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City of God

  

Getestet von Florian Kriegel

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

 
 


 

DVD-Daten:

Review Datum: 15.12.2003
Verleihfenster: 01.10.2003
Im Handel ab: 20.11.2003
   
Deutscher Titel: City of God
Originaltitel: Cidade de Deus
Land / Jahr: BRA 2002
Genre: Drama
   
Regie:  Kátia Lund, Fernando Meirelles
Darsteller:  Alexandre Rodrigues , Leandro Firmino , Phellipe Haagensen , Douglas Silva , Jonathan Haagensen , Matheus Nachtergaele , Seu Jorge , Jefechander Suplino
       
Bildformat: 1,85:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Portugiesisch(Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: ja, Kapitelindex und Infos
Verpackung: Amaray Box (mit doppeltem DVD Einleger)
Kapitel: 18
Laufzeit: 128 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer und DVD 5 / Single Layer
Anbieter: Highlight Video
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Yamaha RX-V2700 (Dolby Digital EX, DTS-ES, HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI, PCM 5.1)
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (via HDMI, PCM 7.1, 1080p24)
TV: Pioneer PDP-427XA (Plasma, via HDMI, 1080p24)
Beamer: Sanyo PLV-Z3 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Monitor Audio Bronze Reference Series 7.1 (2 x BR5, 1 x BRLCR, 4 x BRFX, 1 x BRW10)


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Wenn man in der CITY OF GOD, einem der Elendsviertel Rio de Janeiros, aufwächst, ist die Kindheit früh zuende. Bewaffnete Bandenkriege und Drogenhandel gehören zum Alltag und die tägliche Herausforderung heißt "Überleben". Genau hier wachsen der skrupellose Dadinho und der schüchterne Buscapé auf. Während Dadinho seine Zukunft im Kokain-Handel und in der Gewalt sucht, träumt Buscap davon Fotograf zu werden.

Nach 20 Jahren führt das Schicksal die beiden jungen Männer wieder zusammen. Buscap versucht sein Glück als Fotograf und Dadinho ist der gefürchtetste Drogen-Dealer Rios geworden. Als er ein junges Mädchen vergewaltigt, schwört ihr Freund, Dadinho zu töten. So bricht über Nacht in der CITY OF GOD Krieg aus, in dem eine Armee von bewaffneten Jugendlichen alle das eine wollen: den Tod des Drogen-Königs!

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

"City of God" bekommt von Highlight Video ein 2-DVD-Set spendiert und so befinden sich sämtliche Extras auf der zweiten Disc. Leider fallen die Extras dennoch etwas spärlich aus, auch wenn es ein wirklich interessantes Feature gibt.

Das eindeutig beste und längste Bonusfeature ist das rund 51 Minuten lange Making Of, das mit portugiesischen Originalton vorliegt, auf Wunsch aber untertitelt wird. Hier kommen vor allem die Macher des Films zu Wort und es werden auch Vorbereitungen gezeigt, die im Vorfeld unternommen wurden. Es ist zwar sehr lang, hätte aber etwas bissiger und umfassender in Sachen Inhalt ausfallen können.

Die restlichen Extras sind eher von nicht so spektakulärer Natur, wie z.B. ein portugiesischer Trailer, ein Musikclip "Batacuda Remix", Infos über die Darsteller und die Crew und eine Trailershow. Aufgrund des langen Making Of schafft es die DVD aber noch knapp, sich eine durchschnittliche Note zu sichern.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend)
     
Gestaltung:

Das Menü von "City of God" hat ein sehr langes Intro, das man aber mit der Skip-Taste überspringen kann. Es wurde komplett animiert, präsentiert sich leider aber nur im 4:3-Format, was heutzutage nicht mehr sein muss. Sämtliche Untermenüs wurden animiert, mit Filmszenen ausgestattet und außerdem noch mit passenden Sounds und Musik verfeinert. Das verwendete Schriftbild passt gut zu den benutzten Farben und dem Menüdesign.
Das Menü der zweiten DVD wurde ebenfalls animiert und fügt sich in das Design der ersten Scheibe ein.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Nach gut zwei Stunden Film fällt es leider sehr schwer, die Bildqualität fair und objektiv zu bewerten. Der Grund ist ganz einfach: "City of God" wirkt teilweise sehr verfremdet und strotzt nur so vor Stilmitteln, die dem Drama teilweise ein außergewöhnliches Äußeres verleihen.

Zu Beginn fällt sofort die wirklich tolle Schärfe auf, die das Bild sehr detailreich und plastisch wirken lässt. Zwar wird dieses hohe Niveau nicht durchweg gehalten, allerdings sackt es alleshöchstens auf ein immer noch sehr angenehmes Niveau ab. Zumindest in dieser Hinsicht kann die DVD nahezu vollends überzeugen. Der Kontrast wirkt die meiste Zeit steil und verfremdet und liefert ein sehr grelles, unnatürliches Bild.

Ebenfalls als Stilmittel anzusehen sind die fast durchweg vefremdeten Farben. In den Gegenwartsszenen wirkt der Transfer sehr kühl, da viele Blautöne eingesetzt werden. Die Vergangenheitsszenen haben hingehen einen deutlichen Gelbstich und wirken etwas blasser. Tadellos ist der Schwarzwert, der immer ein tiefsattes Schwarz liefert. Leider fallen immer wieder unschöne Nachzieheffekte auf und ab und zu schien das Bild auch leicht zu "schwimmen". Selten konnten wir auch merkwürdige Ruckler in einigen Bildpartien erkennen, die vermutlich aber ebenfalls ein Stilmittel darstellen.

Das Rauschverhalten hätte auch besser sein können, doch auch hier kann man wieder nicht sicher sagen, ob es sich dabei nicht auch um ein Stilmittel handelt, wenn einige Szenen etwas körniger wirken als andere. Die Kompression ist hingegen wirklich verbesserungsfähig. Zwar fallen kleinere Artfekate im Himmel bei normalem Sehabstand kaum auf, schaut man aber genauer hin, so kann man ab und zu Mängel der Kompression erkennen.

Da es aufgrund der verschiedenen Stilmittel schwer fällt das Bild objektiv zu bewerten, haben wir uns für die goldene Mitte entschieden. Der Transfer hat ganz klar seine positiven Seiten, dafür wirken einige Merkmale auch wieder etwas negativ.

Da "City of God" auch von seinen Stilmitteln lebt, sollte man die Note nicht unbedingt zu stark bewerten, zumindest nicht bei dieser Produktion.

     
Wertung:
   (befriedigend)
   
Tontest:

Tontechnisch kann sich "City of God" unter den besseren DVDs einordnen, denn auch wenn der Film mit nicht einmal vier Millionen Dollar relativ günstig war, so nutzt man die Möglichkeiten des Mehrkanaltons gekonnt aus.

Bei zwei Stunden Laufzeit ist es allerdings nachvollziehbar, dass überwiegend die gute Front von der Nutzung überwiegt. Dennoch werden die Möglichkeiten von Dolby Digital 5.1 häufig genutzt. Wenn z.B. die rasante Musik erklingt, spürt man sofort, dass diese dynamisch und stark in die Handlung greifend abgemischt wurde.

Bei den ebenfalls relativ oft vorkommenden Schiessereien kann die Kulisse jedoch am meisten überzeugen, denn dann wirken die Effekte gut platziert und der Ton wird dynamisch und räumlich wiedergegeben. Umgebungsgeräusche werden ebenfalls realistisch ins Geschehen integriert. Auch wenn es mal etwas ruhiger zugeht, wenn z.B. Buscapé, der im Deutschen die Stimme von Xavier Naidoo hat, die Geschichte weitererzählt kann die Tonwiedergabe durch klare Dialoge und eine gut strukturierte Front gefallen.

   
 
Wertung:
  (gut - sehr gut)
       
Gesamtwertung:

"City of God" ist ohne Frage ein Film, den man aufgrund des brisanten Themas und der offenen Darstellung gesehen haben sollte. Die DVD ist aus technischer Sicht nicht einfach einzuordnen. Wie bei der Bildwertung schon erklärt, ist "City of God" ein Film, der durch den Einsatz von Stilmitteln an Authentizität gewinnt und gewissermaßen auch davon lebt. Der Ton verleiht dem Film ebenfalls an Realismus, nur die Extras können nicht komplett gefallen. Immerhin hat man ein recht langes Making Of, das aber allein nicht den großen Wissensdurst löschen kann.

Außerdem verdient sich diese schamlos offene Darstellung von Armut und Gewalt in einem Viertel Rios unseren Award "Must See!". Nicht nur wegen der packenden Umsetzung, sondern auch wegen des mit dreieinhalb Millionen knapp bemessen Budgets, das durch Spenden diverser Firmen zustande kam.

Auch wenn die DVD sicherlich besser hätte sein können, so können wir dennoch eine Kaufempfehlung aussprechen.

       
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
  

 
 
Der Standpunkt - das denken unsere Redakteure über diesen Film:

Florian Kriegel
 

 

"City of Gods" ist ganz klar einer der offensten und packendsten Dramen der letzten Jahre. Die bei weitem nicht zurückhaltende Darstellung von Gewalt von Kindern und Jugendgangs in Rio wirkt extre authentisch und macht einen oft sprachlos.
Bei rund zwei Stunden Laufzeit dachte ich im Vornherein, dass auch gewisse Längen auf mich zu kommen würden, doch schaffte ich es auch nicht, in den zwei Stunden nur einmal auf Pause zu drücken. Wenn man dann noch einen kleinen Jungen sieht, der, nachdem er zahlreiche unschuldige Menschen aus Spaß erschossen hat, aus tiefster Befriedigung lacht, dann ist man schon sprachlos. Aber gerade durch diese schamlose Darstellung des schwierigen Lebens der Armen in Rio, wirkt der Film so erstklassig.

 

Wertung:

(sehr gut)

 
 
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