wie in den ersten Minuten von "From Dusk Till Dawn".

Wo wir gerade dabei sind: Der Härtegrad von "Sin City" ist nicht ganz ohne und reicht durchaus an die blutrünstigen Ausschweifungen früherer Werke von Rodriguez heran, so dass wir gespannt sind, ob die deutsche Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien den Titel richtig einordnen wird. Wir sind uns sicher, dass das Thema "Sin City" auf jeden Fall noch nicht vom Tisch ist.

Übrigens: Wer den Film bestellt, der hat die Wahl aus verschiedenen Covermotiven, mit denen Buena Vista offenbar an die Sammler apelliert - wir meinen hingegen, dass eine Version des Films durchaus reicht. Unser Scan zeigt daher das unter dem dünnen Pappschuber verborgene Standard-Motiv der eigentlichen Verpackung.

       
 
Wertung:
  (gut)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Christian Bartsch
 

 

Endlich wieder einmal eine Comic-Umsetzung, die sich sehen lassen kann. Nichts gegen Sam Raimi und seinem Faible für "Spider-Man", aber besonders der zweite Teil konnte mich mit dem peinlichen Gewimmere von Tobey Maguire nicht überzeugen. Zugegeben, beide Vorlagen liegen meilenweit auseinander u8nd ein wenig Menschlichkeit schadet keinen Superhelden, aber während die Spinne einen Großteil des Films mit Herzschmerz verbringt, so geht es bei "Sin City" mit strammen Stiefel kraftvoll vorwärts. Weicheier schauen angewidert weg, wenn Mickey Rourke mit Elijah Wood abrechnet, doch gerade diese intensive Darstellung macht den Transfer vom Comic auf die Leinwand erst perfekt.
Ich finde diesen Film einfach sehr erfrischend - ein echtes Highlight, dachte ich doch fast, Rodriguez würde nur noch familienkompatible Agentenfilme machen.

 

Wertung:

(gut)

 
 
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