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Hundstage

  

Getestet von Stefan Paulmayer

  

        
Weitere Informationen zur Disc:
 

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DVD-Daten:

Review Datum: 23.03.2005
Verleihfenster: nein
Im Handel ab: 21.02.2005
   
Deutscher Titel: Hundstage
Originaltitel: Hundstage
Land / Jahr: Ö 2001
Genre: Drama
   
Regie:  Ulrich Seidl
Darsteller:  Erich Finsches , Maria Hofstätter , Gerti Lehner , Alfred Mrva , Franziska Weiss
       
Bildformat: 1,78:1 Widescreen (anamorph)
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 2.0 stereo)
Untertitel: Deutsch
       
Menü: animiertes Menü
Booklet: keins
Verpackung: Amaray Box (transparent)
Kapitel: 12
Laufzeit: 121 Minuten
TV Norm: PAL
FSK: freigegeben ab 16 Jahren
Regional Code: Code 2
Disk Typ: DVD 9 / Dual Layer
Anbieter: Alamode Film
     
Testequipment: Zusätzliches für den Test benutztes Equipment:

AV-Receiver: Pioneer VSX-D1011 (THX Select, Dolby Digital EX, DTS-ES)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-EP10 (HDMI)
Blu-ray-Player: Samsung BD-P1000 (via HDMI) und Panasonic DMP-BD50 (via HDMI, PCM 5.1, 1080p24)
TV: Loewe Aventos 3981 ZW (100Hz, 16:9)
Beamer: Sanyo PLV-Z4 (kalibriert auf 6500K, Gamma 2.2)
Lautsprecher: Canton 4 x CT 220, 1 x CT 20 CM, 2 x Plus XL, AS25


unser Referenzequipment:

AV-Receiver: Marantz SR9300 (THX UltraII, Dolby Digital EX, DTS-ES)
DVD-Player: Pioneer DV-868AVi-S (Dolby Digital, DTS, DVD Video, DVD Audio, SACD) mit Chiptech.de Modifikation
Blu-ray-Player: Sony Playstation 3 (HDMI)
HD-DVD-Player: Toshiba HD-XE1 (HDMI)
TV: Panasonic TX-32PD50D (100 Hz, 16:9, progressiv via YUV)
Beamer: JVC DLA-HD1 und Dreamvision DreamBee (1080p24, D-ILA, HDMI über DVDO IScan VP50)
Lautsprecher: Monitor Audio Gold Reference Series 7.1 (2 x GR60, 1 x GR Center, 4 x GRfx, 1 x FB212)
Remoting: Philips Pronto SBC RU990

          
Inhalt:

Wochenende. Zeit der Hundstage*. Es ist drückend heiß, südlich von Wien, im Niemandsland zwischen Autobahnzubringern, Einkaufsmärkten und Einfamilienhaussiedlungen. Die Temperatur steigt, die Aggression steigt. Asphaltdecken brechen auf.

In dieser Atmosphäre spielen sechs Geschichten, denen Ort und Zeit des Geschehens gemeinsam ist, von Alltag und Aggression; von Nächten voller Spiele, Sex und Gewalt und von Tagen voller Einsamkeit und der Sehnsucht nach Liebe. Ein Film über das Leben in seiner Verletzlichkeit und Intimität.

*Hundstage: allg. gebräuchlicher Begriff für die Tage zwischen 24. Juli und 23. August. Das sind jene Tage, an denen es gewöhnlich sehr heiß ist. Der Name kommt daher, weil dieser Zeitraum unter dem Sternbild Canicola, dem Hund des Orion, steht. (Duden, Herkunftswörterbuch)

    
DVD-Review:
       
Besonderheiten:

Zwar fehlen gegenüber der österreichischen DVD ein paar Minuten an Deleted Scenes, dafür bekommt der Käufer hier einen 48-minütigen Film aus Ulrich Seidls frühen Tagen. Dies ist zwar nicht sein Erstling, aber doch immerhin erst Seidls zweiter Film, "Der Ball", aus dem Jahre 1982. Die Bildqualität sieht dementsprechend natürlich verheerend aus, dennoch freut man sich über so ein Extra. Ebenfalls findet ein kurzes Interview mit Ulrich Seidl Eingang auf diese DVD. Dazu gibt es noch den Kinotrailer - insgesamt sicher keine berauschende Angelegenheit, durch den seltenen Kurzfilm allein hat sich Alamode jedoch ein anständiges "befriedigend" verdient.

   
 
Wertung:  
     (befriedigend)
     
Gestaltung:

Nach einem kurzen Clip mit einem Ausschnitt aus dem Film gelangt man ins Hauptmenü, das wie auch die Kapitelanwahl animiert und mit Tönen unterlegt worden ist. Die Menüs für die Einstellungen sowie das Bonusmaterial wurden nicht animiert, sondern weisen nur noch eine Tonuntermalung auf, was jedoch immerhin besser als nichts ist. Von der Gestaltung her orientiert sich das Menü am Cover und zeigt in jedem Menü jeweils einen der Darsteller in der Sommersonne herumliegend. Erfreulicherweise ist das Menü auch anamorph abgetastet worden.

     
 
Wertung:
  (befriedigend - gut)
     
Bildtest:

Diese DVD ist bereits die zweite Ausgabe im deutschsprachigen Raum. Vor einiger Zeit erschien der Titel nämlich bereits in Österreich auf DVD, herausgebracht von der Firma Allegro. Die deutsche Ausgabe von Alamode bietet den Vorteil der anamorphen Abtastung, die Qualität liegt trotzdem auf ähnlichem Niveau wie die der österreichischen DVD, die schon mit Problemen zu kämpfen hatte.

An sich ähneln sich die Bilder sehr, sodass anzunehmen ist, dass unter Umständen das gleiche Ausgangsmaterial zur Verfügung gestanden hat. Jedenfalls hat Alamode aber mehr daraus gemacht. Deutlich fallen jedoch Doppelkonturen an den Rändern auf, die auf digitale Nachschärfversuche hindeuten. Die Bildschärfe an sich wurde dadurch scheinbar auch nicht besser. Eine Menge Szenen können nämlich nicht wirklich überzeugen. Weichheit und Tendenzen zur Unschärfe sind dann anzutreffen. Andere Szenen wiederum erscheinen erstaunlich gut.

Mit dem Kontrast ist das so eine Sache. Einerseits gibt es viele Szenen, die recht gut abgebildet werden - auch Nachtszenen, auf der anderen Seite schleichen sich auch immer wieder sehr, sehr steile Szenen mit überstahlenden Flächen ein. Der Schwarzwert liegt dabei zumeist auf befriedigendem Niveau und fällt nur szenenweise ab.

Bildrauschen ist nur in geringem Ausmaß festzustellen, was am Einsatz eines Rauschnfilters liegen dürfte, der ab und an im Hintergrund stehende Rauschmuster verursacht. Von den Farben her liefert der Transfer zumeist recht satte Farben, die je nach Szene natürlich oder aber in der Darstellung leicht verändert erscheinen können.

Am Ende fällt eine faire Benotung nicht leicht. Viele Szenen würden durchaus das Prädikat "gut" verdienen, andere Szenen erscheinen wiederum nicht über ausreichendem Niveau. Insofern scheint ein "befriedigend" als durchaus gerecht.

     
Wertung:
   (befriedigend)
   
Tontest:

Beim Ton setzt sich leider nicht fort, was beim Bild begonnen hat. Im Gegensatz zur alpenländischen DVD hat die Alamode-Ausgabe nämlich nur Stereo-Ton zu bieten. Die österreichische Variante hält jedoch den Original-Track in Dolby Digital 5.1 EX bereit. Obwohl man über die Sinnhaftigkeit der EX-Codierung getrost streiten mag, lässt sich nicht verneinen, dass der Klang der österreichischen DVD einfach besser ist. Zwar stellt sich auch dort nur zarter Raumklang ein - das ist jedoch (wesentlich) mehr als hier der Fall ist.

Zwar kommen - wenn man den Ton durch einen Dolby Surround-Decoder schickt - durchaus auch ab und an Töne aus den hinteren Lautsprechern, generell klingt der Ton aber doch recht frontlastig. Auch klingt die Spur nicht ganz so fein von der Klangqualität her, was auch an der schlechteren Kanaltrennung liegen mag. Insgesamt ist "Hundstage" aber sicherlich auch kein Film, der auf Surroundklang ausgelegt wäre. Zu Ulrich Seidls Doku-Stil würde das auch gar nicht passen.

   
 
Wertung:
  (befriedigend)
       
Gesamtwertung:

"Hundstage" stellt vielleicht den international bekanntesten Film Ulrich Seidls dar - immerhin gewann er bei mehreren internationalen Filmfestivals verschiedene Preise, darunter den Spezialpreis der Jury bei den Filmfestspielen von Venedig 2003. Wie fast immer erzählt Seidl in dokumentarhaften Stil die Geschichten verschiedener Menschen. Sind seine Figuren sonst schon - nun ja, sagen wir - schräg, so bewirken die namensgegebenden Hundstage (besonders heiße Sommertage), dass die Figuren diesmal noch etwas skurriler erscheinen als sonst. Wie schon der von uns vorgestellte Film "Models" gehört auch "Hundstage" nicht zu jenen Filmen, die die Massen begeistern - die Wahrheit dürfte vielmehr sein, dass die meisten Menschen außerhalb Österreichs mit diesem Film vielleicht nicht viel anfangen können. Wer aber einen Blick in den Abgrund der (einfachen) österreichischen Seele werfen möchte, der wird hier bestens bedient.

Trotz einer mehr oder weniger heftigen Hardcore-Porno-Szene wurde dem Film von der FSK eine 16er Freigabe verpasst. Zweiflern sei gesagt, dass diese Szene auch auf der deutschen DVD in voller Länge vorhanden ist. Technisch ist die DVD sicherlich eine Runde besser als "Models" und auch auf Bonusmaterial wurde hier nicht verzichtet.

       
 
Wertung:
  (befriedigend)
  

 
 
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